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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

20.935 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Political Correctness, Politische Korrektheit ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

08.02.2021 um 15:56
@weißichnixvon
Korrekt, wenn mich interessiert, warum ein Ort so heisst, wie er heisst, schau ich eben nach. Und kann dann beim besprochenen Dorf wieder beruhigt schlafen.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

08.02.2021 um 15:56
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Hase zB .. man kann das Wort im normalen Sprachgebrauch dafür nutzen, um einen Nager zu beschreiben. Oder man definiert einen eigenen Konsens im eigenen Sprachgebrauch und benutzt das gleiche Wort als Kosename für ein Kind oder so.

Alles ganz legitim, und weit verbreitet.
Niemand hat jemandem zu verbieten sich einen eigenen Konsens mit welchen Leuten auch immer zu schaffen.
Du checkst da was ganz gewaltig nicht. Es geht hier nicht um die private Verwendung von Kosenamen oder sonstwas, die durch zwei Personen und dem Konsens eine neue Bedeutung tragen kann. Es geht darum, dass Begriffe in der Gesellschaft eine gängige Definition haben. Wenn ich einen Erzieher frage, ob er mir sagen, wo der Hase ist wird sie nicht verstehen können, was ich meine. Sie kann es höchstens erahnen, aber auch nur wenn naheliegend wäre, dass mit Hase mein Kind gemeint ist.

Der Konsens erfüllt sich erst mit Inhalt, wenn sich die Beteiligten darauf einigen. Bei einem Ortsschild, das einfach nur in der Gegeng rumhängt, kann das nicht erfüllt sein. Es hat keine Geschichte mit zufällig vorbeifahrenden Autofahrern.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

08.02.2021 um 15:56
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Oder man definiert einen eigenen Konsens im eigenen Sprachgebrauch und benutzt das gleiche Wort als Kosename für ein Kind oder so.
nur ändert dies eben nicht die Bedeutung des Wortes.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

08.02.2021 um 15:58
Zitat von abberlineabberline schrieb:Und da muss heute niemand mit dem erhobenen Zeigefinger kommen.
Von den Befürworter einer Umbennung kommt zum Beispiel niemand mit dem erhobenen Zeigefinger an.
Zitat von abberlineabberline schrieb:und 14hunderttobak hat in Neger auch niemand an Menschen, sondern den Bach gedacht.
Und heute denkt nun mal jeder an Menschen und nicht an einen Bach. Zeiten ändern sich.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

08.02.2021 um 15:59
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Wissen ist eine Hol- keine Bringschuld. Man eignet sich für gewöhnlich Wissen an, wenn einen was interessiert, und kann nicht erwarten, dass man es einem nachträgt.
Komm mir nicht mit dem Spruch, nachdem ich dir seitenlang erklärt habe, dass hier die Holschuld absurd ist. Es gibt keine Holschuld, klare Begriffe hinterfragen zu müssen. Wenn mir jemand erzählt, er habe einen Hasen abgeholt, denke ich ohne weiteres erstmal an einen Hasen; nicht an ein Kind, nicht an seine Frau, die er vielleicht auch so nennt. Ich denke an einen Hasen, die Viecher, die rumhoppeln.
Ich kann dann keine Holschuld haben!


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

08.02.2021 um 16:00
Jetzt losse doch ämol die Kirch' im Dorf, egal ob däs Näger, Nager, Neger oder Nega heißt...


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

08.02.2021 um 16:04
@peekaboo
Da kann das Dorf nix für. Sollen die Leute, denen das nicht passt, halt nachschlagen. Dann können sie beruhigt sein. Oder einen Bogen drumherumfahren. Ganz wie sie wollen.
Ausser den Bewohnern hat niemand zu entscheiden, ob da was umbenannt wird.
Das kann man jetzt im Kreis diskutieren.
@oldzambo
Zefix, jawoll 😉


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

08.02.2021 um 16:06
Zitat von abberlineabberline schrieb:Ausser den Bewohnern hat niemand zu entscheiden, ob da was umbenannt wird.
Das ist hier nicht der Punkt, wir diskutieren nicht mit den Bewohnern. Die Frage ist eher, was würdest du tun, wenn du ein Bewohner des Ortes wärst. Was sind deine Argumente pro und contra?

Man kann sie nicht zwingen.. blablubb. Ja, man kann auch nicht einmarschieren und sie alle an den Galgen hängen. Hat sogar niemand vor..


