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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

23.328 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Political Correctness, Politische Korrektheit ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

11.03.2021 um 13:22
Ich wüsste nicht, in welchem Kontext ich bestimmte Begriffe gebrauchen sollte. Ich kann sie ohne Verlust aus meinem Wortschatz streichen. Niemand zwingt mich, Juden als Itzigs, Dunkelhäutige als Neger, Ausländer als Kanaken, Asiaten als Fidschis, Behinderte als Krüppel, Homosexuelle als Arschficker oder Frauen als Fotzen zu bezeichnen. Würde ich diese Begriffe nutzen, stünde nicht Gedankenlosigkeit oder "Tradition" dahinter, sondern eine abwertende Absicht. Wer Begriffe in dieser Absicht gebraucht, dem ist sicher mit guten Worten nicht zu helfen. Allen anderen kann die Diskussion über die Verwendung solcher Begriffe durchaus als Denkanstoss dienen.


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11.03.2021 um 13:23
Zitat von EinElchEinElch schrieb:aber um da hinzukommen ist PC, bzw. das, was man darunter verstehst, einfach nicht geeignet.
Das ist Unsinn. Eine Bewegung die gegen Diskriminierung ist, ist ungeeignet Diskriminierung abzubauen...

Was wäre denn geeignet, dieses Ziel zu erreichen?

Hoffen?
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Sinnvoll wäre doch, wenn alle Menschen der Diskussion würdig sind ob ein Mensch einen anderen diskriminierend bezeichnend darf.
Es ist ein Unterschied, ob du eine Meinung zu dem Thema abgibst, das kann jeder gern tun, oder ob du Betroffenen vorschreiben willst, wie sie zu reden haben. Letzteres ist dann wieder der kolonialrassistische "der weiße Mann, zeigt den Schwarzen mal, wie die Welt funktioniert" Mist.

Ich finde es auch nicht gut, wenn Schwarze das Wort benutzen, so weit meine Meinung, aber ich habe keinem Schwarzen zu vorzuschreiben, ob er es benutzt.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

11.03.2021 um 13:24
Zitat von DoorsDoors schrieb:zu bezeichnen
Genau, dann sind wir ja auf einer Wellenlänge.
Zitat von DoorsDoors schrieb:Würde ich diese Begriffe nutzen, stünde nicht Gedankenlosigkeit oder "Tradition" dahinter, sondern eine abwertende Absicht
Genau das ist ja auch mittlerweile weitgehender, gesellschaftlicher Kontext.


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11.03.2021 um 13:27
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Es ist ein Unterschied, ob du eine Meinung zu dem Thema abgibst, das kann jeder gern tun, oder ob du Betroffenen vorschreiben willst, wie sie zu reden haben. Letzteres ist dann wieder der kolonialrassistische "der weiße Mann, zeigt den Schwarzen mal, wie die Welt funktioniert" Mist.
Och, ich schreibe niemanden was vor. Finde es nur rassistisch wenn ein PoC einen PoC Neger nennt, auch wenn die 3mal darauf klarkommen, es bleibt rassistisch.


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11.03.2021 um 13:28
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:aber ich habe keinem Schwarzen zu vorzuschreiben, ob er es benutzt
Hat man das überhaupt jemanden "vorzuschreiben"?

So oder so finde ich es legitim, dass man den Anspruch hat, dass gleiches Recht für alle gelte.
Ja, natürlich hat man nicht als weißer anzukommen und denen die "Welt zu erklären", wie du ganz richtig sagst.
Aber warum kann ein Weißer einem Schwarzen nicht von Mensch zu Mensch sagen, dass er es für kontraproduktiv hält, den Begriff zu verwenden?

Hier geht es ja nicht um eine Dorfschullehrerattitüde sondern das ernsthafte Verlangen nach einer Besserung der Situation, und das muss man halt auch sehen wollen.

