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Bezahlbarer Wohnraum

2.992 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Haus, Wohnung, Stadt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

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11.05.2026 um 14:44
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Na ja, was heisst begrenzt? wenn 1,4 Mio Wohnungen leer stehen - und Apart Hotels und normale Hotels gebucht werden können?
Die Wohnungen stehen aber nicht dort leer, wo sie gebraucht werden. Deswegen heißen die Dinger "Immobilien". Es hilft halt nichts, wenn in Brandenburg Wohnungen frei sind und in BW Arbeitsplätze vorhanden sind.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:gepaart mit freien Willen/Lebensentwurf
So frei ist das halt nicht. Wo man wohnt unterliegt schon gewissen Zwängen. Keine absoluten Zwänge, aber doch sehr starke. Viel stärkere als die Zwänge, Einschränkungen in der Verwendung seines Eigentums hinnehmen zu müssen.


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11.05.2026 um 17:56
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Manches Eigentum muss eben bereitgestellt werden. Anderes nicht.
Und das entscheidest du?
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Du kannst Dich als Eigentümer von X jederzeit entscheiden
Also das was heute so funktioniert. Ich kann mich für Mieter entscheiden.
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Dein Eigentum zugunsten irgend einer anderen Art der Investitionsmöglichkeit aufzugeben
Kann ich. Ja. Muss ich aber nicht.
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Das bedeutet, der Eingriff in Deine Rechte als Eigentümer (die vorhanden sind und geschützt werden) sind nicht ganz so wichtig wie die Rechte derjenigen, die die Nutzung eines knappen Gutes essentiell benötigen
Und das entscheidest du?
Zitat von azazeelazazeel schrieb:So ist das bei allen Grundrechten - jedes Recht des einen führt zu einem Rechteverlust bei einem anderen.
Eben. Ich habe das Recht mein Eigentum zu vermieten. Oder auch nicht. Der Mieter hat kein Recht auf mein Eigentum.
Man kann sich auf einen Vertrag einigen. Muss es aber nicht.


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11.05.2026 um 20:29
Zitat von CachalotCachalot schrieb:Und das entscheidest du?
Das entscheidet der Gesetzgeber, am Ende werden es Gerichte sein.

Und wie hier schon mal geschrieben unterscheidet der Gesetzgeber bei der Art von Eigentum. Niemand wird verpflichtet werden, sein Eigentum in Form einer Stück Wurst aus dem Kühlschrank teilen zu müssen, wenn nur irgendwer an der Tür klingelt. Und so wird niemand sein Auto hergeben müssen, wenn @ApexOne ankommt und es verlangt.

Wohnraum, Wälder, Felder, Grundstücke im allgemeinen, unterliegen nun aber anderen gesetzlichen Bewertungen. Und wenn man pech hat, dann kann der Gesetzgeber darüber bestimmen. Natürlich nicht wie in einem autoritäten Staat oder einer Diktatur, wo Eigentum einfach mal mit Gewalt angeeignet wird. Aber es gibt gesetzliche Möglichkeiten, wie auch in Deutschland Eigentum der Gesellschaft zugeführt werden kann, wenn der Bedarf besteht. Ob das nun für den Wohnraum gilt, für neue Infrastruktur, für den Bergbau, dass alles entscheidet der Gesetzgeber bzw. Gerichte.
Und es würde Entschädigungen geben.


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11.05.2026 um 20:38
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Natürlich nicht wie in einem autoritäten Staat oder einer Diktatur, wo Eigentum einfach mal mit Gewalt angeeignet wird.
Wie siehst Du den Fall: immer mehr Auflagen und Pflichten für den Vermieter bei vollem Risiko...laut deinen Ausführungen will die Geselschaft das so - wenn der Minus macht, wer entschädigt ihn?
Immerhin ist es das hier:
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Aber es gibt gesetzliche Möglichkeiten, wie auch in Deutschland Eigentum der Gesellschaft zugeführt werden kann, wenn der Bedarf besteht.
Warum tritt der Staat hier nicht als Garant auf? Wenn der die Nutzung, Miethöhe und Heizart & Co.vorgibt, dann soll er auch die Verantwortung tragen.


