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Ist die Nato am Ende?

71 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Nato, Weltwirtschaft ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Ist die Nato am Ende?

um 12:44
Zitat von juvenileajuvenilea schrieb:Ja sicher wird er das. Denn da bringst Du doch (sehr) vieles durcheinander:
Der man wird versuchen die USA in eine Diktatur zu wandeln, wenn du glaubst er hält sich ein Regeln solltest du das schleunigst überdenken.


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Ist die Nato am Ende?

um 12:56
Zitat von McPaneMcPane schrieb:Weiter gehe ich auf dein verqueres Gelaber gar nicht ein.
Kannst du eigentlich auch vernünftig diskutieren, ohne zu beleidigen.
Zitat von McPaneMcPane schrieb:Man kann sich oder seinen Mitmenschen aber natürlich auch einen größenwahnsinnigen Machtmenschen und sein faschistoides religions-nationalistisches System einfach schönreden.
Und das bringt uns jetzt wie weiter? Was ändert es an der Situation für dich wenn du jedesmal entgleist, wenn dir etwas nicht passt. Lustig, dass ausgerechnet du dich über Trump stellst obwohl du keineswegs in der Lage bist andere Meinungen auszuhalten.


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Ist die Nato am Ende?

um 13:18
Zitat von SocialmeSocialme schrieb:Ist ja nicht so, dass Deutschland weltweit gut angesehen ist und jeder auf uns schaut, wie das mal früher gewesen ist.
Das glaube ich nicht. Wir stehen heute als Land und die EU deutlich besser da als im letzten Jahrtausend. Einzig und allein die reduzierten Fähigkeiten der Bundeswehr in einigen Bereichen sehe ich kritisch, weil man sich hier zu sehr ausgeruht hat und die Friedensdividende zu ernst genommen hat.
Zitat von ayashiayashi schrieb:Von daher können wir nur tun, was befohlen wird.
Warum? Ich sehe überhaupt keinen Grund dafür.
Zitat von SocialmeSocialme schrieb:Die USA ist nicht auf die Nato angewiesen, wir aber schon auf die USA.
Auch das ist nicht richtig. Die europäischen Länder sind sehr wehrhaft, nur müssen Sie eben zusammen agieren.


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Ist die Nato am Ende?

um 13:33
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Warum? Ich sehe überhaupt keinen Grund dafür
Deutschland spielt keine Rolle mehr Weltpolitisch. Wem wollen wie denn unseren Stempel aufdrücken?
Die Probleme im eigenen Land werden auch immer größer, und die braunen Socken hocken uns im Nacken.
Nicht immer so tun, als ob wir in Europa alles im Griff haben. Das Gegenteil ist der Fall.


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Ist die Nato am Ende?

um 13:50
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Das glaube ich nicht. Wir stehen heute als Land und die EU deutlich besser da als im letzten Jahrtausend.
das sehe ich anders, unsere Wirtschaft stagniert seit ein paar Jahren. Wir müssen endlich Probleme benennen und angehen, nicht schönreden, ignorieren oder aussitzen. Damit kommen wir nicht mehr weiter.
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Einzig und allein die reduzierten Fähigkeiten der Bundeswehr
wir verfügen, wenn wir ganz großzügig rechnen um die 200.000 aktive Soldaten, dem gegenüber stehen, 1,3 MIllionen amerikanische Soldaten die zusätzlich noch um die 800.000 Reservisten verfügen. Die EU verfügt ungefähr um die 1,5 aktive Soldaten. Warum also sollte die USA weiter an dem Natobündnis festhalten? Die USA kann ihre Verteidigung auch ohne Bündnispartner sichern. Wir sind und werden immer auf Bündnispartner angewiesen sein, weil wir ganz einfach nie eine solche Manpower erreichen werden können.


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Ist die Nato am Ende?

um 14:14
Und? @Socialme ?
Zitat von SocialmeSocialme schrieb:in den 80er/90er Jahren.
Kann es nicht 2013 bis 2026 gewesen sein?
Und was wolltest Du zur Nato sagen?


