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Der hybride Krieg Russlands gegen die Ukraine

23.785 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Russland, Ukraine, Kriegsverbrechen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der hybride Krieg Russlands gegen die Ukraine

11.12.2025 um 20:03
Zitat von FellatixFellatix schrieb:Wo er nicht unrecht hat und weil gestern von Wirtschaft die Rede war: Im neuen Economist gibt es eine gute und lange Analyse dazu (Russia is not as resilient as it wants you to think), die ist wirklich gut. Aber ich habe nicht die Zeit, das hier zusammenzufassen. Aber wer sich wirklich interessiert, dem sei die Story empfohlen.
Ich gucks mir mal an wenn ich es nicht vergesse, danke.


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Der hybride Krieg Russlands gegen die Ukraine

11.12.2025 um 22:19
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Doch die Strukturen sind Schwachpunkte

So lassen sich natürlich die Budgets nicht optimal nutzen und Zusammenarbeiten
Als ob das in Russland oder selbst in den USA so viel besser wäre. Oder überhaupt. Das State Department hat gerade mächtig interne Konkurrenz durch ein paar Immobilienmakler bekommen. Und in Russland haben sie sicher ganz eigene Vorstellungen davon, wie man Budgets "optimal" nutzt.
Zitat von WardenWarden schrieb:Das ist ein Standpunkt, aber nicht der einzige.

Ich kann auch argumentieren, gemeinsame Verteidigungsstreitkräfte und Geheim- bzw. "Nachrichtendienste" killen sperrigen Overhead den jeder Mitgliedsstaat hat und schaffen Synergien oder klare Prioritätensetzungen. Und eine einheitliches Set an gesetzlichen Handlungsgrundlagen und gemeinsamen Frameworks statt "die machen mal so, die anderen mal so". Das kann Segen aber situativ eben auch Fluch sondergleichen sein.

Bei weniger formellen Akteuren haste auch weniger Zaudern ob jetzt manche im worst-case nen Artikel 5 deklarieren oder lieber kleinreden, etc. pp. Viele Köche und so halt. Anomalien bzw. Ausreisser wie Orban hätte man vielleicht auch so nicht erlebt oder anderweitig 'contained'.
Ich glaube nicht das es in Russland, mit all seinen diversen Geheimdiensten, Oligarchen, konkurrierenden Militärs, usw, so etwas wie ein einheitliches Set an Handlungsgrundlagen gibt. Und in den USA gehts gerade innerhalb der Regierung doch gerade eher so drunter und drüber. Putin herrscht halt mit massiver Gewalt und hat das auch dringend nötig. Anders wäre er mit Prigoschin und Navalny nicht fertig geworden. Die EU muss Orban nicht ermorden um handlungsfähig bleiben zu können. Trump macht mal so und mal so. Seine Politik zeichnet sich durch Unberechenbarkeit, Sprunghaftigkeit und Chaos aus.

Die EU ist militärisch nicht so stark. Aber sie ist ja auch kein Verteidigungsbündnis. Die einzelnen Mitglieder müssten deutlich mehr für ihre Verteidigung tun. Mehr ins Militär investieren. Aber das könnten sie ja. Die EU verhindert das nicht.


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Der hybride Krieg Russlands gegen die Ukraine

12.12.2025 um 11:36
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Das ist das Problem an der Sache und Kostentreiber
Ist in den USA aber auch so, da Waffenhersteller ihre Fabriken gerne strategisch über diverse Bundesstaaten verteilen um Druckmittel gegen Budgetkürzungen zu haben. Boeing fliegt auch Flugzeugteile durch die Gegend.


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Der hybride Krieg Russlands gegen die Ukraine

12.12.2025 um 11:42
Zitat von AhmoseAhmose schrieb:Als ob das in Russland oder selbst in den USA so viel besser wäre.
Russland hat andere Probleme, aber natürlich ist in den USA alles einfacher, eine Armee etc ein e Beschaffung, eine Sprache etc
Zitat von AhmoseAhmose schrieb:Und in Russland haben sie sicher ganz eigene Vorstellungen davon, wie man Budgets "optimal" nutzt.
Gott sei Dank ist das ein Saustall
Zitat von Cthulhus_callCthulhus_call schrieb:Ist in den USA aber auch so, da Waffenhersteller ihre Fabriken gerne strategisch über diverse Bundesstaaten verteilen um Druckmittel gegen Budgetkürzungen zu haben. Boeing fliegt auch Flugzeugteile durch die Gegend.
Mag sein, aber alles Wesentliche einheitlicher als in der EU


Der FCAS fall zeigt es Grade wieder und man sieht es bei allen multinationalen Projekten

Angesehen davon. Das der ganze Verwaltung, Orga Aufbau. Bei jeder Einzelarmee erhalten bleibt.

