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Afghanistan, die Luft wird dicker

6.031 Beiträge, Schlüsselwörter: USA, Krieg, Terrorismus, Bundeswehr, Afghanistan, Ausland, Taliban, Auslandseinsatz
greenkeeper
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Afghanistan, die Luft wird dicker

23.08.2009 um 23:07
Nach dem ich dieses Debakel von Selbstdarstellung der Führung der Bundeswehr und Begründung des deutschen Afghanistaneinsatzes miterleben mußte, sind meine schlimmsten Befürchtungen bei weitem übertroffen worden. Ich kann nur hoffen, dass es einen Verantwortlichen mit Rückrat im Bundesministerium für Verteidigung gibt, der den Befehl zur Operation "flinke Füße" (vollständiger und bedingungsloser Rückzug der BW) gibt, solange wir dort noch Füße haben. Und das Verteidigungsministerium kann meinetwegen sogar Guido von der FDP übernehmen, aber bitte blos nich wieder Herr Jung. Der is nich mal mehr lustig sondern wirklich einfach nur eine traurige Gestalt. Könnten wir den nich bei der Bahn irgendwie unterbringen.


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goofy
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Afghanistan, die Luft wird dicker

24.08.2009 um 01:03
Afghanistans Hoffnung ist ein radikaler Regime Change.

Hier geht es um Manipulation, Macht und Mauese.

Entweder spielt man mit und man setzt sich durch, oder man bekommt die Kugel.

Die Rettung Afghanistans liegt in den Haenden der Menschen im Westen (nicht in den Haenden der Politiker) und nicht in den Haenden der Menschen im Orient.


No Justice, No Peace!


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Afghanistan, die Luft wird dicker

24.08.2009 um 01:48
@greenkeeper


Ich habe diese Diskussion wohl anders wahrgenommen als die meisten Leute....

Das traurige war das alle gelabrt haben, aber keiner genau sagte was er machen will.

klar ist für mich, das die Truppen in Afghanistan bleiben müssen, ein sofortiger Rückzug wäre unmoralisch und ein Armutszeugnis zugleich.

Die Truppen haben so lange dort zu bleiben, bis eine stabile politische lage auch ohne sie möglich ist, unzwar eine akzeptable stabile politische Lage

@goofy

Was sollen die Leute im westen machen?


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goofy
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Afghanistan, die Luft wird dicker

24.08.2009 um 02:00
@Shionoro

weiss net. Ich meine, die einzigen die gegen die Warlords (Obama und co) etwas machen koennen, sind die Menschen die aus den fuehrenden Industrienationen kommen.
Wie was machen, weiss ich nicht. Aber die Menschen zB aus Afghanistan, koennen einfach nichts machen. 0. In dieser Welt gibt es unzaehlige Kriegsverbrecher, aber nur einige werden auch fuer ihre Verbrechen bezahlen. Warum? Weil all die anderen Kriegsverbrecher direkt die Interessen der Weltdiktatur dienen. Dostum (ein afghanischer Kriegsverbrecher Warlord) ist ein laecherlicher Witz, der wirklich denkt, er waere maechtig. Er wird aber eigentlich von den Amis unterstuetzt und musste davor mehrere Male aus Afghanistan fluechten. Aber ich glaub er weiss ganz genau, dass er nur benutzt wird.

Es gibt eigentlich keine Loesung. Selbst wenn es eine Revoultion geben wuerde, der Virus wird ueberleben. Er wird alles infizieren.


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goofy
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Afghanistan, die Luft wird dicker

24.08.2009 um 02:04
@Shionoro

Armutszeugnis?

Es tut mir Leid dir das sagen zu muessen, aber von der Realitaet im Bezug auf Afghanistan, bist du sehr fern. Wirklich sehr fern. Ich glaube kaum, dass du das bald die Realitaet erkennen wirst.


