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Deutschland unter Kanzler Merz

4.669 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: USA, Deutschland, Russland ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Deutschland unter Kanzler Merz

um 15:47
Zitat von CommonsenseCommonsense schrieb:Wie viele andere auch hat er wohl nicht erwartet, dass Trump tatsächlich gewinnt - obwohl es absehbar war, als die Demokraten tatsächlich Kamala Harris zur Kandidatin machten.
@Commonsense

Die Wahl in D war nach der Wahl in den USA, von daher wäre jede Überraschtheit unangemessen.

Er muss sich ja auch weniger mit Trump täglich rumärgern als mit Klingbeil und Bas.

Wer mit den Beiden nicht fertig wird, braucht sich am abgedrehten Trump gar nicht erst zu versuchen.
Zitat von CommonsenseCommonsense schrieb:Die Entscheidungen, die er treffen musste, waren in der Situation alternativlos.
Nein, die Sondervermögen waren in dieser extremen Höhe nicht alternativlos.


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Deutschland unter Kanzler Merz

um 16:04
Zitat von abberlineabberline schrieb:Lobbypolitik für Bestverdienende zu betreiben?
So? Und wie? Was steht denn bei Dir für diese Aussage?
Die Wahl in D war nach der Wahl in den USA, von daher wäre jede Überraschtheit unangemessen.

Er muss sich ja auch weniger mit Trump täglich rumärgern als mit Klingbeil und Bas.
Die Wahl ja, die Erstellung des Programms nicht.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Er muss sich ja auch weniger mit Trump täglich rumärgern als mit Klingbeil und Bas.
Vor allem Bas, Klingbeil hat ja schon hier und da kapiert, dass es so nicht funktioniert. Es geht aber nicht um die direkte Auseinandersetzung mit der Person Trump, sondern um die Auswirkungen seiner ständigen Kapriolen.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Wer mit den Beiden nicht fertig wird, braucht sich am abgedrehten Trump gar nicht erst zu versuchen.
Ein Spruch, den man einrahmen sollte... :D Wenn Du jemanden weißt, der mit den beiden "fertig wird", dann sage Bescheid, den wählen wir dann alle - aber wir wissen ja beide, dass es den nicht gibt, gelle?
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Nein, die Sondervermögen waren in dieser extremen Höhe nicht alternativlos.
Soso. Na dann mach doch mal den Erklärbären und sage mir, wie Rüstungsaufwendungen und Mittel, um die Wirtschaft anzukurbeln sonst finanziert hätten werden sollen?

Und komme mir bitte nicht wieder mit dem alten Sozigewäsch, man müsse die Reichen zur Kasse bitten - die Reichen, die man wirklich zur Kasse bitten könnte, sind dann nämlich schneller weg, als Du gucken kannst. Und dann haste nicht mehr Steuereinnahmen von denen, sondern gar keine mehr...


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Deutschland unter Kanzler Merz

um 16:20
Zitat von CommonsenseCommonsense schrieb:Soso. Na dann mach doch mal den Erklärbären und sage mir, wie Rüstungsaufwendungen und Mittel, um die Wirtschaft anzukurbeln sonst finanziert hätten werden sollen?

Und komme mir bitte nicht wieder mit dem alten Sozigewäsch, man müsse die Reichen zur Kasse bitten - die Reichen, die man wirklich zur Kasse bitten könnte, sind dann nämlich schneller weg, als Du gucken kannst. Und dann haste nicht mehr Steuereinnahmen von denen, sondern gar keine mehr...
@Commonsense

Aus meiner Sicht hätte man die erforderliche Nachbesserung bei der Bundeswehr -Putin hin oder her- langsamer angehen können. Alleine schon der irre Anspruch, wir müssten die größte Armee Europas aus dem Boden stampfen, halte ich für realitätsfern. Wo sollen bei all dem Geld die Soldaten herkommen, wo die Ausbilder mit Kampferfahrung?

Mehr als eine Berufsarmee mit viel besser aufgestellten Spezialeinheiten kriegen wir auch mit noch so viel Geld nicht hin. Wir sind einfach kein Land mehr mit flächendeckender Militärbegeisterung und werden es auch nicht.

