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Deutschland unter Kanzler Merz

3.645 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: USA, Deutschland, Russland ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Deutschland unter Kanzler Merz

11.05.2026 um 08:22
Zitat von BluemeanieBluemeanie schrieb:Deutschland ist wie Elvis in seiner Las Vegas-Phase:
wohlgenährt und leicht bräsig angeschlagen zwängt man sich täglich in seinen miefigen abgetragenen Overall und krächzt die angestaubten Hits vergangener Tage... und bricht irgendwann in nicht all zu ferner Zukunft auf dem Scheißhaus zusammen.
Brutal.
Aber siehst ja eh gleich wie sie hier abgehen wenn ihre Lieblinge irgendwie sozusagen 'bedroht' werden.
Spiegelbild des Landes, so wie du es beschreibst.
Rentner, Arbeitslose und Ausländer xddddd.
Hast schon recht, der Aufschlag wird mit einhergehendem Realitycheck da noch brutal sein.
Da wird viel Mimimi die Donau runtergehen.


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11.05.2026 um 10:17
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Also die Bevölkerungsgruppe abstrafen, die seit Jahrzehnten den Laden am laufen hält?
Was sind die Alternativen? Klar kannst du auch an anderer Stelle sparen, aber realistisch wird das alles innerhalb weniger Jahre durch die wachsende Zahl der 60+ aufgefressen und die Quote steigt damit nur noch schneller. Wir haben nun mal ein demographisches Problem, das wissen wir seit Jahrzehnten und haben nicht darauf reagiert.
Allein die Ausgaben für die Renten nehmen allinkl. mittlerweile 40%+ ein. Dazu Gesundheitskosten, Pflegeversicherung und ja durchaus auch Pensionen. Aber Rente + Gesundheit sind da die beiden riesigen Blöcke die beharrliche weiter wachsen und - wenn man nix tut - einfach immer weiter wachsen werden. Und was tun heißt an der Stelle eben kürzen. Selbst wenn wir die Ausgaben in der Rente nur stabil halten wollten, müsste man real Renten kürzen.
Alles andere - Kürzungen beim Bürgergeld, Versorgung von Asylanten zusammenstreichen oder Gewinne durch längere Arbeitszeiten - das ist ein Witz gegen die Kosten die wir durch Überalterung haben und würden maximal für ein, zwei Jahre das System entlasten. Bis wir durch die Kostensteigerungen dort wieder an der gleichen Stelle stehen.
Ist ein Lied was ich hier im Forum schon öfter gesungen habe und was auf keine Gegenliebe stößt. Dabei geht es mir nicht darum die Rentner abzustrafen, die können am Ende auch nix dafür das die Politik das Problem solange ignoriert hat und keinerlei sinnvolle Vorbereitungen getroffen wurden. Ähnlich wie bei anderen Problemen werden die Einschnitte durch das Verschleppen eben schmerzhafter und immer weniger durchsetzbar. Realistisch erwarte ich da von dieser Koalition ohnehin nix, das wird weiter verschleppt bis es irgendwann nicht mehr geht.
Dadurch verspielen wir aber unsere Zukunft, da unser Staat im Grunde nur noch die Bewältigung der Vergangenheit leistet und für den Rest kaum was bleibt.


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11.05.2026 um 10:19
Zitat von paxitopaxito schrieb:Dabei geht es mir nicht darum die Rentner abzustrafen
Zumal man für den zu erwartenden Pflegeaufwand hohe Kosten zu erwarten hat, die man mit gekürzten Renten eher nicht aufbringen kann. Es ist nicht so, dass die meisten Rentner in Saus und Braus leben würden (die Rente meiner Mutter landet zu 100% in der Pflege, und wir müssen auch noch viel Erspartes reinstecken).


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11.05.2026 um 10:41
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:In wie fern nichts getan hat? Das hätte ich gerne näher erklärt
Mein Vater hält PV für Sondermüll auf dem Dach (Während ja Ziegel und Glaswolle feinste Ware sind und auf jedem Flohmarkt weggehen)

Die Rente wurde von allen ausgeblendet (er hat den demographischen Wandel gelehrt)

Und du machst es ja auch:
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:so galt auch mal der Spruch von Blüm: "Die Rente ist sicher".
Genau... Wie stellt man eine Rente auf sichere Füße... Man sagt "sie sei sicher".... und dann weiter wie bisher.