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Afghanistan, die Luft wird dicker

24.08.2009 um 02:08
@goofy

Wenn du in nen Land reinmarschierst wo es vorher nicht wirklich gut lief (und das tat es schließlich nicht, nach der Invasion der Russen damals lief es wohl nicht ganz glatt), und du da das alte regime absetzt, sagst du willst da alles wieder einigermaßen hinbiegen, baust schulen usw., und hast den Anspruch das Land aufzubauen.

Es gibt viel widerstand, aber es ist doch Realität das wenigstens in den nihcht widerstandkontrollierten gebieten die Lebensqualität gestiegen ist, oder?

Wenn jetzt alle Soldaten raussind regieren danahc die, die auch vorher regiert haben.


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goofy
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Afghanistan, die Luft wird dicker

24.08.2009 um 02:11
Das traurige war das alle gelabrt haben, aber keiner genau sagte was er machen will.

Ich weiss schon was gemacht werden muss. Und auch viele andere wissen was gemacht werden muessen. Nur sitzen wir nicht am Entscheidungshebel.
Wenn mehr als die Haelfte der Buerger gegen diesen Bundeswehreinsatz sind, dann frage ich mich wirklich ernsthaft, was fuer welche demokratischen Werte Deutschland hat. Noch komischer (wirklich Komik) ist es, dass die CDU laut "Umfragen oder Statistiken" wahrscheinlich wiedergewaehlt wird.

Wahscheinlich ist Diktatur die wahre Demokratie.


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Afghanistan, die Luft wird dicker

24.08.2009 um 02:15
@goofy


Welche umfragen jetzt repräsentativ sind weiß man nicht.

Was müsste denn deiner Meinung nach gemacht werden?

Ein kompletter Abzug kann es nicht sein, denn wie gesagt, auch vorher ging es in Afghanistan den Leuten nicht unbedingt gut.

Darüber ob der Einsatz gut war kann man streiten, jetzt wo man da ist hat man aber eine Verantwortung.

Und zur CDU: Der Afghansitan einsatz ist nicht gerade ein sooo großes Thema in Deutschland, und noch weniger kennen die HAltung der CDU dazu im genauen.

Die CDU bleibt die einzig wählbare große Partei, so schade das ist, auch wenn ich sie nicht wähle ist mir klar, das die PArteien die ich wähle eine Randgruppe sind, die eben einfach nicht für alle Menschen attraktiv sind.


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goofy
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Afghanistan, die Luft wird dicker

24.08.2009 um 02:16
widerstandkontrollierten gebieten die Lebensqualität gestiegen ist, oder?

hmm, weiss ich nicht. Ich denke nicht. Ich meine, es herrscht Krieg? :D

Die Afghanen moegen die Taliban (also die damalige Regierenden) nicht, aber die Besatzer werden gehasst.

Du wirst aber unterschiedliche Meinungen von Afghanen hoeren.


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goofy
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Afghanistan, die Luft wird dicker

24.08.2009 um 02:19
@Shionoro

Ein kompletter Abzug kann es nicht sein, denn wie gesagt, auch vorher ging es in Afghanistan den Leuten nicht unbedingt gut.


Du verstehst es einfach nicht. Es geht ueberhaupt nicht um das Wohl der Afghanen. Das spielt man dir und mir nur vor. Es geht um andere Interessen. Wir leben in einer irrealen Welt. Was die reale ist, wissen nur wenige. Mir ist aufjedenfall bewusst, dass ich in einer Scheinwelt lebe. Manchen ist es aber leider nicht bewusst.


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Afghanistan, die Luft wird dicker

24.08.2009 um 02:23
@goofy

Is mir mehr als klar das es den Amerikanern nicht um das Wohl der Afghanen geht.

Den Amerikanern ging es damals auch nicht um das Wohl der Deutschen als sie uns unterstützt haben im kalten Krieg, besser geht's uns trotzdem, und das wird meiner Ansicht nach auch in Afghanistan passieren.

