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Burkaverbot in Europa

26.485 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Islam, Frankreich, Belgien ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Burkaverbot in Europa

10.11.2018 um 09:55
@BenZiehn

Verständlich, aber sehr perfide. Denn wenn man mal den Obdachlosen heran zieht, dann ist man auch nicht mehr weit weg, diesen dann wegzusperren, will man das Elend nicht mehr sehen.

Am Ende aber bringt das alle nur etwas für das eigene gute Gefühl, aus den Augen, aus dem Sinn.
Dafür aber werden Menschen kriminalisiert, die hier nur ihre Freheit ausleben wollen, ob nun in Burka(die es ja eh wohl nicht gibt), oder im Schlafsack unter der Brücke.


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Burkaverbot in Europa

10.11.2018 um 09:57
Zitat von BenZiehnBenZiehn schrieb:Das gilt für Obdachlose genauso. Der deutsche Durchschnittsmensch, wie ich zum Beispiel, möchte dem Elend nicht ins Auge blicken, sich aber auch nicht zu viel Gedanken oder Arbeit machen.
also aus den Augen, aus dem Sinn. Das sind also die Grundwerte des durchschnittlichen Deutschen?


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Burkaverbot in Europa

10.11.2018 um 10:31
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:also aus den Augen, aus dem Sinn. Das sind also die Grundwerte des durchschnittlichen Deutschen?
Aus den Augen, aus dem Sinn ist auf Deinem Mist gewachsen. Ich habe lediglich geschrieben, dass der Durchschnittsmensch das möchte. Nicht, dass er entsprechend handelt. Und wünschen kann man viel.

@Bone02943
Natürlich ist das perfide. Da hast Du recht. Aber so zu tun als gäbe es diese Haltung nicht, bringt die Sache ja nicht weiter. Und die Leute einfach abzuwaschen, die dieses Regungen nachgeben, bringt auch keine Änderung.
Es ist eben in jede Richtung der Wille zur Veränderung erforderlich. Und darauf kann dann aufgebaut werden.


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Burkaverbot in Europa

10.11.2018 um 11:08
@BenZiehn
also der Durchschnittsmensch, nach Deinem Maßstab, will nicht mit etwas konfrontiert werden, das ihn stört. Drum kümmern will er sich auch nicht. Er will es einfach weghaben.
Da muss ich mich doch fragen, was es für außergewöhnliche Menschen gewesen sein müssen, die die Menschenrechte und unsere Verfassung verfasst haben. Und diese hochhalten und verteidigen. Der Durchschnittsmensch kann es dann ja nicht sein.


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Burkaverbot in Europa

10.11.2018 um 11:09
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Da muss ich mich doch fragen, was es für außergewöhnliche Menschen gewesen sein müssen, die die Menschenrechte und unsere Verfassung verfasst haben. Und diese hochhalten und verteidigen. Der Durchschnittsmensch kann es dann ja nicht sein.
Da hast Du recht