Von daher können wir auch eine Grundsatzfrage stellen:


Nicht rückwärtsgewandt :

" habe ich mir es verdient ??? "
"Es wurde doch gesagt alles ist gut"

Sondern vorwärtsgewandt:

"Wir haben nun langsam Zahlungsprobleme, auf welche Schultern müssen wir die lasten"

Wenn ein Großteil unser Bevölkerung aus Rentnern besteht und diese nicht belastet werden wollen, dürfen diese dann die Karte ziehen "ich nicht, nach mir die Sinnflut"
Zitat von martenotmartenot schrieb:Es ist nicht so, dass die meisten Rentner in Saus und Braus leben würden (die Rente meiner Mutter landet zu 100% in der Pflege, und wir müssen auch noch viel Erspartes reinstecken).
Natürlich... nur aufpassen " nicht wieder verfallen in "dann folgen neue Probleme, also fangen wir gar nicht erst an"


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11.05.2026 um 10:50
Zitat von martenotmartenot schrieb:Zumal man für den zu erwartenden Pflegeaufwand hohe Kosten zu erwarten hat, die man mit gekürzten Renten eher nicht aufbringen kann. Es ist nicht so, dass die meisten Rentner in Saus und Braus leben würden (die Rente meiner Mutter landet zu 100% in der Pflege, und wir müssen auch noch viel Erspartes reinstecken).
Hatte ich auch schon in anderen Threads thematisiert, das wir absehbar auf eine Reprivatisierung von Pflege zusteuern. Sprich: Pflege wird (noch mehr als heute) wieder von Angehörigen geleistet. Nicht weil die das wollen (oder auch nur können), sondern weil alles andere nicht mehr finanziert werden kann.
Professionelle Pflege wird dann ein Privileg der Reichen. Auch das ein Problem der Überalterung das man seit Jahrzehnten benannt hat und wo nichts passiert ist. Im Gegenteil, stattdessen wurde die Pflegeversicherung noch weiter ausgebaut oder realitätsferne "Lösungen" implementiert.

Gleiches Spiel bei den Krankenkassen - wir wussten ja vorher, dass je älter desto Medikamente/Operationen/Arztbesuche usw.. Das ist keine plötzlich eingetretene Entwicklung, nix was überraschen könnte. Trotzdem wird das Problem der Überalterung im Zusammenhang mit den explodierenden Kosten in dem Bereich fast nie genannt. Und wehe jemand wagt es auch nur in Frage zu stellen ob auch im hohen Alter Maximalmedizin finanziert werden sollte. Der bringt damit quasi schon selbst seine Oma um, zumindest nach dem medialen Echo.


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11.05.2026 um 11:01
Zitat von paxitopaxito schrieb:Pflege wird (noch mehr als heute) wieder von Angehörigen geleistet
Falls es überhaupt ausreichend Angehörige gibt, die es leisten können. Ich selbst wohne beispielsweise als einziger Angehöriger meiner Mutter in einer kleinen Wohnung ohne Aufzug und hätte weder den Platz noch die Möglichkeit, meine Mutter bei mir aufzunehmen. Dazu kommt, dass ich berufstätig bin, aber meine Mutter eine Betreuung rund um die Uhr benötigt. Abgesehen davon, dass meine Mutter und ich seit langem ein nicht unschwieriges Verhältnis haben, was sich in einer engen und intensiven Pflegesituation sicher verschärfen würde (meine Mutter ist sehr einnehmend und fordernd und akzeptiert es nur schwer, man man ihre Bedürfnisse nicht sofort erfüllt).

Erst gestern habe ich im Pflegeheim meiner Mutter ein Gespräch mitbekommen. Da hat eine Angehörige einer Bewohnerin erzählt, wie extrem belastend für sie die Situation gewesen war, auch weil die zu pflegende Person anscheinend altersbedingt sehr boshaft und aggressiv geworden ist.

Ja, und nicht wenige pflegebedürftige Menschen haben gar keine Angehörigen mehr. Was macht man mit denen?


