sacredheart schrieb:Natürlich wird eine politisch uninteressierte Person in Asshole, Arizona ihn positiver sehen als wir, einfach weil sie den Namen noch nie gehört hatte.
Es geht wohl eher um die Politiker, mit denen er auf internationaler Bühne Umgang hat, als um einen Redneck in Arizona.
sacredheart schrieb:Ein Kanzler, der nicht mal hinbekommt zu vermitteln, dass er seinen hochprivilegierten Job gerne macht ist kaum vermittelbar. Wenn ich als AG so auftreten würde, hätte ich erhebliche Schwierigkeiten, völlig zurecht.
Das Problem ist eher, dass er den Job eigentlich gerne machen wollte, jetzt aber in eine Situation geraten ist, in der er seine Pläne gar nicht umsetzen kann und sich mit Widrigkeiten auseinander setzen muss, die er so nicht erwartet hatte.
Wie viele andere auch hat er wohl nicht erwartet, dass Trump tatsächlich gewinnt - obwohl es absehbar war, als die Demokraten tatsächlich Kamala Harris zur Kandidatin machten.
Aber selbst, wenn er mit einem Sieg von Trump gerechnet hatte, ging er wohl nicht davon aus, dass der dann so am Rad drehen würde, wie er es getan hat und immer noch tut.
Der Schaden, den Trump angerichtet hat, ist extrem und das hat ihm sämtliche Pläne verhagelt.
Ich nehme an, er ging davon aus, dass er seine Pläne umsetzen und sich als erfolgreicher Kanzler präsentieren kann. Es ist fraglich, ob das so gekommen wäre, hätte Trump die Wahl verloren, aber auf jeden Fall wäre es nicht so katastrophal geworden, wie es jetzt aussieht.
Die Ansätze, mit denen er ursprünglich angetreten war, sind richtig, sie waren auf jeden Fall Erfolg versprechender als alle Modelle, mit denen Grüne und SPD hausieren gingen. Es war jedoch von Anfang an kaum möglich, sie wie geplant umzusetzen und des dauerte eine geraume Zeit, bis die SPD zur Einsicht kam, dass bestimmte Maßnahmen erforderlich sind und sie dann letztendlich mittrug. Das alles dauerte aber zu lange und verpuffte, weil Trump einen Klopper nach dem anderen brachte.
Den Unmut über diese Situation merkt man ihm leider an und da er mit Kritik nicht sehr gut umgehen kann, ist der Eindruck, er möge seinen Job nicht, noch stärker.
Ich mag ihn auch nicht, aber die Gülle, mit der er seit Amtsantritt beworfen wird, hat er so auch nicht verdient. Die Entscheidungen, die er treffen musste, waren in der Situation alternativlos.