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

08.02.2021 um 16:07
Zitat von oldzambooldzambo schrieb:Jetzt losse doch ämol die Kirch' im Dorf, egal ob däs Näger, Nager, Neger oder Nega heißt...
Ist es auch. Wenn es jemanden irritiert, soll er sich darüber informieren, und schon ist die Irritation aus der Welt. Man muss die Dinge nicht komplizierter machen, als sie sind.
Zitat von vincentvincent schrieb:Wenn mir jemand erzählt, er habe einen Hasen abgeholt, denke ich ohne weiteres erstmal an einen Hasen; nicht an ein Kind, nicht an seine Frau, die er vielleicht auch so nennt. Ich denke an einen Hasen, die Viecher, die rumhoppeln.
Es ist völlig egal, an was man denkt. Wenn man sich darüber einigen wollte, muss die Kommunikation einfach weiter gehen deutlicher werden.

Das ändert überhaupt nichts am Grundsätzlichen, dass man einfach neben dem normalen Sprachgebrauch auch viele andere haben und pflegen kann, in denen die Worte anders benutzt und auch anders gewertet werden können.

Es ist alles einen Frage von Kontext, dem daraus resultierenden Konsens, und dessen was man vermitteln will. Kein Wort ist absolut, alle sind relativ.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

08.02.2021 um 16:10
@vincent
Wäre ich Einwohner, würde ich dafür stimmen, den Namen zu erhalten. Alles andere wäre dann für mich mit Aufwand verbunden, nennen würden den Ort weiterhin sowieso alle Neger und rassistisch ist am Ursprung auch nix. Ich würde die Kritiker schulterzuckend ignorieren und fertig.
Gilt auch für alle anderen Orte von Wixhausen bis Fucking oder Votzenthal. Lass mer die paar Kritiker halt schreien.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

08.02.2021 um 16:10
@abberline

Das sehe ich anders. Man kann den Namen auch einfach ändern, dann fühlt sich auch keiner verletzt, oder dann muß auch keiner nachschlagen oder einen Bogen um's Dorf machen. Außerdem kann sich nach einer korrekten Umbenennung jeder wieder wichtigeren Ding zu wenden, was ja oft beklagt wird.
Zitat von abberlineabberline schrieb:Ausser den Bewohnern hat niemand zu entscheiden, ob da was umbenannt wird.
Es will ja auch niemand, der nicht in dem Dorf wohnt, irgendwas entscheiden. Man macht nur Vorschläge und drückt seine Meinung aus, wie man darüber denkt.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

08.02.2021 um 16:12
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Es ist völlig egal, an was man denkt. Wenn man sich darüber einigen wollte, muss die Kommunikation einfach weiter gehen deutlicher werden.
Hä? Es ist völlig egal, an was man denkt, wenn man Worte benutzt? Langsam nimmt das trumpsche Züge an. :'D

Die Kommunikation funktioniert nur, wenn beide Seiten sich über die Inhalte klar sind.
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Das ändert überhaupt nichts am Grundsätzlichen, dass man einfach neben dem normalen Sprachgebrauch auch viele andere haben und pflegen kann, in denen die Worte anders benutzt und auch anders gewertet werden können.

Es ist alles einen Frage von Kontext, dem daraus resultierenden Konsens, und dessen was man vermitteln will. Kein Wort ist absolut, alle sind relativ.
Das ist nicht der Punkt. Sag mal, verstehst du das wirklich nicht? Ich kann nicht wissen, was du in Wörter für eine Bedeutung jenseits des allgemeinen Konsens hineindichtest oder was du mit deinen Freunden schon vereinbart hast. Wenn du einen Hasen "jhfhw9" nennst, und ich jhfhw9 höre oder lese, kann ich nicht wissen, was du meinst. Ich habe dann auch keine Holschuld, die Buchstaben und deren Bedeutung selbst zu recherchieren, das beruht auf deinem Konsens mit einem bestimmten, klar definierten Kreis an Rezipienten. Das ist nicht die Allgemeinheit und auch nicht der normale Sprachgebrauch.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

08.02.2021 um 16:13
@peekaboo
Vorschläge kann jeder machen, aber den Ursprung des Namens im Auge behalten. Historie ist nicht ganz uninteressant. Daher würde ich gegen die Umbenennung sein. Von jedem Ort.
Mal vielleicht abgesehen von sowas wie Stalinstadt, das aber nur ein aufgezwungener Name war.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

08.02.2021 um 16:14
Zitat von abberlineabberline schrieb:Wäre ich Einwohner, würde ich dafür stimmen, den Namen zu erhalten. Alles andere wäre dann für mich mit Aufwand verbunden, nennen würden den Ort weiterhin sowieso alle Neger und rassistisch ist am Ursprung auch nix. Ich würde die Kritiker schulterzuckend ignorieren und fertig.
Weil? Da fehlt das Weil bzw. die Antwort darauf komplett. Das ist kein Argument, sondern nur die Vorstellung einer gefestigten Standpunktes. Der nicht-rassistische Hintergrund ist hier jedem klar und wird auch nicht angezweifelt..