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11.05.2026 um 20:52
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wie siehst Du den Fall: immer mehr Auflagen und Pflichten für den Vermieter bei vollem Risiko...laut deinen Ausführungen will die Geselschaft das so - wenn der Minus macht, wer entschädigt ihn?
Es geht ja gerade nicht um Vermieter. Es geht um die die nicht vermieten wollen, obwohl sie auf leeren Immobilien sitzen. Seien es Gebäude oder Grundstücke. Dann sollen sie eben verkaufen "müssen", natürlich zu den üblichen Preisen.

Wobei ich vorallem in Ballungsräumen auch eher dafür bin den Wohnraum in die Höte zu bauen und nicht in die Fläche. Man kann auch gut im 36. Stockwerk leben und es braucht weniger Fläche, wenigr Grundstücke und weniger Vermieter.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Warum tritt der Staat hier nicht als Garant auf? Wenn der die Nutzung, Miethöhe und Heizart & Co.vorgibt, dann soll er auch die Verantwortung tragen.
Ob es am ende der Staat ist oder eine Bergbaugesellschaft, spielt doch keine Rolle. Eigentum kann auch gesetzlich verordnet den Besitzer wechseln. Aber dies geschieht natürlich mit strengen Vorgaben und einer Entschädigung.

Der Staat hilft ja eh schon mehr als genug, was gewisse Dinge betrifft. Anders, als Springer und co. es herbeigehetzt haben, hätte ein Habeck keiner Oma die Gasheizung aus dem Keller gerissen, damit diese sich dann für von Söder kolportierte 300.000€ eine Wärmepumpe hätte finanzieren müssen, um den nächsten Winter nicht zu erfrieren. Der Staat hilft auch jenen die Eigentum haben.
Aber es gibt nunmal auch Grenzen. Und diese sind dort, wo der Gesetzgeber einschreitet, wo Wohnraum nicht mehr der Gesellschaft zu gute kommt, sondern nur noch als Invest zählt, obwohl um die Ecke bei jeder Wohnungsbesichtigung 1500 Leute schlange stehen.
Airbnb ist da ja auch so ein Thema.


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11.05.2026 um 20:55
@Bone02943
Schade - die Frage war doch sehr einfach:
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Warum tritt der Staat hier nicht als Garant auf? Wenn der die Nutzung, Miethöhe und Heizart & Co.vorgibt, dann soll er auch die Verantwortung tragen.
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Der Staat hilft auch jenen die Eigentum haben.
Wie denn, beim Minus machen? Oder bei 3-4 Jahres Prozessen um einen Problemmieter rauszubekommen?
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Dann sollen sie eben verkaufen "müssen", natürlich zu den üblichen Preisen.
Ok, also wenn Vermieter A nicht vermieten will weil es sich nicht rechnet, dann soll Vermieter B kaufen...und bei gleichen Gesetzen, für den lohnt sich das. Was ist das für eine Logik?


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11.05.2026 um 21:02
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wie denn, beim Minus machen? Oder bei 3-4 Jahres Prozessen um einen Problemmieter rauszubekommen?
Gibt es dafür keine Versicherungen?
Ansonsten erscheinen mir 3-4 Jahre ein bisschen lang um säumige Zahler rauszubekommen.
Normalerweise steht eine Räumung doch nach wenigen Monaten schon gerichtlich fest.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ok, also wenn Vermieter A nicht vermieten will weil es sich nicht rechnet, dann soll Vermieter B kaufen...und bei gleichen Gesetzen, für den lohnt sich das. Was ist das für eine Logik?
Vermieter A will ja vielleicht nicht vermieten weil es sich nicht rechnen würde, sondern weil man sich eine Wertsteigerung erhofft und dann nach vielen Jahren erst lieber verkaufen möchte.


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11.05.2026 um 21:04
@Bone02943
Ok, so macht es keinen Sinn - die Zeitungen sind voll mit Problemen der Vermieter, Du siehst als Ursache "der will nicht", soll halt verkaufen.


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11.05.2026 um 21:09
@ApexOne

Ich will nicht bestreiten dass es Probleme gibt. Vorallem wahrscheinlich in gewissen Problembezirken.
Aber wo braucht es denn bitte 4 Jahre um säumige Mieter rauszuwerfen?
Im normalfall steht der Vermieter mit Polizei und Schlüsseldienst weit früher vor der Tür.

Ich denke aber das Thema "Enteignung" ist eh kein wirklich großes. Der Großteil vermietet ja. Wenn es zur Enteignung kommt, dann wird es spezifische Gründe geben und dann hat es auch gesetzliche Vorgaben.


