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Deutschland unter Kanzler Merz

3.904 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: USA, Deutschland, Russland ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Deutschland unter Kanzler Merz

13.06.2026 um 15:34
Zitat von mchomermchomer schrieb:Also bist du hierzulande nicht so erfolgreich, weil die Politik der letzten 15 Jahre dir Steine in den Weg gelegt hat?
Wuerde Ich jetzt eher im Gegenteil sagen, denn genau deswegen kam Ich zu den Erkentnissen.
Zitat von mchomermchomer schrieb:Bist du dir wirklich bewusst, dass Auswandern kein Spaziergang ist und die Steine, die dir das aktuelle Leben vermiesen, im Vergleich dazu kleine Steinchen sind?
In meiner gluecklichen Position, welche Ich mir “erarbeitet” habe, sind die Steine nicht mehr so groß oder besser gesagt, man hat einen guten Background, der das Leben ein wenig einfacher macht.

Insofern entspannt.


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Deutschland unter Kanzler Merz

13.06.2026 um 16:33
Und schon wieder hat Kanzler Merz ein Wahlversprechen gebrochen: Es gibt keine Steuererhöhungen? Von wegen! Vor ein paar Tagen wurde eine Änderung des Gewerbesteuergesetzes beschlossen, sehr gut versteckt im

>>> Entwurf eines Neunten Gesetzes zur Änderung von Vorschriften im Steuerberatungsrecht sowie im Steuerrecht.

Danach darf ab 2027 keine Gemeinde weniger als 280 Prozent Hebesatz auf die Gewerbesteuer anwenden. Bisher liegt dieser Mindesthebesatz, geregelt in § 16 (4) Gewerbesteuergesetz, bei 200 Prozent.

Nun haben sicher die meisten Gemeinden einen Hebesatz über 300 Prozent, in München z.B. liegt der Hebesatz bei 490 Prozent, aber es gibt auch Gemeinden, die jetzt noch einen geringeren Hebesatz als den dann gültigen Hebesatz von 280 haben, z.B.:
- Gründwald bei München: 240 %
- Bad Wiessee: 240 %
- Gräfelfing: 250 %
- Oberhaching: 250 %.

Diese Gemeinden werden ab 2027 durch die Gesetzesänderung gezwungen, ihren Gewerbetreibenden und Firmen mehr Gewerbesteuer als nötig abzunehmen, obwohl sie dieses Geld gar nicht im Gemeinde-Säckel brauchen.

Es werden übrigens durch diese Maßnahme Mehreinnahmen von 155 Millionen Euro im Jahr erwartet.

Ich bin sicher, mindestens 95 Prozent der Abgeordneten hatten keine Ahnung, worüber sie da abgestimmt haben - wie gesagt, die Änderung ist gut versteckt im Gesetzestext eines Änderungsgesetzes.

Hier die bisherige Regelung im Gewerbesteuergesetz:
Gewerbesteuergesetz (GewStG)
§ 16 Hebesatz
...
(4) 1Der Hebesatz muss für alle in der Gemeinde vorhandenen Unternehmen der gleiche sein. ²Er beträgt 200 Prozent, wenn die Gemeinde nicht einen höheren Hebesatz bestimmt hat.
...
Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/gewstg/__16.html

Hier das Änderungsgesetz (Titel siehe ganz oben, fett gedruckt: "Entwurf eines Neunten Gesetzes ..."), das zwar dann später im Bundesrat scheiterte (wegen des geplanten steuerfreien Betrags von 1.000 Euro), aber nur hier ist der Gesetzestext zu finden. In dem dann Anfang Juni verabschiedeten Änderungsgesetz wird nur noch auf den Text dieses (früheren) Gesetzes verwiesen. Verwirrend? Ja, Hauptsache, kaum einer der Abgeordneten blickt mehr durch, worüber er gerade abstimmt!

Artikel 9
Änderung des Gewerbesteuergesetzes

Das Gewerbesteuergesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 15. Oktober 2002 (BGBl. I S. 4167),
das zuletzt durch Artikel 4 des Gesetzes vom 28. Februar 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 69) geändert worden ist, wird
wie folgt geändert:

1. In § 16 Absatz 4 Satz 2 wird die Angabe „200“ durch die Angabe „280“ ersetzt.
...

Quelle: https://www.bundesrat.de/SharedDocs/drucksachen/2026/0201-0300/223-26.pdf?__blob=publicationFile&v=1


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Deutschland unter Kanzler Merz

13.06.2026 um 16:48
Reformpläne... Lauft!
"Reform" bedeutet nicht Verbesserungen und Optimierung, sondern Kürzungen.
Das muss man immer im Hinterkopf haben!
Der Grünen-Politiker Janosch Dahmen prangerte den Entwurf als "unzureichend wirksam, unausgewogen und offensichtlich schlecht gemacht" an. Die schwarz-rote Koalition leite damit einen "Kahlschlag" in der Gesundheitsversorgung ein. Stabile Beiträge seien mit den angedachten Maßnahmen nicht zu halten. Denn die Annahmen und Berechnungen des Bundesgesundheitsministeriums seien "mit heißer Nadel gestrickt". War doch zuletzt vom Ministerium selbst eingeräumt worden, dass die Ausgaben der Kassen im laufenden Jahr schon höher liegen als erwartet und das Defizit im kommenden Jahr damit noch höher auszufallen drohe.

