Deutschland unter Kanzler Merz
13.05.2026 um 09:39Das Geburtenrate-Gerede ist doch längst überholt. Die Wirtschaft baut seit Jahren massiv Jobs ab, junge Akademiker finden nach dem Studium immer schwieriger eine Einstiegsposition, Auszubildende werden seltener übernommen, die Arbeitslosigkeit ist so hoch wie lange nicht. Fachkräftemangel war - bis auf wenige Branchen - vorgestern. Das Aufkommen von KI beschleunigt diesen Prozess.Berryl schrieb:Fehlende Geburtenraten kosten, und keine Kinder sollen meinetwegen auch kosten.
Eine junge Bevölkerung bedeutet auch nicht automatisch hohe und sichere Renten, sonst müssten z. B. Rentner in Nigeria fürstliche Renten beziehen, 60 Prozent der nigerianischen Bevölkerung ist U30.
Du brauchst halt auch die Jobs, sonst erntest Du mit hohen Geburtenraten nur Jugendarbeitslosigkeit.
In der gebeutelten Industrie retten die aktuell noch bestehenden Frühverrentungsmöglichkeiten für Ältere vielen jungen Leuten den Job. Bei der Sozialauswahl würde der 38-jährige Familienvater gegen den Boomer-Kollegen mit 40 Jahren Betriebszugehörigkeit sonst den Kürzeren ziehen und auf dem Arbeitsamt landen. Die Erhöhung des Renteneintrittsalters oder der Rentenabschläge wird zur Folge haben, dass vermehrt junge Leute in die Arbeitslosigkeit rutschen, weil Ältere länger bleiben müssen und die Jobs blockieren.
Klar kann man die Renten noch weiter absenken, als ohnehin schon. Die nicht wenigen Fälle, die jetzt schon von der Hand im Mund leben, rennen dann halt den Sozialämtern die Tür ein, um Grundsicherung im Alter zu beantragen.Berryl schrieb:Auch die Rentner werden Opfer bringen müssen.
Reformen ja, aber bitte zu Ende gedacht. Aktionismus hilft uns nicht aus der Krise.