Das ist ein Nachteil den kriegt man nicht so eben Weg, aber man muß schauen wie man ihn kompensiert.

Am schwierigsten ist das ganze eben bei der Atomaren Abschreckung? Wie soll die EU sowas aufbauen und steuern das es auch glaubhaft ist.


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Der hybride Krieg Russlands gegen die Ukraine

12.12.2025 um 11:46
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Russland hat andere Probleme, aber natürlich ist in den USA alles einfacher, eine Armee etc ein e Beschaffung, eine Sprache etc
Um diese Vorteile zu haben (und dann andere Nachteile), müsste die EU ein Nationalstaat werden. Das ist aber weder gewünscht noch sinnvoll. Einen neuen Nationalstaat zwischen Lissabon und Warschau zu errichten würde uns einen riesigen Haufen neuer Probleme bescheren, neben denen Probleme bei der Beschaffung von Militärgerät wie Kinkerlitzchen aussehen würden.


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12.12.2025 um 11:55
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Mag sein, aber alles Wesentliche einheitlicher als in der EU
Teilweise sogar schlimmer weil die Fertigung über soviele Bundesstaaten wie möglich verteilt werden.
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Angesehen davon. Das der ganze Verwaltung, Orga Aufbau. Bei jeder Einzelarmee erhalten bleibt.
Das stimmt natürlich und ist meiner Meinung nach der größter Nachteil, mMn. sollte man durchaus eine gemeinsame Armee in Erwägung ziehen und Bewaffnung vereinheitlichen. Allerdings bin ich optimistisch, angesichts der russischen Bedrohung hat Litauen zum ersten mal in seiner Geschichte eine Panzerwaffe und haben sich für den Leopard entschieden und ich finde es auch Positiv das seinerzeit KMW und Nexter zu KNDS fusioniert sind.


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Der hybride Krieg Russlands gegen die Ukraine

12.12.2025 um 12:01
Zitat von Cthulhus_callCthulhus_call schrieb:Teilweise sogar schlimmer weil die Fertigung über soviele Bundesstaaten wie möglich verteilt werden
🤷. Ist immer noch dasselbe Land
Zitat von Cthulhus_callCthulhus_call schrieb:Das stimmt natürlich und ist meiner Meinung nach der größter Nachteil, mMn. sollte man durchaus eine gemeinsame Armee in Erwägung ziehen und Bewaffnung vereinheitlichen
Die Idee seit den 50ern stößt an zig Problemen an.

Jenseits von einer gewissen Norm beim Material wird es arg schwierig.

Es müsste eine Armee neben den nationalen Armeen sein wie die Fremdenlegion.
Zitat von Cthulhus_callCthulhus_call schrieb:Allerdings bin ich optimistisch, angesichts der russischen Bedrohung hat Litauen zum ersten mal in seiner Geschichte eine Panzerwaffe und haben sich für den Leopard entschieden und ich finde es auch Positiv das seinerzeit KMW und Nexter zu KNDS fusioniert sind.
Naja 40 Panzer machen keinen Frühling

Und was kpz angeht so bietet sich der Leo 2 wegen der Verbreitung an.

Sonst bleibt auch eigentlich nur der M1, und der K2.

Was sie kaufen können


Aber umgekehrt verhält es sich bei Flugzeugen das die f35 absolut Sinn macht im Sinne der Synergieeffekte.

Grade weil außer Frankreich alle Kleinstaaten. Die im Zulauf haben.