Wir können auch ein absolutes Redeverbot von Weißen in Richtung von Schwarzen erlassen, aber wem hilft das?






Warst du mit der Beantwortung deiner brennenden Fragen dann eigentlich zufrieden? Einen ganzen Tag hast du immer wieder nachgehakt, danach war Schweigen im Walde.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

11.03.2021 um 13:42
Zitat von EinElchEinElch schrieb:So oder so finde ich es legitim, dass man den Anspruch hat, dass gleiches Recht für alle gelte.
Gilt doch auch. Wenn du andere Weiße rassistisch beleidigst, hat dir da kein Schwarzer etwas vorzuschreiben.
Zitat von EinElchEinElch schrieb:Ja, natürlich hat man nicht als weißer anzukommen und denen die "Welt zu erklären", wie du ganz richtig sagst.
Aber warum kann ein Weißer einem Schwarzen nicht von Mensch zu Mensch sagen, dass er es für kontraproduktiv hält, den Begriff zu verwenden?

Hier geht es ja nicht um eine Dorfschullehrerattitüde sondern das ernsthafte Verlangen nach einer Besserung der Situation, und das muss man halt auch sehen wollen.
das kannst du machen, wenn du Schwarze Freunde hast, die sich so nennen. Dann mal eine Diskussion darüber anzuregen, ob sie das vielleicht besser bleiben lassen sollten, ist mMn okey, aber nicht bei Menschen, die du nicht kennst
Zitat von EinElchEinElch schrieb:Wir können auch ein absolutes Redeverbot von Weißen in Richtung von Schwarzen erlassen, aber wem hilft das?
Wem helfen denn derart übertriebene Polemiken?


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11.03.2021 um 13:48
@CosmicQueen
hier wird ganz gut beschrieben, was ich meine:
Rassismus

Die unheimliche Anziehungskraft des N-Wortes
Quelle: https://uebermedien.de/27210/die-unheimliche-anziehungskraft-des-n-wortes/
Zitat von EinElchEinElch schrieb:Wo genau schreib ich: "ich lehne dieses Urteil nicht ab?"
häh? Das schrieb ich nicht. Du verdrehst meine Aussage.
Zitat von EinElchEinElch schrieb:Oder sowas wie: "Ich finde das Urteil gut", oder sowas?
auch das habe ich nicht geschrieben.
ich schrieb das:
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Du lehnst es doch gar nicht ab. Du siehst es als Einzelmeinung eines Schwachkopfes, unter Umständen.
und:
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:weiil Du das Urteil nirgends abgelehnt hast. Das ist nachzulesen. Unter Umständen wäre es die Meinung eines Schwachkopfes.
mehr nicht. ich schrieb also, dass Du es nicht ablehnst, sondern es "unter Umständen als Einzelmeinung eines Schwachkopfs" siehst. Ist das falsch oder willst Du missverstehen?
Zitat von EinElchEinElch schrieb:Wo? Ohne Widerspruch? Ohne kritische Nachberichterstattung?
auch das habe ich nicht geschrieben, es ging um die Benutzung des Wortes.
Zitat von CosmicQueenCosmicQueen schrieb:Ist es auch nicht. Im Fall des Ortsnamen und wenn jemand einen diesbezüglichen Nachnamen hat, oder das Wort satirisch aufgreift. Es gibt einige Beispiele, da spielt der Kontext eben eine große Rolle. Genau so ist es nicht rassistisch, wenn sich Schwarze Menschen selbst so bezeichnen, da spielt der Kontext ja auch eine Rolle.
ich schrieb explizit von der Bezeichnung N**er, nicht von dem Namen. Man sollte bitte den KONTEXT erfassen. Ich habe von der Verwendung gesprochen, die in dem Urteil Beachtung fand. Und das Urteil besagt, es sei nicht per se rassistisch, und darauf bezog sich @EinElch

ist ja regelrecht hysterisch hier. Da wird nicht mal mehr korrekt gelesen, um was es eigentlich konkret ging.