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10.11.2018 um 11:49
Zitat von kofikofi schrieb:Es geht um alles mögliche: Geld, finanzielle Sicherheit, Wohlstand, aber nicht gerade um "Integration".
ich finde genau das bedeutet bei uns für uns mit unseren praktisch ausschließlich materialistischen Werten Integration in Perfektion. Wer Geld hat, finanzielle Sicherheit, Wohlstand gar, ist von einem erfolgreichen Deutschen nicht mehr zu unterscheiden; da tritt der Zufall der Herkunft in den Hintergrund. gerade solche "Überflieger" wünschen wir uns doch als Immigranten!
Zitat von kofikofi schrieb:Tag X vorbereiten, falls die Vollverschleierung den Weg des Kopftuches geht
Das glaubst du doch wohl nicht im Ernst. Diese spezielle salafistische Extraströmung ist der Unterzweig eines Unterzweigs, im Christentum vergleichbar mit einer Sekte, deren Mitglieder in die Hunderte gehen, wahrscheinlich nicht mal in die Tausende. Eine Sekte "übernimmt" auch nicht das Christentum; da laufen die Binnen- und Außenströmungen nach ganz spezifischen Mustern, und das betrifft auch die Burkaträgerinnen und potenziellen Anwärterinnen auf Burkatracht. Vor 30 Jahren, als es hier bei uns zwar auch schon viele MuslimIinnen gab, aber kaum Kopftücher, gab es aber auch schon Burka, d.h. die Zahl der Burkaträgerinnen war schon stets weit unterhalb einer messbaren, erfahrbaren und gesellschaftlich nennenswerten Schwelle. Wir machen sie einfach, seis aus Langeweile, seis aus Islamophobie, seis aus schlechter Laune, seis aus falsch aufgetragener Emanzipationsdebatte, zu einem Problem., d.h. wir diskutieren hier über etwas, das es bei uns praktisch gar nicht gibt und höchstwahrscheinlich nur bei Touristinnen.
Zitat von lawinelawine schrieb:Weil über JAhre beinahe jegliche Kritik , auch dringend angeratene , als Islamophobie angeprangert wurde, wurde die Kritik am fundamentalistischem Islam ein Gebiet der Rechten.
die kamen mit überzogener Islamkritik und Pegida daher und haben die Kritik, die ein wesentlicher Teil der GEsellschaft zum Tabuthema erklärten , für sich besetzt.
Inzwischen ist es kaum noch möglich, die Islamismuskritik aus der rechten Ecke rauszuholen.
Das ist nicht ganz korrekt wiedergegeben. Kritik am Islam, wie sie sich nannte, wurde (zu recht) als Islamophobie ausgelegt, weil man die Muslime speziell in ihrer Eigenschaft als Flüchtlinge nicht haben wollte oder wenn man sie schon nicht los werden konnte, "resozialisieren" wollte, d.h. Anpassung verlangen an eine selbst ernannte "Leitkultur", oder als Alternative abschieben. In einem Punkt hast du allerdings recht, dass es dann auch die Rechte war, die Kritik am Islamismus am lautesten vortrug, was nicht bedeutet, dass Linke keine Kritik am Islamismus geübt hätten. Außerdem verstand die Linke die Kritik schon immer anders als die rechte, nämlich dass die TrägerInnen des zu Kritisierenden mit in den Diskurs einbezogen werden sollten, dass also mit ihnen statt über sie geredet würde.
Zitat von lawinelawine schrieb:während Linke inzwischen für Unisextoiletten kämpfen [...] kämpfen sie für die Anerkennung einer Stoffverhüllung als völlig normales Kleidungsstück
Das lese ich jetzt zum ersten Mal. Es ging darum, die Burkaträgerin nicht durch Burkaverbot zu kriminalisieren, wenn ich die letzten tausend Seiten nicht völlig missverstanden habe.
Zitat von lawinelawine schrieb:die Frauen, die aus salafistischem Fanatismus heraus und mit Abscheu für das westl Wertesystem hier in Europa die Vollverschleierung tragen, die dem Sharia-recht mehr und mehr zur Geltung verhelfen wollen und dafür den Gang durch die Institutionen oder den Dschihad wählen
Bisher wurde es hier immer so dargestellt, als seien diese Frauen Opfer ihrer Männer und würden nichts lieber tun, als die Burka abzuwerfen und zu verbrennen, wenn sie dürften wie sie wollten. Jetzt also wieder andersrum. Hm... man lernt nie aus, aber einigt euch mal auf eine Version.
Zitat von GlünggiGlünggi schrieb:Ich halte es für einen Fehler, wenn wir uns selbst dogmatisieren um dem Dogmatismus entgegenzutreten und mit ihm quasi zu konkurrieren..
Wichtiger Satz


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Burkaverbot in Europa

10.11.2018 um 12:41
Zitat von kofikofi schrieb:. Ein mehr als konservativer Vater oder Ehemann wird dir niemals erlauben, auch nur die Fingerspitze an seine Frau oder seine Töchter anzulegen, was machst du dann? Trotzdem die Hand geben wollen, am Arm packen und wenn sie fällt, hochziehen? Willst du Ärger?
Ich würde keinen Ärger bekommen, bin eine Frau :)

Wenn jemand schwer mit dem Fahrrad stürzt, (dringend) Hilfe benötigt, ist ein jeder verpflichtet, zu helfen.

Er gerät also mit dem Gesetz in Konflikt sowie auch mit den Angehörigen, sollten sie anwesend sein oder davon erfahren.