Der geplante "Kürzungskahlschlag", um dieses Defizit zu verhindern, treffe immer die Falschen, warnte Dahmen. Kliniken drohten in den kommenden Jahren zunehmend rote Zahlen zu schreiben und in die Insolvenz zu rutschen. Der hausärztlichen Versorgung werde "der Boden weggezogen". "All das, was den Grundzusammenhalt im Land ausmacht, wird in den Würgegriff genommen", kritisierte Dahmen. Er warf der Regierung vor, die Reform "im Blindflug" und mit aufgesetzten Scheuklappen durchsetzen zu wollen, denn auf die Warnungen der Menschen aus dem Gesundheitssystem wollten Union und SPD nicht hören.

Auch die Linksfraktion zeichnete ein düsteres Bild für die Beschäftigten im Gesundheitswesen, sollte das Sparpaket so beschlossen werden. Das Gefährlichste an Warkens Plänen seien nicht einmal die Kürzungen, betonte Stella Merendino von der Linksfraktion. Das geplante Gesetz beruhe auf der Annahme, dass man Mitarbeitende immer noch ein Stückchen mehr belasten könne und es bereite die Basis für Personalabbau. "Sie sparen dort, wo Menschen gepflegt, behandelt und gerettet werden", mahnte Merendino weiter. Die Bundesregierung scheine anzunehmen, "ein System wird umso belastbarer, je stärker man es belastet", hieß es von Stella Merendino von der Linksfraktion. Doch wenn eine Brücke einsturzgefährdet sei, komme niemand auf die Idee, noch mit einem Lkw drüberzufahren.

Martin Sichert von der AfD-Fraktion bezeichnete das geplante Gesetz sogar als "echte Katastrophe". "Landauf, landab" liefen Landräte Sturm gegen die Pläne angesichts der drohenden, massiven Belastungen für Kommunen. Steuer- und Beitragszahler seien für die schwarz-rote Koalition nichts anderes als eine "Melkkuh, die immer weiter gemolken werden kann". Die Bundesregierung prangerte Sichert als "eine Ansammlung von Minderleistern" an, mit einer Gesundheitsministerin, die nur einen "Rundum-Kahlschlag"-liefere statt echter Reformen. Trotzdem versuche die Koalition das Sparpaket "im Eiltempo durch das Parlament zu peitschen". "So löst man keine Probleme, sondern schafft nur neue", warnte der AfD-Politiker.
Quelle:
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/bundestag-krankenkassen-reform-100.html

Wenn das kommt, sind wir am Arsch.
Danke Merz.


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13.06.2026 um 20:03
Zitat von LepusLepus schrieb:"Reform" bedeutet nicht Verbesserungen und Optimierung, sondern Kürzungen.
Das muss man immer im Hinterkopf haben!
Reformen sind nun mal Belastungen und keine Steuergeschenke
Martin Sichert von der AfD-Fraktion bezeichnete das geplante Gesetz sogar als "echte Katastrophe".
Soll der doch Neuschwabenland oder Trumpneufurzland auswandern


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13.06.2026 um 20:08
Zitat von parabolparabol schrieb:Reformen sind nun mal Belastungen und keine Steuergeschenke
Darum geht es nicht.
Sie tarnen damit Kürzungen von Sozialleistungen und nennen es dann "Reform".


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13.06.2026 um 20:23
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Danach darf ab 2027 keine Gemeinde weniger als 280 Prozent Hebesatz auf die Gewerbesteuer anwenden. Bisher liegt dieser Mindesthebesatz, geregelt in § 16 (4) Gewerbesteuergesetz, bei 200 Prozent.

Nun haben sicher die meisten Gemeinden einen Hebesatz über 300 Prozent, in München z.B. liegt der Hebesatz bei 490 Prozent, aber es gibt auch Gemeinden, die jetzt noch einen geringeren Hebesatz als den dann gültigen Hebesatz von 280 haben, z.B.:
- Gründwald bei München: 240 %
- Bad Wiessee: 240 %
- Gräfelfing: 250 %
- Oberhaching: 250 %.
Schon geil, Deutschland beschiesset eine Steuer, die Gewerbesteuer..und dann schreibt es gesetzlich vor dass man mindestens das 2,8fache davon kassieren muss :D
Das Kabinett so: wir unterstützen die Wirtschaft wo es nur geht.


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13.06.2026 um 21:31
1. Natürlich muss es "Grünwald" heissen.

2. Übrigens: CDU/CSU, SPD und Bündnis 89/Die Grünen haben dem Gzugestimmt, die Linkspartei hat sich enthalten, einzig die AfD hat dagegen gestimmt >>>>> angenommen mit den Stimmen der Koalition und der Grünen.

Da muss man sich nicht wundern, wenn immer mehr Leute die AfD wählen.

Übrigens nochmal zu der Frage: Warum bewerten die Rating-Agenturen die Bonität der deutschen Staatsschulden mit AAA oder ähnlich, also mit der Bestnote?