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11.05.2026 um 13:38
Zitat von paxitopaxito schrieb:Realistisch müssen Renten gekürzt ...werden
ja, aber bitte nicht am unteren Ende, sondern vom Oberen her.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Und wehe jemand wagt es auch nur in Frage zu stellen ob auch im hohen Alter Maximalmedizin finanziert werden sollte. Der bringt damit quasi schon selbst seine Oma um, zumindest nach dem medialen Echo.
du hast da ja irgendwie Recht.
Andererseits:
Junge Leute die das so feststellen, weil es die Realität werden könnte, würde es jedem Einzelnen gefallen, wenn die Eltern oder Großeltern irgendwann nicht mehr gut genug versorgt werden könnten? Sie selbst aber auch nicht die Mittel hätten um unterstützen zu können?

Und die ärztliche Versorgung lässt doch jetzt schon z.T. zu wünschen übrig, da braucht man also gar nicht groß auf einen gesetzlichen Abbau zu warten.
Gerade gestern traf ich z.B. eine ca 80-Jährige.
Die erzählte mir, dass sie Brustkrebs hatte und deshalb unter den Achseln was rausgenommen werden musste. Dadurch sammelt sich immer bissel Wasser an.
Von ihrem Hausarzt bekam sie nicht die notwendige Lymphdrainage verschrieben.
Erst als sie den Arzt wechselte, ging ein Weg rein.
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Und in wie fern sollte man gerade bei der älteren Generation jetzt bei der medizinischen Versorgung sparen? Wie stellt man sich das als jüngerer Mensch vor? In der Gewissheit.. in Zukunft selbst zur älteren Generation zu gehören
hierauf würde mich auch sehr eine Antwort interessieren.


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11.05.2026 um 17:55
Zitat von paxitopaxito schrieb:Klar kannst du auch an anderer Stelle sparen
Eben. Erst einmal sollte man da ansetzen wo das Steuergeld verschwendet wird. Wie der unnötige Protzneubau des Kanzleramts z. B.

An meinem Beispiel: Ich habe jetzt mehr wie 47 Jahre gearbeitet für eine Rente, die mich zwar nicht in Altersarmut treibt, aber die mich auch nicht in Saus und Braus leben lässt. Darauf soll ich jetzt verzichten? Also für Nüsse malocht?

Und da ich als Handwerker auch körperlichen Einsatz gezeigt habe soll ich im Zweifelsfall auf den Arzt verzichten? Wofür? Nur damit das Geld an anderer Stelle verbrannt werden kann? Neee Du, da gehe ich nicht mit. Das ist fast schon menschenverachtend.
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:" habe ich mir es verdient ??? "
Ich auf jeden Fall. Immerhin habe ich nicht ein vollalimentierte Leben auf der Couch verbracht.
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:"Wir haben nun langsam Zahlungsprobleme, auf welche Schultern müssen wir die lasten"
Nicht auf den Schultern der Rentner.
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Wenn ein Großteil unser Bevölkerung aus Rentnern besteht und diese nicht belastet werden wollen, dürfen diese dann die Karte ziehen "ich nicht, nach mir die Sinnflut"
Rentner haben in den meisten Fällen für ihre teils mickrige Rente gearbeitet, von daher passt "nach mir die Sintflut" überhaupt nicht.

Wer weis wie ihr @paxito und @abbacbbc denkt wenn ihr selbst ein gewisses Alter erreicht habt.