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08.02.2021 um 16:16
Zitat von abberlineabberline schrieb:Wäre ich Einwohner, würde ich dafür stimmen
Wäre ich Einwohner würde ich für eine Umbenennung stimmen, damit sich niemand verletzt fühlt und auch niemand eine Bogen um mein Dorf machen muß.
Zitat von abberlineabberline schrieb:Vorschläge kann jeder machen
sag ich doch.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

08.02.2021 um 16:16
Wobei, korrigiere, es beinhaltet Aufwand.. und das ist schlecht. Wobei man dann entgegenhalten könnte, dass die Beschäftigung mit den ganzen hyper-sensiblen PClern irgendwann ermüdend sein müsste und den Aufwand der Veränderung übersteigt.


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08.02.2021 um 16:18
Zitat von MokaEftiMokaEfti schrieb:Schwieriger duerfte es werden, je augenzwinkernder der Rassismus daherkommt...
Wie man ja am Beispiel Lisa Eckhardt bestens gesehen hat.
Q.e.d.
Zitat von MokaEftiMokaEfti schrieb:Oder "Schpasti". Der Begriff wird heute eher als generelle Beleidigung für peinliches Verhalten von körperlich nicht behinderten Menschen angewendet.
Wann genau soll das anders gewesen sein?

Und was genau willst du damit sagen, dass wir alle einfach fröhlich weiter N**** sagen sollen, bis es in 20, 50 oder 100 Jahren dann endlich mal ein "neutrales" Wort geworden ist?
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Die Frage sollte heißen, warum nicht?
2020 soll die Frage lauten, warum N**** nicht mehr sagen soll?

Die Frage ist unglaublich traurig....
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Ich hatte hingegen mehrfach belegt, dass das Wort nur innerhalb des normalen Sprachgebrauchs als rassistisch konnotiert gilt, und das auch nur, wenn man es im Zusammenhang mit der Ethnie benutzt. Das steht.
Nein, du hast das nicht belegt, sondern nur ständig behauptet.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

08.02.2021 um 16:23
Zitat von vincentvincent schrieb:Ja, der normale Mensch ist auch geborener Sprachwissenschaftler mit dem Schwerpunkt auf historische Fluss- und Ortsnamen. Klar, scheiße, wie konnte ich das nicht wissen, dass Ne*** irgendwas mit Nag- zu tun hat.
Naja, wenn du zu den 5 oder 6 Menschen in Deutschland gehörst, die das nicht wissen, gehst du einfach mal zum Bürgermeister und fragst nach, dann habt ihr ein tolles Gespräch und werdet Freunde fürs Leben.

Aber man kann, wenn man sich den Thread über die letzten Jahre mal Revue passieren lässt, fest stellen, dass das dringende Bedürfnis, dieses Wort unbedingt zu erhalten, enorm gestiegen ist.

Hier geschehen Dinge die wirklich gruselig sind und ich hoffe, was man hier lesen muss, ist nicht repräsentativ für Deutschland.

Schau-der-haft, was hier einige von sich geben.
Zitat von abberlineabberline schrieb:Mal vielleicht abgesehen von sowas wie Stalinstadt, das aber nur ein aufgezwungener Name war.
Warum das denn? Wo ist da dein historisches INteresse?
Und warum ist die Erinnerung an einen Diktator schlimmer, als ein rassistisches Wort?


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

08.02.2021 um 16:30
@Groucho
Weil das Wort in dem Zusammenhang mit dem Ortsnamen nicht rassistisch ist. Wurde bereits oben erklärt. Stalinstadt hingegen war ein kurzzeitiger Zwangsname, der kurz (wohl so mittelprächtig freiwillig) eingeführt wurde und nach dem Tod des Herrn schnell wieder in den alten Namen geändert wurde. Wobei Eisenhüttenstadt ja sowieso erst in den 50ern konstruiert wurde, das ist ja keine natürliche Stadt in dem Sinn. Das war ja erst nur eine sozialistische Plan Wohnstadt.


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08.02.2021 um 16:32
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:halte in Deutschland lebende Menschen (unabhängig von ihrer Hautfarbe) in der Mehrzahl für hinreichend klug, unvoreingenommen und integriert, dass sie den Unterschied zw einer historischen Ortsbezeichnung ohne Rassimsmusbezug und dem eindeutig rassistischen (Schimpf) wort erkennen und dadurch differenziert betrachten können.
Gibt es dazu verifizierbare Zahlen oder muss ich dich nach belegen fragen ? Ansonsten könnt ich glatt das Gegenteil behaupten und wir hätten ne metadiskussion.

Wobei ja der Punkt durchaus interessant ist wieviel Prozent mit dem Begriff neger ein Dorf verbinden und / oder die herabwürdig von Menschen auf einem anderen kontinent.


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