Und wohl auch mit seinem Gewissen.

Oder ist es als unhöflich und respektlos zu verstehen, sollte der Mann trotz dessen doch helfen?
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:also der Durchschnittsmensch, nach Deinem Maßstab, will nicht mit etwas konfrontiert werden, das ihn stört. Drum kümmern will er sich auch nicht. Er will es einfach weghaben.
Falls Du mit Dingen gern konfrontiert werden möchtest, die Dich stören, ist es doch Dein Bier. Man sollte es anderen Menschen aber nicht vorwerfen oder ins Negative ziehen, die es anders sehen.

Man möchte es auch nicht unbedingt "weg haben", sondern versuchen, zum Guten zu verändern.


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Burkaverbot in Europa

10.11.2018 um 12:52
Ich habe mal Frauen beim Einkaufen gesehen (ich nehme mal an, dass es Frauen waren) die zusätzlich zum schwarzen Ganzkörperumhang noch Metallmasken trugen, was einen ganz schrecklichen Eindruck machte, besonders auf die Kinder, die das sahen.
Wer kennt sich aus und kann mir sagen was das denn ist und bedeuten soll?
Bis heute konnte ich diesen Anblick nicht vergessen.


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Burkaverbot in Europa

10.11.2018 um 12:59
Zitat von GlünggiGlünggi schrieb:Ich verstehe einfach nicht, wieso man sich bei dieser Argumentation, auf die Vollverschleierung beschränkt.
Weil das hier Threadthema ist.

Jeder Versuch, das Thema dahingehend auszuweiten, wird doch auch von anderer Seite abgewatscht (und ab jetzt vermutlich auch vehement wegen OT gemeldet - zumindest wenn man die "falsche" Meinung vertritt), indem man betont, dass es hier um ein Burkaverbot geht und die reduziert man dann noch auf den afghanischen Tschaderi und Tschadar, dafür ist es auch nicht zu blöd, Kategorien wie "Niquab mit Augengitter" zu erfinden.....obwohl jeder weiß, dass ein mögliches Verbot die Vollverschleirung treffen würde und der überwiegende Teil der Leute, die von "Burka" redet, die Vollverschleierung meint.

Dann Inkonsequenz vorzuwerfen, ist schon ein wenig paradox.

Ich versuche dir das dennoch zu erklären: Die Vollverschleierung erklärt im Gegensatz zu Tschador, welcher Körperkonturen, Hände, Haare, betrifft, auch noch das Gesicht, teils Augen und teils sogar Stimme zu quasi sekundären Geschlechtsmerkmalen der Frau, also ihren gesamten Körper eig. Im Prinzip dürfte sie nur ein Auge frei lassen, um sehen zu können.
Das stellt zum Tschador eine noch größere Entindividualisierung, Entmenschlichung und Sexualisierung der Frau dar und nimmt ihr in noch extremerer Form, Möglichkeiten sich auszudrücken und die Möglichkeit am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Natürlich ist das ganze Prinzip das Problem, in gewissem Kontext ist auch ein Kopftuch problematisch (was auch in christlichen Auslegungen vorkommt, oder in anderen Religionen, oder in anderer Form, blabla, bevor mir hier gleich die Whataboutism um die Ohren fliegen).
Thema ist das hier allerdings alles nicht (beides).
Zitat von RealoRealo schrieb:Das ist nicht ganz korrekt wiedergegeben. Kritik am Islam, wie sie sich nannte, wurde (zu recht) als Islamophobie ausgelegt, weil man die Muslime speziell in ihrer Eigenschaft als Flüchtlinge nicht haben wollte oder wenn man sie schon nicht los werden konnte, "resozialisieren" wollte
Das würde bedeuten, dass Kritik am Islam abseits von irgendeinem "rechten Spektrum" überhaupt nicht existierte und das ist nicht nur unsinnig und eine Verallgemeinerung sondern du widersprichst dir im nächsten zitierten Satz sogar selbst.
Zitat von RealoRealo schrieb:Außerdem verstand die Linke die Kritik schon immer anders als die rechte, nämlich dass die TrägerInnen des zu Kritisierenden mit in den Diskurs einbezogen werden sollten, dass also mit ihnen statt über sie geredet würde.
Nein, "die Linke" - oder zumindest ein Teil - verstand Ideologiekritik und richtete sich gar nicht an das Individuum. Eine Fähigkeit die immer mehr zugunsten von identitätsblödsinn verloren geht bzw überhaupt nicht verstanden wurde...wie auch du hier beweist.
Einfach ausgedrückt: "Ich sage einfach das Gegenteil von dem, was der Rechte sagt" und das etabliert und legitimiert diese Muster gesamtgesellschaftlich immer weiter.
Zitat von RealoRealo schrieb:Bisher wurde es hier immer so dargestellt, als seien diese Frauen Opfer ihrer Männer und würden nichts lieber tun, als die Burka abzuwerfen und zu verbrennen, wenn sie dürften wie sie wollten. Jetzt also wieder andersrum. Hm... man lernt nie aus, aber einigt euch mal auf eine Version.
Es existiert beides, das ist eig ganz einfach. Soviel wird man doch wohl noch differenzieren können.
Zitat von RealoRealo schrieb:Wichtiger Satz
Nein, das ist geradezu ein gefährlicher Satz, der nichts als Werterelativismus oder gar moralischen Nihilismus darstellt und aus dessen Sicht es eig umöglich ist, die Universalität der Menschenrechte anzuerkennen.