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11.03.2021 um 14:11
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:aber nicht bei Menschen, die du nicht kennst
Naja, kannst du das in irgendeiner Form begründen, warum das nicht so sein sollte?
Umgekehrt darf man ja Weiße, die man nicht kennt, auch zurechtweisen. Also nicht nur hinweisen, sondern zurechtweisen.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Wem helfen denn derart übertriebene Polemiken?
Überzeichnungen helfen, Dinge zu veranschaulichen, ich halte dich eigentlich für klug genug, das eigentlich auch zu verstehen.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

11.03.2021 um 14:32
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Du verdrehst meine Aussage.
Also, zum mitschreiben.

Ich behaupte nicht, dass du gesagt hättest, ich hätte etwas gesagt.

Sondern du postulierst, dass ich eine bestimmte Einstellung zu diesem Urteil hätte, nämlich ich es nicht ablehne. Das ist deine Behauptung gewesen.

Diese Behauptung ist falsch und du konntest sie noch immer nicht belegen
Deine Behauptung lautete:
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Du lehnst es doch gar nicht ab.
Entweder du lieferst jetzt die Begründung, wie du darauf kommst, etwas zu tun was du dir bei anderen verbittest, nämlich irgendwelche Aussagen anzudichten - oder du entschuldigst dich, dass du wiederholt jetzt den Thread vollmüllst mit Unterstellungen mir gegenüber.

Wo genau habe ich deiner Meinung nach das Urteil nicht abgelehnt? Da ich das nicht explizit gesagt habe?
Muss ich Disclaimer setzen, damit du nicht in Verlegenheit kommst, deine Ansichten aus Versatzbrocken zusammensetzen, die keinen Bezug zur Realität haben?


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

11.03.2021 um 14:51
Zitat von DoorsDoors schrieb:Ich kann sie ohne Verlust aus meinem Wortschatz streichen.
Klar.
Zitat von DoorsDoors schrieb:Allen anderen kann die Diskussion über die Verwendung solcher Begriffe durchaus als Denkanstoss dienen.
Bin ich auch bei dir.
Zitat von DoorsDoors schrieb:Niemand zwingt mich, Juden als Itzigs, Dunkelhäutige als Neger, Ausländer als Kanaken, Asiaten als Fidschis, Behinderte als Krüppel, Homosexuelle als Arschficker oder Frauen als Fotzen zu bezeichnen
@weißichnixvon hat mal mMn als Denkanstoss versucht darzulegen, dass nettere Begrifflichkeiten wie Juden, Ausländer, Asiaten, Behinderte (Menschen mit Behinderung... ;)), Homosexuelle, Frauen... auch nur Worthülsen sind, die sich gleichbedeutend negativ verwenden lassen, wenn die entsprechende Ideologie dahinter nicht miteinbezogen wird.

Andersrum kann mMn deswegen ein Mensch, welcher diskriminierede Bezeichnungen verwendet, letztlich auf der Verhaltensebene weniger diskriminierend für Betroffene wahrgenommen werden.

Ich schreibe das deswegen, da die zunehmende, reflexhafte Attributation einer nicht gesellschaftlich diskriminierungsfreien Sprache, gerade im öffentlichen Bereich, immer noch schneller cancelt. Das bedeutet für mich, dass eben aus zB sprachlichen "Defiziten" oft ansatzlos auf ein dahinter zugrundeliegendes Diskriminierungsmuster geschlossen wird. Was wiederum den für mich falschen Schluss zulässt, dass "die richtige" sprachliche Verwendung auch weniger Diskriminierung zur Folge hat. Somit geht es häufig eher darum, nicht die gesellschaftliche "Arschkarte" zu ziehen, sondern sich über PC die notwendigen "social credits" zu besorgen.