Momentan steht der Wind in Amerika eher in Richtung abzug, von der BEvölkerung her,und Obama ist niemand der sympathien verspielt, dafür ist er ein zu 'guter' Politiker.

Gerade weil denen die Afghanen egal sind, halte ich den abzug für möglich, wenn man damit Innenpolitisch mehr Kapital schlagen kann als es den interessen die man in Afghanistan evrtritt dient.

Trotzdem würde meiner Meinung nach ein Abzug eben die Lebensqualität der Afghanen verschlechtern, denn ein stabiles Afghanistan ist auch im Interesse der Leute die dort einmarschiert sind.


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goofy
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Afghanistan, die Luft wird dicker

24.08.2009 um 02:34
@Shionoro

Verstehen tue ich dich...

Aber ich wuerde (auch wenn du es so nicht meintest) jetzt nicht "Amerikaner" sagen, sondern die Weltdiktatur. Die Nationaltaet, denke ich, spielt keine Rolle. Da steckt doch die Queen und viele andere auch mit denen unter einer Decke.
Und da ich sogar einige Amerikaner kenne, weiss ich was das fuer liebevolle Menschen sind (natuerlich kann ich das nur von den Amis sagen, die ich kenne). Aber sie sind gebrainwashed. Haha, ich kenne selbst muslimische Amis, die proud to be american sind. Haha. HAHA.

Ich glaube die Afghanen haben unter den Taleban besser gelebt. Und vor 9/11 hat sich niemand drum gekuemmert (denke ich). Ich denke die oberste Proritaet ist es, dass wir die armen Menschen die gerade in Afrika vertrocknen helfen muessen. Denen ist es egal ob sie unter Demokratie leben oder nicht. Hauptsache Brot und Wasser.


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goofy
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Afghanistan, die Luft wird dicker

24.08.2009 um 02:36
Als ich kleiner war, fand ich Amerika auch immer cool. Komisch... Genau die Kinder werden richtig gebrainwashed.


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Afghanistan, die Luft wird dicker

24.08.2009 um 02:40
@goofy

Den Afrikanern wird von der EU wirklich ziemlich Übel mitgespielt, aber ansonsten ist bei so vielen Ländern mit Konflikten auch schwer, da irgendwas zu helfen..

Von einer weltdiktatur mit der Queene würde ich dann btw doch eher Abstand nehmen.

Amerikaner haben amerikanische Interessen, die EU hat andere.

Es gibt Weltweite Lobbies mit den ihrigen Interessen, und natürlich Multinationale Interessengruppen, trotzdem sind die Leute die den Afghanistan Konflikt (und ich nenne es bewusst nicht krieg, denn es ist keiner) anführen Amerikaner, offiziell und ich denke auch inoffiziell, und ich glaube eben auch das es den Afghanen vor 9/11 nicht besser ging, wenigstens nicht im gro.

Das sich vor 9/11 wirklich niemand scherte ist allerdings wahr, aber das ist ja eigentlich schon die norm.

Wer schreit jetzt auf gegen die Führung in Burma nachdem da nix mehr drüber berichtet wird?


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Afghanistan, die Luft wird dicker

24.08.2009 um 02:42
@goofy

Ich hatte damals eigentlich überhaupt keine Ländervorlieben, ich fand Amerika nie in irgendeiner Weise cool.

UNd mittlerweile tun mir die Leute die dort Leben im gro sogar irgendwie Leid.

klar, momentan wird der Wind in allen West antionen etwas rauher, aber die amerikanische BEvölkerung wird mit am härtesten getroffen, zumindest bei Themen wie Kriminalität, Armut und ungerechtigkeit bei der Chancenverteilung.


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goofy
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Afghanistan, die Luft wird dicker

24.08.2009 um 03:03
Ich hab einen guten und interessanten KOmmentar gefunden.

