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DIE LINKE - Alternative oder weitere Laberpartei?

7.808 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Sozialismus, Alternative, Die Linke ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

DIE LINKE - Alternative oder weitere Laberpartei?

18.04.2021 um 10:58
Ich frage mal für einen Freund, ob sich niemand am antisemitismus der Linken stört? Sonst wär doch hier die Hölle los oder?


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DIE LINKE - Alternative oder weitere Laberpartei?

18.04.2021 um 11:04
@6.PzGren391
Dieser wird leider vollständig ignoriert. Genauso wie die teilweise unkritische Auseinandersetzung mit Islamismus.

Am meisten merkt man es bei Streitereien zwischen antideutschen (pro israel) und anti imps (gegen israel).


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18.04.2021 um 11:08
@nocheinmal
Leider hast du recht. Lässt eine schwachkopf glatze einen fahren, heult man seitenlang über einen rechten Giftgasangriff, aber das hier juckt keine Sau.
Liegt es vielleicht daran dass es um „die eigenen“ Leute geht?


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DIE LINKE - Alternative oder weitere Laberpartei?

18.04.2021 um 11:53
Zitat von 6.PzGren3916.PzGren391 schrieb:Liegt es vielleicht daran dass es um „die eigenen“ Leute geht?
Alles was einen selbst betrifft kehrt man doch unter den Teppich. War schon immer so und wird auch immer so sein.


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18.04.2021 um 11:57
@Spinderella
Was wieder zeigt dass man bei links und rechts keine Hand umzudrehen braucht.


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18.04.2021 um 11:59
@6.PzGren391

Ich würde Deinem Freund sagen dass Linksextremismus und Reiche erschießen ja gerne Hand in Hand gehen.

Es war nun historisch so dass Juden deshalb oft wohlhabend waren weil sie ihren Kindern schon in jungen Jahren viel Bildung mit auf den Weg gaben was bei einer Minorität als Reaktion auch nicht verwundert.

Bildung korreliert aber nicht selten mit Vermögen.

Und da kommen Juden auch ins Zielfernrohr linksradikaler Erschießungsfantasten.

Dazu kommt dass grölende und steinewerfende Palästinenser mit Linksradikalen oft intellektuell auf Augenhöhe sind. Auch deren Pflegezustand passt nicht selten zu anarachofemdaktyliatischen Aktivist*innen. Die Häuser der Juden in Israel die ich kennenlernen durfte sind hingegen sauber und ordentlich.

Ist schon sehr verquer dass Idioten die hinter jedem Menschen mit stufigem Haarschnitt einen zu bekämpfenden Nazi vermuten andererseits selbst kein Problem mit Antisemitismus haben und Räuberbanden feiern die die Vernichtung Israels in ihrem degenerierten Programm haben.


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18.04.2021 um 12:02
@6.PzGren391
Da kann ich dir nur zustimmen.


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18.04.2021 um 12:55
Zitat von 6.PzGren3916.PzGren391 schrieb:Ich frage mal für einen Freund, ob sich niemand am antisemitismus der Linken stört?
ich habe ein sehr grosses Problem damit. Linker Antisemitismus hat lange Tradition, siehe DDR und der Antisemitismus der SED Staatsmacht.

https://www.zeit.de/online/2008/45/antisemitismus-von-links/seite-2
Die SED-Tradition wirkt hier deutlich nach. Im realen Sozialismus galt Antizionismus als Staatsdoktrin, die DDR stand mit der Sowjetunion und den übrigen Ostblockstaaten fest an der Seite der arabischen Staaten und der Palästinenser in deren Kampf gegen den jüdischen Staat. Die Verantwortung für den Nationalsozialismus und die Schuld am Holocaust hingegen wälzte die DDR auf die Bundesrepublik ab.
......
Das Verhältnis der Partei zu Israel ist weiterhin ungeklärt. Auf dem letzten Bundesparteitag im Mai in Cottbus wurde das Thema von der Tagesordnung abgesetzt.
Anlaessl des Gedenkens an die reichsprogromnacht Nov. 2008 erschien dieser kritische Artikel

Ansonsten stimme ich weitgehend dem Beitrag von @sacredheart zu


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18.04.2021 um 13:16
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:Linker Antisemitismus hat lange Tradition, siehe DDR und der Antisemitismus der SED Staatsmacht
kann ich so nicht bestätigen.
In der Schule bekamen wir damals beizeiten beigebracht, wie schrecklich es war, was den Juden angetan wurde.
Wir fuhren mit der Klasse z.B. auch nach Buchenwald und bekamen da die Gräueltaten zu sehen (u.a. Abbildungen und Filme) usw.