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Der hybride Krieg Russlands gegen die Ukraine

12.12.2025 um 13:24
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Ist immer noch dasselbe Land
Die Auswirkungen sind die gleichen. AUs politischen Gründen, verteilte Produktionsstandorte, statt rational gebündelte Produktionsstätten.
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Jenseits von einer gewissen Norm beim Material wird es arg schwierig.
Ja, leider.-
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Naja 40 Panzer machen keinen Frühling
Das war ein Beispiel. ;)
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Aber umgekehrt verhält es sich bei Flugzeugen das die f35 absolut Sinn macht im Sinne der Synergieeffekte.
Ja, allerdings gerade im Hinblick auf die nun offene Feindschaft der USA zu uns, ist die F35 keine gute Idee mehr.


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Der hybride Krieg Russlands gegen die Ukraine

12.12.2025 um 16:40
Falls es interessiert, Christian Mölling hat einige dieser Fragen in seinen (jüngsten) Podcasts zur internationalen Lage aufgegriffen und diskutiert.
Die Debatte um mangelndes Tempo bei der Aufrüstung in Deutschland, die die Wirtschaftshistoriker Moritz Schularick vom Kiel Institut für Weltwirtschaft und Niall Ferguson von der US-Elite-Universität Stanford kürzlich mit einem Beitrag in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" angeheizt hatten, sieht Mölling kritisch. "Deutschlands Aufrüstung schreitet bei Weitem nicht schnell genug voran. Sie stottert vielmehr vor sich hin", schreiben die beiden Autoren und fordern unter anderem eine stärkere Auslastung der bestehenden Rüstungsbetriebe, einen deutlich stärkeren Fokus auf unbemannte Systeme und eine weitgehende Entkoppelung von den USA bei der Aufrüstung Deutschlands.

Bedrohung durch Russland oder China: "Wie lassen sich Kriege künftig gewinnen?"

"Es stimmt nicht, dass wir über die Hälfte unserer neuen Waffen in den USA bestellen", stellt Sicherheitsexperte Mölling in diesem Zusammenhang klar. Andererseits seien US-Rüstungsunternehmen der europäischen Konkurrenz, was Digitalisierung und Cyberfähigkeiten betrifft, teils um Jahrzehnte voraus. Angesichts des Technologievorsprungs von Firmen wie Palantir oder Anduril würden deutsche Mitbewerber offen sagen: "Sorry, da kommen wir nicht hinterher", so Mölling. Auch aus dem aktuellen Kriegsgeschehen in der Ukraine einen Primat unbemannter Systeme in künftigen Konflikten abzuleiten, führt nach Möllings Überzeugung in die Irre. "Das unterschlägt total, dass die Ukraine den Krieg durch die Drohnen aktuell zwar nicht verliert, aber ihn eben auch nicht gewinnt. Wir müssen doch fragen: Wie lassen sich Kriege militärisch gewinnen?"

Der Wunsch der "FAZ"-Autoren nach einer großen Lösung für die auch nach seiner Ansicht zu langsame deutsche Aufrüstung sei aus ökonomischer Sicht zwar nachvollziehbar, so Mölling. Er lasse aber die Ausgangslage außer Acht. "Meine Sorge ist, dass wir für eine große Lösung gar nicht die Zeit haben. Was wir brauchen, sind viele kleine Lösungen."
Quelle: https://www.stern.de/politik/ausland/ukraine-podcast/aufruestung-in-china---da-laeuft-eine-wahsinns-maschinerie--36341164.html

Und auch im neuesten.
Der Sicherheitsexperte Christian Mölling hält diese Debatte nicht für sinnvoll. "Den USA geht es seit Jahrzehnten darum, die Europäer als starken Partner zu haben. Und das sind wir nicht", stellt Mölling, Senior Advisor beim Brüsseler Thinktank "European Policy Center" in der neuesten Ausgabe des stern-Podcasts "Die Lage – International" fest. Handlungsdruck für Europa ergebe sich unabhängig davon, wie viel Niederschlag die NSS in der US-Politik der kommenden Jahre finde. "Mit Blick auf die Art und Weise, wie wir in Europa leben – nicht nur auf unseren Wohlstand, sondern auch die Freiheit – stehen wir in einem Überlebenskampf. Wir werden stärker werden müssen, ob mit, ohne oder sogar gegen die Amerikaner", sagt Mölling. Das bringe zwar unausweichlich Einschränkungen des eigenen Wohlstands mit sich. Nur: "Wenn wir das selbst nicht machen, dann werden uns andere einschränken, auch in unserer Freiheit."
Quelle: https://www.stern.de/politik/ausland/ukraine-podcast/europa-in-gefahr--warum-die-neue-us-strategie-eine-kanmpfansage-ist-36951228.html

