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10.03.2019 um 14:32
@Kältezeit
Und die Amis haben sich ja auch eine ganze menge geleistet.

Zum beispiel bei der Sklaverei verstehen manche noch immer nicht was daran so schlecht ist.


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10.03.2019 um 14:33
Realo schrieb:Nicht nur mein Geschichtslehrer sagte, es sei nicht das Recht der Deutschen einen Schlussstrich zu bestimmen und sich selbst zu verzeihen, sondern wenn einer das recht dazu hat zu verzeihen und zu vergeben, dann allerhöchstens die Nachkommen der Opfer, und so weit ist es noch lange nicht.
Ja so hält man den Schuldkult aufrecht.
Zum Kotzen.
Jede Nation hat dreck am Stecken. NUR den "bösen" deutschen darf nicht vergeben werden?


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10.03.2019 um 14:34
PedroThomaso schrieb:Vor allem bei der Sklaverei verstehen manche noch immer nicht was daran so schlecht ist.
Vielleicht würden es manche verstehen, wenn man ein paar stolze Deutsche versklaven würde?


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10.03.2019 um 14:35
Kältezeit schrieb:Ich hasse mich jedenfalls für garnichts, auch nicht für unsere Geschichte, denn für die kann ich nichts. Ich würde es aber dennoch für untragbar halten, aus eben dieser nicht zu lernen, sie zu verschweigen oder gar zu leugnen.
Ist die Frage ob sie aufgearbeitet wird. Es wird mehr mit Floskeln gearbeitet. Kritisches Hinterfragen ist selten erlaubt und ist Tabu.

In Deutschland ist Meinungsfreiheit keine Priorität.
Kältezeit schrieb:Ich kann den "national pride" sowieso nicht ganz verstehen. Natürlich sind wir weniger "stolz" als beispielsweise die Amis. Aber bei denen findet auch keine Vergangenheitsaufarbeitung statt.
Da bin ich lieber weniger stolz und dafür realistischer.
National pride kommt wenn man den Krieg gewinnt. Als Verlierer ist es schwierig sich als Sieger zu fühlen.


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10.03.2019 um 14:36
Nervas schrieb:Jede Nation hat dreck am Stecken.
Hat jede Nation auch einen Weltkrieg begonnen?


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10.03.2019 um 14:39
Kältezeit schrieb:Aber bei denen findet auch keine Vergangenheitsaufarbeitung statt.
Obwohl es da einiges zu tun gäbe...


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10.03.2019 um 14:40
Nervas schrieb:Ja so hält man den Schuldkult aufrecht.
Zum Kotzen.
Ich erwähnte ja bereits, dass ich dieses Gefühl überhaupt nicht teile. Vielmehr finde ich, dass wir die große Verantwortung tragen, unseren Nachfahren nahezulegen, nicht die selben Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Und dazu gehört Aufarbeitung nunmal dazu. Und genau das ist doch auch etwas, auf das man stolz sein könnte, gerade weil das manch anderes Land eben nicht so praktiziert.


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10.03.2019 um 14:41
@plemplem
Nein, ich hab da von den Amis geredet aber guter einwand.

Ich nenne die Versklavung immer entführung mit zwangsatbeitsseinsatz weil das die passenderen worte sind.

Die Sklaverei war doch damals bereits extremst grausam, ausbeuterisch und das handeln war voller egoismus.

Die Amis haben ihr reich auf viel blut aufgebaut und dass macht mich genauso aggressiv wie wenn ich über den Holocaust nachdenk.

Da ich Südamerikaner bin halte ich es für möglich dass auch an den Händen meiner vorfahren Blut klebt.

Ich hab aber trotzdem ein gutes gefühl wenn ich in den Spiegel schau da ich weiß dass ich nicht so ein extrem fall bin.


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10.03.2019 um 14:45
plemplem schrieb:Hat jede Nation auch einen Weltkrieg begonnen?
Das ist nicht der Punkt auf dem ick hinaus wollte.
Nein vielmehr kommen mir die Massenmorde an den amerikanischen Ureinwohnern, den Azteken, den Majas, den Indeos usw. ein.
Die vielen Kolonien der Briten, Franzosen, Spaniern usw.


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10.03.2019 um 14:46
Kältezeit schrieb:Ich erwähnte ja bereits, dass ich dieses Gefühl überhaupt nicht teile.
also, ich hab das schon ein wenig. Ich hab die NS-Zeit in der Schulzeit in allen erdenklichen Fächern so von vorne bis hinten gehabt; sowas geht nicht spurlos an Dir vorbei.
Kältezeit schrieb:Und dazu gehört Aufarbeitung nunmal dazu. Und genau das ist doch auch etwas, auf das man stolz sein könnte, gerade weil das manch anderes Land eben nicht so praktiziert.
eigentlich finde ich auch, dass man auf das, was die Deutschen nach 45 erreicht haben, stolz sein kann. Eigentlich dann wieder nen echt anständigen Start hingelegt, wir Deutschen.


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10.03.2019 um 14:47
Nervas schrieb:Die vielen Kolonien der Briten, Franzosen, Spaniern usw.
Un den Genozid an den hereros nicht vergessen, der wird immer gern ausgeblendet, weil wir unsere unrühmliche Vergangenheit auf "die 12 Jahre" eingrenzen wollen.


