Gwyddion schrieb:Also die Bevölkerungsgruppe abstrafen, die seit Jahrzehnten den Laden am laufen hält?
Was sind die Alternativen? Klar kannst du auch an anderer Stelle sparen, aber realistisch wird das alles innerhalb weniger Jahre durch die wachsende Zahl der 60+ aufgefressen und die Quote steigt damit nur noch schneller. Wir haben nun mal ein demographisches Problem, das wissen wir seit Jahrzehnten und haben nicht darauf reagiert.
Allein die Ausgaben für die Renten nehmen allinkl. mittlerweile 40%+ ein. Dazu Gesundheitskosten, Pflegeversicherung und ja durchaus auch Pensionen. Aber Rente + Gesundheit sind da die beiden riesigen Blöcke die beharrliche weiter wachsen und - wenn man nix tut - einfach immer weiter wachsen werden. Und was tun heißt an der Stelle eben kürzen. Selbst wenn wir die Ausgaben in der Rente nur stabil halten wollten, müsste man real Renten kürzen.
Alles andere - Kürzungen beim Bürgergeld, Versorgung von Asylanten zusammenstreichen oder Gewinne durch längere Arbeitszeiten - das ist ein Witz gegen die Kosten die wir durch Überalterung haben und würden maximal für ein, zwei Jahre das System entlasten. Bis wir durch die Kostensteigerungen dort wieder an der gleichen Stelle stehen.
Ist ein Lied was ich hier im Forum schon öfter gesungen habe und was auf keine Gegenliebe stößt. Dabei geht es mir nicht darum die Rentner abzustrafen, die können am Ende auch nix dafür das die Politik das Problem solange ignoriert hat und keinerlei sinnvolle Vorbereitungen getroffen wurden. Ähnlich wie bei anderen Problemen werden die Einschnitte durch das Verschleppen eben schmerzhafter und immer weniger durchsetzbar. Realistisch erwarte ich da von dieser Koalition ohnehin nix, das wird weiter verschleppt bis es irgendwann nicht mehr geht.
Dadurch verspielen wir aber unsere Zukunft, da unser Staat im Grunde nur noch die Bewältigung der Vergangenheit leistet und für den Rest kaum was bleibt.