Mit Gewinn gelesen habe ich auch die Rede von Osteuropa Historiker Jan Behrends. Angesichts von fast 4 Jahren Vollinvasion. Da lernte ich noch mal mehr über Riussland.
Fast vier Jahre russische Vollinvasion: Ein zukunftsweisender Blick zurück
Jan Claas Behrends  Analyse  11. Dez. 2025

Fast vier Jahre nach Beginn der russischen Vollinvasion zieht der Historiker Jan Claas Behrends (ZZF/Europa Universität Viadrina) eine historisch fundierte Bilanz – und warnt vor Illusionen über schnelle Verhandlungslösungen. Er zeigt, wie imperiale Traditionen, Gewaltpolitik und die Struktur des Putin-Regimes den Krieg prägen und warum Zugeständnisse an Moskau Eskalation begünstigen.

Die russische Vollinvasion der Ukraine dauert bereits fast so lange wie einst der deutsch-sowjetische Krieg (1941–1945); insgesamt blicken wir auf zwölf Jahre. Dennoch fehlt es häufig noch an einem tieferen, historisch begründeten Verständnis des Krieges. Dies hat zuletzt die Reaktion auf die Verhandlungsinitiativen von US-Präsident Trump gezeigt – mir scheint es tatsächlich unrealistisch, dass dieses ständige Entgegenkommen gegenüber Moskau einen positiven Einfluss auf den Konflikt haben wird. Im Gegenteil: Wenn der Westen Schwäche zeigt, hat Russland den Konflikt stets weiter eskaliert. Der Blick zurück zeigt, dass dies ist ein wahrscheinliches Szenario für die Zukunft ist. Schauen wir also auf die Gründe des Krieges, um seine Gegenwart und Zukunft besser zu verstehen.
Quelle: https://libmod.de/fast-vier-jahre-vollinvasion-ein-zukunftsweisender-blick-zurueck/

Gut auch zur Rolle des russischen Geheimdiensts, obwohl das wusste ich schon (weil ich da 22/23 so Einiges zu gelesen hatte, weil ich das besser versstehen wollte).

Der Schluss hat dann teils auch apellativen Charakter.
Die Ukrainer kämpfen unseren Kampf

Es gibt einige Dinge, die uns helfen können zu verstehen, wohin wir steuern. Kriege werden mit wirtschaftlichen Ressourcen und mit Willenskraft geführt. Der Westen führt im Unterschied zu Russland und der Ukraine diesen Krieg nur halbherzig. Unter der Ampelregierung wurde das der deutschen Öffentlichkeit als „Besonnenheit“ verkauft. Das Resultat sehen wir heute. Deutschland lebt immer noch in der Illusion, wir könnten unsere sozialen Leistungen unangetastet lassen und dennoch Russland abwehren. Wir werden unsere Prioritäten überdenken müssen. Denn wir wissen aus der Geschichte, dass Kriege langwierig sein können – und dass sie stets sehr teuer sind.

Was Russland betrifft, so ist der Krieg, den Moskau in der Ukraine führt, selbstverständlich nicht nachhaltig. Aber in der Vergangenheit haben die Russen Dinge über Jahrzehnte hinweg getan, die nicht nachhaltig waren. Das nannte sich Kommunismus. Schukow kämpfte gegen die Wehrmacht auf eine Art und Weise, die kaum nachhaltig war – er hat trotzdem gewonnen. Akzeptieren wir also, dass Russland ein harter Gegner bleiben wird, der sich an keine Regeln hält, aber hochmotiviert ist, seine revanchistischen Ziele zu erreichen. Das sollte unsere grundlegende Annahme für die kommenden Jahre sein.