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11.05.2026 um 19:14
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Eben. Erst einmal sollte man da ansetzen wo das Steuergeld verschwendet wird. Wie der unnötige Protzneubau des Kanzleramts z. B.
Entschuldige aber: Peanuts. Die kompletten Kosten entsprechen hier etwa einem Monatsanstieg der durch Überalterung entstehenden Kosten. Die gesamten Kosten des Asylsystems entsprechen etwa einem Jahresanstieg. Die kompletten Bildungskosten 7-8 Jahre.
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:An meinem Beispiel: Ich habe jetzt mehr wie 47 Jahre gearbeitet für eine Rente, die mich zwar nicht in Altersarmut treibt, aber die mich auch nicht in Saus und Braus leben lässt. Darauf soll ich jetzt verzichten? Also für Nüsse malocht?
Deine Rentenbeiträge haben die Rentner in der Zeit finanziert. Deine (staatliche) Rente wird von den dann Werktätigen erwirtschaftet. Und das geht schlicht nicht mehr auf. Mehr als ne „Basisversorgung“ wird kaum möglich sein.
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Und da ich als Handwerker auch körperlichen Einsatz gezeigt habe soll ich im Zweifelsfall auf den Arzt verzichten? Wofür?
Ich sprach von medizinischer Maximalversorgung. Ich geb dir ein Beispiel, viele ältere Menschen haben heute in Deutschland einen ganzen Katalog von Medikamenten. Etwa die Hälfte der über 70 Jährigen nimmt über 5 Medikamente pro Tag. Dabei kann dir dann niemand mehr sinnvoll sagen wie es mit Wechselwirkungen und Nebenwirkungen steht, der beste Chemiker nicht. Man sollte die Zahl auf maximal 5 dauerhafte Präparate begrenzen und der Arzt sollte dann entsprechend Priorisieren. Nur ein Vorschlag um ein Beispiel zu geben, was man machen könnte. Es geht nicht darum den Alten den Arztbesuch zu verwehren.
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Nur damit das Geld an anderer Stelle verbrannt werden kann? Neee Du, da gehe ich nicht mit. Das ist fast schon menschenverachtend.
Verbrannt? Ich denke das es eine Gesellschaft sich einfach nicht leisten kann einen immer größeren Anteil für Schulden und Rentner auszugeben. Das geht ganz unweigerlich auf Kosten von Zukunfsinvestionen etwa in Bildung, Forschung, Infrastruktur. Da hecheln wir heute schon hinterher, um da überhaupt was zu reißen finanzieren wir es über Schulden.
Bei Gesundheit/Pflege kommen wir schlicht in Bereiche wo es sich überhaupt nicht mehr finanzieren lasst, da fehlen heute schon absehbar etliche Milliarden. Da führt am Sparen kein Weg vorbei, auch bei den Rentnern nicht - die mal eben die Hälfte der Kosten verursachen. Willst du da effizient Kosten sparen, dann musst du bei den Alten ansetzen. Hilft ja nix.
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Wer weis wie ihr @paxito und @abbacbbc denkt wenn ihr selbst ein gewisses Alter erreicht habt.
Ich bezweifle das du soviel Älter bist als ich. Ich schreibe das aus der Perspektive von jemandem der das Gesundheitssystem von Innen kennt, ich sehe ja was da über die Jahre passiert ist und hab ne Vorstellung davon, was auf uns zukommt.
Da das Thema jahrzehntelang ignoriert wurde (und wird) läuft es eben auf erhebliche Einschnitte hinaus. Bei trotzdem steigenden Belastungen für die Einzahler in die Sozialsysteme.


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11.05.2026 um 19:17
@Gwyddion

Im ersten Schritt muss der Staat die Gesundheitskosten der Grundsicherungsempfänger tragen. Da gibt es nichts zu diskutieren.

Stattdessen will man jetzt gnädigerweise 250 Mio bezahlen, also ungefähr 2% der Kosten und gleichzeitig 2 Mrd abziehen. Man will offenbar bei der SPD die 5% Hürde knacken und zwar von oben.

Immerhin haben sie dafür schon den perfekten Namen: SPD Sonstige Partei Deutschlands.

Und natürlich sollte man bei der Gesundheitsversorgung nicht ausgerechnet diejenigen kontingentieren, die Schonlängerhierzahlende sind, sprich Rentner nach 60 Beitragsjahren.

Da sollte man bei 'nie einen Pfennig eingezahlt' ansetzen. Dann muss der junge Mann, der nicht sein Land verteidigen mag eben zum Äußersten greifen und den Zahnstein auf eigene Kosten wegmachen lassen.


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11.05.2026 um 19:19
Zitat von OptimistOptimist schrieb:würde es jedem Einzelnen gefallen, wenn die Eltern oder Großeltern irgendwann nicht mehr gut genug versorgt werden könnten? Sie selbst aber auch nicht die Mittel hätten um unterstützen zu können?
Ist doch heute schon Realität. Ich kenne genug Fälle wo Menschen zu Hause versorgt werden, Angehörige ihren Job aufgeben um zu pflegen. Nicht weil die das wollen, sondern weil alles andere nicht finanzierbar ist. Wie gut die Oma/der Opa dann gepflegt werden, kannst du dir vorstellen.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Im ersten Schritt muss der Staat die Gesundheitskosten der Grundsicherungsempfänger tragen. Da gibt es nichts zu diskutieren.
Ist doch nur linke Tasche, rechte Tasche.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Schonlängerhierzahlende
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:'nie einen Pfennig eingezahlt
Die Versorgung Neugeborener einstellen? Oder gleich erst ab 18? Mit dem Quark rechtfertigst du sowas.


