@Panaetius Ich erzähle dir mal die Geschichte vom Armata, bzw das, was mir davon am aufschlussreichsten zu sein scheint.
Ich mache das jetzt rein aus dem Gedächtnis heraus, schlage also nichts nach (kannst du selber machen), aber im groben und ganzen müsste das so auch stimmen:
Russland erbeutete in WW2 Tiger-Panzer (welcher damals als das modernste überhaupt galt) und schaffte Exemplare/Teile/Maschinen nach Russland.
Dann sagten sich die Russen "Mann, der hat 'n prima Motor", den bauen wir mal nach...
Anmerkung: Das Teil machte in den Tigern Probleme und galt als unzuverlässig.
Jedenfalls konnten die Russen das Ding irgendwie nachbauen. Ich meine, die Deutschen nannten das Ding "Sternenmotor", ist ein sehr eigenes Design mit ungewöhnlichen Abmassen.
Das Teil wurde dann auch in größeren Stückzahlen hergestellt.
Also, nun könntest du annehmen, die Russen hätten diesen Motor dann anschließend natürlich in einen Panzer eingebaut, aber, weit gefehlt:
Sie benutzen (tun das womöglich immer noch) diesen Motor stattdessen dann als Aggregat innerhalb ihrer Energie-Infrastruktur (genauer Einsatzbereich ist mir jetzt entfallen).
Jedenfalls bewährte sich das Teil dort wohl.
Ach ja, man wollte den Motor ursprünglich nur mit rein russischen Komponenten bauen, was wohl im Endeffekt dann doch nicht der Fall war.
Jedenfalls muss man dann so um 2010 herum festgestellt haben, dass die alte T-Serie so allmählich abgelöst werden sollte und kam zu dem eigentlich guten Entschluss, eine Panzerserie ins Leben zu rufen, die auf ein und der selben Plattform basiert und wo dann halt die Aufbauten als Modul optional sind.
Also vom Prinzip her so, wie die Deutschen das teils auch machen.
Nur, die Russen sind halt keine Deutschen.
Woran sie sich jedoch erinnerten, war, dass sie ja immer noch diesen tollen "Sternenmotor" haben. Ein deutscher Panzer-Motor - Juhe.
Also konstruierte man eine Wanne um diesen Motor herum als Ausgangsbasis. Ein anderer Motor passt dort nicht rein.
So, jetzt hockt dieser Motor also in seinem Fahrgestell, welches man eigens dafür entwickelt und gebaut hat und stellt verblüfft fest, dass der Motor auf einmal Zicken macht.
Tja, hätte man den Russen doch gesagt, dass die deutsche Erfindung aus den 40ern in einem frei zugänglichen Gelände, wo Platz keine Rolle spielt, genügend Belüftung vorhanden ist und das eingesetzte Drehzahlband vmtl auch ziemlich konstant war, ganz anders reagiert/gewartet/verbessert werden kann, als dies in einer engen Panzer-Wanne der Fall ist, wo man noch alles mögliche unterbringen will.
Kurzum: Die Motor-Probleme bekommen sie nicht in den Griff, etwas anderes passt nicht rein, man müsste nochmal von vorne anfangen.