Was die Ukraine betrifft, sollten wir die Vorstellung stärken, dass die Ukraine ein Teil der europäischen Sicherheitsarchitektur ist. Die Ukrainer kämpfen unseren Kampf. Von den ukrainischen Streitkräften – und tatsächlich vom gesamten Land – können wir Resilienz, Innovation, Improvisation und vieles mehr lernen. Doch wir müssen endlich die historischen Grundlagen und die harten Realitäten dieses Krieges akzeptieren und dementsprechend handeln. Vier Jahre Zaudern waren vier Jahre zu viel.

Der Text ist aus einer Rede entstanden, die Jan Claas Behrends Anfang November bei der NATO Operations Analysis Conference in der Julius-Leber-Kaserne in Berlin gehalten hat.
Quelle: https://libmod.de/fast-vier-jahre-vollinvasion-ein-zukunftsweisender-blick-zurueck/

Hm, bei solchen Worten weiß ich nicht, ob die Politiker in Europa - es ist ja nicht nur ein deutsches Problem - genug tun, um der Bevölkerung zu erklären, was das auch bedeutet, etwa?
Für Sozialpolitik?
Für die Militärausgaben?
Für zukünftige Risiken und Gefahren?

Die Politiker mit der klarsten Ansprache stehen nicht in der Reihe, wenn ich an D denke. Ein Anton Hofreiter etwa, oder Roderich Kiesewetter. Beim letzten grünen Parteitag platzte Hofreiter der Kragen. Und ich möchte eine grüne Partei (vorher hatte es so einige Reden gegeben mit der Phrase), rief er ins Publikum, die nur Sachen beschließt, die auch finanzierbar sind. Danach beschloss die Grüne Jugend per Kampfantrag das 9 Euro Ticket. Aber ich möchte da nicht schimpfen. Auch ein Kiesewetter ist bei der CDU irgendwie außen vor, praktisch ausgebootet. Mit der SPD fange ich besser nicht an. Und die anderen drei (AfD, Linke, BSW) sind eh indiskutabel.

Und vielleicht sollte man auch verstehen und nicht nur schimpfen? Da sind ja auch noch die Bürger. Viele, vielleicht zu viele scheinen so in einem neuen Biedermeier zu stecken, oder im Glauben, man könne noch mal irgendwie zurück, ins Jahr 2000 oder so, und alles ist wieder gut. Nur wer das glaubt, befürchte ich da mal, der wird nicht selig. Das nur so paar Gedanken dazu, die Rede von Behrends ist wirklich lesenswert und die Links davor sind auch gut.


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Der hybride Krieg Russlands gegen die Ukraine

14.12.2025 um 23:52
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einen Verzicht auf einen Nato-Beitritt der Ukraine ins Spiel gebracht. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, teilte Selenskyj vor seinem Abflug nach Berlin mit, dass die Ukraine auf eine von Russland und den USA abgelehnte Nato-Mitgliedschaft verzichten könnte, wenn sein Land umfassende Sicherheitsgarantien gegen einen erneuten russischen Überfall erhalte.
 https://www.google.com/amp/s/www.mdr.de/nachrichten/welt/osteuropa/politik/ukraine-krieg-selenskyj-nato-beitritt-verzicht-berlin-witkoff-merz-100~amp.html
In Berlin haben weitere Gespräche über den US-Friedensplan für die Ukraine stattgefunden... ...Vor dem Treffen hatte Selenskyj erklärt, dass sein Land nicht mehr auf einem NATO-Beitritt besteht. Selensky verwies gegenüber Journalisten darauf, dass der ukrainische Wunsch nicht von allen Bündnisstaaten unterstützt werde. Es wäre aber ein Kompromiss, wenn es anstelle einer Mitgliedschaft ähnliche Sicherheitsgarantien der EU und der USA für sein Land gebe... ...Das Ziel eines NATO-Beitritts ist bislang in der ukrainischen Verfassung verankert. Es ist aber eine der Hauptforderungen Russlands, dass die Ukraine nicht in die Allianz aufgenommen wird.
https://www.deutschlandfunk.de/gespraeche-ueber-us-friedensplan-selenskyj-rueckt-von-nato-beitrittsplaenen-ab-100.html

Könnte das Putin nicht dazu veranlassen das als Teilsieg zu verkaufen, bzw. ihn näher zur Bereitschaft zum Frieden bringen?