Das Sondervermögen Infrastruktur ist ja bisher nur zu einem geringen Anteil der Infrastruktur zugute gekommen. Das war auch eher Geld, das den Graben zwischen Union und SPD abdecken sollte.


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Deutschland unter Kanzler Merz

um 16:39
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Mehr als eine Berufsarmee mit viel besser aufgestellten Spezialeinheiten kriegen wir auch mit noch so viel Geld nicht hin.
Wäre auch das beste, alles andere macht wenig Sinn


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Deutschland unter Kanzler Merz

um 17:11
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Aus meiner Sicht hätte man die erforderliche Nachbesserung bei der Bundeswehr -Putin hin oder her- langsamer angehen können. Alleine schon der irre Anspruch, wir müssten die größte Armee Europas aus dem Boden stampfen, halte ich für realitätsfern. Wo sollen bei all dem Geld die Soldaten herkommen, wo die Ausbilder mit Kampferfahrung?
Den Anspruch etwas höher zu legen, als das zu erwartende Ergebnis, ist prinzipiell kein Fehler.
Grundsätzlich war die Abschaffung der Wehrpflicht einer der größten innenpolitischen Fehler, die je gemacht wurden, aber das nur als Exkurs - tut hier ja nichts zur Sache.

Trump machte sehr klar, dass die USA kein verlässlicher Verteidigungspartner mehr sind. Selbst nach Trumps Amtszeit wird es noch einige Zeit dauern, dieses Verhältnis wieder zu kitten. Schlimmer noch, Trump bedrohte sogar NATO-Partner mehr oder weniger direkt, was nicht nur zu einem Bruch der NATO, sondern sogar zu einem Verteidigungsfall gegen die USA hätte führen können - das ist alles nur blanke Theorie, aber solche Szenarien muss man leider in Betracht ziehen, wenn man über seine Verteidigung nachdenkt. Von den betroffenen NATO-Partnern sind wie die Nation mit dem größten Nachholbedarf. Unsere Verteidigungskräfte wurden sträflichst vernachlässigt, es wurden einfachste Ausrüstungsgegenstände nicht angeschafft oder erneuert, die Truppe immer weiter reduziert - alles Bockmist.
Im Gegenzug klopft Putin ständig alle Grenzen ab und erlaubt sich Übertritte wie nie zuvor. Wir müssen aufrüsten und zwar massiv! Wir müssen die Infrastruktur für eine größere Streitkraft schaffen und die Ausrüstung für eine größere Streitmacht bereit stellen können. Letztlich, wenn dies so ist:
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Wir sind einfach kein Land mehr mit flächendeckender Militärbegeisterung und werden es auch nicht.
werden wir auch um die Wiedereinführung einer Wehrpflicht nicht herum kommen, wobei alle bisher vorgeschlagenen Modelle völlig unrealistisch sind.

Tatsächlich brauchen wir die Einführung eines Jahres für den Staat, für alle Bürger, auch Frauen, bei der aber ohne großen Aufwand die Bürger selbst entscheiden können, ob sie dieses Jahr im Sozial- oder im Wehrdienst ableisten. Da bekommen wir automatisch ausreichend Menschen, die lieber Dienst an der Waffe machen, statt in einem Krankenhaus oder Altenheim. Diese Modell hätte man gleich einführen sollen, statt die Wehrpflicht abzuschaffen, dann wäre auch der Pflegenotstand längst nicht so dramatisch geworden.

Auf jeden Fall ist dafür ein Haufen Geld von Nöten, eben weil die Regierungen davor nichts, aber auch gar nichts gemacht haben, obwohl auch schon etliche Präsidenten vor Trump die geringen Rüstungsausgaben Deutschland bemängelten.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Das Sondervermögen Infrastruktur ist ja bisher nur zu einem geringen Anteil der Infrastruktur zugute gekommen. Das war auch eher Geld, das den Graben zwischen Union und SPD abdecken sollte.
Jain, dazu wurde es teilweise und es war ja klar, dass geschachert werden würde. Das Sondervermögen ist ja auch noch gar nicht vollständig ausgegeben und es wird auch in Maßnahmen investiert - die bestehen nicht nur aus Infrastruktur in baulicher Hinsicht, sondern auch als Ausgleich zu geringeren Einnahmen, wenn man Unternehmen Erleichterungen geben will.