#
16
Medienvielalt:
22. August 2009 um 09:32 Uhr

Im ARD-Sommerinterview wurde Oskar Lafontaine auf die Position der Linkspartei zu der Art und Weise der vor allem nach dem Ende der “bipolaren Welt” (Nato / Warschauer Pakt) in Mode gekommenen Auslandseinsätze von Nato und Bundeswehr angesprochen. Hier der entsprechende Auszug aus dem ARD-Sommerinterview:

“Deppendorf: Herr Lafontaine, eine Frage noch zur Auslandspolitik, Sie sagen – und das ist fast schon ein Alleinstellungsmerkmal – keine Auslandseinsätze der Bundeswehr, raus aus der NATO, sofortiger Abzug aus Afghanistan, Abschaffung der Wehrpflicht, NATO auch noch auflösen. Da stehen Sie ja dann doch nun ganz alleine da.

Lafontaine: Ja, man muss man aber korrekt zitieren, dass wir die Einzigen sind, die eben keine Kriegseinsätze der Bundeswehr, so muss man das sagen, wollen. Wir haben ja im Konflikt in Israel-Libanon gesagt, eine Friedenstruppe würden wir dort akzeptieren: Blauhelme. Das ist eine klassische Position, die aus den nordischen Staaten kommt. Aber wir haben doch jetzt gesehen: Afghanistan, Irak – mit Bomben schafft man keinen Frieden, man schafft immer nur größeres Unglück. Deshalb werden wir diese Position nicht aufgeben. Der zweite Punkt ist jetzt eben: raus aus der NATO. Das ist ja eben eine Fälschung unserer Aussage. Unsere Aussage ist: Wir wollen die NATO wieder umwandeln in ein Bündnissystem der kollektiven Sicherheit, also in ein System, das der Verteidigung der Mitgliedsstaaten dient und nicht überall in der Welt Bomben wirft und angeblich Demokratie schafft. Aber welche Demokratie wir im Irak schaffen und in Afghanistan schaffen, dass sehen unsere Zuschauer praktisch jeden Tag.

Becker: Aber Herr Lafontaine, mit diesen Einsätzen geht es doch auch um unsere Sicherheit, um Schutz vor internationalem Terrorismus, das war ja mal die Begründung dafür. Wollen Sie Deutschland denn schutzlos für die Terroristen preisgeben?

Lafontaine: Ja, diese Begründung ist nun wirklich, man kann nur sagen, abgrundtief dumm. Selbst die Sicherheitsorgane warnen jetzt vor erhöhter Anschlagsgefahr, weil natürlich, wenn Sie ein junger Mann wären und Sie wären auf einer Hochzeitsgesellschaft in Afghanistan und Ihre ganze Familie würde durch NATO-Bomben umkommen, auch unter deutscher Beteiligung, da würden Sie als junger Mann doch vielleicht auf Rache sinnen. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, warum die Außenpolitik so dumm geworden ist, dass sie wirklich glaubt, mit Bomben könne sie Deutschlands Sicherheit schützen. Mit Bombardierung in Afghanistan, wo tausende unschuldiger Zivilisten ums Leben kommen, ermordet werden um es auf Deutsch zu sagen.”

So weit der Interview-Auszug mit Oskar Lafontaine.

Aus meiner Sicht zeigt folgende, von Herrn Becker gestellte Frage (dieser steht hier nur stellvertretend für die allermeisten Journalisten) eine – freundlich formuliert – gewisse Naivität bezüglich der internationalen Rolle der Nato-Staaten:

“Becker: Aber Herr Lafontaine, mit diesen Einsätzen geht es doch auch um unsere Sicherheit, um Schutz vor internationalem Terrorismus, das war ja mal die Begründung dafür. Wollen Sie Deutschland denn schutzlos für die Terroristen preisgeben?”