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Der hybride Krieg Russlands gegen die Ukraine

14.12.2025 um 23:56
Zitat von SiegelschildSiegelschild schrieb:Könnte das Putin nicht dazu veranlassen das als Teilsieg zu verkaufen, bzw. ihn näher zur Bereitschaft zum Frieden bringen?
Könnte aber auch bedeuten, das eine Nato-Mitgliedschaft im Moment voll für den A.... , also nicht unbedingt erstrebenswert für die UA ist.


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Der hybride Krieg Russlands gegen die Ukraine

15.12.2025 um 00:31
Eine Mitgliedschaft ist - ich habe das jetzt nicht rechtlich geprüft, aus der groben Erinnerung - eh nicht möglich solange es ungeklärte/offene Grenzkonflikte oder "contested territories" gibt. Es wirkt daher wie ein strategisches Kalkül, Bewegung in die Sache zu bringen als denn eher im unklaren zermürbenden Abnutzungskrieg zu verharren wo Russland weiter bockig blockiert oder die USA bzw. Trump-Admin rummosert.

Die Frage ist, ob sie das nicht weiter tun aber immerhin zeigt man so den Verbündeten und anderen eine gewisse Kompromissbereitschaft, die im Zweifel beim Kreml negativ hängen bleibt und irgendwo im großen Ganzen eher dem Kreml schaden dürfte, wenn man da nicht mitspielt oder mal irgendwann 'goodwill' zeigt.

Aber wie es am Ende kommen mag, ich weiß es nicht. Glaskugel und so.


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Der hybride Krieg Russlands gegen die Ukraine

16.12.2025 um 16:52
"Neither Hitler nor Napoleon was able to bring Moscow to its knees, and I doubt that [top EU diplomat] Kaja Kallas, [French President Emmanuel] Macron, [British Prime Minister Keir] Starmer, and [German Chancellor Friedrich] Merz will be able to do that," Salvini added.
Quelle:https://tass.com/economy/2059117?

Hat er nicht gesagt? 😂
Uff


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Der hybride Krieg Russlands gegen die Ukraine

16.12.2025 um 17:15
Italien 😂😂. Kannst du vergessen


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Der hybride Krieg Russlands gegen die Ukraine

16.12.2025 um 18:17
20-Punkte-Friedensplan, hier der Anfang und Wortlaut der Erklärung:
Die Staats- und Regierungschefs begrüßten die erheblichen Fortschritte bei Präsident Trumps Bemühungen zur Sicherung eines gerechten und dauerhaften Friedens in der Ukraine.

Sie begrüßten ferner die enge Zusammenarbeit zwischen Präsident Selenskyjs Team, Präsident Trumps Team und den europäischen Teams im Laufe der letzten Tage und Wochen. Sie vereinbarten, mit Präsident Trump und Präsident Selenskyj zusammenzuarbeiten, um einen dauerhaften Frieden zu erreichen, durch den die ukrainische Souveränität und die europäische Sicherheit gewahrt werden.

Die Staats- und Regierungschefs würdigten die starke Konvergenz zwischen den Vereinigten Staaten, der Ukraine und Europa. ...
Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Die-Erklaerung-von-Berlin-im-Wortlaut-id30146761.html

Es ist echt beschämend, wie die Welt Trump in den Arsch kriecht. Und ich musste extra eine Farbe zum Hervorheben suchen, meine gibt es nicht, dass ist nun kackbraun.


Der Plan wird wohl kaum von Putin angenommen:
Am Sonntag und Montag trafen sich Vertreter der USA und der Ukraine in Berlin, um über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges zu verhandeln. Doch bereits im Vorfeld der Gespräche hatte Moskau offenbar schon die kategorische Ablehnung sämtlicher Vorschläge vorbereitet. Das geht aus dem jüngst veröffentlichten Bericht der US-amerikanischen Denkfabrik The Institute for the Study of War (ISW) hervor.
Die Europäer spielen ihr eigenes Spiel. Es sieht so aus, als wollten sie eine Fortsetzung des Krieges.
Dmitri Peskow, Kremlsprecher

Demnach „schafft der Kreml schon jetzt Bedingungen für die Ablehnung der ukrainischen und europäischen Friedensplanentwürfe“, berichtete das ISW bereits am Sonntag. Zuvor hatte Moskau bei einem von den USA vorgeschlagenen 28-Punkte-Friedensplan wichtige Punkte abgelehnt, obwohl die erste Fassung Experten und westlichen Verbündeten zufolge als sehr kremlfreundlich galt.

