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Bezahlbarer Wohnraum

2.992 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Haus, Wohnung, Stadt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

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08.05.2026 um 19:34
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Mit anderen Worten: Mit den Folterinstrumenten der Enteignung kannst Du eine leere Zitrone nur um wenige Tropfen ausquetschen.
Dann braucht man ja auch keine so große Angst davor schieben. In Thüringen wird wohl niemand enteignet, in München gibts angeblich keine die nur leer stehen lassen sondern renovieren. Warum also diese ganze angebliche Folter der Wohneigentümer? ;)
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Gegen Leerstand gibt es auch eine einfache Methode: Miete nach Gebot, ich bin mir sicher dass das funktioniert.
Man hat sonst auch Vertragsfreiheit...
Wo, in Hamburg, Berlin, München, oder Gera, Zeiz und Suhl?


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08.05.2026 um 19:35
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Wo, in Hamburg, Berlin, München, oder Gera, Zeiz und Suhl?
Ich würde es überall nach Gebot machen.


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08.05.2026 um 19:37
@ApexOne

Freut sicher die in Suhl, wenn sie für 25€ im Monat vermieten dürfen. Hätte immerhin fast was von DDR. :D


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08.05.2026 um 19:38
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Dann braucht man ja auch keine so große Angst davor schieben. In Thüringen wird wohl niemand enteignet, in München gibts angeblich keine die nur leer stehen lassen sondern renovieren. Warum also diese ganze angebliche Folter der Wohneigentümer?
@Bone02943

Wenn man eine Methode zum Gesetz macht, die wahrscheinlich nur selten zur Anwendung gelangen wird, aber äußerst martialisch ist, macht man wegen der besonders zu Beginn einer solch invasiven Maßnahme bestehenden Rechtsunsicherheit den Markt für vermietbare Wohnungen für Investoren weniger interessant.

Wir müssen aber das Gegenteil tun und Investoren anlocken.

Mit Speck fängt man Mäuse, nicht mit Essig.


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08.05.2026 um 19:57
@sacredheart

Wir haben 1,4 Mio. Wohnungen in Deutschland, die fehlen. Ist das nicht Speck genug? Vorallem, weil diese Wohnungen oft dort fehlen, wo sie nicht vorhanden sind. Müsste doch eine perfekte Investition sein.

Aber vielleicht denke ich auch nicht weitsichtig genug. Wenn bald viele "Boomer" abdanken werden ja etliche Wohnungen frei.


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08.05.2026 um 20:32
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Wir haben 1,4 Mio. Wohnungen in Deutschland, die fehlen. Ist das nicht Speck genug?
@Bone02943

Der Speck liegt aber hinter der Baulandausweisung, hinter der Baugenehmigung, hinter den Monsterregularien für Wohnungsbau und -wenn es nach Dir geht- auch noch unter Enteignungsvorbehalt, wenn man nicht zügig vermietet.
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Aber vielleicht denke ich auch nicht weitsichtig genug. Wenn bald viele "Boomer" abdanken werden ja etliche Wohnungen frei.
Freu Dich nicht zu früh, heute Abend beim Fitness waren überwiegend Boomer. Die Zeiten, in denen Menschen mit ner Ernte 23 im Mund und nach 4 Doornkat mit einem Infarkt kurz vor der Rente vom Baugerüst gekippt sind, sind vorbei.


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09.05.2026 um 06:48
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Wir haben 1,4 Mio. Wohnungen in Deutschland, die fehlen. Ist das nicht Speck genug? Vorallem, weil diese Wohnungen oft dort fehlen, wo sie nicht vorhanden sind. Müsste doch eine perfekte Investition sein.
Eigentlich nicht - nur weil sie den gleichen Namen wie eine sinnvolle Investition tragen, ist das kein Speck.

Die 1,4 Mio Wohnungen fehlen den Investoren nicht, sondern derer die nicht selbst investieren wollen. Komisch, nee? Wenn Vermietung unter diesen Umständen der Bringer ist, warum baut der Staat und die Kommunen nicht, die brauchen doch Geld und das wäre doch willkommen.
Man würde zwei Probleme gleichzeitig lösen.

Aber die Gewählten sind nicht blöd, einerseits sehen sie aus den Finanzen dass sich Vermietung nicht lohnt, andererseits hetzen sie immer gegen Vermieter und suggerieren den Mietern wie böse die wären...und erlassen immer mehr vermieterfeindliche Gesetze.
Jetzt sind sie auch noch böse weil sie sich nicht mehr ausquetschen lassen:

Zur Erinnerung, ein Post der sehr alt ist:
Zitat von AbahatschiAbahatschi schrieb am 17.04.2018:Ich bin aus der Geschichte mit Immobilien ausgestiegen, da das Risiko nicht (mehr) kalkulierbar ist - es sind nicht nur die Mieten gestiegen sondern auch die Investitionen.
Zusätzlich sind die gesetzlichen Anforderungen auf ein nicht mehr tragbaren Niveau gestiegen und die Reaktionen der Behörden immer träger, noch willkürlicher...wenn man Auskunft benötigt, kriegt man keine Antwort.
Ich habe zB. noch einen Vorgang mit dem Grundbuchamt Leipzig seit 2 Nov. 2017, ich möchte bitte Abstand von Nachfragen nehmen, "es wird schon bearbeitet".
Ja, und was machen die bösen Investoren so? Die Immo Rendite ist irgendwo unter 3% mittlerweile, da kauft man lieber ETFS und kommt mit 5-7% aus und zwar in Ruhe. Möchte man aussteigen oder was anderes damit tun, verkauft man und in 2 Tagen hat man das Geld. Ende.
Denn das gab es ja auch noch:
Zitat von AbahatschiAbahatschi schrieb am 10.03.2023:Ich bin 2018-2019 komplett aus der Vermietung ausgestiegen - es gab kein Tag wo mein Telefon nicht geklingelt hat, irgendeiner hätte "aus der Zeitung gehört" dass ich als Vermieter dies und das zu tun hätte...oder sie haben X der Hausverwaltung vor 2 Stunden gemeldet und die hätten nicht geantwortet, ob das in meinem Sinne wäre usw. usw.



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10.05.2026 um 09:50
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:warum baut der Staat und die Kommunen nicht, die brauchen doch Geld und das wäre doch willkommen.
Die Union möchte dafür kein Geld ausgeben und es lieber Ihren Lobby-Freunden in der Mineralölindustrie schenken.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Die Immo Rendite ist irgendwo unter 3% mittlerweile,
Aus Vermietung? Wer soll das bezahlen?


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10.05.2026 um 10:45
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Wollen oder können?
Ansonsten leben wir in Deutschland nunmal auch in einem Land, wo Menschen zum Großteil zur Miete leben. Und auch nur so leben können. Viele können sich weder ein Grundstück, noch ein Eigenheim leisten.
Tja warum wohl, was lief da falsch, das unsere Nachbarn im Osten eine höhere Eigenheimquote aufweisen...


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10.05.2026 um 10:54
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Aus Vermietung? Wer soll das bezahlen?
Ja, aus Vermietung.
Ich habe die Frage nicht ganz verstanden, sind die 3% zu hoch dem Mieter oder zu niedrig dem Vermieter?


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10.05.2026 um 11:01
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ich habe die Frage nicht ganz verstanden, sind die 3% zu hoch dem Mieter oder zu niedrig dem Vermieter?
3% Rendite dürfte den Vermietern zu wenig sein. Da wüsste ich einige Varianten wie man mehr aus seinem Geld machen kann. Mit weniger Aufwand. Mietwohnungen zu bauen ist ja auch noch n gewaltiges Projekt.


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10.05.2026 um 11:04
Zitat von alhambraalhambra schrieb:3% Rendite dürfte den Vermietern zu wenig sein.
Eben. Da sind aktuell andere kopfschmerzfreie Möglichkeiten sowieso attraktiver.
Aber da wird sich der Staat schon was einfallen, bestimmt...sowas wie: wer Summe X in Investitionen hält, muss Summe Y in Immobilien stecken.


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10.05.2026 um 11:11
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ja, aus Vermietung.
Ein jedes Jahr um 3% steigender Mietzins ist nicht vermittelbar und sorgt real für sinkenden Konsum. Das kann sich niemand leisten oder die Zuwächse bei den Löhnen sollten darüber sein.


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10.05.2026 um 11:14
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Ein jedes Jahr um 3% steigender Mietzins ist nicht vermittelbar und sorgt real für sinkenden Konsum.
?? Wo bist Du ??
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Die Immo Rendite ist irgendwo unter 3% mittlerweile
Ich spreche von Rendite! sprich man kriegt um 3% auf das eingesetzte Kapital.


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10.05.2026 um 22:57
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb am 22.11.2025:Naja, jedes Jahr sterben in Deutschland 300.000 mehr Menschen, als geboren werden und bis in 11 Jahren gehen 4 Millionen mehr Menschen in Rente als neu in den Arbeitsmarkt kommen. Und Migration wird auch immer weniger. Da sollte der Bedarf an Wohnraum nicht mehr groß steigen
Passt zu dieser These:
10.05.2026 - 20:35 Uhr
Deutschland steht womöglich vor einer gewaltigen Immobilien-Welle. Der Grund: Die geburtenstarken Jahrgänge – die sogenannten Babyboomer – besitzen einen großen Teil der Eigenheime. Wenn diese Generation in den kommenden Jahrzehnten ihre eigenen vier Wände aufgibt, vererbt oder verkauft, könnten Millionen Häuser nahezu gleichzeitig den Besitzer wechseln. Experten sprechen schon von einem „Silver Tsunami“ auf dem Wohnungsmarkt.
Quelle: https://m.bild.de/leben-wissen/wissenschaft/es-geht-um-millionen-haeuser-babyboomer-lassen-immobilienmarkt-beben-6a006f3a453b15e119073d59?t_ref=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F


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11.05.2026 um 13:01
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Da habe ich eine Frage in der Analogie
Die Analogie passt halt nicht. Weil Mobilität nicht in diesem Maße eingeschränkt ist, wie ein Dach über dem Kopf zu haben. Du hast eine Vielzahl an Möglichkeiten, innerhalb von Deutschland mobil zu sein.
Deine Analogie würde ggf. auf eine Einöde passen, in der nur wenige Leute die einzig möglichen Transportmittel haben.