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11.05.2026 um 19:33
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Und natürlich sollte man bei der Gesundheitsversorgung nicht ausgerechnet diejenigen kontingentieren, die Schonlängerhierzahlende sind, sprich Rentner nach 60 Beitragsjahren.
Noch einen Satz dazu. Rein rechnerisch hat der durchschnittliche 60 Jährige bereits soviel aus den Krankenkassen bekommen, wie er eingezahlt hat. Alles danach geht drüber, gerade die Zeiträume also in denen die höchsten Kosten entstehen. Das ist kein Zufall, das ist systemimmanent so gewollt. Und funktioniert dauerhaft nur mit genügend Geburten, die wir schon lange nicht mehr haben.
Alles absehbar, alles bekannt, alles seit Jahrzehnten ignoriert. Und egal wie man es dreht, je jünger desto weniger Verantwortung für diese Lage. Wir können doch nicht ernsthaft den folgenden Generationen sagen: Tjoa, wir wussten zwar, dass das alles nie im Leben aufgehen kann, aber die Misere ausbaden müsst ihr jetzt. Sorry dafür, nach mir die Sinnflut.


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11.05.2026 um 19:47
Zitat von paxitopaxito schrieb:Alles absehbar, alles bekannt, alles seit Jahrzehnten ignoriert. Und egal wie man es dreht, je jünger desto weniger Verantwortung für diese Lage.
@paxito

Das Argument gehe ich in keiner Weise mit. Welche realistische Chance hatte denn der heute 86jährige Stahlarbeiter oder die ehemalige Friseurin, heute 84, mit der gelockerten Knie TEP unser Sozialsystem zu reformieren?

Richtig keine. Das hat die 23jährige Schackeline und der Marvin auch nicht. OK, aber da steht es maximal unentschieden.

Wenn man Schuld verteilen möchte, nicht an die einfachen Bürger.

Die Schuld wird aktuell schon ganz richtig verteilt und von wem? Vom Souverän dieses Staates, dem Wähler, auch wenn es erst mal nicht weiterhilft.

Aber wenn wir die Schuldfrage mal ausklammern:

Wer kann denn heute eher etwas ändern an seiner Rente oder Krankenversicherung?

Eher Heinz-Günther, 86, beginnende Demenz oder Schackeline, 23, Influencerinsgehilfin. Beide tragen keine Schuld, aber ansetzen wird die Politik bei den Jüngeren müssen.


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11.05.2026 um 19:54
Zitat von paxitopaxito schrieb:Rein rechnerisch hat der durchschnittliche 60 Jährige bereits soviel aus den Krankenkassen bekommen, wie er eingezahlt hat. Alles danach geht drüber, gerade die Zeiträume also in denen die höchsten Kosten entstehen.
@paxito

Sehr dünnes Eis. Der bulgarische 38jährige Mini Jobber und Aufstocker mit der Großfamilie in Gelsenkirchen Ückendorf, der 33jährige ukrainische Cayenne GTS Fahrer und der 28jährige afghanische Flüchtling haben beim Erstkontakt mit unserem Gesundheitssystem bereits mehr entnommen als eingezahlt.

Wenn Du das Argument verwenden möchtest, müssen wir es generell anwenden.

In dem jeweiligen Alter hatten Heinz-Günther und Hildegard schon mehr eingezahlt als entnommen.


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11.05.2026 um 20:57
Zitat von paxitopaxito schrieb:Rein rechnerisch hat der durchschnittliche 60 Jährige bereits soviel aus den Krankenkassen bekommen, wie er eingezahlt hat.
Welcher 60 jährige? Der Handwerker, der Büroangestellte, der Beamte oder der Grundsicherungsempfänger... ?
Wenn, dann musst Du allen ans Geld... nicht nur den Rentnern.