Kremlsprecher Peskow fordert Sicherheitsgarantien

Auch Kremlsprecher Dmitri Peskow äußerte sich am Sonntag zu den in Berlin stattfindenden Friedensplan-Gesprächen. Wie Tass berichtete, konfrontierte Journalist Sarubin den 58-Jährigen mit der Möglichkeit, dass die Ukraine zwar ein Friedensabkommen unterzeichnen, sich anschließend aber nicht an die Vereinbarungen halten könnte. Peskow erklärte daraufhin, dass Moskau eine solche „Sabotage“ nicht dulden werde. ...
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/internationales/das-wird-uns-nicht-zufriedenstellen-russland-lehnt-offenbar-bereits-im-vorfeld-neuen-friedensplan-kategorisch-ab-15052078.html

Die Welt ist leider echt so verdreht, oben ist unten, unten oben, gut ist böse und böse gut. Putin will wohl, dass Trump in militärisch unterstützt, wenn die böse Ukraine Russland angreifen.



So hart es klingt, meine persönlich Meinung ist, es sollte da erstmal keinen Waffenstillstand geben, kein Friedensabkommen. Nicht weil ich kriegsgeil bin und keinen Frieden möchte, sondern weil wohl nichts wirklich der Ukraine auf Dauer helfen würde, was sich da so anbietet. Also erstmal haben die Russen ja wirklich schon an dem 28 Punkte Plan gemeckert, den sie ja selbst den USA vorgegeben hatten, dachten wohl, oh läuft so gut, da geht noch mehr. Eventuell ja Polen noch drauflegen oder so.

Solange Putin und sein Bande an der Macht ist, wird es keinen echten Frieden für die Ukraine geben, hier muss man sich einfach mal der Realität stellen. Ich sehe da echt nur den Weg, dass Russland militärisch und wirtschaftlich in die Knie gezwungen wird. Ja gezwungen, als Kriegsmacht zerstört.

Und das läuft für die Ukraine viel besser, als wohl je erwartet wurde, gerade erst das U-Boot zum U-Boot gemacht, den Russen beim Tauchen geholfen. Ich hoffe, die Ukraine baut ihre Waffensystem weiter aus, viel weiter, ich will nicht Russland am Boden sehen, sondern Putin. Leider wird es wohl nur so gehen, dass Russland erstmal "platt" gemacht wird, da darf dann militärisch nicht mehr viel gehen, die Wirtschaft zerbricht, Putin bekommt nicht mehr die Menge an Soldaten die er in der Ukraine killen kann und auch nicht mehr die Waffen um alles zu zerstören.

Wenn den Oligarchen die Geld genommen werden und die Bevölkerung in Russland immer mehr unter den Folgen des Angriffskrieges leidet, eventuell gehen dann da mal die Lichter an, und sie melden sich nicht mehr freiwillig, was sie ja noch immer zu tausenden jeden Monat machen und rebellieren. Muss ja kein offener Aufstand sein, geht ja auch kleiner, hier und da eine Schraube vergessen, ...

Wird vermutlich noch mindestens zwei Jahre dauern, bis Russland so weit unten ist, dass der Druck wirklich echte Wirkung zeigt, diese arroganten Drecksäcke da, auch die im russischen TV, die hetzen und jede Woche Mist labern, ich würde so gerne sehen, wie denen mal die Luft wegbleibt.