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Ist die Nato am Ende?

um 14:15
Zitat von SocialmeSocialme schrieb:wir verfügen, wenn wir ganz großzügig rechnen um die 200.000 aktive Soldaten, dem gegenüber stehen, 1,3 MIllionen amerikanische Soldaten die zusätzlich noch um die 800.000 Reservisten verfügen. Die EU verfügt ungefähr um die 1,5 aktive Soldaten. Warum also sollte die USA weiter an dem Natobündnis festhalten? Die USA kann ihre Verteidigung auch ohne Bündnispartner sichern. Wir sind und werden immer auf Bündnispartner angewiesen sein, weil wir ganz einfach nie eine solche Manpower erreichen werden können.
Sollte es auf einen größeren Krieg hinauslaufen, dann wird es immer eine Generalmobilmachung geben und dann haben wir ganz schnell mehrere Millionen Soldaten allein in Deutschland.


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Ist die Nato am Ende?

um 14:23
Zitat von tarentaren schrieb:Sollte es auf einen größeren Krieg hinauslaufen, dann wird es immer eine Generalmobilmachung geben und dann haben wir ganz schnell mehrere Millionen Soldaten allein in Deutschland.
Ahrm nein, also zumindest nicht verfügbar, denn dafür braucht man ja erstmal ein Reservesystem

Und eventuell die Wehrpflicht, und natürlich die Basisausstattung


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um 14:41
Zitat von SocialmeSocialme schrieb:Kannst du eigentlich auch vernünftig diskutieren, ohne zu beleidigen.
Wie gesagt, "Mimimi, Opferrolle".


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um 15:06
Zitat von ayashiayashi schrieb:Deutschland spielt keine Rolle mehr Weltpolitisch.
Brauchen wir auch nicht, weil wir als EU auftreten müssen.
Zitat von ayashiayashi schrieb:Wem wollen wie denn unseren Stempel aufdrücken?
Sind wir schon wieder beim Kolonialismus?
Zitat von SocialmeSocialme schrieb:das sehe ich anders, unsere Wirtschaft stagniert seit ein paar Jahren.
Was hat das noch mal mit der NATO zu tun?
Zitat von SocialmeSocialme schrieb:Die USA kann ihre Verteidigung auch ohne Bündnispartner sichern.
Warum brauchen Sie aber dann die Basen weltweit? Amerika hat jede Menge Wasser zu potentiellen feindlich gesinnten Ländern.
Zitat von SocialmeSocialme schrieb:Wir sind und werden immer auf Bündnispartner angewiesen sein, weil wir ganz einfach nie eine solche Manpower erreichen werden können.
Erst erzählst du hier, dass wir mehr Soldaten haben und dann faselst du so ein Quatsch. Wir haben auch in anderen Bereichen einfach mehr Waffensysteme als die Amerikaner.


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Ist die Nato am Ende?

um 15:29
Zitat von tarentaren schrieb:Der man wird versuchen die USA in eine Diktatur zu wandeln, wenn du glaubst er hält sich ein Regeln solltest du das schleunigst überdenken.
Dass der Mann versucht eine Diktatur zu etablieren, schreibe ich doch schon lange.
Zum zweiten Punkt: Ich glaube nicht, dass der sich an Regeln halten will, jedoch was Grönland betrifft, so muss er sich an Regeln halten.
Zum "schleunigst": Ich "glaube" mal das ist meine Sache was ich wie "überdenke".