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12.05.2026 um 06:52
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Das entscheidet der Gesetzgeber, am Ende werden es Gerichte sein.
Genau. Und da wird sich am heutigen Recht nichts ändern.
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Seien es Gebäude oder Grundstücke. Dann sollen sie eben verkaufen "müssen", natürlich zu den üblichen Preisen
Was damit ad absurdum ist
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Ich will nicht bestreiten dass es Probleme gibt. Vorallem wahrscheinlich in gewissen Problembezirken.
Das ist unabhängig vom Gebiet.
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Im normalfall steht der Vermieter mit Polizei und Schlüsseldienst weit früher vor der Tür.
Nope. Bevor die Polizei mit Schlüsseldienst auftaucht steht der Prozess an. Die Prozesse selbst dauern 6 Monate bis x Jahre. Bis der Prozess nach der Klage anläuft dauert es ca 2 Monate. Bis du Klage einreichen kannst muss der Mieter schon weit im Rückstand sein.

Rechne mal die Zeiten zusammen. Du verlierst mindestens 10 Monate Miete plus die Zahlungen die dich dein Eigentum ja auch kostet plus Gerichtskosten. Und die 10 Monate sind die untere Zeitgrenze.


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12.05.2026 um 07:48
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Ich will nicht bestreiten dass es Probleme gibt. Vorallem wahrscheinlich in gewissen Problembezirken.
Aber wo braucht es denn bitte 4 Jahre um säumige Mieter rauszuwerfen?
Ich verstehe . Du willst Dich an jedem Wort aufhängen nur um nicht über den sinnbefreiten Eingriff ins Eigentum zu sprechen.
Eine weitere Überlegung: also man zwingt zur Vermietung, weil andere nicht bauen. Und weil andere nicht bauen, darf man auch nicht einen Marktpreis verlangen, sondern auch dieser wird festgelegt. Wenn der Mieter auch diesen festgelegten Mietpreis nicht bezahlt, dann ist das Problem des Vermieters!

Viel, viel Erfolg mit dieser politischen Strategie!


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12.05.2026 um 08:55
Zitat von CachalotCachalot schrieb:Und das entscheidest du?
Wie kann man auf so eine dümmliche Frage kommen? Bin ich der Diktator in Deutschland? Hasst Du im Unterricht nicht aufgepasst, wer so etwas entscheidet? Schlimm.
Zitat von CachalotCachalot schrieb:Also das was heute so funktioniert. Ich kann mich für Mieter entscheiden.
Genau. Und in vielen Gegenden auch für Leerstände. Und dafür, Dein Eigentum innen blau anzumalen. Außen manchmal nicht. Was für eine Erkenntnis, dass man manchmal mit seinem Eigentum Dinge tun darf und manchmal nicht. Je nach den Umständen. Und nein - auch über diese Umstände entscheide nicht ich. Glückwunsch.
Zitat von CachalotCachalot schrieb:Kann ich. Ja. Muss ich aber nicht.
Genau. Aber Du kannst eben. Und zwar relativ einfach. Demgegenüber steht "ganz woanders wohnen" oder "zu teuer wohnen". Da sind die Entscheidungsmöglichkeiten zwar auch faktisch vorhanden, aber schwerer zugänglich. Weswegen es in einer Abwägung der Eingriffe in Grundrechte dann schwerer wiegt. Feine Sache, oder?
Zitat von CachalotCachalot schrieb:Und das entscheidest du?
Nein. Begründung siehe oben.
Zitat von CachalotCachalot schrieb:Man kann sich auf einen Vertrag einigen. Muss es aber nicht.
Das funktioniert nur, wenn es wirklich eine Vertragsgestaltung auf Augenhöhe gäbe. Das ist bei knappen aber essentiellen Gütern in der Regeln nicht der Fall.


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12.05.2026 um 10:12
Es scheint mir, als würden einige User grundsätzlich denken, Leerstand existiert nur im Osten bzw nur auf dem Land?

Das stimmt so nicht. Wenn dann stimmt es nur anteilig, aber nicht in der Anzahl der Wohnungen und auch nicht grundsätzlich.

Der Großraum Berlin, also ausgenommen Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße sowie Cottbus(alle Südbrandenburg), stehen im Vergleich sehr gut da mit unter 4% Leerstand, teils unter 3%.

Rheinland Pfalz und Nordbayern stehen ebenso schlecht da, wie andere Ländliche Gegenden des Ostens. Raum Hof hat um 8,5-9% Leerstand, In der Eifel und Birkenfeld haben wir stätig über 6% Leerstand. Das ist kein Ost-Phänomen!

