@Zz-Jones Den Podcast oben habe ich mir jetzt angehört, das folgende entnommen:
Zuerst was zum Kriegsverlauf (nichts wirklich neues). Viel zu Drohnen. Zu Beginn wird die Meinung geäußert, dass der Abbruch der Offensive auf Kiev einen mentalen Wandel bewirkt hat. Das mag ja auch sein, aber die Möglichkeit, dass Putin zu Beginn mehrere Fronten aufgemacht hat, damit die Ukraine Kräfte für die Verteidigung der Hauptstadt priorisiert, damit die russische Armee im eigentlich priorisierten Schwarzmeergebiet einfacher vorrücken kann, wird gar nicht angesprochen, somit auch keine Gegenargumente angeboten.
Ab Min. 17:50 sagt er das Entscheidende: die russische Armee befindet sich "im Aufbau". "spricht dafür, dass die Russen gerade Material aufbauen". Im Kontext sagt er, dass sie für den Ukraine-Krieg auf jeden Fall bereits genug haben und darüber hinaus "aufbauen" (also ohne es einzusetzen). Konkrete Zahlen nennt er aber nicht. Aber das sagt klar, dass Russland neue Waffen und Panzer für die Reserve produziert und derzeit gar nicht einsetzt.
Er weist indirekt auf die Gefahr hin, dass Russland in Zukunft von der freiwilligen oder halbfreiwilligen Rekrutierung noch zur Generalmobilisierung wechseln könnte, aber auch so habe Russland bereits einen Vorteil über die Ukraine, obwohl diese zwangsmobilisiert und die Moral irgendwann brechen könnte (und Russland vielleicht sogar genau darauf spekuliert). Während Russland einfach nur die Strafverfolgung verschärfen muss, um mehr zu haben, die sich "freiwillig" melden, um der Strafe zu entgehen. Dass Russland mehr Panzer baut als sie einsetzen. Dass der Westen durch bestimmte Parteien Regierungen bekommen könnte, die dann mit populistischen Forderungen die Hilfen für die Ukraine einstellen könnten.
Dann kommen noch verschiedene Szenarien, wie es in der Ukraine weitergehen könnte, aber nichts mehr (direkt oder indirekt) zu den Reserven, die Russland aufbaut.