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um 15:30
@SvenLE
@Socialme
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Wir haben auch in anderen Bereichen einfach mehr Waffensysteme als die Amerikaner.
Aber wir befinden uns in einer Abhängigkeit von den USA
Und die ist nicht von heute auf morgen zu überwinden
Hier ein Gastbeitrag im Handelsblatt
Der Autor: Guntram Wolff ist Professor an der Solvay Brussels School of Economics and Management der Université libre de Bruxelles und Senior Fellow bei Bruegel, dessen Direktor er von 2013 bis 2022 war. Von 2022 bis 2024 leitete er die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP).
Die eigentliche Verwundbarkeit liegt jedoch anderswo: in bestimmten Hochtechnologiesystemen, die für die moderne Kriegsführung unverzichtbar sind. Dazu gehören Gefechtsführungssoftware, Raketenabwehrsysteme und sichere Datenaustauschnetze. Diese Abhängigkeit ist in der jüngeren Vergangenheit eher noch gestiegen, wie unsere Daten zeigen.
Ein besonders anschauliches Beispiel ist das deutsche F127-Fregattenprogramm.
Deutschland investiert Milliarden in die neuen Schiffe, die in deutschen Werften gebaut werden. Ihr Gefechtssystem jedoch basiert auf der US-amerikanischen Aegis-Software-Suite – dem digitalen Kern, der Radar, Zielerfassung und Raketenabwehr integriert. Ohne Aegis wären die fortgeschrittenen Luftverteidigungsfähigkeiten der Fregatten stark eingeschränkt.
Solche Fälle verdeutlichen ein übergeordnetes Strukturproblem. Moderne Waffen sind keine statische Hardware mehr, sondern softwareabhängige Systeme, die regelmäßige Updates, Datenverbindungen und oft Fernwartung durch den ursprünglichen Anbieter erfordern.
Dies wirft das sogenannte „Kill-Switch“-Problem auf – die theoretische Möglichkeit, dass ein Lieferant die Funktionsfähigkeit eines Systems einschränken oder sogar deaktivieren könnte, etwa indem er Software-Updates verweigert.
Selbst wenn ein solches Vorgehen unter Verbündeten unwahrscheinlich ist, verschafft allein die Existenz dieser Möglichkeit den USA potenziellen Einfluss.
Abhängigkeit muss nicht aktiv ausgeübt werden, um wirksam zu sein. Das Bewusstsein, dass Europas Hightech-Verteidigungssysteme auf US-Technologie beruhen, kann das Verhalten weit über den militärischen Bereich hinaus subtil beeinflussen – von Handelsverhandlungen über Industriepolitik bis hin zu Streitigkeiten über Exportkontrollen.
In den jüngsten Handelsgesprächen zwischen den USA und Europa haben führende europäische Politiker und Beamte ausdrücklich eingeräumt, dass die sicherheitspolitische Abhängigkeit das ausgehandelte Abkommen mitgeprägt hat.
Die Antwort sollte nicht mit großangelegten neuen Programmen beginnen, sondern mit einer sorgfältigen Analyse.
...Als Nächstes müssen die politischen Entscheidungsträger einen mittelfristigen Plan entwickeln, um jene Abhängigkeiten zu verringern, die inakzeptabel sind. Diese Arbeit muss sofort beginnen.
Das politische Risiko militärischer Zusammenarbeit, das in der Trump-Administration deutlich wurde, ist zu groß, um es zu ignorieren – wie auch die Ukraine erfahren musste. Als sie zwei Wochen lang von US-Geheimdienstinformationen abgeschnitten war, erlitt sie schwere Verluste.
Die politische Planung in Westeuropa muss nun beginnen, das Undenkbare zu bedenken: Europa kann es sich nicht leisten, bei sicherheitskritischer Technologie von den USA abhängig zu sein. Ein „Weiter-so wie bisher“ wäre verantwortungslos.
Quelle: https://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastkommentar-die-versteckte-abhaengigkeit-bei-europas-sicherheit/100171938.html


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um 15:30
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Wir haben auch in anderen Bereichen einfach mehr Waffensysteme als die Amerikaner.
Welche Waffensysteme meinst Du?
Zitat von SocialmeSocialme schrieb:Wir sind und werden immer auf Bündnispartner angewiesen sein, weil wir ganz einfach nie eine solche Manpower erreichen werden können.
Die Zukunft der Militärtechnik liegt eher in unbemannten System.. wie Drohnen. Manpower alleine bringt es nicht.. siehe russische Verluste im Ukraine Krieg.