Nun ist es Fakt, daß terroristische Gruppierungen weltweit dafür Verantwortung tragen, daß Menschen großes körperliches, seelisches und materielles Leid zugefügt wird. Die Terrorismus-Debatte unterscheidet meist religiös ausgerichteten Terrorismus (z.B. Al-Kaida oder IRA), nationalistisch ausgerichteten Terrorismus (z.B. ETA) und Staatsterrorismus (dieser wird beispielsweise häufig Syrien unterstellt).

Für den weit überwiegenden Teil unserer Politiker und Medien gilt es als ausgemacht, daß Staatsterrorismus stets nur von „Feinden” des Westens ausgeht.
Es wird systematisch ausgeblendet, daß auch von westlichen Staaten Staatsterrorismus praktiziert wurde und wird.

In einem frühren Anne Will-Blog hatte ich unter der Kommentar-Nummer 49 aus diversen Büchern Zitate Noam Chomskys zum Thema Terrorismus gelistet.

Noam Chomsky ist Professor für Linguistik am Massachusetts Institute of Technologie (MIT) und hat in den 60er Jahren die Vorstellungen über Sprache und Denken revolutioniert. Zugleich ist er einer der prominentesten und schärfsten Kritiker der gegenwärtigen Weltordnung und imperialistischer Bestrebungen, vor allem auch jener der US-Politik.

Afghanistan gehört in Sachen Imperialismus und Staatsterrorismus zu den signifikanten Beispielen. Jürgen Roth schreibt in der Einleitung zu seinem im November 2001 erschienenen Buch “Netzwerke des Terrors” (Seite 7f):

„Gleichzeitig werden die vielen Widersprüche beschrieben, die zeigen, daß Terrorismus (wie die mit ihnen verbundenen Mafiosi) nicht immer, aber viel zu häufig, politisch instrumentalisiert wurden.

Ein gutes, nein das beste Beispiel für diese Widersprüche zeigt sich gerade jetzt in Afghanistan. Es ist so banal, daß man es nicht mehr wiederholen möchte: Einst hatte die amerikanische CIA die islamistischen Fundamentalisten (und auch die Taliban) mit Waffen und Geld zu dem gemacht, was sie heute sind. Als Legitimation dafür wurde der Öffentlichkeit gegenüber der Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan, am 24. Dezember 1979, genannt. Erst danach, Mitte 1980, hätte die CIA begonnen, die Mudschaheddin, die gegen diese sowjetischen Besatzer kämpften, zu unterstützen.

Das ist nur ein Teil der Wahrheit.

In Wirklichkeit unterschrieb bereits am 3. Juli 1979 US-Präsident Jimmy Carter eine Direktive, wonach die Gegner des pro-sowjetischen Regimes in Kabul unterstützt werden sollten. “Und am gleichen Tag schrieb ich eine Note an den Präsidenten, in der ich erklärte, daß nach meiner Meinung diese Hilfe eine sowjetische Militärintervention provozieren würde.” Dies erklärte Zbigniew Brzezinski, Nationaler Sicherheitsberater in Carters Regierung, in einem Interview mit der französischen Zeitung Nouvel Observateur.
Der Journalist fragte nach: “Als die Sowjets ihre Intervention mit dem heimlichen Engagement der USA in Afghanistan rechtfertigten, nahm ihnen das damals niemand ab. Bereuen Sie heute irgendetwas?”
“Bereuen was? Die geheime Operation war eine hervorragende Idee. Sie hatte dazu geführt, daß die Russen in die afghanische Falle gelaufen sind. Und Sie verlangen von mir, daß ich das bereue?””

So weit das Zitat aus Thomas Roths Buch.

Das Ziel des Nationalen US-Sicherheitsberaters Brzezinski bestand darin, der Sowjetunion die Schmach eines “russischen Vietnam” zu bereiten. Dieser Zweck und die daraus abgeleitete hinterhältige Politik heiligte scheinbar jedes Mittel:

- zwischen 1 und 1,5 Millionen getötete Afghanen im Zeitraum 1979 bis 1989,
- 5 Millionen ins Ausland flüchtende Afghanen zwischen 1979 und 1989,
- unzählige Kriegsverwundete,
- die weitgehende Zerstörung der afghanischen Infrastruktur.