Ein sehr extremes Beispiel ist:

Sozialkredit-System

Diese Wahrnehmung der Dinge sind oft Grund für mein Veto oder meine aktuelle Kritik an Teilen der PC, die sich für mich immer mehr als wertende, moralische Gerichtsbarkeit versteht, anstatt neue Wege für Menschen zu öffnen, die durch bestimmte tradierte Werte und Normen gesellschaftlich an den Rand gedrängt werden. Ich hatte es zumindest noch so erfahren, dass PC eine Art diskutables Richtmaß darstellte...


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11.03.2021 um 14:52
Zitat von EinElchEinElch schrieb:Naja, kannst du das in irgendeiner Form begründen, warum das nicht so sein sollte?
Umgekehrt darf man ja Weiße, die man nicht kennt, auch zurechtweisen. Also nicht nur hinweisen, sondern zurechtweisen.
Das habe ich weiter oben doch schon begründet.
Beitrag von Groucho (Seite 896)

Und ganz allgemein, darfst du als Weißer natürlich auch einen Schwarzen zurecht weisen, wenn er bspw. vor den Augen von Kindern bei Rot über die Straße geht.
Zitat von EinElchEinElch schrieb:Überzeichnungen helfen,
ein Thema lächerlich zu machen..


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

11.03.2021 um 15:00
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Und ganz allgemein, darfst du als Weißer natürlich auch einen Schwarzen zurecht weisen, wenn er bspw. vor den Augen von Kindern bei Rot über die Straße geht.
Gut, das wäre mir auch allein noch klar gewesen :D
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Das habe ich weiter oben doch schon begründet.
Wo verläuft dich die Grenze zwischen einer Meinungsäußerung und der Aufforderung, Verhalten zu ändern?

Ich nehme das nämlich selten als letzteres wahr, auch wenn dass oft aufgebauscht wird und so getan wird, als verlangte man eine Verhaltensänderung.
Ich will das gar nicht; ich will aber sehr wohl darüber reden dürfen, und sagen, was ich davon halte.

Ist also, wenn ich einem Schwarzen sage, dass ich seinen Gebrauch den N-Wortes ablehne, dass eine Meinungsäußerung? Oder ist das nun schon die kolonialistische Aufforderung?

Ich glaube, ehe wir die Grenze nicht festgelegt haben, reden wir aneinander vorbei.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

11.03.2021 um 15:25
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:was daran liegen mag, dass wenn Betroffene dies ansprechen, es sofort abgebügelt/abgewehrt wird. Was man auch daran erkennt, dass Du penetrant darauf bestehst, dass die Jüdische Allgemeine einen shitstorm absichtlich losgetreten hat, einfach, weil es in der JA thematisiert wurde. Wobei immer irgendeine Zeitung etc, die erste sein wird, die etwas aufgreift, thematisiert. Und das auch richtig so ist, sonst kommt es gar nicht zu einer Debatte.
Ne das ist einfach die Realität, dass das von der JA erfunden wurde und sonst keinen außer andere Onlinezeitungen interessiert hat. Das Thema war in den sozialen Medien quasi nicht existent (ich zählte da in der twitter Suche glaube ich gut ein dutzend Leute, die überhaupt sich negativ über LE geäußert haben und dann auch meist nicht auf den fall bezogen). Das ist kein shitstorm, bei einem shitstorm regen sich ganz viele leute über etwas auf und thematisieren das. Wie z.B. bei dem letzte Instanz ding, da könnte ich dir allerlei reaktionen in den social media zeigen, auch schon vor den artikeln darüber. Bei LE? Gab es nicht.

Das haben Onlinezeitungen erfunden, manche wohl sogar geglaubt. Und eine Debatte entstand da auch nicht, weil es gar keine ernsthaften meinungsblöcke kontra Lisa Eckhart gibt und gab, mit denen man diskutieren könnte.


