taren schrieb:dann muss man halt auch den Mut haben z.B. alle Waffen außerhalb der staatlichen Organe einzuziehen und zu verbieten.
Fedaykin schrieb:Auch hier wieder der europäische Blick.
Es ist ein insofern etwas doofer Take, dass er voraussetzt (wenn auch stillschweigend) dass es überhaupt sowas wie eine merklich stärkere (also um mindestens eine Größenordnung stärkere) zentrale Staatsgewalt gibt, von der auch alle anderen Seiten akzeptieren, dass sie die Staatsgewalt ist, die sowas praktisch durchziehen könnte.
Wenn in Deutschland ~der Staat~ in Gestalt von Polizei usw. kommt und deine Waffen haben will, hast du mittelfristig keine Option als sie abzugeben, weil du als Einzelperson, Familie oder Gruppe gar nicht auf das Level hocheskalieren kannst, das der Staat mühelos aus dem Ärmel holt. Spätestens bei SEK, Panzerwägen und Hubschraubern ist er dir definitiv überlegen, also gibst du auf. Du kannst ja auch davon ausgehen, dass er dir sonst nichts Böses will.
In Afghanistan rennt jeder, der laufen kann, mit der Kalaschnikow rum, und jeder der was auf sich hält mit der RPG oder vergleichbaren Kalibern. Gleichzeitig gibt es darüber nicht mehr viel, der Ami hat die Luftüberlegenheit, setzt sie aber selten ein, ansonsten hier mal ein Panzer und da mal ein Hubschrauber, aber eben nicht "absolute power". Und wenn du jetzt der Clanchef einer mehrere tausend Mann starken Kriegerhorde bist, und eine andere ungefähr gleich starke Horde kommt vorbei, etwa so stark bewaffnet wie du (+ - ) und nicht wesentlich mehr legitimiert als du (also nicht "der König" oder "der Prophet" oder whatever), warum in aller Welt solltest du kampflos deine Waffen aufgeben und dich ausliefern? In einer Gesellschaft, in der Menschen als Sklaven gehalten und verkauft werden?