Wie die Rating-Agenturen die Bonität errechnen, ist teilweise geheim. Ganz sicher dürfte aber die Steuer- und Abgabenquote neben wichtigen anderen Faktoren eine Rolle spielen:
Je mehr Geld der Staat aus seinen Bürgern herauspresst, desto mehr Geld ist für die Bedienung der Staatsschulden vorhanden und desto besser ist die Bonität.


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14.06.2026 um 10:30
Zitat von LepusLepus schrieb:Reformpläne... Lauft!
"Reform" bedeutet nicht Verbesserungen und Optimierung, sondern Kürzungen.
Das muss man immer im Hinterkopf haben!
@Lepus

Die Kritik an der als Gesundheitsreform bezeichneten Verschlechterung der Versorgung ist durchaus berechtigt, allerdings fehlt mir da der entscheidende Punkt:

Die Regierung will weiterhin, Herr Klingbeil war da ganz klar, die GKV Versicherten um ca 12-14 Mrd Euro im Jahr abzocken, anstatt die Gesundheitskosten der Transferempfänger endlich vom Steuergeld zu bezahlen.

Im Prinzip ist das Diebstsahl an Beitragsgeldern.

Würde die Regierung sich seriös verhalten, wären Kürzungen nicht erforderlich. Das wird durch das unseruöse Verhalten der Vorgängerregierungen nicht besser.


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14.06.2026 um 10:41
@sacredheart
Sehe ich ähnlich.

Mir würden noch andere Maßnahmen einfallen, um das Gesundheitssystem nicht noch mehr an die Wand zu fahren und die Menschen (vor allem die Armen) nicht noch mehr zu verarschen und auszupressen:

- die über 90 Krankenkasse abschaffen und nur noch eine zulassen.

- in diese Krankenkasse müssen ALLE einzahlen, also auch Selbstständige, Reiche, Beamte und so weiter.

- Pseudomedizin wird nicht mehr finanziert, also alles was nicht evidenzbasiert ist wie Homöopathie und Anthroposophie fliegt raus (dafür können dann endlich Brillen, Hörgeräte, Zahnersatz usw. finanziert werden)

Aber das bedarf leider einer Regierung, die sich wirklich für ihre Bürger interessiert und nicht nur dafür, sich die eigenen Taschen und die ihrer Lobbyisten vollzumachen...
Aber die werden wir nicht bekommen, weil das Wahlvolk in Großteilen einfach nicht denkt, bevor es sein Kreuz macht.


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14.06.2026 um 10:50
Saarbrücken, Jena, Schwerin, Trier, Ingolstadt uswusw.
Was sagt die Politik bitte zu den Drohungen der Bahn?
Demnach würde die DB wohl zunächst 16 Städte vom Fernverkehrsnetz nehmen, wenn gewinnbringende Trassen an Konkurrenten vergeben würden, darunter Aachen, Münster, Augsburg, Magdeburg und Rostock.
Quelle:
https://www.welt.de/wirtschaft/article6a2dc05e6bb5c7fe2e1c5441/deutsche-bahn-koennte-16-staedte-vom-fernverkehr-abkoppeln-90-projekten-droht-stillstand.html



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14.06.2026 um 10:59
Zitat von abberlineabberline schrieb:Saarbrücken, Jena, Schwerin, Trier, Ingolstadt uswusw.
Was sagt die Politik bitte zu den Drohungen der Bahn?
Ich lehne mich jetzt einfach mal weit aus dem Fenster und rate:
Nichts würde sie unternehmen, weil ein Merz nicht mit der Bahn fährt, nicht darauf angewiesen ist und es ihm egal sein kann, wie so vieles andere auch in der Realität von normalen Menschen, die er in seinem Wolkenkuckucksheim gar nicht erfassen kann.
Ein Beispiel dafür ist seine Aussage "Ich bin von Geburt an privat versichert."

Aber das ist nur mein eigener trüber Gedanke, der aus vollkommener Resignation und Frust entstanden ist.


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14.06.2026 um 11:01
Zitat von LepusLepus schrieb:- die über 90 Krankenkasse abschaffen und nur noch eine zulassen.
- in diese Krankenkasse müssen ALLE einzahlen, also auch Selbstständige, Reiche, Beamte und so weiter.
Sehe ich ähnlich. Wie bei der Rente gibt es eine Grundversorgung, in die alle mit einem festgelegten Betrag (je Kopf!) einzahlen müssen. Wer mehr und/oder andere Leistungen haben möchte, kann dies privat zusätzlich absichern.
Zitat von LepusLepus schrieb:Pseudomedizin wird nicht mehr finanziert, also alles was nicht evidenzbasiert ist wie Homöopathie und Anthroposophie fliegt raus (dafür können dann endlich Brillen, Hörgeräte, Zahnersatz usw. finanziert werden)
Nicht zu vergessen die Vorsorgeuntersuchungen. Die sollten unbedingt bleiben.
Zitat von abberlineabberline schrieb:Was sagt die Politik bitte zu den Drohungen der Bahn?
Die zeigt doch den Stinkefinger. Schnieder hat der Bahn doch gesagt, es gibt nicht mehr Geld. Also bleibt der Bahn nichts anderes übrig, als unwirtschaftliche Strecken zu streichen. Wenn Politik endlich mal Konsequenzen hat!