Also von Antisemitismus spürte ich absolut nichts.
Und was die Politiker ausheckten, da hatte ich keinen Einblick, dafür interessierte ich mich damals noch nicht.
Jedenfalls die Bildungspolitik schien okay gewesen zu sein.


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18.04.2021 um 13:35
@Optimist
Link fuer dich
https://www.deutschlandfunk.de/judentum-in-der-ddr-vom-ueberleben-einer-minderheit.724.de.html?dram:article_id=334228


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18.04.2021 um 13:40
@Seidenraupe
aus deinem Link:
Zu DDR-Zeiten arrangierten sich die ostdeutschen Juden mit dem real existierenden Sozialismus. Der Beginn der jüdischen Gemeinden nach 1945 deutete schon an, dass die Koexistenz von Judentum und Sozialismus nicht immer einfach sein würde
das glaube ich gerne.
Aber das lag vielleicht gar nicht an Antisemitismus, sondern am propagierten Atheismus in der DDR.
Es hatten alle Glaubensgemeinschaften in der DDR kein einfaches Leben - egal welche Glaubensrichtung.

Wie gesagt, in der Bildungspolitik wurde auf das Leid der Juden sehr hingewiesen und aufgeklärt.
Wie wäre das mit Antisemitismus denn vereinbar gewesen?


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18.04.2021 um 13:53
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Wie wäre das mit Antisemitismus denn vereinbar gewesen?
Wie waren schiessbefehl, Stasi Bespitzelung, politische Verfolgung mit Demokratie vereinbar? Das Land trug das Wort Demokratie im Namen..... Seltsam, oder?


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18.04.2021 um 13:57
@Seidenraupe
weiteres aus deinem Link (ich war vorhin noch nicht fertig mit lesen):
„Die Juden waren eine Gruppe zweiter Klasse. Sie waren nicht Widerstandskämpfer gegen den Faschismus, waren aber als Opfer des Faschismus anerkannt. Und das mag ein gewisses Gemeinschaftsgefühl gestiftet haben.“
...
Nach Stalins Tod 1953 ließ der Druck der SED auf jüdische Bürger nach. SED-Parteigenossen durften auch wieder Mitglied der jüdischen Gemeinden werden
...
Die haben sich als eine Religionsgemeinschaft verstanden und waren froh, dass man sie hat das vollziehen lassen.“
...
„Etwa in den 70er-Jahren gab es eine Haltung der DDR, die antireligiös war, aber die die jüdischen Gemeinden schon duldete, aber sich eher gleichgültig zu ihnen verhielt.“
...
In den 80er-Jahren entspannte sich das Verhältnis der SED zum Judentum
...
„Die DDR ging allgemein in den 80er-Jahren viel unbefangener mit dem jüdischen Erbe deutscher Geschichte um
Das gehört auch alles mit zur Wahrheit.

Und natürlich war es dann wohl z.T. wohl auch viel mit Berechnung:
Dass die SED das Judentum in der DDR entdeckte und auf einmal förderte, hatte einen handfesten Grund: Der Staatsratsvorsitzende wollte als außenpolitische Aufwertung seines Staates eine Einladung von Präsident Ronald Reagan in die USA. Welchen antisemitischen Vorurteilen auch Erich Honecker aufsaß, zeigte sein Kalkül:....
... aber ändert nichts daran, dass man als Jugendlicher nicht antisemitisch erzogen wurde


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18.04.2021 um 17:57
Zitat von OptimistOptimist schrieb:aber ändert nichts daran, dass man als Jugendlicher nicht antisemitisch erzogen wurde
es ging um den Antisesmitismus der Linken.
Der speist sich weniger aus Erziehung, sondern vor allem aus Ideologie.


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19.04.2021 um 01:22
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:es ging um den Antisesmitismus der Linken.
Der speist sich weniger aus Erziehung, sondern vor allem aus Ideologie.
Ich habe mit der Partei "die Linke" ja eher weniger zu tun, aber als Sozialdemokrat ja auch eine linke Ideologie. Erklär mir doch Mal bitte, wieso ich nun ideologisch Antisemit sein sollte?