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Ist die Nato am Ende?

um 15:48
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Brauchen wir auch nicht, weil wir als EU auftreten müssen.
Träum weiter. Frankreich zerfällt politisch ebenso wie Deutschland. Italien und Spanien sind wirtschaftlich nahezu am Ende. Das Thema EU wird sich innerhalb der kommenden 5 bis 10 Jahre leider selbst erledigen. Heiße Luft kommt aus Brüssel, mehr nicht.
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Sind wir schon wieder beim Kolonialismus?
Wenn du so willst, da sind wir seit über 150 Jahren. Nur heißt das Deckmäntelchen heute u.a. Entwicklungshilfe


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Ist die Nato am Ende?

um 16:06
Zitat von ayashiayashi schrieb:Träum weiter. Frankreich zerfällt politisch ebenso wie Deutschland. Italien und Spanien sind wirtschaftlich nahezu am Ende. Das Thema EU wird sich innerhalb der kommenden 5 bis 10 Jahre leider selbst erledigen. Heiße Luft kommt aus Brüssel, mehr nicht.
Keine Ahnung wovon du träumst, aber diese Geschichte aus der Geisterbahn ist eher Käse. Wenn wir hier über heisse Luft reden, dann braucht man sich nur das abgewirtschaftete System der Amerikaner anschauen. Deren Abhängigkeit von China ist eklatant und denen wird eher die Luft ausgehen als Europa.


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Ist die Nato am Ende?

um 16:19
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Die Zukunft der Militärtechnik liegt eher in unbemannten System.. wie Drohnen.
Und da ist Europa mittlerweile Schlusslicht wegen der Datenschutzbestimmungen. KI-Entwicklung ist in Europa mMn völlig lost im Wettbewerb. Wenn Europa aus eigener Stärke erwachsen möchte mit gleichzeitiger Wettbewerbsfähigkeit müssen Datenschutzbestimmungen hinsichtlich Verwendung für militärische Zwecke komplett zurückgedreht werden. Das sehe ich noch nicht.


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Ist die Nato am Ende?

um 16:36
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Und da ist Europa mittlerweile Schlusslicht wegen der Datenschutzbestimmungen. KI-Entwicklung ist in Europa mMn völlig lost im Wettbewerb. Wenn Europa aus eigener Stärke erwachsen möchte mit gleichzeitiger Wettbewerbsfähigkeit müssen Datenschutzbestimmungen hinsichtlich Verwendung für militärische Zwecke komplett zurückgedreht werden. Das sehe ich noch nicht.
Wegen KI: Ist das wirklich so oder nur Wahrnehmung?

Mit Mistral hat man jetzt nicht etwas, mit dem man sich komplett verstecken muss - auch wenn wir kein "Silicon Valley" haben.


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Ist die Nato am Ende?

um 16:43
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Keine Ahnung wovon du träumst, aber diese Geschichte aus der Geisterbahn ist eher Käse
Le Pen und Weidel sind also Käse und keine Gefahr für Europa?

Schau dir mal die Umfragen des RN an.
https://politpro.eu/de/frankreich

Die Franzosen sind nicht mehr weit von einer rechten Regierung entfernt und in Deutschland ist es auch nur noch eine Frage der Zeit. was glaubst du wie schnell Europa dann zerfällt? Europa ist alles andere als stabil. Der Käse stinkt zwar, aber er ist real.
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:abgewirtschaftete System der Amerikaner anschauen. Deren Abhängigkeit von China ist eklatant und denen wird eher die Luft ausgehen als Europa.
Die werden sich nehmen was sie brauchen, so wie es gerade aussieht. Wer will Trump stoppen? Für den ist die Nato auch nur Mittel zum Zweck. Wenn es drauf an kommt, wird er Europa sich selbst überlassen.


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Ist die Nato am Ende?

um 16:49
Zitat von WardenWarden schrieb:Wegen KI: Ist das wirklich so oder nur Wahrnehmung?
Tja, ich kann jetzt keine Belege bringen aber alleine aus meinem beruflichem Umfeld weiß ich aus erster Hand, daß KI-Forschung von deutschen Unternehmen in China gemacht wird weil hier zahlreiche Datenschutzbestimmungen die Verarbeitung von Daten nicht möglich machen. Man entwickelt dort also Algorithmen die man hier nicht entwickeln kann weil die Trainingsdaten nicht verwendet werden können. Kann jeder als Wahrnehmung taggen, für mich ist es Fakt.
Zitat von WardenWarden schrieb:Mit Mistral hat man jetzt nicht etwas, mit dem man sich komplett verstecken muss - auch wenn wir kein "Silicon Valley" haben.
Die Herkunft der Trainingsdaten - und damit die Aufrichtigkeit der Aussage "made in Europa" und damit ein Argument der Unabhängigkeit - ist für mich nicht nachvollziehbar.. Wenn du da was hast, gerne.