Ballungsräume haben immer Auswirkungen auf Leerstand der umliegenden ländlichen Bereichen. Ebenso ist die Zahl der Leerwohnungen in Großstädten größer als die auf dem Land wenn man die anteilig betrachtet an dessen Markt.

Die Frage wäre ja, was ist marktaktiv und was nicht. Nach meiner Kenntnis sind deutschlandweit ca 550000 marktaktiv, leer werden wohl um die 2Mio Wohnungen insgesamt sein.


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12.05.2026 um 10:31
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Es scheint mir, als würden einige User grundsätzlich denken, Leerstand existiert nur im Osten bzw nur auf dem Land?
Es gibt ja zwei Arten von Leerständen: 1. Leerstand wegen fehlender Nachfrage und 2. Leerstand trotz vorhandener Nachfrage.
Nummer 1 spielt für den Mietmarkt keine Rolle, denn dort möchte/kann eben keiner wohnen. Es gäbe Wohnungen, die (möglicherweise) auch potentiell vermietet werden würden - es fehlt aber die Nachfrage. Da könnte man sich ansehen, warum die Nachfrage fehlt und ggf. ist das lösbar.
Nummer 2 ist, was für die aktuelle Diskussion relevant ist. Es gäbe Wohnraum - er ist nur nicht (zu realistischen Konditionen) auf dem Markt. Da ist eben die Frage, wie man damit umgeht. Das macht man (der Staat) üblicherweise, indem man die Beteiligten einer solchen Konstellation betrachtet und entscheiden muss, wer in welchen Belangen schutzwürdiger ist. Hat man das herausgearbeitet, kann man anfangen, zu steuern. Durch Anreize, durch Anpassung der Marktsituation (z.B. sozialer Wohnungsbau) oder in letzter Instanz durch Zwang. So ist das immer in der Frage der kollidierenden Grundrechte.


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12.05.2026 um 10:38
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Wie kann man auf so eine dümmliche Frage kommen?
Sorry, hatte versucht mich auf dein Niveau zu begeben.
So tief kann ich nur schwer sinken.
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Demgegenüber steht "ganz woanders wohnen" oder "zu teuer wohnen"
Jup. Wenn du heute guckst. Alle wollen in die Städte. War vor 40 Jahren genau anders rum. Da wollten alle aufs Land.
Ja, und wenn ich ortsnah nix passendes finde muss ich halt weiter weg und pendeln. Das ist nicht das Problem des Vermieters.
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Das funktioniert nur, wenn es wirklich eine Vertragsgestaltung auf Augenhöhe gäbe.
Und die gibt es halt nicht mehr. Das ist ja der Grund warum doch nicht wenige nicht mehr vermieten wollen


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12.05.2026 um 11:01
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Das macht man (der Staat) üblicherweise, indem man die Beteiligten einer solchen Konstellation betrachtet und entscheiden muss, wer in welchen Belangen schutzwürdiger ist.
Und schon wird das Eigentumsrecht mit Füssen getreten - es wird sich immer jemanden finden der für kleines Geld in einer Wohnung wohnen will die er sich auf dem freien Markt nicht leisten könnte.
Abwägung? Komm, lass die Farce - mittlerweile geht es darum einen Blöden zu finden.


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12.05.2026 um 11:19
Zitat von CachalotCachalot schrieb:Sorry, hatte versucht mich auf dein Niveau zu begeben.
So tief kann ich nur schwer sinken.
Taubenschach.
Zitat von CachalotCachalot schrieb:Und die gibt es halt nicht mehr.
Aber anders als Du denkst.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Und schon wird das Eigentumsrecht mit Füssen getreten
Es wird immer in einem menschlichen Zusammenleben irgend ein Recht benachteiligt. Das ist zwingend.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Abwägung? Komm, lass die Farce
Das ist keine Farce. Das ist die Grundlage der Entscheidungsfindung. Dir gefällt nur das Ergebnis nicht, doch statt Dich mit dessen Zustandekommen auseinander zu setzen, negierst Du es einfach nur. Damit ist keine sinnvolle Diskussion möglich, sondern nur eine "Meinungsmitteilung". Außer "zur Kenntnis genommen" bleibt da nicht viel übrig.