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Burkaverbot in Europa

10.11.2018 um 13:23
Zitat von FiernaFierna schrieb:Das würde bedeuten, dass Kritik am Islam abseits von irgendeinem "rechten Spektrum" überhaupt nicht existierte
Ich schrieb Kritik am Islam, wie sie sich nannte. Und meine damit die "neue" "Kritik" am Islam in Form der patriotischen Europäer gegen eine Islamisierung des Abendlands. Also die Art, die den Kritisierenden das "Recht" gibt, gegen Muslime an sich vorzugehen.

Kritik am Islam selbst gibt es eigentlich schon, so lange es den Islam gibt, von links wie von rechts.
Zitat von FiernaFierna schrieb:Nein, "die Linke" - oder zumindest ein Teil - verstand Ideologiekritik und richtete sich gar nicht an das Individuum. Eine Fähigkeit die immer mehr zugunsten von identitätsblödsinn verloren geht bzw überhaupt nicht verstanden wurde...wie auch du hier beweist.
Du hast eine gewisse Art über das Verständnis anderer User zu urteilen, die sich in dem Moment lächerlich macht, wo sie ihre Worte so wählt, dass man erkennt, dass sie überhaupt nichts begriffen hat oder das Gesagte nicht nachvollziehen kann. Anders lassen sich deine Verirrungen hin zu "Identitätsblödsinn" nicht erklären. Zudem ist es falsch zu behaupten, Ideologiekritik richtete sich gar nicht an das Individuum. An wen denn sonst? An einen anonymen Leser als Vertreter einer Klasse meinetwegen.


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Burkaverbot in Europa

10.11.2018 um 13:32
Zitat von GlünggiGlünggi schrieb:Ich halte es für einen Fehler, wenn wir uns selbst dogmatisieren um dem Dogmatismus entgegenzutreten und mit ihm quasi zu konkurrieren..
Zitat von FiernaFierna schrieb:Nein, das ist geradezu ein gefährlicher Satz, der nichts als Werterelativismus oder gar moralischen Nihilismus darstellt und aus dessen Sicht es eig umöglich ist, die Universalität der Menschenrechte anzuerkennen.
Da hätte ich noch gerne eine genauere Erklärung dazu wie die Ablehnung für starres, unkritisches Festhalten an Anschauungen und Lehrmeinungen zu Werterelativismus oder gar moralischen Nihilismus führt.

mfg KQ


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Burkaverbot in Europa

10.11.2018 um 13:37
@BenZiehn @borabora :)
Ich würde keinen Ärger bekommen, bin eine Frau :)

Wenn jemand schwer mit dem Fahrrad stürzt, (dringend) Hilfe benötigt, ist ein jeder verpflichtet, zu helfen.

Er gerät also mit dem Gesetz in Konflikt sowie auch mit den Angehörigen, sollten sie anwesend sein oder davon erfahren.

Und wohl auch mit seinem Gewissen.