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11.05.2026 um 13:08
@azazeel
Du meinst nicht vergleichbar weil nicht so ein Grundbedürfniss?
Ok, dann will ich auf Kosten von Restaurantbesitzer essen, wehe es schmeckt nicht.
Ich will nicht übertreiben, ich hoffe Du verstehst was ich darstellen will: das Eigentum anderer soll gefälligst mir zur Verfügung gestellt werden.


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11.05.2026 um 13:37
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Du meinst nicht vergleichbar weil nicht so ein Grundbedürfniss?
Nein. Weil das Angebot nicht so eingeschränkt ist. Oder hattest du schon mal den Fall, dass Leute verzweifelt waren, dass sie in Deutschland nicht mobil sein konnten? Bei Wohnungen passiert das ständig.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ich will nicht übertreiben, ich hoffe Du verstehst was ich darstellen will: das Eigentum anderer soll gefälligst mir zur Verfügung gestellt werden.
Aber das ist halt durch eine falsche Überspitzung falsch dargestellt. Manches Eigentum muss eben bereitgestellt werden. Anderes nicht. Die Grenzziehung verläuft dort, wo der Besitz über dieses Eigentum anderen zu sehr in Grundbedürfnissen schadet.
Hättest Du z.B. nur einen "Mobilitätskonzern" in Deutschland (oder einen Markt, der faktisch Mobilität zu einem knappen Gut macht), gäbe es auch hier eine strengere Regelung.

Und das ist auch nicht grundsätzlich unbillig. Du kannst Dich als Eigentümer von X jederzeit entscheiden, Dein Eigentum zugunsten irgend einer anderen Art der Investitionsmöglichkeit aufzugeben. Wenn Du zum Schluss kommst, Wohnungen sind eine unschöne Möglichkeit, Geld anzulegen - dann stehen viele andere Optionen offen. Das bedeutet, der Eingriff in Deine Rechte als Eigentümer (die vorhanden sind und geschützt werden) sind nicht ganz so wichtig wie die Rechte derjenigen, die die Nutzung eines knappen Gutes essentiell benötigen. So ist das bei allen Grundrechten - jedes Recht des einen führt zu einem Rechteverlust bei einem anderen.

Eigentum ist ein Recht. aber eben kein absolutes. Es ist an Bedingungen geknüpft. Die Gemeinschaft (der Staat, wir alle) sagen: "Ja, Du darfst als Privatperson Land besitzen (als Eigentum haben), aber dafür musst Du Regeln beachten." Weil das Eigentum an Fläche nicht beliebig skalierbar ist. Wenn in einem Bereich alles belegt ist, dann ist es "weg".
Und nein, der Markt alleine regelt das nicht. Weil der Markt nirgends gerecht regelt, wo es ein zu großes Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage gibt. Wohnen ist aus Sicht desjenigen, der ein Dach überm Kopf braucht viel wichtiger, als für denjenigen, der es als Invest benötigt.


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11.05.2026 um 13:43
@azazeel
Na ja, was heisst begrenzt? wenn 1,4 Mio Wohnungen leer stehen - und Apart Hotels und normale Hotels gebucht werden können?
Man macht aus einem Grundbedürfniss was schon gedeckt werden kann, gepaart mit freien Willen/Lebensentwurf (ich will dort wohnen, kann es aber nicht bezahlen) eine "Not" die ein Eigentümer ausbaden muss.
Für mich ist die nachteilige Gesetzgebung Politikerprofilierung um wieder gewählt zu werden.


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11.05.2026 um 13:44
Zitat von azazeelazazeel schrieb:werden. Anderes nicht. Die Grenzziehung verläuft dort, wo der Besitz über dieses Eigentum anderen zu sehr in Grundbedürfnissen schadet
Aha, wie definiert man denn das?
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Eigentum ist ein Recht. aber eben kein absolutes. Es ist an Bedingungen geknüpft. Die Gemeinschaft (der Staat, wir alle) sagen: "Ja
Es ist wie alle Rechte an etwas geknüpft, ebenso wie potentielle staatliche Eingriffe zb Entschädigung vorsehen.
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage gibt. Wohnen ist aus Sicht desjenigen, der ein Dach überm Kopf braucht viel wichtiger, als für denjenigen, der es als Invest benötigt.
Tja Dekaden verfehlte Politik, weshalb wir eine miese Eigenheim Quote haben.


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