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14.06.2026 um 11:09
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Also bleibt der Bahn nichts anderes übrig, als unwirtschaftliche Strecken zu streichen. Wenn Politik endlich mal Konsequenzen hat!
Die Bahn hat aber Verpflichtungen, die wichtiger sind als Wirtschaftlichkeit. Eigentlich müsste die Bahn wieder verstaatlicht werden. Nur bringt das bei dem aktuellen Polit Personal auch nix.
Zitat von LepusLepus schrieb:Aber das ist nur mein eigener trüber Gedanke, der aus vollkommener Resignation und Frust entstanden ist.
Kann ich unterschreiben. Und dann wundern sich wieder manche Leute über Wahlergebnisse. Aber ist eigentlich inzwischen vermutlich alles egal. Besser wird es mit keinem. Schlimmer mit allen.


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14.06.2026 um 11:09
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Nicht zu vergessen die Vorsorgeuntersuchungen. Die sollten unbedingt bleiben.
Ach ja, das hab ich vergessen, du hast vollkommen Recht!



Ich möchte nochmal daran erinnern, warum die Krankenkassen so desolat sind:
Das haben wir Jens Spahn zu verdanken, der die Kassen dazu gezwungen hat ihre Reserven aufzubrauchen.
Das sollte Beitragserhöhungen verhindern.
Was wir bekommen haben sind massive Beitragserhöhungen und Kürzungen der Leistungen, das sich garantiert noch sehr krass auswirken wird, vor allem auf Geringverdiener und Arme.
Warum es so schlecht um die Finanzen steht? GKV-Chef Oliver Blatt hat im Deutschlandfunk eine Erklärung dafür: Die letzte schwarz-rote Große Koalition mit Gesundheitsminister Jens Spahn habe "in die Rücklagen der Krankenkassen gegriffen" - das räche sich jetzt. "Gesetzliche Krankenkassen müssen gesetzlich verpflichtet Rücklagen vorhalten, damit sie liquide sind. Das sind 20 Prozent einer Monatsausgabe; in der Regel mehrere Milliarden Euro. Diese wurden per Gesetz in den letzten Jahren abgeschmolzen und waren so weit aufgebraucht, dass wir sie jetzt unbedingt auffüllen müssen", erläutert Blatt. Geld, das den Kassen für die Versorgung fehle.

Unter Spahn mussten die Kassen ihre historisch hohen Rücklagen drastisch abbauen. Damals waren das über 20 Milliarden Euro. Heute liegen die Rücklagen der Krankenkassen bei gerade mal rund 4,6 Milliarden Euro. Mit dem Geld hat der ehemalige Gesundheitsminister einen Teil der hohen Kosten der Corona-Krise bezahlt. Außerdem hat er damit teure Reformen finanziert, wie die neuen E-Rezepte. Vor allem wollte er aber, dass die Beiträge nicht weiter steigen.

"Damit sah es natürlich für vier Jahre so aus, als wenn die Beiträge relativ stabil bleiben würden. War aber Beschiss, weil einfach die Rücklagen abgebaut wurden", kritisiert TK-Chef Jens Baas Ende 2024 im OMR-Podcast. Spahn hatte seine Ambitionen schon früher deutlich gemacht. "Krankenkassen sind keine Sparkassen", hatte der damalige gesundheitspolitische Sprecher der Union 2012 gesagt - "einer der schlimmsten Sätze, die im Gesundheitssystem gesagt wurden", meint der TK-Chef.
Quelle:
https://www.n-tv.de/politik/Hat-Jens-Spahn-die-Krankenkassen-ausgenommen-id30350400.html
Zitat von abberlineabberline schrieb:Eigentlich müsste die Bahn wieder verstaatlicht werden. Nur bringt das bei dem aktuellen Polit Personal auch nix.
Ja, so sehe ich das auch.
Zitat von abberlineabberline schrieb:Kann ich unterschreiben. Und dann wundern sich wieder manche Leute über Wahlergebnisse. Aber ist eigentlich inzwischen vermutlich alles egal. Besser wird es mit keinem. Schlimmer mit allen.
Diese Befürchtung habe ich auch.
Ich hatte mal kurze Hoffnung bei Habeck, aber das hat nicht geklappt, weil man lieber den Rückschritt und Merz gewählt hat.
Eine winzige Hoffnung hätte ich, aber dazu wird es niemals kommen.


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14.06.2026 um 11:16
Zitat von LepusLepus schrieb:Das haben wir Jens Spahn zu verdanken, der die Kassen dazu gezwungen hat ihre Reserven aufzubrauchen.
@Lepus

Das hatte allerdings keine Einfluss auf die Gesamtlage. Es hatte lediglich ein schon vorher existierendes Problem von damals in die Gegenwart prolongiert.

Gegen die jährliche Zweckentfremdung von 14 Mrd Euro Beitragsgeld kommt nichts anderes an.
Zitat von LepusLepus schrieb:Pseudomedizin wird nicht mehr finanziert, also alles was nicht evidenzbasiert ist wie Homöopathie und Anthroposophie fliegt raus (dafür können dann endlich Brillen, Hörgeräte, Zahnersatz usw. finanziert werden)
Das wurde ja bereits angegangen und ich halte es auch für absolut richtig, dass KK keine Beitragsgelder für Hokuspokus zweckentfremden dürfe , um Kunden zu gewinnen, die grundsätzlich gesundheitsbewusst, aber auch ein bisschen natürtrüb sind.