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12.05.2026 um 11:22
Zitat von azazeelazazeel schrieb:1. Leerstand wegen fehlender Nachfrage und 2. Leerstand trotz vorhandener Nachfrage.
Ja völlig richtig. Einige differenzieren das, aber ab und an kommt dann mal ein plumper Schrei ;)

Die 2 Arten sind völlig unterschiedlich zu bewerten und auch dessen Ursachen.
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Nummer 1 spielt für den Mietmarkt keine Rolle, denn dort möchte/kann eben keiner wohnen. Es gäbe Wohnungen, die (möglicherweise) auch potentiell vermietet werden würden - es fehlt aber die Nachfrage.
So einfach ist es aber eben auch nicht. Leerwohnung spielen tatsächlich die größte Rolle im Mietmarkt. Leerwohnung beeinflussen Preise, technische Standards, Neubauvorhaben und sogar allg den demografischen Wandel.

Die Bewohnten(Miet-)Wohnungen haben weniger Impact....

Und von Seiten der Vermieter ist es ähnlich. Die Leerwohnung zwingt gedanklich oder praktisch ja jeden Vermieter zum Handeln, egal in welche Richtung. Sei es die Entscheidung nix zu tun und zu warten, oder nix zu tun, weil mach die Wohnung nicht anbieten will(Punkt 2), oder sei es zu investieren um die Wohnung zu vermieten oder zu verkaufen.

Die vermietete Wohnung hat kaum Impact auf den Vermieter, mal hier etwas machen, mal ne Indexanpassung, meist ist ein Verwalter da, Geld mitnehmen wenn das Objekt es herlässt, läuft alles. Bei Leerstand läuft wenig oder gar nix.
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Nummer 2 ist, was für die aktuelle Diskussion relevant ist. Es gäbe Wohnraum - er ist nur nicht (zu realistischen Konditionen) auf dem Markt.
Was ist realistisch ist da eine Randfrage.... Wenn es nciht realistisch ist, dann wäre das Angebot nicht da, oder nicht lange da. Es findet sich irgendwie dann doch jemand der etwas weniger anbietet und mietet oder eben den ausgerufenen Preis bestätigt.
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Durch Anreize, durch Anpassung der Marktsituation (z.B. sozialer Wohnungsbau) oder in letzter Instanz durch Zwang. So ist das immer in der Frage der kollidierenden Grundrechte.
Richtig. Grundsätzlich halte ich den Staat hier seit Jahren für unfähig. Mit dem Ergebnis, dass der private Vermieter an den Pranger gerät.


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12.05.2026 um 11:24
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Das ist die Grundlage der Entscheidungsfindung.
Ich kritisiere die "Grundlage" - man suggeriert auch einen freien Markt.
Wenn es tatsächlich es so gehen würde:
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Das macht man (der Staat) üblicherweise, indem man die Beteiligten einer solchen Konstellation betrachtet und entscheiden muss, wer in welchen Belangen schutzwürdiger ist.
...dann würde sich der Staat ALLE potentiellen Mieter anschauen und entscheiden wer die Wohnung bekommt....ALLE die sich auf die eine Wohnung bewerben sind doch Beteiligte oder nicht?
Aber das wird sowieso der nächste Schritt sein: 300 bewerben sich, 299 werden dann klagen können warum sie die Wohnung nicht bekommen haben und müssen entschädigt werden.
Irgendein Richter entscheidet dann dass der Vermieter der Blöde ist.


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12.05.2026 um 11:46
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ich kritisiere die "Grundlage" - man suggeriert auch einen freien Markt
Den es an der Stelle nicht gibt. Alleine weil "wohne müssen" viel essentieller als "Vermögensmehrung" ist. Daraus ergibt sich ein Ungleichgewicht in der Marktmacht (im Bereich günstiger Wohnungen, bei Luxuswohnungen ist das anders).
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:...dann würde sich der Staat ALLE potentiellen Mieter anschauen und entscheiden wer die Wohnung bekommt....
Das ist keine korrekt Annahme. Man kann nichts verlangen, was faktisch unmöglich ist. In vielen Bereichen muss man mit Näherungen arbeiten.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Aber das wird sowieso der nächste Schritt sein: 300 bewerben sich, 299 werden dann klagen können warum sie die Wohnung nicht bekommen haben und müssen entschädigt werden.
Warum sollte das so sein?
Was sein kann ist, dass es mehr Dokumentationspflichten geben könnte. Absolut lästig. Aber wir reden eben von den kleineren Übeln, die immer noch ein Übel sind.


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