paxito schrieb:Ist doch nur linke Tasche, rechte Tasche.
@paxito Das behauptet Herr Klingbeil. Und natürlich ist es eine dicke fette Lüge.
Es ist ein Unterschied, ob die Steuerzahler, sprich wir alle mit allen Einkommensarten diese Aufgabe des Staates finanzieren, wie es sein müsste oder isoliert die Einzahler in die GKV, die zwar auch Steuern zahlen, aber nur eine Teilmenge der Steuerzahler darstellen, während zB PKV Versicherte dafür gar nicht belangt werden. Und das will Herr Klingbeil von der SPD dauerhaft so belassen.
Wieder mal ein Beispiel dass die SPD nicht gute Politik macht, die sie schlecht erklärt (im Klartext Bürger zu blöd), sondern dass die SPD Scheisspolitik betribt, bei der es egal ist, wie man sie erklärt, weil man Wurstwasser nicht zu Champagner umdeklarieren kann.
paxito schrieb:Ja und warum gabs niemanden? Weil es unpopulär war und ist. Will keiner hören, zu unbequem, bis heute. Da ist es doch viel schöner mit einfachen Sündenböcken, wahlweise die Ausländer oder die Reichen, je nach politischer Geschmacksrichtung.
Also konnten sie nicht einfach zur Wahl gehen und damit eine ganz andere Politik in dieser Hinsicht wählen. Ob sie es gewollt hätten, ist natürlich eine andere Frage.
paxito schrieb:Wir leben in einer Demokratie, da macht es wenig Sinn nur auf die da oben zu schimpfen. Man trägt auch Verantwortung für das was man so wählt.
Wenn man nur die Wahl zwischen Cola und Fanta hat, kann man den Kunden nicht dafür verantwortlich machen, wenn er zuviel Zucker konsumiert. Na gut und Mezzo Mix und Sprite.
Dennoch hast Du auf der anderen Seite Recht, weil dadurch das Problem nicht gelöst ist.
Insgesamt bin ich bereit, über Lösungen zu diskutieren, ich bin allerdings nicht dabei, Generationen dafür zu beschuldigen, was sie kaum ändern konnten oder dafür, dass sie nicht mit 64 pflichtgemäß tot vom Baugerüst gekippt sind.
Grundlage der Rentendiskussion muss meines Erachtens sein:
Die Generation Ü70+ kann aktuell selbst am Wenigsten an ihrer Lage ändern und keiner von ihnen sollte verhungern.
Weitehrin müssen wir zu einer tragfähigen Rente für die Zukunft kommen, die nicht alleine umlagefinanziert ist und so wenig wie möglich steuerfinanziert.
Wir müssen weiter der Tatsache Rechnung tragen, dass ehr viele Menschen für sehr viele Jahre einfach nicht genug Einkommen haben, um mal eben 700 Euro pro Monat in einen ETF zu legen.
paxito schrieb:Wir sind schon als „die Älteren“ in der Verantwortung für das was wir „den Jüngeren“ so hinterlassen. Und das ist seit Ende 2. Weltkrieg erstmalig schlechter, als das was wir vorgefunden haben. Ich bin ja selbst nicht mehr jung und kann einfach nicht verstehen wie man den Nachfolgern nen Haufen Mist vorsetzt und gleichzeitig fordert die mögen nun meinen Lebensstandard weiter finanzieren. Geht nicht in meinen Schädel.
Die Meisten in meiner Generation finanzieren ja eher den wirklich hohen Lebenstandard ihrer Sprösslinge mit, mich eingeschlossen. Kaum ein Paar Ende 20 kann heute einen Immobilienerwerb andenken, ohne dass der alte weisse Mansplainer oder die alte Umweltsau ordentlich etwas beisteuern. Auf der persönlichen Ebene findet das durchaus statt, wo immer möglich.