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Ist die Nato am Ende?

um 17:01
Zitat von WardenWarden schrieb:Wegen KI: Ist das wirklich so oder nur Wahrnehmung?
Die Gründe sind natürlich vielfältiger. Deutschland und auch Europa liegen im Bereich der künstlichen Intelligenz hinter Ländern wie den USA und China zurück, weil mehrere strukturelle Faktoren zusammenwirken. Ein wesentlicher Grund ist das deutlich geringere Investitionsvolumen. Während in den USA und China sehr große Summen in KI-Unternehmen, Recheninfrastruktur und Forschung fließen, fehlt es in Europa vor allem an Risikokapital für schnelles Wachstum. Viele innovative Start-ups entstehen zwar hier, finden aber nicht die nötige Finanzierung, um international zu skalieren, und verlagern ihre Aktivitäten deshalb ins Ausland.

Hinzu kommt, dass der europäische Markt stark fragmentiert ist. Unterschiedliche Sprachen, nationale Gesetzgebungen und Verwaltungssysteme erschweren es Unternehmen, KI-Produkte europaweit einheitlich anzubieten. Im Gegensatz dazu profitieren die USA und China von großen, homogenen Binnenmärkten, auf denen neue Technologien schnell verbreitet und weiterentwickelt werden können. Diese strukturelle Zersplitterung bremst insbesondere junge Unternehmen aus Europa.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die strenge Regulierung. Datenschutzgesetze und geplante KI-Regeln sind zwar Ausdruck eines hohen Schutzanspruchs gegenüber Bürgerinnen und Bürgern, führen aber gleichzeitig zu rechtlicher Unsicherheit und höheren Kosten für Unternehmen. Während andere Länder neue Technologien oft erst entwickeln und regulieren, wenn sie bereits etabliert sind, versucht Europa früh, Risiken zu begrenzen. Das macht Innovation sicherer, aber auch langsamer.

Zusätzlich fehlt es Europa an eigenen globalen Technologiekonzernen, die als Plattformen für KI dienen könnten. Große KI-Durchbrüche entstehen häufig dort, wo riesige Datenmengen, leistungsfähige Cloud-Infrastrukturen und starke Ökosysteme vorhanden sind. Da diese in Europa kaum existieren, sind europäische Unternehmen stark von außereuropäischen Anbietern abhängig, insbesondere aus den USA.

Auch kulturelle Unterschiede spielen eine Rolle. In Ländern wie den USA ist Scheitern ein akzeptierter Teil des Innovationsprozesses, während in Deutschland und vielen Teilen Europas ein hohes Sicherheits- und Perfektionsdenken vorherrscht. Genehmigungsverfahren, Haftungsfragen und institutionelle Vorsicht bremsen häufig den Mut zu radikalen technologischen Experimenten.

Schließlich verliert Europa viele hochqualifizierte Fachkräfte an Länder mit attraktiveren Arbeitsbedingungen. Obwohl europäische Universitäten hervorragende KI-Forscher ausbilden, wandern diese oft in Regionen ab, die bessere Bezahlung, mehr Ressourcen und weniger Bürokratie bieten. Dadurch entsteht ein Ungleichgewicht zwischen exzellenter Ausbildung und tatsächlicher wirtschaftlicher Nutzung des Wissens.

Insgesamt ist Europa im Bereich der Künstlichen Intelligenz weniger durch mangelnde Fähigkeiten als durch strukturelle Hemmnisse im Rückstand. Es mangelt nicht an Ideen oder Talenten, sondern an Geschwindigkeit, Skalierungsmöglichkeiten und dem politischen sowie wirtschaftlichen Willen, technologische Risiken in größerem Umfang einzugehen.

Ich würde sagen Großbritannien ist Europas Speerspitze, Deutschland steht im Mittelfeld mit strukturellem Rückstand. Entscheidend für die nächsten Jahre wird sein, ob Europa akzeptiert, dass technologische Führerschaft ohne Tempo, Kapital und Risikobereitschaft nicht erreichbar ist.


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