Die Summe, die man einsparen kann, wird zurecht eingespart, hilft aber insgesamt nur wenig.

Natürlich ist die vermeintliche Konkurrenz der GKV Kassen nur Augenwischerei wegen des Risikostrukturausgleichs. Der GKV Versicherte hat die Auswahl zwischen dem Wasser aus 90 Nudelsieben, die in derselben Badewanne stehen.


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Deutschland unter Kanzler Merz

14.06.2026 um 12:34
Zitat von abberlineabberline schrieb:Die Bahn hat aber Verpflichtungen, die wichtiger sind als Wirtschaftlichkeit. Eigentlich müsste die Bahn wieder verstaatlicht werden. Nur bringt das bei dem aktuellen Polit Personal auch nix.
Die Deutsche Bahn befindet sich zu 100% im Besitz der Bundesrepublik Deutschland. Was du meinst ist eher sowas wie eine Überführung in eine Behörde, Körperschaft des öffentlichen Rechts oder meinetwegen auch eine Bundesstiftung. Die Geschichte, warum die Bahn das nicht mehr ist, ist lang und komplex, es gab da durchaus gute Gründe sich für eine formal privatwirtschaftliche Rechtsform zu entscheiden, allen voran die damit verbundenen Transparenzpflichten. Lesen lohnt sich hier durchaus, auch wenn es etwas trocken ist: Wikipedia: Deutsche Bahn#Bahnreform


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14.06.2026 um 16:33
Warum wird in Deutschland kaum über nachhaltige Reformpolitik gesprochen?
Wenn von „Reformen“ die Rede ist, höre ich fast ausschließlich „Kürzungen“, aber selten „Bildung“, „Gestaltung“ oder eine planvolle Weiterentwicklung unserer gesellschaftlichen Strukturen. Stattdessen entstehen täglich neue Vorschläge, wie man dem „kleinen Mann“ noch mehr finanzielle Lasten aufbürden kann.

Dabei verlangen viele Reformen immer wieder kurz- und mittelfristige Opfer von genau dieser Bevölkerungsgruppe. Und das, obwohl laut einer Umfrage der Bertelsmann-Stiftung 73 % der Befragten die Verteilung wirtschaftlicher Chancen in Deutschland als „ungerecht“ empfinden. Wie der Wirtschaftswissenschaftler Heiko Körner betont, steckt die Reformpolitik in einem Gerechtigkeitsdilemma.

Ich frage mich daher, warum bestimmte Reformansätze kaum diskutiert werden:

Luxussteuern auf hochpreisige Güter wie Schmuck, Uhren, exklusive Autos, Privatjets, Luxusimmobilien oder Yachten. Modelle existieren in Ländern wie Dänemark, Italien, Chile oder China.

Schließung bekannter Steuerschlupflöcher, deren Existenz seit Jahren dokumentiert ist.

Mehr Steuerfahnder, obwohl ein einzelner Steuerfahnder dem Staat im Durchschnitt mindestens eine Million Euro jährlich einbringt (Süddeutsche Nr. 234), gibt es bundesweit nur etwa 4.000.

Eine Finanztransaktionssteuer, die in Ländern wie Frankreich bereits in abgeschwächter Form existiert.

Die Abschaffung der Staatsleistungen an die Kirchen, die den Staat weiterhin rund 666 Millionen Euro pro Jahr kosten, obwohl diese Zahlungen historisch längst hätten beendet werden sollen.

Das sind nur einige Beispiele für Reformen, über die man ernsthaft sprechen könnte, wenn man denn wirklich eine gerechtere und nachhaltigere Politik gestalten möchte.


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Deutschland unter Kanzler Merz

14.06.2026 um 18:27
Wenn es um Reformen bei der Rente, bei der Gesundheit, bei der Sozialversicherung und im Allgemein geht, dann geht es dabei um Abbau.
Es geht nicht um eine Umstrukturierung oder darum Belastungen und Entlastungen irgendwie neu ins Verhältnis zu bringen und auszugleichen, sondern es geht um strukturellen Abbau und Streichungen.
Reformen heißen für die Union Kürzungen.

Ich habe gerade die Rede zur Regierungserklärung von Friedrich Merz von Britta Haßelmann gesehen und sie reißt Merz so richtig ab! :D
Das war auf den Punkt!
Zuerst kanzelt sie die AfD ab und stellt heraus, dass sie nichts können, außer hetzen.
Dann arbeitet sie sich an Friedrich Merz ab!
Es war so schön! Vor allem das Gesicht von Merz! :D

Ich stelle das Transkript ein:
Spoiler
Eine der Regierungsfraktion der Bundesregierung mit dem was notwendig ist für dieses Land, was Zukunft ausmacht, was die Menschen in unserem Land ausmacht und das, was wir hier gerade wieder von der AfD vorsitzenden Weidel gehört haben, ist nichts anderes, als eine Propagandashow für ihre Partei und ihre Interessen.