Oder ist es als unhöflich und respektlos zu verstehen, sollte der Mann trotz dessen doch helfen?
Berechtigte Einwände von euch beiden. Schwierig.

Wie schon öfter erzählt: Ich bin ja in einem Gebäude mit türkischstämmigen Nachbarn aufgewachsen. Als Kind habe ich die Schreie einer Nachbarin gehört, die von ihrem Ehemann geschlagen wurde. Ich hab meine Mutter vorhin gefragt, warum sie damals nicht die Polizei gerufen hat und ob sie das nicht auch nur ein bisschen als unterlassene Hilfeleistung ansieht. Sie meint nein, sie hat auch kein schlechtes Gewissen. Nach einem Tag an dem sie geschlagen wurde, ist die Ehefrau schon wieder quasi lachend mit ihm durch die Gegend spaziert. Sie hatte offensichtlich nicht die Absicht, an ihrer Lebenssituation etwas zu verändern. Meine Mutter hätte aber eventuell ihre Lebenssituation dramatisch verändert. Der Nachbar wäre stinkig auf meine Mutter gewesen, die Türken im Haus wären eventuell stinkig auf meine Mutter gewesen.

Bei uns, wo das größere Familienverbände sind, kann das schoonn sehr unangenehm werden.

Ist wie mit dem Grüßen der Nachbarinnen. Seit jeher grüße ich erst, wenn die Frauen annehmen, dass sie mich als männliche Person grüßen dürfen oder können. Es sind sehr, sehr nette türkische Nachbarinnen darunter, die gerne von sich aus grüßen. Jjedenfalls wenn der Ehemann nicht dabei ist oder türkische Kolleginnen nicht dabei sind. Aus Respekt grüße ich traditionell so oder so sowieso dann nicht. Ich kucke die Frauen an, ob sie mich grüßen, aber in den anderen Fällen kucke ich gerade aus, auch, damit sie kein Ärger bekommen oder ich keine Diskussion mit den Ehemännern oder wem habe von wegen "sagen nix hallo zu mein Frau".


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Burkaverbot in Europa

10.11.2018 um 14:00
Zitat von RealoRealo schrieb:Zudem ist es falsch zu behaupten, Ideologiekritik richtete sich gar nicht an das Individuum. An wen denn sonst? An einen anonymen Leser als Vertreter einer Klasse meinetwegen.
Du beweist doch mit diesem Satz, dass du es offenbar nur so denken kannst.
Die mit dem Begriff der Ideologie umschriebene Nichtübereinstimmung mit der Wirklichkeit wird nicht auf irrtümliches Denken zurückgeführt, sondern als ein durch anthropologische, psychologische oder gesellschaftliche Ursachen notwendig erzeugtes Produkt erklärt (siehe dazu: Kategorisierung). Die gesellschaftlichen Verhältnisse aufzudecken, die dem Denken Schranken setzen, ist ein Hauptmotiv der klassischen Ideologiekritik von Karl Marx und Friedrich Engels.
[...]
Ideologiekritik versteht Marx auch als immanente Kritik, die den ideellen (Gerechtigkeits-)Anspruch, den Ideologien erheben, zum normativen Maßstab der gesellschaftlichen Verhältnisse macht. Er will die „versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigene Melodie vorsingt“[9] und – als bestimmte Negation – „aus der Kritik der alten Welt die neue finden“.[10]
Wikipedia: Ideologiekritik
Zitat von kingquakkingquak schrieb:Da hätte ich noch gerne eine genauere Erklärung dazu wie die Ablehnung für starres, unkritisches Festhalten an Anschauungen und Lehrmeinungen zu Werterelativismus oder gar moralischen Nihilismus führt.
Wieso sollte ich mir denn jetzt eine Erklärung für einen von dir aufgestellten Strohmann einfallen lassen?

Das Problem ist schon auf vorangegangender Ebene, nämlich die unkrtitische Gleichsetzung von religösem Dogma, eher Fanatismus, und Erkenntnissen, die man weder auf Dogmatimsus überprüft hat noch überhaupt begründet, warum die Dogma sein sollen.


