Xsaibotx schrieb:Okay.... :note: .....so objektiv man mit Haltungsjournalismus halt sein kann :)
Dann war die Hisbollah/Mullah Werbesendung von Double Down Dunja wohl das höchste der Gefühle was Objektivität angeht?
Panaetius schrieb:Besteht denn Neutralität nicht gerade darin, dass verschiedene Meinungen zugelassen werden (ich würde Neutralität auch nicht mit absoluter Fehlerfreiheit verwechseln, die gibt es mMn nie).
Die haben z.B. einem Iranbericht gesendet, von einer Person im Iran, in dem keine Pressefreiheit herrscht, da kann man davon ausgehen, dass es nicht neutral ist.
Warum überhaupt sowas senden?
In Ländern wie China, Iran und Co. kann man gar nicht gegen die Regierungsmeinung sein, da man sonst Konsequenzen fürchten muss.
sacredheart schrieb:@Panaetius
Moderiert sie denn im Wechsel mit konservativen Journalisten, die möglicherweise auch ein kritische Distanz zu dem Mullahs aufweisen?
So ein Bericht aus einer quasi Fanperspektive ist ja, wenn er unwidersprochen bleibt, ja dann doch eher nicht ausgewogen.
Natürlich können auch solche Extrempositionen wie ihre im ÖR vertreten werden, aber dann entweder auf einem Spartenkanal im Radio Donnerstag morgen 03.25 Uhr oder im Wechsel mit Journalisten, die eine andere Haltung haben.
genau. Wenn man Recht hat kann man gewöhnlich auch die Leute überzeugen, wenn die eigene Meinung richtig ist.
Das einzige Problem wäre, man hat nicht Recht oder man hat keine Ahnung von der Materie. Wenn man keine Ahnung von er Materie hat, ist man aber im Journalismus sowieso falsch.
ApexOne schrieb:Ich zahle die ÖRR Kasper nicht für ihre Meinung, die können sie der Parkuhr erzählen
Panaetius schrieb:Die BBC handhabt das so, hat aber Nachteile, weil alles verwässert ist (selbst die angebl. positiven wirtschaftlichen Auswirkungen des Brexit mussten dargestellt werden, obwohl sie in der Realität sich als komplett falsch erwiesen haben "Minford model").
Wenn beide Seite ihre Berichte vortragen, kann die richtige Seite die falsche widerlegen.
Bei einer flachen Erde Diskussion würde auch nie die flache Erde Seite gewinnen, wenn man so berichtet, da die Argumente widerlegt werden können.
Wenn nur eine Seite vorkommt ist das eben nicht neutral.
Wenn man sich allerdings fürchtet oder weiß dass man falsch liegt. Dann darf man nur einen Seite zu Wort kommen lassen.
Wenn du Meinungen zu Kriegen hast, die du nicht beweisen kannst, was dort oft vorkommt, dann ist Neutralität zu sagen, dass man es nicht weiß oder das es nur eine Meinung ist.
Und dann lässt man eben auch andere Meinungen zu.
Bei Fakten ist das gerade wichtig, dass beide Seiten zu Wort kommen, da dort immer nur eine Seite richtig ist und die richtige Seite immer gewinnt, wie bei der flachen Erde.