Hass, Hetze, die Erniedrigung von Menschen, Menschenfeindlichkeit, um sich selbst darüber zu stellen. Das ist Ihr Prinzip. Das ist Ihr Muster, mit dem Sie arbeiten. Wissen Sie, das nennt man Rassismus. Das ist nichts anderes. Sie grenzen Menschen aus.
Sie reden das Land schlecht, als wären wir hier völlig auf den Hund gekommen. Meine Damen und Herren, lassen Sie sich nicht beirren.
Dieser nationale Weg, diese Spaltung, dieses zerstörerische, was diese Partei in sich trägt, wird die Zukunft dieses Landes niemals bestimmen.
Da bin ich mir sicher und zwar mit allen Demokratinnen und Demokraten hier im Haus bei aller Unterschiedlichkeit, meine Damen und Herren, und bei allem Ringen um die beste Idee und die beste Lösung.
Mein Appell auch an die Bürgerinnen und Bürger.
Außer Destruktion und Zerstörung hat diese Partei nichts zu bieten, meine Damen und Herren. Und das haben wir heute in 12 Minuten Rede von Alice Weidel wieder erlebt und mit Europa und einer Orientierung für die Zukunft für junge Menschen hat diese Partei nichts am Hut. Stattdessen kriechen sie Woche für Woche vor Putin oder vor der MAGA-Bewegung und Trump.
Und das ist nicht die Zukunft unseres Landes. Das ist nicht die Zukunft der jungen Menschen in unserem Land. Meine Damen und Herren.
Eine Erklärung zum Europäischen Rat ist heute notwendig.
Angesichts der furchtbaren Bombardierungen, der Angriffe auf die Ukraine, der Europäischen Sicherheitslage, angesichts des Scheiterns auch von FKS, davon habe ich kein Wort von Ihnen gehört, Herr Bundeskanzler.
Wie geht es denn jetzt weiter? Was ist ihre europäische Idee nach dem Scheitern dieses Projektes?
Die weltweite Wirtschaftslage und die Beratung zum MFR. Natürlich geht es jetzt um ein gemeinsames europäisches Handeln in Sachen der Verteidigungsfähigkeit, auch in der stärkeren Unterstützung der Ukraine.
Wie oft wurde das angekündigt als großer Appell. Aber wo bleiben sie die schärferen Sanktionen, das klarere Vorgehen gegen die Schattenflotte und vor allen Dingen die klarere Unterstützung der Ukraine mit Waffen? Das wissen wir doch, dass das notwendig ist. Also, wenn wir sie beim Wort nehmen, dann liefern Sie jetzt auch und reden Sie nicht nur.
Gemeinsames Handeln, meine Damen und Herren, in Bezug auf Europa, das kann man schön erklären. Aber dann fragt man sich doch auch, warum beziehen Sie denn Polen nicht ein? Warum muss erst Donald Tusk bei Ihnen anrufen, um zu sagen, Polen spielt bei der Ukraine und des Friedens auch eine relevante Rolle? Das muss doch selbstverständlich für uns sein.
Europäisches gemeinsames, geschlossenes Handeln. Darum geht es, denn Polen ist ein unverzichtbares Bindeglied, wenn es um die Zukunft Europas und der Ukraine geht.
Allerdings, und das wissen Sie auch, Herr März, ist es auch ihre Regierungspolitik, die stark erklärungsbedürftig ist.
Nicht nur eine Erklärung zum Europäischen Rat. Im Inneren und inzwischen im Äußeren ist ihre Politik mindestens erklärungsbedürftig.
Nicht nur hier im Parlament, auch gegenüber den Menschen im Land. Denn den haben sie viel versprochen, viel zu viel versprochen und jeden Tag stoßen sie diesen Menschen vor den Kopf auch heute wieder.
Denn was soll Ihr Appell, dass die Leute die Augen davor verschließen, dass Veränderungen notwendig sind? Ich kenne ganz viele Menschen, die wissen, dass Veränderungen notwendig sind, dass wir die sozialen Sicherungssysteme reformieren müssen, dass wir Zukunft für die junge Generation gestalten müssen, dass wir eine Verantwortung in Rahm in Sachen Klimaschutz haben, denn wir haben nur einen Planeten und mit dem müssen wir sorgsam umgehen. Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt. Das muss das Leitmotiv politischen Handeln sein.
Aber dann handeln Sie doch auch danach. Die Menschen verschließen nicht die Augen davor. Sie wissen einfach, dass bei dem, was Sie vorschlagen, etwas nicht stimmt, dass da was nicht passt, dass nämlich all diese sogenannten Reformvorschläge am Ende immer die gleichen treffen und die Menschen haben ein gutes Gespür dafür, wenn einerseits immer wieder der dringende Appell an die Reformenbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger gerichtet wird und gleichzeitig das Wort Reform aber zu einem Synonym für Kürzung verkommen ist. Herr Merz, dafür haben Sie Sorge getragen mit ihren Vorschlägen.
Im Mai vergangenen Jahres sagten Sie noch, ich möchte, dass Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger unseres Landes schon im Sommer spüren, hier verändert sich langsam etwas zum Besseren. Es geht voran. Und was ist davon geblieben, Herr Merz?
Jetzt ist Sommer.