Wir alle jammern hier auf hohem Niveau und gerade im Osten, wo extrem viel in die Infrastruktur investiert wurde und z. B. Datennetze und Straßen oft viel besseren Zustand aufweisen als im Westen, wird gerne am Lautesten gejammert.

Die derzeitige Situation (ja, verursacht von Trump - auch wenn Du es vielleicht nicht mehr hören kannst) bringt alle in Schwierigkeiten. Hohe Energiekosten sind der größte Feind unserer Wirtschaft.

Aber alle Krisen gehen irgendwann zu Ende und dann bessert sich auch die Lage wieder. Aber bis dahin muss umso mehr aufgewandt werden, damit die Wirtschaft den Anschluss nicht völlig verliert und nicht zu viel Industrie abwandert.
Zitat von abberlineabberline schrieb:Wäre auch das beste, alles andere macht wenig Sinn
Ich war in den 80ern bei dem Haufen - immerhin 4 Jahre lang.

Damals war das Modell Berufssoldaten und Zeitsoldaten sowie Wehrpflichtige. Das ist auch das sinnvollste System, es muss nur etwas freiwilliger ablaufen als damals, wo das Verweigern des Dienstes an der Waffe ein Riesenaufwand war, mit Verhandlungen und Anhörungen und solchem Quatsch.

Aber im Prinzip sollten möglichst viele Bürger im Notfall einsatzfähig sein (im militärischen, wie im nicht militärischen Bereich). Aus den Wehrpflichtigen ergeben sich immer auch Zeitsoldaten, die (damals waren es 4, 8 oder 12 Jahre) als Ergänzung der Berufssoldaten dann ein ausreichend großes Militär darstellen. Die Sozialdienstleistenden können von Pflege und Betreuung bis zu Brandschutz und Ordnungskräften eingesetzt werden (auch hier nicht willkürlich, sondern nach Einwilligung).

Aber einen Beitrag zu leisten würde vielen jungen Menschen in diesem Land gut zu Gesicht stehen. Mit dem Wort "Pflicht" stehen offenbar sehr viele auf Kriegsfuß...


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Deutschland unter Kanzler Merz

um 17:12
Zitat von CommonsenseCommonsense schrieb:Damals war das Modell Berufssoldaten und Zeitsoldaten sowie Wehrpflichtige. Das ist auch das sinnvollste System, es
Ich war auch da und sag nee. Berufsarmee gut ausgerüstet, alles andere bringt heutzutage nix mehr.


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Deutschland unter Kanzler Merz

um 17:14
Zitat von CommonsenseCommonsense schrieb:Das alles dauerte aber zu lange und verpuffte, weil Trump einen Klopper nach dem anderen brachte.
Den nimmt schon lange keiner mehr ernst.
Wenn die Wirtschaft besser laufen würde - besonders im Blick auf Zukunftstechnologien und China - würde der Rest auch besser laufen, und das liegt nicht unbedingt an Trump, das liegt an der hiesigen Regierung und am Management.
Bei dem Zick-Zack-Kurs nach jeder Wahl ist das nur noch Chaos.
Wie es an der Börse heißt: Hin und her macht Taschen leer.


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Deutschland unter Kanzler Merz

um 17:17
Zitat von CommonsenseCommonsense schrieb:Er hätte so oder so Schulden aufnehmen müssen, um sein Programm durchziehen zu können, aber nicht annähernd in dem Ausmaß, das uns jetzt vorliegt.
Oh doch. Ökonomen haben das Wahlprogramm durchgerechnet und der CDU hat 100 Mrd pro Jahr gefehlt. Hat nix mit der SPD zu tun. FDP und AFD übrigens ähnlich.

übrigens haben SPD, Grüne und Linke jeweils ein Wahlprogramm vorlgelegt, das duschfinanziert war. Aber linke Politik ist ja böse, weil die ja nicht mit Geld umgehen können.