Zur Demografie: Ich habe zwei Kinder.... erwachsen, berufstätig. Wenn man also über demografischen Wandel reden will, soll man erst einmal hinterfragen warum viele Erwachsene sich keine Kinder mehr leisten wollen. Es wird nicht nur an den Finanzen hängen...
Zitat von paxitopaxito schrieb:Peanuts.
Jo.. 777 Mío.. und bis es fertig ist, wahrscheinlich über 1 Mrd. Aber der Kanzleramtsprotzneubau ist nur als Beispiel zu sehen.

Ich sehe darin keine Peanuts.


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11.05.2026 um 21:02
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ich denke das es eine Gesellschaft sich einfach nicht leisten kann einen immer größeren Anteil für Schulden und Rentner auszugeben.
Wenn Du anstatt Rentner.. "Flüchtlinge/Asylsuchender" eingegeben hättest, wäre jetzt hier die Hölle los.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Deine Rentenbeiträge haben die Rentner in der Zeit finanziert.
Das ist halt der Generationenvertrag, damit kann ich leben.


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11.05.2026 um 23:19
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Das Argument gehe ich in keiner Weise mit. Welche realistische Chance hatte denn der heute 86jährige Stahlarbeiter oder die ehemalige Friseurin, heute 84, mit der gelockerten Knie TEP unser Sozialsystem zu reformieren?
Richtig keine.
Doch durchaus, sie konnten wählen. Die heute 18 Jährigen konnten das nicht. Ist nur eine Stimme unter 80 Millionen, aber die Jungen hatten überhaupt keine. Und jetzt wo sie wählen können, sind die Rentner in der Mehrheit - Schwarzrot hat nur in der Alterskohorte 60+ eine Mehrheit.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Wenn man Schuld verteilen möchte, nicht an die einfachen Bürger.
Wir leben in einer Demokratie, da macht es wenig Sinn nur auf die da oben zu schimpfen. Man trägt auch Verantwortung für das was man so wählt.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Sehr dünnes Eis. Der bulgarische 38jährige Mini Jobber und Aufstocker mit der Großfamilie in Gelsenkirchen Ückendorf, der 33jährige ukrainische Cayenne GTS Fahrer und der 28jährige afghanische Flüchtling haben beim Erstkontakt mit unserem Gesundheitssystem bereits mehr entnommen als eingezahlt.
Irrelevante Schauplätze. Selbst wenn du jeden Sozialschmarotzer das Einkommen auf Null setzt, das kompensiert die steigenden Kosten durch Überalterung wie lange? Einen Monat, zwei? Das ist als ob du dich während das Haus brennt darüber aufregst das einer den Wasserhahn angelassen hat. Wir haben in Deutschland ein für das Staatswesen existenzielles Problem mit Überalterung. Nicht mit Armutsmigration, nicht mit der angeblich faulen Generation Z oder arbeitsunwilligen Bürgergeldempfängern. Deren Kosten sind Nickligkeiten im Vergleich zu den Kosten durch Überalterung. Traut sich halt keiner zu sagen, weil die Alten zeitgleich die größte Wählergruppe stellen.
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Welcher 60 jährige?
Steht doch da. Der durchschnittliche.
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Wenn, dann musst Du allen ans Geld... nicht nur den Rentnern.
Wenn eine bestimmte Gruppe 60%+ der Kosten auf sich vereint, Tendenz steigend, dann muss man zuerst dort sparen. Alles andere ist doch irreführend.
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Zur Demografie: Ich habe zwei Kinder....
Ich hab 3. ist das nun ein Wettkampf?
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Wenn man also über demografischen Wandel reden will, soll man erst einmal hinterfragen warum viele Erwachsene sich keine Kinder mehr leisten wollen. Es wird nicht nur an den Finanzen hängen...
Spielt keine Rolle. Die Lage ist wie sie ist und selbst wenn nun alle Frauen im Akkord 6 Kinder gebären - macht das keinen Unterschied mehr. Bis die erwachsen sind hat sich das gröbste durch Tod erledigt. Die nächsten 20 Jahre haben wir das Problem.
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Jo.. 777 Mío.. und bis es fertig ist, wahrscheinlich über 1 Mrd. Aber der Kanzleramtsprotzneubau ist nur als Beispiel zu sehen.
Wie gesagt - einen Monat der Kostensteigerung durch Überallterung. Nur einen.
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Wenn Du anstatt Rentner.. "Flüchtlinge/Asylsuchender" eingegeben hättest, wäre jetzt hier die Hölle los.
Zu Recht. Da schießt man mit Kanonen auf Spatzen, auch wenn uns die Blaunen konstant suggerieren wollen die Einwanderung sei das Problem. Selbst wenn wir die kompletten Asylkosten auf 0 setzen, verschafft uns das nur ein Jahr Zeit. Es löst das Problem der Überalterung nicht. Es ist doch Wahnsinn das wir uns endlos an allen möglichen Nebenschauplätzen abarbeiten (egal ob rechts oder links) und konsequent den Elefanten im Raum ignorieren.
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Das ist halt der Generationenvertrag, damit kann ich leben.
Der funktioniert aber nicht mehr, da er auf wachsende Bevölkerungszahlen angewiesen ist. Auf hohe Geburtenzahlen und frühes Ableben. Das Gegenteil ist der Fall.