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11.03.2021 um 15:37
Zitat von Foxy.VapianoFoxy.Vapiano schrieb:Da unterscheidet sich unsere Meinung.
Ich denke die Mohrenapotheke hat einen - vllt nicht gewollt/oder ganz sicher nicht gewollten, dennoch existierenden nicht politisch korrekten Bezug - da sie eben dazu das stereotypische Abbild neben dem Apothekennamen zu stehen hat. Wäre es nur der Name, würde ich weniger was sagen. Das Bild dazu ist aber eindeutig überflüssig.
Namen änderen ist halt teuer, Logo ändern machst du auch nicht mal eben so. Vorallem nicht, wenn es die meisten deiner Kunden gar nicht stört, viele das Logo sogar mögen. Sehr viele Menschen in D sehen nicht ein, was an dem Wappen nun genau rassistisch sein soll. Das ist eine Meinung, die man so erstmal als existent akzeptieren muss, wenn man weiterkommen will.
Zitat von Foxy.VapianoFoxy.Vapiano schrieb:Wie erklärst du dir dann das Verhalten hier im Thread - wo User eindeutig Position beziehen und sagen, dass sie dieses Wort weiterhin verwenden werden, weil es für sie nicht rassistisch sei?
Da herrscht ja offensichtlich kein gemeinsamer gesellschaftlicher Konsens sonst schon hier zeigt sich, dass die Meinung darüber disbalanciert ist.
Genau so: Leute haben zu etwas eine andere Meinung als ihr (oder als ich). Es gibt vereinzelt Leute (meist ältere), die solche Begriffe dann noch verwenden wollen. Aber dass wirklich jemand Schwarze als Neger tituliert, das kommt eigentlich selten vor, wenn er keine Absicht zum beleidigen hat. Und wenn, wie gesagt, wird das in der gesellschaft so nicht mehr toleriert, wenn es ans Licht kommt.
Heute geht es doch schon nicht mehr um den Neger, da geht es dann noch um so nebenschauplätze wie den Negerkuss und das wird nach und nach auch aussterben.

Ich halte es für nicht zielführend, sich in kindische Kriege mit leuten über schokokuss vs negerkuss zu begeben. Dass leute dieses wort überhaupt mit so viel stolz noch benutzen liegt oft am Trotz gegen PC. Meine Meinung ist, dass man mit Problemen Erwachsen umgehen muss.

Der Erwachsene Umgang mit der PC Thematik ist für mich, für eine empathischere Sprache zu werben und zu erklären (und das nicht nur rational), warum die grundlegenden punkte, "Auch nicht diskriminierend gemeinte Sprache kann diskriminierend sein" und "sprache formt denken" richtig sind.
Damit kann man mehr erreichen, auch wenn in einzelnen fällen von jemanden anders entschieden werden, als von einem selbst.
Zitat von Foxy.VapianoFoxy.Vapiano schrieb:Auch hier werden wir uns nicht einig.
Man kann L.E lustig finden, man kann satirische antisemitische Äußerungen lustig finden - ich finde das nicht und bin mir auch nicht zu schade zuzugeben das ich darüber nicht hahahihi machen kann. Und weiter finde ich es auch mehr als gut das Zeitungen/generell die Medien äußerst sensibel an die Thematik herantreten und Antisemitismus immer weniger Raum lassen - auch im satirischem Bereich.
Man kann Lisa Eckhart auch nicht rassistisch finden. Und nicht antisemitisch. Man kann es auch fragwürdig finden, dass Zeitungen ein shitstorm erfinden und eine junge künstlerin zur Antisemitin und Menschenfeindin hochschreiben.
Zitat von Foxy.VapianoFoxy.Vapiano schrieb:Dazu möchte ich noch folgenden logischen Denkansatz mitgeben:

Große Probleme fangen IMMER im Kleinen an.
Es ist nur richtig, gerade bei dem Thema, rechtzeitig aufmerksam zu machen und nicht wenn die Masse der Bevölkerung es plötzlich wieder lustig findet über den Stereotypen "Juden" zu lachen. An dem Punkt waren wir schon mal und ich persönlich möchte da nicht nochmal hin. Alle anderen hier ganz sicher auch nicht. Daher habt bitte Verständnis, dass manch einer sensibler auf anti - pc reagiert und lieber rechtzeitig klare Kante zeigen will. Deswegen muss man sich als nicht-pc'ler ja nicht angegriffen fühlen.
Man kann es auch ein bisschen fragwürdig finden, wenn juden in Deutschland für das Tragen einer Kippa in regelmäßigen Abständen verprügelt oder bedroht werden und darüber weniger gesprochen wird als über einen verunglückten Witz von der klar nicht antisemitisch auftretenden lisa eckhart.

Oder wenn man sich herzhaft darüber streitet, wo denn der Mohr in der Mohrenapotheke her kam, während wir es unseren zu einem signifikanten Teil schwarzen Flüchtlingen schwer machen, sich zu integrieren.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

11.03.2021 um 16:10
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:hier wird ganz gut beschrieben, was ich meine:
Da steht ja auch nichts anderes, als ich schon erwähnt hatte. AfD & die Diskussion über den "Negerkönig" in Pipi Langstrumpf Geschichten. In dem Artikel wurde das auch kommentiert, ob man beim Lesen des Wortes "Negerkönig" irgendjemanden beleidigt? Und da es um den Gesamtgesellschaftlichen Konsens ging, hilft der Artikel da auch nicht weiter.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ich schrieb explizit von der Bezeichnung N**er, nicht von dem Namen. Man sollte bitte den KONTEXT erfassen. Ich habe von der Verwendung gesprochen, die in dem Urteil Beachtung fand. Und das Urteil besagt, es sei nicht per se rassistisch, und darauf bezog sich @EinElch
Nein, du hast @EinElch zitiert, da ging es um den gesellschaftlichen Konsens und der Ächtung des Begriffs, was du dann hinterher meinst und in welchem Zusammenhang, das ist halt irreführend wie man hier erkennt.


Screenshot at Mar 11 16-01-14Original anzeigen (0,2 MB)

Beitrag von Tussinelda (Seite 894)
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ist ja regelrecht hysterisch hier. Da wird nicht mal mehr korrekt gelesen, um was es eigentlich konkret ging.
Da ist nix hysterisch, vielleicht solltest du dann nicht etwas zitieren, um dann was ganz anderes zu meinen?


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

11.03.2021 um 16:29
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Man kann es auch ein bisschen fragwürdig finden, wenn juden in Deutschland für das Tragen einer Kippa in regelmäßigen Abständen verprügelt oder bedroht werden und darüber weniger gesprochen wird als über einen verunglückten Witz von der klar nicht antisemitisch auftretenden lisa eckhart.
ja wer thematisiert das denn ständig mit LE? Vielleicht mal an die eigene Nase fassen? Es war ein Artikel und dem ging eine Twittermeldung voraus, ich hatte es belegt. Dass dann alle möglichen Medien darauf angesprungen sind liegt in der Natur der Sache, bedeutet aber nicht, dass Antisemitismus nicht thematisiert würde.
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Oder wenn man sich herzhaft darüber streitet, wo denn der Mohr in der Mohrenapotheke her kam, während wir es unseren zu einem signifikanten Teil schwarzen Flüchtlingen schwer machen, sich zu integrieren.
ja und, man kann den "Mohr" ablehnen und etwas für die Integration von Geflüchteten tun. Stell Dir vor.
Zitat von EinElchEinElch schrieb:Entweder du lieferst jetzt die Begründung
habe ich schon.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ich schrieb also, dass Du es nicht ablehnst, sondern es "unter Umständen als Einzelmeinung eines Schwachkopfs" siehst. Ist das falsch oder willst Du missverstehen?
Zitat von CosmicQueenCosmicQueen schrieb:Nein, du hast @EinElch zitiert, da ging es um den gesellschaftlichen Konsens und der Ächtung des Begriffs, was du dann hinterher meinst und in welchem Zusammenhang, das ist halt irreführend wie man hier erkennt.
nee, nicht wenn man liest, worum es ging, nämlich diesen Abschnitt
Der Begriff diene zudem nicht eindeutig und ausschließlich zur Herabwürdigung. "Ob es tatsächlich abwertend gemeint ist, kann jedoch nur aus dem Zusammenhang beurteilt werden", schreiben die Richter. Kramer nennt das Urteil einen "Sieg der Redefreiheit".
Quelle: https://www.sueddeutsche.de/politik/mecklenburg-vorpommern-afd-abgeordneter-durfte-neger-sagen-1.4730989