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Burkaverbot in Europa

10.11.2018 um 14:02
Zitat von FiernaFierna schrieb:Wieso sollte ich mir denn jetzt eine Erklärung für einen von dir aufgestellten Strohmann einfallen lassen?
weil dus behauptet hast, dass die Ablehnung von Dogmatismus ein gefährlicher Satz sei der zu Werterelativismus oder gar moralischen Nihilismus führt. Es hört sich zwar nach einem sehr guten Totschlagargument an, es fehlt einfach noch die Rechtfertigung dazu.

mfg KQ


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Burkaverbot in Europa

10.11.2018 um 14:05
Zitat von FiernaFierna schrieb:Du beweist doch mit diesem Satz, dass du es offenbar nur so denken kannst.
Es ging nicht darum, was Ideologiekritik ist, sondern an wen sie sich richtet.


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Burkaverbot in Europa

10.11.2018 um 14:05
Zitat von boraboraborabora schrieb:Falls Du mit Dingen gern konfrontiert werden möchtest, die Dich stören, ist es doch Dein Bier. Man sollte es anderen Menschen aber nicht vorwerfen oder ins Negative ziehen, die es anders sehen.
ja, die sind eben intolerant. Wenn das was positives ist, dann ist doch gut.
Zitat von boraboraborabora schrieb:Man möchte es auch nicht unbedingt "weg haben", sondern versuchen, zum Guten zu verändern.
nee, natürlich nicht, wenn man es nicht "weghaben" wollte, dann würde man kein Verbot wollen. Und etwas zum Guten verändern? Kulturchauvinistisch hoch 10.
noch ein link
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/vollverschleierungs-debatte-warum-burka-verbot-falsch-ist-14415351.html
Die freiheitlich liberale Gesellschaft wird auf die Probe gestellt. Knicken wir jetzt ein, spielt das den Ideologen auf beiden Seiten in die Hände. Rechtspopulisten freuen sich, dass sie die Agenda setzen durften. Islamisten lachen sich ins Fäustchen, denn sie haben schon immer behauptet, der Westen benutze Menschenrechte nur als Vorwand, um völkerrechtswidrige Eingriffe zu legitimieren und missachte sie, wenn es um Muslime gehe – Abu Ghraib, Guantanamo, Minarettverbot, Kopftuchverbot, Burkaverbot. Der Westen sei der Westen nur für den Westen.
Ja, es stimmt: mit der Burka-Debatte wird Symbolpolitik betrieben. Doch symbolische Rechtspflege ist gefährlich, denn sie korrumpiert die Glaubwürdigkeit des Gesetzes. Was versucht wird, ist ein Entgegenkommen: Wir beruhigen den rechten Rand, der längst in die Mitte der Gesellschaft übergreift.. Wir signalisieren: Wir sind die Herren im Haus. Machtpolitisch weisen wir eine Minderheit zurecht, die wir nicht haben möchten. Wir suggerieren Handlungsfähigkeit angesichts einer Terrorgefahr, die wir nicht in den Griff bekommen können. Wir insinuieren: Wir tun was. Wir lassen nicht alles mit uns machen.

Was auf der muslimischen Seite ankommt ist: Ihr wollt uns nicht. Ihr seid nicht gerecht. Ihr verbietet, was euch nicht passt. Ihr seid inkonsequent und handelt doppelmoralisch. Ihr seid auch nicht besser.



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Burkaverbot in Europa

10.11.2018 um 14:14
Zitat von kingquakkingquak schrieb:weil dus behauptet hast, dass die Ablehnung von Dogmatismus ein gefährlicher Satz sei der zu Werterelativismus oder gar moralischen Nihilismus führt.
Nein, habe ich nicht und ich habe es jetzt auch gerade erklärt und werde auf weitere Verdrehungen, die zu irgendwelchen OT-Diskussionen führen, nicht weiter eingehen.
Zitat von RealoRealo schrieb:Es ging nicht darum, was Ideologiekritik ist, sondern an wen sie sich richtet.
Du stellst wieder dieselbe Frage, obwohl es eig durch das Zitat, spätestens durch Lesen des Wiki-Artikels, klar sein sollte, dass das keine Person ist.
Ich kann dir nicht weiterhelfen.


