Softface schrieb:Der ÖRR bemüht sich, sein hochqualitatives Programm anzubieten, trotz äußerst geringem zur Verfügung stehendem Budgets , und darüber hinaus erfüllt er seine Kernaufgabe, den Staatsauftrag, stets zur vollsten Zufriedenheit.
Der ÖRR ist ähnlich dem Kulturbudget oder noch besser die Bundesverfassungsrichter. Jeder sieht die eigenen Richter als total neutral und hochqualitativ aber jede Partei will ihre eigenen Richter dorthin wählen.
Wenn die so neutral wären würde da überhaupt nicht notwendig sein, die Parteisympathisanten dorthin zu wählen, da es dann egal wäre wer dort Richter ist. d.h. keine Partei vertraut den anderen, dass sie neutral ist.
Und im Kulturprogramm entscheiden Politiker, was als höherwertige Kultur gilt und damit Förderung bekommt und die fördern dann was ihrer eigenen Ideologie entspricht nicht was das beste für den Bürger ist.
Klar bist du damit zufrieden, da es deine eigene Ideologie widerspiegelt nur eben sind andere durch deine Ideologie nicht repräsentiert und um das geht es.
Wenn andere sich nicht repräsentiert fühlen und immer dagegen klagen, kann was nicht stimmen, selbst wenn der ÖRR selbst von sich behauptet alle zu repräsentieren. Das ist offensichtlich nicht so, wenn sie nicht zahlen wollen.
Die einzige Möglichkeit die ich sehe wie man einen Zwangsbeitrag retten kann ist:
Die Leute sollten selbst entscheiden für was sie als Zwang zahlen müssen und wenn genügend Geld für etwas zusammenkommt wird es frei zugänglich für alle Bürger.
Dann hat man nämlich eine exakte Repräsentierung der Bevölkerung.
Zudem müssten die Journalisten ihre Meinung in Diskussionen beweisen, damit keine Bubbles entstehen und jeder jede Meinung hört.
Wenn man Recht hat braucht man übrigens Konkurrenz oder Diskussionen nicht zu fürchten, da man andere von der eigenen Meinung überzeugen kann. Nur wenn man nicht Recht muss man es fürchten oder wenn man seine Meinung nicht erklären kann. Dann ist man in solchen Diskussionen und in dem Job sowieso falsch.