ApexOne schrieb:Es braucht ein bundesweit gültiges Gesetz, in etwa so ab 01.01.2027.:
1. Der Bund und die Kommunen gestalten die Gesetze und Vorgaben für Mieter und Eigentümer so dass mindestens 4% Rendite nach Steuern bleiben.
2. Der Staat tritt als Garant für säumiger Mieter auf. Die Mietzahlungen, auch gestückelt, dürfen nicht unter 75% pro Vermietungstag sinken. Wenn sie drunter sind, gilt die Wohnung als vom Mieter fristlos gekündigt, die Schlösser können ab nächsten Tag getauscht werden.
Warum braucht es denn bitte so ein Gesetz? Dann wäre es viel sinnvoller, wenn der Staat wieder ausreichend Wohnungen zur Verfügung hat und dadurch den Markt steuert. Warum soll der Staat für ein Geldanlagemodell garantieren? Leg das Geld halt woanders an.
ApexOne schrieb:Zudem: kannst mir ein Gesetz der letzten Jahren nennen das zu Lasten des Mieters ging?
Welche Aussage würdest Du in so eine Sache interpretieren? "Auf Augenhöhe" bedeutet ja nicht, wann wer zuletzt ein für ihn positives Gesetz "bekommen" hat. Sondern ob der Ist-Zustand so ist, dass Regulierung des Marktes in fairer Weise funktioniert.
Der Punkt ist, dass die jeweiligen Interessen am Bestehen eines Mietverhältnisses signifikant unterschiedlich sind. Ein Dach über dem Kopf ist viel relevanter als eine ausreichende Rendite. dadurch verschiebt sich auch die Frage, wer mehr Schutz benötigt.
ApexOne schrieb:Dann soll der Staat mit Gesetzen sorgen dass Mietnomaden und "andere Mieter" sofort gekickt werden
Mietnomaden sind ein Sonderfall, der kaum mit gesetzlichen Regeln zu erfassen ist. Die haben ja kein Schild mit "Mietnomade" auf der Stirn. Sondern sie häufen Verbindlichkeiten beim Vermieter an und sind insolvent. Das Insolvenzrisiko ist nun aber ein typisches Gläubigerrisiko - das kann in anderer Konstellation auch einen Mieter treffen, der in irgend eine Vorleistung gegangen ist.
Wer Mietwohnungen als Investitionsobjekt wählt, der muss eben wissen, dass die Rendite auch durch ein Insolvenzrisiko des Mieters gemindert werden kann. So wie durch andere unvorhergesehene Ereignisse.
Ich selbst vermiete übrigens auch. Und die Vermietung einzelner Objekte ist in der Tat nicht trivial. Es kann glatt laufen und alles ist prima. Oder es läuft schlecht und das Objekt erweist sich als schlechte Investition. Aber das ist eben ein ganz typisches Anlagerisiko. Keiner ist gezwungen, in zu Wohnzwecken vermietbare Objekte zu investieren.
Natürlich ist es in gewisser Weise in einem allgemeinen Interesse, dass der Mietmarkt (überwiegend) privat ist. Aber die aktuellen Regeln stützen das ja. Die meisten Mietverhältnisse laufen so, dass zumindest in der Wertentwicklung der Immobilie eine vernünftige Rendite liegt.