SvenLE schrieb:Müllermilch ist so ein asoziales Beispiel. Ich boykottiere diese Produkte.
Boykottiere ich schon, seit er seinerzeit die Republikaner unterstützte und Land enteignen ließ, um größere Silos aufzustellen. (das war noch im vergangenen Jahrtausend - keine Ahnung, ob Du Dich daran erinnern kannst)
Aber einen alten Nazi als Beispiel für die Industrie zu setzen, zeugt schon von etwas einer rot-grün gefärbten Brille...
Auch die Vehemenz, in der Du so tust, als hättest Du alleine die Weltwirtschaft verstanden, kommt bei mir etwas überheblich an. Wie auch solche Bemerkungen:
SvenLE schrieb:Ja, es gibt noch unaufgeklärte Unionswähler, aber die sterben weg.
Ja, oder wechseln zur AfD...
Fragt sich, wer den Knall nicht gehört hat? Man könnte meinen, die AfD-Wähler gäbe es nur, weil man mit der Union unzufrieden ist - als wären Grüne und SPD nie an Regierungen beteiligt gewesen, wenn nicht gar federführend, während die AfD mehr und mehr erstarkte.
Und dabei wissen wir ja beide, dass die AfD den Reichen noch mehr zuschustern würde, als die Union.
Möglicherweise sind Deine "unaufgeklärten" Unionswähler nur noch nicht so grüngehirngewaschen, dass sie das Rechnen verlernt haben.
Ich habe nichts gegen eine Steuerreform, aber am Ende, wie bei fast allen diesen Reformen, vor allem, wenn man die Sozen mitbestimmen lassen muss, kommt dann wieder nur Murks dabei heraus.
Wenn man vererbte Unternehmen so besteuert, dass die schließen oder verkaufen müssen, um zahlungsfähig zu sein, stimmt etwas nicht. Wenn die Familien, die ein Häuschen und vielleicht ein paar Kröten erben, so besteuert werden, dass sie das Häuschen nicht halten können, stimmt etwas nicht.
Die Unternehmen werden dann von Investoren gekauft, die Häuser von Banken übernommen und der Staat hat nichts davon, weil diejenigen, bei denen sich die Steuereinnahmen wirklich lohnen würden, die große Privatvermögen erben/vererben, längst dafür gesorgt haben, dass der Fiskus nicht an die Kohle herankommt.
Unternehmer, die in Deutschland bleiben und helfen wollen, die Wirtschaft wieder nach vorne zu bringen (der berühmte, kaum noch vorhandene Mittelstand), mit Vergünstigungen zu unterstützen, halte ich für einen durchaus richtigen Weg - allerdings nicht in Form einer Prämie, die eingesackt wird, ohne dass man das eigentlich erwünschte Ziel erreicht (erinnerst Du Dich noch an Nokia - und auch daran, wer diesen Bockmist verbrochen hat?).
Steuererleichterungen und Industriestrompreise greifen nur, solange die Unternehmen auch in Deutschland produzieren. Das ist richtig investiertes Geld, wenn man dabei auch im Auge behält, dass tatsächlich eine Verbesserung der Marktlage erreicht wird.
Familien, die in überschaubaren Grenzen erben und damit in einen verbesserten Lebensstatus versetzt werden, geben auch mehr Geld aus und zahlen somit nicht nur ausreichend Steuern, sondern tragen auch dazu bei, die Kaufkraft zu verbessern, Umsätze zu generieren usw.
Es ist kleingeistig, Geld immer schon am erstbesten Punkt abgreifen zu wollen, statt es dann zu nehmen, wenn es tatsächlich übrig ist.
Ich sage damit keineswegs, dass das Konzept der Union ganz toll und alternativlos ist, aber zu glauben, dass die Konzepte der Grünen aufgehen, ist halt etwas blauäugig und eher utopisch denn visionär.
SvenLE schrieb:Warum torpediert dann die Union die Energiewende zu billigem heimischen Strom? Sagt ja zu deutschen Strom aus deutscher Produktion.
Billiger heimischer Strom? Wo denn? Die AKWs wurden abgeschaltet, Solar- und Windkraft werden in einigen Regionen überproduziert, in anderen sind sie längst nicht ausreichend. Die Leitungen, die derzeit geplant, teilweise auch schon gelegt werden, um Strom quer durch Deutschland leiten zu können, kosten unglaublich viel Geld! Ich kenne einen Sportplatzbetreiber, der bekommt anderthalb Millionen Entschädigung, weil seine Sportstätte teilweise nur eingeschränkt nutzbar ist, während die Leitungen gelegt werden - und da reden wir nur von einer Strecke von einem knappen Kilometer.
Und um den feuchten Traum totaler E-Mobilität zu realisieren, müsste ein Vielfaches an Strom erzeugt werden - von dem Quatsch des ökologischen Fingerabdrucks gar nicht erst zu reden.
Eine Entwicklung dahin ist ja nicht einmal ungewollt und wird irgendwann auch Realität werden, aber der Anspruch, Deutschland zum Paradebeispiel zu machen, indem man die Zeiträume viel zu kurz ansetzt und dabei zu Grunde richtet, während andere Staaten genau diese Situation ausnutzen, uns gepflegt aufs Abstellgleis zu führen, ist einer der Hauptgründe unserer derzeitigen Situation - das sieht man als Grüner natürlich nicht so gerne ein...