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Deutschland unter Kanzler Merz

um 17:33
Zitat von hiddenhidden schrieb:Den nimmt schon lange keiner mehr ernst.
Das ändert nichts an der Zollpolitik und den Energiekosten. Wir sind als Produktionsstandort nicht konkurrenzfähig. Das fängt bei den Lohnkosten an, aber wäre noch zu kompensieren, wenn Energiekosten und Absätze entsprechend wären.
Zitat von alhambraalhambra schrieb:übrigens haben SPD, Grüne und Linke jeweils ein Wahlprogramm vorlgelegt, das duschfinanziert war. Aber linke Politik ist ja böse, weil die ja nicht mit Geld umgehen können.
Auf dem Papier und ohne bestimmte Ausgaben sowie mit einer Besteuerung "der Reichen". Das wäre aber in der Realität in die Hose gegangen.

Ich denke nur an den Geifer, mit dem einige die Erbschaftssteuer immer wieder in den Fokus rücken, ohne dabei zu erkennen, dass das der letzte Nagel zum Sarg wäre.
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Oh doch. Ökonomen haben das Wahlprogramm durchgerechnet und der CDU hat 100 Mrd pro Jahr gefehlt. Hat nix mit der SPD zu tun. FDP und AFD übrigens ähnlich.
Ja, nimm 10 von denen und Du bekommst 10 unterschiedliche Ergebnisse...

Mal angenommen, es hätte weder den Zollstreit noch die Energiepreisexplosion gegeben. Die Senkung der Betriebskosten für Unternehmen hätte greifen können und es wäre zu besseren Zahlen gekommen - hastes nicht gesehen, steigen die Einnahmen aus Export und Gewinn und das Loch stopft sich von selbst.
Es ist ja nicht so, dass wir nicht in der Lage wären, mit China zu konkurrieren, wir brauchen nur bessere Voraussetzungen.
Zitat von abberlineabberline schrieb:Ich war auch da und sag nee. Berufsarmee gut ausgerüstet, alles andere bringt heutzutage nix mehr.
Ich bin anderer Meinung. Es geht mir bei dem Pflichtjahr für den Staat nicht einmal vordergründig um die Wehrfähigkeit, sondern um ein gesellschaftliches Miteinander, das es früher stärker gab, als heute.
Und Zeitsoldaten, vor allem 8- und 12-Ender, waren genauso qualifiziert wie Berufssoldaten, nicht selten sogar besser. Die wurden aber in erster Linie aus den Wehrpflichtigen rekrutiert. Da kam es nämlich auch vor, dass jemand während seines Wehrdienstes feststellte, dass einige Aspekte gar nicht so unangenehm waren...


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Deutschland unter Kanzler Merz

um 17:54
Zitat von CommonsenseCommonsense schrieb:Es geht mir bei dem Pflichtjahr für den Staat nicht einmal vordergründig um die Wehrfähigkeit, sondern um ein gesellschaftliches Miteinander, das es früher stärker gab, als heute.
Kannste vergessen, da hilft kein Zwangsdienst für ein paar Kröten mit viel Langeweile


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Deutschland unter Kanzler Merz

um 19:13
Zitat von CommonsenseCommonsense schrieb:Den Anspruch etwas höher zu legen, als das zu erwartende Ergebnis, ist prinzipiell kein Fehler.
@Commonsense

Der Anspruch ist die eine Seite der Medaille, die Kosten eine andere.

Wenn Trump nur noch Golf spielt und Putin in einem gläsernen Mausoleum aufgebahrt ist, werden uns die Zinsen der aktuellen Schuldenorgie noch ewig niederdrücken.

Die Idee, dass wir jetzt handeln müssen: Ja, ok.

Damit verbunden die Idee, dass in den nächsten Jahrzehnten kein anderen Herausforderungen zusätzlich Geldbedarf nach sich ziehen werden, teile ich ausdrücklich nicht.

Wir können nur als Land mit guter sozialer Sicherung und guter Infrastruktur weitermachen, wenn wir es bezahlen können, das geht nur mit Wirtschaftswachstum.

Das ist aber unrealistisch, wenn wir alleine 80Mrd Zinsen pro Jahr zahlen, weil das massive Steuererhöhungen bedeuten muss.


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