Was jedoch am allerschwersten wiegt: Nach dem sowjetischen Abzug im Jahre 1989 ist Afghanistan in keinster Weise zur Ruhe gekommen. Die für die afghanische Bevölkerung gleichermaßen verheerenden Taliban und Nordallianzler treiben ihr verheerendes Spiel um die Macht im Lande. Und: Afghanistan ist eine der entscheidenden Ursachen für den heute vorhandenen radikalislamischen Terrorismus.

Ich möchte nochmals auf die US-Unterstützung des radikalislamistischen Flügels im Zeitraum 1979 bis 1989 zurückkommen: Hier wurden von der späteren Reagan-Administration die radikalsten und brutalsten afhghanischen Widerstandsgruppen unterstützt. An den gemäßigten Widerstandsgruppen zeigte die Reagan-Administration keinerlei Interesse.
Der an der Columbia University (USA) lehrende Professor Mahmood Mamdani schreibt zu den verheerenden Folgen der US-Politik gegenüber der muslimischen Welt und speziell zur finanziellen Unterstützung der islamistischen afghanischen Gruppen durch die Reagan-Administration (Titel des Buches: „Guter Moslem, böser Moslem”):

“Nachdem Präsident Reagan im März 1985 die Direktive 166 zur nationalen Sicherheit herausgegeben hatte, wurde der afghanische Dschihad zur umfangreichsten verdeckten Operation in der Geschichte der CIA. Allein im Steuerjahr 1987 belief sich laut einer Schätzung die geheime amerikanische Militärhilfe zugunsten der Mudschaheddin auf 660 Millionen Dollar – mehr als die gesamte amerikanische Finanzhilfe für die Contras in Nicaragua. Steve Galster, der feststellte, daß diese Summe “selbst das übertraf, was Pakistan von Washington erhielt”, errechnete, gestützt auf die Unterlagen des Nationalen Sicherheitsarchivs, daß der Kongress insgesamt “annähernd drei Milliarden Dollar an geheimer Unterstützung für die Mudschaheddin” bewilligt hat, “mehr als für alle anderen verdeckten CIA-Operationen der achtziger Jahre zusammen.”
Neben diesen Finanzhilfen von außen erschlossen sich die Mudschaheddin durch den Drogenhandel weitere Gelder. Die CIA kontrollierte dieses Geschäft und organisierte es zentral.”

Professor Mandani zeigt in seinem Buch die ganze Engstirnigkeit der in der westlichen Politik und in den westlichen Medien geführten Terrrorismus-Debatte auf.

Die von westlichen Politikern und Medien behaupteten Motive für den heutigen Afghanistan-Krieg sind nicht sonderlich überzeugend. Die Rechte der Frauen wirken als vorgeschobene Begründung (im westlichen Klienten-Staat Saudi-Ararbien beispielsweise gäbe es für unsere um die „Frauenrechte” angeblich so sehr besorgten „Geopolitiker” ein sehr reichhaltiges Betätigungsfeld). Siehe hierzu auch das Interview mit Mariam Rawi von der „Revolutionären Vereinigung der Frauen Afghanistans”.

(Die unabhängige Frauenorganisation Revolutionäre Vereinigung der Frauen Afghanistans (RAWA) wurde 1977 gegründet. Sie kämpft für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit in Afghanistan. RAWA stellte sich sowohl gegen die sowjetische Invasion und Besetzung Afghanistans von 1979 – 1989, als auch gegen die darauf folgenden Regierungen der Mujahedeen und der Taliban, sie unterhielten im Untergrund Schulen für afghanische Mädchen, veröffentlichten eine Zeitschrift und starteten humanitäre Projekte.)