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Der hybride Krieg Russlands gegen die Ukraine

16.12.2025 um 18:26
Zitat von nocheinPoetnocheinPoet schrieb:Wird vermutlich noch mindestens zwei Jahre dauern, bis Russland so weit unten ist, dass der Druck wirklich echte Wirkung zeigt, diese arroganten Drecksäcke da, auch die im russischen TV, die hetzen und jede Woche Mist labern, ich würde so gerne sehen, wie denen mal die Luft wegbleibt.
Ich sah heut noch irgendwo einen Clip (ich glaube es war Lanz, wo auch Florenz/Florence G(r)aub? dabei war). Oder ich verwechsle es ggf. mit einem anderen Videoausschnitt den ich nicht mehr zuordnen kann. Da ging irgendjemand der interviewt wurde davon aus, dass Russland das ggf. auch noch bis zu 4 Jahre durchhalten könnte bis es wirklich markant einknicken muss oder nicht mehr anders kann. Die Frage ist, ob die Ukraine auch so lange kann. Bei der jetzigen Entwicklung sehe ich das nicht. Wenn die Festung Donbass fällt, haben wir bzw. die Ukraine dann noch andere Probleme und strategische Nachteile.

Ich weiß echt nicht, ob das noch 4 Jahre so weitergeht bzw. durchgehalten werden kann, wenn Trump so Schützenhilfe für Moskau leistet und personelle Reserven nicht adäquat auf Dauer nachgeführt werden könnten.


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16.12.2025 um 18:28
Meine pers. Einschätzung ist die, dass Putin alles ablehnen wird. Trump wird dann irgendwann sagen: "Selensky und die Europäer sind an allem Schuld, man hat Zugeständnisse blockiert und ist nicht auf Putin zugegangen. Jetzt sollen die Europäer den Karren gefälligst selbst aus dem Dreck ziehen, die wollten ja nicht auf uns hören. Wir sind endgültig raus."

Die Europäer werden viel reden und sich gegenseitig blockieren, keiner wird mehr sehr viel Geld für die Ukraine in die Hand nehmen wollen und das wars dann. Russland wird dann irgendwann seine Ziele erreichen.


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Der hybride Krieg Russlands gegen die Ukraine

16.12.2025 um 18:28
Der letzte Satz sagt im Prinzip alles aus. Es geht nicht um Waffenruhe, sondern darum, Ziele zu erreichen.
Der Kreml hat seine Ablehnung einer Waffenruhe im Ukraine-Krieg bekräftigt und damit einen Vorstoß von Bundeskanzler Friedrich Merz zurückgewiesen. „Wir wollen Frieden, wir wollen keine Waffenruhe“, in der die Ukraine Atem schöpfen und sich auf die Fortsetzung des Kriegs vorbereiten könne, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Agenturen zufolge zur Idee einer Weihnachtswaffenruhe. Russland wolle den Krieg beenden und seine Ziele erreichen.
Quelle: https://www.welt.de/politik/ausland/article693fa277629fc38b106a3c9f/ukraine-gipfel-in-berlin-wir-wollen-frieden-wir-wollen-keine-waffenruhe-kreml-lehnt-merz-plan-entschieden-ab-liveticker.html


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16.12.2025 um 18:31
@abberline

Es sind nur Drecksäcke in Russland an der Macht, ich sag es ja, wenn die Frieden wollen, einfach raus aus der Ukraine, bin recht sicher, die greifen dann Russland nicht weiter an.


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Der hybride Krieg Russlands gegen die Ukraine

16.12.2025 um 18:35
Zitat von nocheinPoetnocheinPoet schrieb:Es sind nur Drecksäcke in Russland an der Macht, ich sag es ja, wenn die Frieden wollen, einfach raus aus der Ukraine, bin recht sicher, die greifen dann Russland nicht weiter an.
Hier greift aber die imperialistisch-autokratische Gier und die Gesichtswahrungs-Scheiße, die auch so eine Unsitte in China ist: Geht der alte Sack ohne relevante Ergebnisse nach Hause bzw. bricht er die "Sonderoperation" (Allein schon dieses Wording sagt alles aus über deren irre Psyche) ab und gibt sogar noch besetzte Gebiete zurück, wird er vermutlich innenpolitisch aufgeknüpft. Und das kratzt dann wieder am Ego, etc. pp.

Ergo dieser zerstörerische bzw. beharrende Weg, auf Maximalforderungen zu beharren solange man halt meint, seine Ziele auch notfalls über 1-X Jahre weiteres zermürben oder langsames Vorrücken erreichen zu können. Eine enthemmte, teils depolitisierte abgestumpfte oder in Teilen gewaltaffine und von Propaganda zerfressene Bevölkerung machts in Summe ja mit.


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