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Burkaverbot in Europa

10.11.2018 um 14:20
Zitat von FiernaFierna schrieb:Nein, habe ich nicht
Doch hast Du!
Zitat von GlünggiGlünggi schrieb:Ich halte es für einen Fehler, wenn wir uns selbst dogmatisieren um dem Dogmatismus entgegenzutreten und mit ihm quasi zu konkurrieren.
Zitat von RealoRealo schrieb:Wichtiger Satz
Zitat von FiernaFierna schrieb:Nein, das ist geradezu ein gefährlicher Satz, der nichts als Werterelativismus oder gar moralischen Nihilismus darstellt
Ich stelle also fest, du bist nicht gewillt deine Behauptungen mit einem guten Rechtfertigungsgrund Geltung zu verleihen. Das ist schon ok, aber er bekommt somit keine plausible Erklärung warum er richtig sein sollte.

mfg KQ


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Burkaverbot in Europa

10.11.2018 um 14:21
@Fierna

Ich weiß zwar nicht, was du meinst, wir kamen an den Punkt nur durch dein Zitat
Zitat von FiernaFierna schrieb:Nein, "die Linke" - oder zumindest ein Teil - verstand Ideologiekritik und richtete sich gar nicht an das Individuum.
mit dem du grundlos irgendwas von "Ideologiekritik" einführtest und dem entgegen irgendeine ominöse "neue Linke" stellst, die nicht einmal mehr auf Ideologiekritik Wert legt, sondern es wagt, auf individuelle Verhältnisse (etwa die Burkafrau) einzugehen und diese gerne in den Dialog mit einbeziehen möchte, statt über sie zu reden. Das nanntest du dann charmanterweise "Identitätsblödsinn".

Das nur noch zur Klarstellung, ist ansonsten abgehakt.


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10.11.2018 um 14:49
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:noch ein link
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/vollverschleierungs-debatte-warum-burka-verbot-falsch-ist-14415351.html
Dem möchte ich einen weiteren Link hinzufügen, als Gegenpol quasi.
Kommentar: Warum das Burka-Verbot richtig ist
Für die liberale Gesellschaft ist es nötig und nützlich, einen klaren Trennungsstrich zu ziehen. Und der lautet: die Burka gehört in Deutschland verboten, meint Alexander Kudascheff./quote]
Ja – ein Burka-Verbot ist Symbolpolitik. Ja – ein Burka-Verbot verhindert keinen terroristischen Anschlag. Ja – ein Burka-Verbot ist für einen liberalen Rechtsstaat ein Zeichen von Illiberalität, sich überhaupt mit einem Verbot der Burka zu beschäftigen. Ja – es sind nicht viele, die in Deutschland eine Burka tragen – also was soll's? Und ja – es stört zwar viele, aber nicht alles, was viele stört, muss verboten werden. Da hat der deutsche Innenminister Thomas de Maiziere recht.
Und doch ist ein Burka-Verbot sinnvoll – und auch politisch nützlich. Es zeigt, dass die offene Gesellschaft nicht alles hinnimmt. Es zeigt, dass der liberale Rechtsstaat den Feinden der Liberalität entschlossen entgegen tritt. Es zeigt, dass man das Symbol der Burka richtig einordnet. Die Burka ist kein Zeichen gelebter Religion, oder auch gelebter Religiösität, sonst trügen die Frauen von Marokko bis Pakistan alle die Burka. Das tun sie aber nicht, obwohl die Marokkaner genauso religiös sind wie die Libyer, Ägypter, Iraner oder Pakistaner.
Nein, die Burka ist ein Symbol eines fundamentalistischen Islams, einer wahhabitischen Auslegung. Die Burka ist das Zeichen eines fundamentalistischen Islams – beim IS, bei den Taliban, in Saudi-Arabien und anderswo. Die Burka ist kein Zeichen der Volksfrömmigkeit oder eines religiös gelebten Alltags.
(...)
Für die liberale Gesellschaft ist es nötig und nützlich, einen klaren Trennungsstrich zu ziehen. Und der lautet: die Burka gehört in Deutschland verboten. Wie auch die Polygamie, die Kinderehe, die Verstümmelung von Frauen – im Namen der Religion. Da heißt es politisch Nein zu sagen. Um den Rest müssen sich die Juristen kümmern.
https://www.dw.com/de/kommentar-warum-das-burka-verbot-richtig-ist/a-19487499



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