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12.05.2026 um 05:25
Zitat von paxitopaxito schrieb:Doch durchaus, sie konnten wählen. Die heute 18 Jährigen konnten das nicht. Ist nur eine Stimme unter 80 Millionen, aber die Jungen hatten überhaupt keine. Und jetzt wo sie wählen können, sind die Rentner in der Mehrheit - Schwarzrot hat nur in der Alterskohorte 60+ eine Mehrheit.
@paxito

Wen konnten die denn in den 70er 80er oder 90er Jahren wählen, der damals schon die Folgen der Demographie ganz oben auf der Agenda hatte? Da gab es niemanden. Am ehesten noch die Partei Bibeltreuer Christen, weil die gegen Kontrazeption waren, come on.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Wir haben in Deutschland ein für das Staatswesen existenzielles Problem mit Überalterung. Nicht mit Armutsmigration, nicht mit der angeblich faulen Generation Z oder arbeitsunwilligen Bürgergeldempfängern.
Wird nicht die Armutsmigration gerne als Lösung für das Problem verkauft, obwohl es Blödsinn ist?
Zitat von paxitopaxito schrieb:Man trägt auch Verantwortung für das was man so wählt.
Ich trage Verantwortung für das was ich wähle, nicht für das was meine Alterskohorte überwiegend wählt.


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12.05.2026 um 07:13
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Wen konnten die denn in den 70er 80er oder 90er Jahren wählen, der damals schon die Folgen der Demographie ganz oben auf der Agenda hatte?
Ja und warum gabs niemanden? Weil es unpopulär war und ist. Will keiner hören, zu unbequem, bis heute. Da ist es doch viel schöner mit einfachen Sündenböcken, wahlweise die Ausländer oder die Reichen, je nach politischer Geschmacksrichtung.
Auch da kannste nicht einfach den Ottonormalbürger aus der Verantwortung ziehen.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Wird nicht die Armutsmigration gerne als Lösung für das Problem verkauft, obwohl es Blödsinn ist?
Von wem, wo, wann? Du machst weiter Nebelkerzen. Ja, das ist kein nettes Thema, ist mir klar. Geht aber nicht weg, nur weil wir auf irgendeine Gruppe zeigen und „die da“ rufen.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Ich trage Verantwortung für das was ich wähle, nicht für das was meine Alterskohorte überwiegend wählt.
Klar, aber du kannst da eben überhaupt Verantwortung tragen. Das gilt für die jüngeren einfach nicht, logisch nicht. Wir sind schon als „die Älteren“ in der Verantwortung für das was wir „den Jüngeren“ so hinterlassen. Und das ist seit Ende 2. Weltkrieg erstmalig schlechter, als das was wir vorgefunden haben. Ich bin ja selbst nicht mehr jung und kann einfach nicht verstehen wie man den Nachfolgern nen Haufen Mist vorsetzt und gleichzeitig fordert die mögen nun meinen Lebensstandard weiter finanzieren. Geht nicht in meinen Schädel.
Ich kann Merz nicht leiden, aber mit seiner Einlassung zur Rente war er wenigstens mal ehrlich.


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12.05.2026 um 07:16
Zitat von paxitopaxito schrieb:Auf hohe Geburtenzahlen und frühes Ableben. Das Gegenteil ist der Fall.
Nicht wirklich. Seit 1970 ist die Sterberate höher wie Geburten.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/161831/umfrage/gegenueberstellung-von-geburten-und-todesfaellen-in-deutschland/


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