Ein Jahr später, die Wirtschaftsweisen haben uns ganz klar gesagt, wie negativ die Konjunkturprognose ausfällt. Sie ist deutlich gesenkt. Nach der Ankündigung zum Herbst der Reform haben wir alle den Winter der Enttäuschung erlebt und im Frühling da haben sie sich vor allen Dingen mit sich selbst beschäftigt und sich selbst bemitleidet. Das ist nicht die Erwartung an einen Bundeskanzler.
Meine Damen und Herren, ihre Bilanz ist Streit, ist Misstrauen.
Ein Jahr mühseliges Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner auch in der Koalition.
Ich frage mich, warum appellieren Sie an die Bürgerinnen und Bürger prüfen Sie sich? Prüfen Sie sich doch mal, wo bleibt denn Ihre Selbstreflektion und tun Sie doch etwas dafür, die Leute wirklich mitnehmen zu wollen.
Die spüren, dass die Veränderungen und die Reformen, die sie jetzt gerade anstoßen, ob bei der gesetzlichen Krankenversicherung oder der Pflegereform immer die gleichen trifft.
Es sind immer die Beitragszahlerinnen, die zu pflegenden. Es sind die Frauen, die alleinerziehenden und die spüren das, wenn sie den nächsten Vorschlag verkaufen als große Reform und dann ist es keine, denn es trifft nur die.
Und die Menschen haben ein ganz feines Gespür dafür, wenn Ungleichheit und eine soziale Schieflage entsteht.
Und sie haben bisher als Koalition und auch gemeinsam mit Ihnen an der Spitze, Herr Merz, alles dafür getan. dass sich diese Situation verhärtet und nicht auflöst und man eben nicht gemeinsam überlegt, wie gehen wir notwendige Veränderungen an. Und das ist eins ihrer großen Probleme.
Und deshalb, warum feiern Sie sich ab für etwas ganz selbstverständliches, dass ich gestern die Sozialpartner getroffen haben? Wow, was ist die Meldung in der Nation dafür? Meine Damen und Herren, es müsste selbstverständlich sein und ich finde es traurig, dass Sie nach einem Jahr auf die Idee kommen, dass es mal stattfinden könnte.
Das ist doch alles andere als vorausschauendes und zukunftsgerichtetes Verhalten. Und wir können es bei jedem Vorschlag, den Sie jetzt gerade haben, sehen. Lars Klingbeil bedient sich mit 2 Milliarden aus der gesetzlichen Krankenversicherung und sie sagen den Bürgerinnen, verschließt mal nicht die Augen vor den notwendigen Veränderungen. Wissen Sie was? Die Leute fühlen sich verarscht.
Das ist der Punkt.
Das können sie doch Menschen nicht erklären, wenn sie so agieren.
Und jede und jeder weiß bei der Pflegereform die Eckpunkte, die jetzt auf dem Tisch liegen, steht das nächste an, dass sie ausgerechnet nach ihrer Lifestyle Debatte den Frauen, die hauptsächlich diejenigen sind, die pflegende Angehörige sind, sagen, wir müssen alle ein Beitrag leisten. Ihr müsst einfach jetzt mal auf die Rentenpunkte verzichten, während ihr zu Hause euren Alltag bewältigt, die Angehörigen pflegt, eure Arbeit nachgeht, Rentenpunkte, das können wir uns jetzt nicht mehr leisten. Was ist das für ein Signal? Das ist wirklich eine Zumutung an die vielen pflegenden Angehörigen in unserem Land. Die brauchen Unterstützung, Stabilisierung und nicht das Abwälzen sozusagen ihrer Kürzungsbemühungen auf ihrem Rücken.
Und das gilt für so viele und deshalb ist der Aufschrei im Land auch so groß. Und deshalb, meine Damen und Herren, scheinen doch auch die, die da gar nichts können und dieses Land vernichten wollen, davon zu profitieren.
Sie waren angetreten, die AfD zu halbieren, meine Damen und Herren. Und jetzt irrlichtert ihr Generalsekretär mit irgendwelchen Phrasen über die Brandmauer durch die Republik.
Klarer Kompass, ein soziales Miteinander und eine ausgewogene Bereitschaft zu Reformen. Darum muss es doch gehen. Sie waren es, Herr Merz, der mit großem Anspruch gestartet ist. Wie schonungslos, wie unnachgiebig haben Sie ausgeteilt.
Ich kann mich gut daran erinnern. Dreieinhalb Jahre.
Wie haben Sie geredet über die Vorrängerregierung?
Ich könnte es mir jetzt einfach machen und sagen, spätestens nach dieser Regierungserklärung von heute morgen muss man zu dem Schluss kommen, sie können es nicht.
Das sagten sie am 28.11.23 und es war nicht die schärfste Kritik, die war einfach mal so rausgehauen an die Regierung vor ihnen. Ich mache das anders. Ich fordere Sie stattdessen auf.
Reißen Sie sich zusammen, liefern Sie, begegnen Sie den Menschen mit Respekt und sorgen Sie dafür, dass Zusammenhalt, Solidarität, Verantwortung und notwendige Veränderung nicht zu einer hohlen Phrase und einer Beschimpfung der Bevölkerung führen und verkommen, sondern Werte und Ziele, die wir gemeinsam tragen, für die wir gemeinsam einstehen, die sozial ausgewogen und gerecht sind und die Zukunftsfähig sind.
Darum geht's jetzt.