Fazit:
Die von unseren „Geopolitikern” und vielen unserer Medien praktizierte Methode „Haltet den Dieb” (bzw. den Terrorismus der „Anderen”) ist der Versuch, der Bevölkerung ein vollständiges Bild der Ursachen weltweiter Konflikte vorzuenthalten. Dies verhindert eine sachgerechte Diskussion über notwendige politische Schritte zum Abbau internationaler Konfliktherde. Darüber hinaus dient die recht einseitig ausgerichtete Terrorismus-Diskussion dem Versuch, der Bevölkerung die militärische Option (hinter der sich nicht selten eigennützige Motive verbergen (z.B. Rohstoffe)), schmackhaft zu machen.

Auch haben viele Konservative mit dem neuen Feindbild “Islam” endlich wieder Ersatz für ihr verlorengegangenes Feindbild “Kommunismus” gefunden. Dieses neue Feindbild dient auch als Begründung für die Aufrechterhaltung eines umfangreichen “militärisch-industriellen Komplexes” sowie für die Einschränkung der Freiheitsrechte. Siehe hierzu die Persiflage auf das Schäuble-Wahlkampfplakat der CDU: “Wir haben die Kraft …”

http://annewill.blog.ndr.de/2009/08/21/abenteuer-afghanistan/?cp=1#comments


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pumpelskie
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Afghanistan, die Luft wird dicker

24.08.2009 um 03:47
Die Afghanen moegen die Taliban (also die damalige Regierenden) nicht, aber die Besatzer werden gehasst.
-----------

klare Lüge!!! nach einer Meinungsumfrage sind die Deutschen dort sehr beliebt.
Ich denke das dein einzigstes Problem ist, das ungläubige in dem Land sind ;-) stimmst

Das Land ist unfähig selber für Frieden zu Sorgen.
Du schreibst das weißt du, bringst Null Lösungen... greifst sogar noch die Länder an die versuchen in diesem SToneage Land was zu bewegen ....

Macht doch einfach ne Mauer um das Land und öffnet die Türen nach 100 Jahren ...


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goofy
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Afghanistan, die Luft wird dicker

24.08.2009 um 03:48
Dieser Artikel ist auch recht interessant.

They fork out the excellent wage in these parts of $8 per day for “insurgent work.’’

But a die-hard, dedicated army of fighters who pledge allegiance to the Taliban ideology and cause? It’s not there. Even Vice President Joe Biden acknowledged last March, “Roughly 70 percent are involved because of the money.’’ And General Karl Eikenberry, former commander of US forces in Afghanistan, said to Congress in 2007: “Much of the enemy force is drawn from the ranks of unemployed men looking for wages to support their families.’’


http://www.boston.com/bostonglobe/editorial_opinion/oped/articles/2009/08/17/the_truth_behind_afghan_insurgency/

Ja, das ist wirklich sehr interessant.


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goofy
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Afghanistan, die Luft wird dicker

24.08.2009 um 03:52
@pumpelskie

Die Afghanen moegen die Taliban (also die damalige Regierenden) nicht, aber die Besatzer werden gehasst.
-----------

klare Lüge!!! nach einer Meinungsumfrage sind die Deutschen dort sehr beliebt.
Ich denke das dein einzigstes Problem ist, das ungläubige in dem Land sind ;-) stimmst


Schoen das du indirekt zu gibst, dass es sich hier bei den Deutschen um Besatzer handelt.
Der Rest... mach dich nicht laecherlich. Du bist wirklich paranoid, mein Freund.


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goofy
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Afghanistan, die Luft wird dicker

24.08.2009 um 03:55
@pumpelskie

Du bist ignorant oder leidest unter Gehirnwaesche. Mehr brauch ich zu dir und deinen tollen Laendern die nur "Frieden wollen" nicht schreiben, mein Freund.


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