was bedeutet, dass dieses Urteil besagt, man könne die Bezeichnung - somit auch der AfDler - durchaus auch nicht herabwürdigend verwenden.
Und genau das wird von Betroffenen moniert, was ich ebenfalls verlinkt und belegt habe. Es gibt die Bezeichnung nicht nicht rassistisch. Also kann auch kein AfDler oder sonst wer sie nicht rassistisch benutzen, wenn er sie für Menschen verwendet oder es sich auf Menschen bezieht, wie zum Beispiel beim "N**er"kuss. Denn da ist natürlich- nachweislich - der Schwarze Mensch gemeint.


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11.03.2021 um 16:38
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:nee, nicht wenn man liest, worum es ging, nämlich diesen Abschnitt
Noch mal, du hast diese Urteil als Beleg dafür genommen, dass es Gesamtgesellschaftlich keine Ächtung bezüglich des N-Wortes geben würde. Dir wurde erklärt, dass es selbstverständlich zu einem Ruf der Ordnung kam und dies dann wiederum ein Gericht, in diesem spezifischen Fall, geklärt wurde. Im Umkehrschluss bedeutet dies NICHT, dass wenn man das N-Wort sagt, es nicht zu einem Shitstorm führen würde, denn es ist geächtet, genau wie es @EinElch auch schrieb.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

11.03.2021 um 16:39
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ja und, man kann den "Mohr" ablehnen und etwas für die Integration von Geflüchteten tun. Stell Dir vor.
Aufmerksamkeit ist nicht teilbar. Das ist der Fehler. Ich sehe viel mehr Energie bezüglich dem Mohr oder dem gender gap als bei substantiellen problemen, sogar substantiellen problemen bezüglich der PC.

Da muss auf jeden wort rumgeritten werden, anstatt wirklich über prinzipien zu sprechen. Das ist so ein bisschen wie matheunterricht, wenn man nur in formeln einsetzt, ohne sie zu verstehen.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

11.03.2021 um 16:45
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Ist das falsch
Ja, es ist falsch. Du impliziert nämlich eine Aussage, die ich nie traf. Ich habe überhaupt keine Aussage getroffen, ob ich das Urteil ablehne oder nicht und du hast da nichts hinein zu interpretieren, "ich verbitte mir das", alles klar?

Und bevor du noch weiter offensichtlichen Raubabbau an deiner Kredibilität betreibst, rate ich dir, nicht weiter zu behaupten, ich hätte irgendwas gesagt, was einen Rückschluss auf mein Verhältnis zu diesem Urteil beinhaltet.


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11.03.2021 um 16:54
Zitat von EinElchEinElch schrieb:Ist also, wenn ich einem Schwarzen sage, dass ich seinen Gebrauch den N-Wortes ablehne, dass eine Meinungsäußerung?
Das kommt auf die Umstände und deine konkrete Wortwahl an.
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Ich sehe viel mehr Energie bezüglich dem Mohr oder dem gender gap als bei substantiellen problemen, sogar substantiellen problemen bezüglich der PC.

Da muss auf jeden wort rumgeritten werden, anstatt wirklich über prinzipien zu sprechen.
Was sind denn diese "substantiellen Problem" und Prinzipien über die dMn nicht gesprochen wird?


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