Youtube: Britta Haßelmann zur Regierungserklärung von Friedrich Merz zum Europäischen Rat | 11.06.26
Britta Haßelmann zur Regierungserklärung von Friedrich Merz zum Europäischen Rat | 11.06.26
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Deutschland unter Kanzler Merz

14.06.2026 um 18:32
Zitat von abberlineabberline schrieb:Die Bahn hat aber Verpflichtungen, die wichtiger sind als Wirtschaftlichkeit.
Nein, hat sie nicht. Den Regionalverkehr bezahlen wir, der wird aber europaweit ausgeschrieben. Die Bahn hat lediglich das Monopol bei Fernzügen, aber das wackelt.
Zitat von abberlineabberline schrieb:Eigentlich müsste die Bahn wieder verstaatlicht werden.
Die Bahn ist weiterhin staatlich. Die Bahnreform hat aber einen Webfehler, welcher zum Beispiel in Großbritannien zu verheerenden Unfällen und Rückabwicklung geführt hat:

1. Die Infrastruktur sollte wieder am Gemeinwohl orientiert werden und nicht auf Spardruck gesund geschrumpft werden. Das ist leider aktuell der Fall. InfraGO muss wieder 100% unabhängig und unter die Kontrolle der Legislative kommen.

2. Konzessionen im Fernverkehr - gerne auch europaweit ausschreiben. Damit kommt Fernverkehr auch wieder in die Fläche.

3. Schnellere und konsequente Umsetzung des D-Taktes.
Zitat von LepusLepus schrieb:Das haben wir Jens Spahn zu verdanken, der die Kassen dazu gezwungen hat ihre Reserven aufzubrauchen.
Das sollte Beitragserhöhungen verhindern.
Das muss man eigentlich an jede Hauswand sprühen! Jens Spahn ist ein ganz übler Politiker, der hinter Gittern gehört für diese Korruption.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Gegen die jährliche Zweckentfremdung von 14 Mrd Euro Beitragsgeld kommt nichts anderes an.
In der Tat. Diese zusätzliche Bürde muss anders im Haushalt finanziert werden.
Zitat von TamiraTamira schrieb:Das sind nur einige Beispiele für Reformen, über die man ernsthaft sprechen könnte, wenn man denn wirklich eine gerechtere und nachhaltigere Politik gestalten möchte.
Sehr gute Punkte! Das Problem ist nur, dass die Menschen die Union und schlimmere Parteien wählen, weil Ihnen der böse Ausländer als Feindbild eingetrichtert wurden. Der Feind sind die Stiftungen der "Familienunternehmen".


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Deutschland unter Kanzler Merz

14.06.2026 um 18:42
Zitat von TamiraTamira schrieb:Luxussteuern auf hochpreisige Güter wie Schmuck, Uhren, exklusive Autos, Privatjets, Luxusimmobilien oder Yachten. Modelle existieren in Ländern wie Dänemark, Italien, Chile oder China.
Ok, dann kaufe ich es privat in der EU wo die Steuer nicht gilt.
Zitat von TamiraTamira schrieb:Schließung bekannter Steuerschlupflöcher, deren Existenz seit Jahren dokumentiert ist.
Die hätte ich gerne gewußt, höre ich oft, verlinkt nur keiner -> Du weiss anscheinend wo sie dokumentiert sind.
Zitat von TamiraTamira schrieb:Mehr Steuerfahnder, obwohl ein einzelner Steuerfahnder dem Staat im Durchschnitt mindestens eine Million Euro jährlich einbringt (Süddeutsche Nr. 234), gibt es bundesweit nur etwa 4.000.
Steuerfahnder werden bei Anhaltspunkten für eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat aktiv -> wo sind die Anhaltspunkte, wenn wir mehrere haben, die sollen gegen wen vorgehen? Das sind keine Betriebsprüfer! Sie kommen erst wenn es bestätigen Verdacht gibt.
Zitat von TamiraTamira schrieb:Eine Finanztransaktionssteuer, die in Ländern wie Frankreich bereits in abgeschwächter Form existiert.
Gilt nur beim Kauf großer franzözischer Unternehmen...für alle anderen Aktien,ETF, Derivate, Dividende gilt sie nicht.
Gut, angenommen sie kommt, dann wird der Markt für private Vermögensverwalter die im Ausland agieren und die Käufe nicht besteuern müssen.
Zitat von TamiraTamira schrieb:Die Abschaffung der Staatsleistungen an die Kirchen, die den Staat weiterhin rund 666 Millionen Euro pro Jahr kosten, obwohl diese Zahlungen historisch längst hätten beendet werden sollen.
Yepp, wichtig, aber glaubst dass die 0,7 Mrd. irgendwas verändern außer das eigene Gefühl?

Insgesamt bringen deine Vorschläge nicht so viel Geld dass dieses Niveau gehalten werden kann - guck Dir die Kassenmäßigen Steuereinnahmen an, alle Monate in Minus.
Ich vereinfache: es ist nicht mehr so viel Geld da...wenn man die Steuern erhöht, wird noch weniger da sein.


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