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10.03.2019 um 14:47
Nervas schrieb:Ja so hält man den Schuldkult aufrecht.
Zum Kotzen.
Zum Begriff Schuldkult kannst du hier mal einen Blick reinwefen. Evtl. überdenkst du dann ja deine Wortwahl. @Nervas

Wikipedia: Schuldkult


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10.03.2019 um 14:51
Atrox schrieb:Ich denke aber, dass es erstmal von Vorteil sein könnte, wenn man vermitteln dürfte, dass es nichts schlechtes ist, Deutscher zu sein.
Das kommt darauf an, von welchem "Deutschsein" die Rede ist.

Wenn ich dann lese:
stereotyp schrieb:nationaler Selbsthass
Atrox schrieb:„wir“ auch endlich mal mit uns ins Reine kommen.
Atrox schrieb:uns selbst zu mögen.
Atrox schrieb:wenn ich in eine Nation einwandere, die sich selbst zum Aussterben freigibt,
ist das ziemlich eindeutig. Da wird nämlich nirgends mehr zwischen Individuum, Gesellschaft, Nation differenziert, das ist alles derselbe Brei.
Wir reden hier also weder von Staatsangehörigkeit noch von irgendeinem Individuum, das sich überhaupt nicht über sein "Deutschsein" definieren muss...wir reden von irgendeinem Konstrukt, dass allen Menschen in Deutschland und auch Deutschland als Gesellschaft auf Basis irgendwelcher Merkmale übergeworfen wird.

Hier kommt die Paradoxie ins Spiel. Wenn man jetzt von diesem "gesunden Nationalbewusstsein" - oder wie auch immer man das nennen will - ausgeht und dass dieses in irgendeiner Weise integrationsfördernd wirken könnte, blendet man aus, dass jeglicher "Migrant/Ausländer" schon per Definition keine komische deutsche Identität, die irgendeine natürliche Eigenschaft darstellt, erwerben kann.
Unmöglich


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10.03.2019 um 14:54
@tudirnix

Als „Schuldkult“, „Schuld-Kult“ oder „Kult mit der Schuld“ bezeichnen vor allem deutsche Rechtsextremisten, Vertreter der Neuen Rechten und Rechtspopulisten die nach 1945 entstandene Erinnerungskultur zu den Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschlands, besonders das Gedenken an den Holocaust. Dieser politische Kampfbegriff ist Teil eines Geschichtsrevisionismus, der die deutsche Verantwortung für die NS-Verbrechen und deren Folgen abwehrt, abwertet, leugnet oder verharmlost.
Ja es ist ein politischer Kampfbegriff, aber mit abwertend, leugnend oder verharmlosend hat das in meinen Augen nichts zu tun.


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10.03.2019 um 14:57
@Nervas
Wie ich feststelle, hast du den Artikel nicht gelesen.

Und wir betreiben keinen wie die Rechtsextremen es so gerne nennen "Schuldkult". Wir haben eine Erinnerungskultur. Und frag dich mal warum das so ist.
Ach so, du solltest Zitate als solche auch Kennzeichnen.


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10.03.2019 um 14:58
Nervas schrieb:Ja es ist ein politischer Kampfbegriff, aber mit abwertend, leugnend oder verharmlosend hat das in meinen Augen nichts zu tun.
@Nervas
Wozu ist dieser von Dir verwendete Kampfbegriff denn dienlich?


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10.03.2019 um 15:00
tudirnix schrieb:@Nervas
Wie ich feststelle, hast du den Artikel nicht gelesen.

Und wir betreiben keinen wie die Rechtsextremen es so gerne nennen "Schuldkult". Wir haben eine Erinnerungskultur. Und frag dich mal warum, dass so ist.
Ja wir das Kollektiv tun das. Was macht dabei das Individuum?

Dieser sieht es wohl anders. Oder hat es anders gesehen, bis es "überzeugt" wurde.
In repräsentativen Umfragen befürworteten bis 1949 nur noch 20 Prozent der westdeutschen Bevölkerung eine konsequente Bestrafung der NS-Täter. Große Mehrheiten wiesen nicht nur konkrete individuelle, strafrechtlich zurechenbare Mitschuld an NS-Verbrechen zurück, sondern bestritten auch eine Gesamtverantwortung Deutschlands für den Zweiten Weltkrieg und dessen Folgen.

Wikipedia: Schuldkult
Vielleicht beruht diese Erinnerungskultur nicht auf freiwilliger Basis. So ähnlich wie bei der DDR mit dem sozialistischen Enthusiasmus.


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10.03.2019 um 15:01
eckhart schrieb:Nervas schrieb:
Ja es ist ein politischer Kampfbegriff, aber mit abwertend, leugnend oder verharmlosend hat das in meinen Augen nichts zu tun.
@Nervas
Wozu ist dieser von Dir verwendete Kampfbegriff denn dienlich?
Um den politischen Gegner aus der Reserve zu locken.


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10.03.2019 um 15:01
stereotyp schrieb:Ich hab die NS-Zeit in der Schulzeit in allen erdenklichen Fächern so von vorne bis hinten gehabt; sowas geht nicht spurlos an Dir vorbei
Ich doch auch.
(Mit-)Schuld habe ich mir trotzdem nicht gegeben, noch das Gefühl gehabt, dass dies von mir verlangt würde.

Ich würde mich aber heutzutage schuldig fühlen, würde ich mich rassistisch äußern oder handeln. Und das zu Recht.


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10.03.2019 um 15:03
epikur schrieb:Vielleicht beruht diese Erinnerungskultur nicht auf freiwilliger Basis. So ähnlich wie bei der DDR mit dem sozialistischen Enthusiasmus.
Da könntest du recht haben. das wär eigentlich der GAU.


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