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19.04.2021 um 08:33
Zitat von cejarcejar schrieb:Erklär mir doch Mal bitte, wieso ich nun ideologisch Antisemit sein sollte?
Es gibt ja nun mehr als genügend beispiele für den antisemitismus mancher nicht aller Linken Gruppen.
Nun, die Angreifer haben nicht „Reaktionärer“ oder „Rassist“ oder „Scheißkapitalist“ oder so was gerufen, also etwas, was sich auf eine tatsächliche oder nur vermeintliche politische Gesinnung Finkielkrauts bezogen hätte, sondern sie riefen etwas ganz anderes: „Dreckiger Zionist“, „Geh zurück nach Tel Aviv!“, „Das Volk wird dich bestrafen“ „Frankreich gehört uns“.
Sie wollten Finkielkraut als Juden treffen, nicht als politischen Akteur. Und als Juden haben sie ihn außerhalb des „Volkes“ verortet, außerhalb jener Kategorie, von der auch die populistische Linke noch immer nicht genug hat,
Quelle: Zeit

https://taz.de/Linker-Antisemitismus/!5572949/
Dass es auch linken Antisemitismus gibt, ist für viele immer noch neu. Es gibt jedoch auch im linken Spektrum eine Tradition des Antisemitismus. Ein Blick in die Geschichte zeigt den recht gut dokumentierten und erforschten Antisemitismus der Frühsozialisten, der europäischen Arbeiterbewegung des 19. und 20. Jahrhunderts und der marxistischen Klassiker. In Erinnerung geblieben sind besonders der Antisemitismus in den Ostblockstaaten nach 1945, die stalinistischen Kampagnen und antisemitischen Schauprozesse "gegen Zionismus und Kosmopolitismus", der "Slansky-Prozess" in der Tschechoslowakei und der "Ärztekomplott-Prozess" in der Sowjetunion.
Quelle: bpb

https://m.bpb.de/politik/extremismus/antisemitismus/37960/antisemitismus-von-links

Gibt noch viel mehr Artikel darüber also unbekannt ist der Antisemitismus besonders in der extremen Ideologie der Antiimperialistischen Linken nun überhaupt nicht.


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19.04.2021 um 10:29
Geht es um die SED, "Die Linke" oder generell um Linke? Oder ist eh alles das gleiche Pack?
Dann braucht man eigentlich nicht mehr differenzieren, geschweige denn diskutieren.

Bestimmt nicht um die Ehre der Partei zu retten, sollte man aber zumindest auf dem Zettel haben, dass eine Plattform wie Bak-Shalom israelfeindliche Standpunkte zumindest innerparteilich aufdeckt und entsprechend aufklärt. Auch wenn es zugegebermaßen etwas seltsam anmutet, so eine Organisation ausgerechnet oder vllt auch gerade deswegen in dieser Partei anzutreffen. So eine Art hauseigener Müllschlucker...

http://bak-shalom.de/


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19.04.2021 um 11:36
@MokaEfti

Eigentlich ist es doch schon sehr aussagekräftig, dass es überhaupt einer solchen Plattform bedarf. Danke für den Link, hatte ich noch nie von gehört.

Schon Marx und Engels waren Antisemiten. Also verwundert es wenig, dass auch diejenigen dafür anfällig sind, die die beiden alten Säcke immer noch anhimmeln.


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19.04.2021 um 11:58
Zitat von OptimistOptimist schrieb:In der Schule bekamen wir damals beizeiten beigebracht, wie schrecklich es war, was den Juden angetan wurde.
Wir fuhren mit der Klasse z.B. auch nach Buchenwald und bekamen da die Gräueltaten zu sehen (u.a. Abbildungen und Filme) usw.
Ich war auch zu DDR-Zeiten mit der Schulklasse in Buchenwald. Aber ich hab im Nachhinein den Eindruck, dass es beim Besuch dort nur um Menschenvernichtung ging, weniger speziell um Juden.


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19.04.2021 um 13:23
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Aber ich hab im Nachhinein den Eindruck, dass es beim Besuch dort nur um Menschenvernichtung ging, weniger speziell um Juden.
jetzt wo du es sagst - könnte wirklich so gewesen sein. Vielleicht sagten sich die Verantwortlichen: es waren außer Juden auch Andere in Konzentrationslagern (einige Homosexuelle z.B. waren auch mit dabei).

Aber wenn ich mich jetzt nicht falsch erinnere, wurde uns durchaus klar gemacht, was der Holocaust bedeutete und dass es in Buchenwald hauptsächlich um Juden ging.

Wie auch immer, ich habe nun hier im Thread mitbekommen, dass einige (oder viele?) Sozialisten antisemitisch eingestellt gewesen waren.
Wie gesagt, ich hatte damals diesen Eindruck ganz und gar nicht, aber ist ja auch nur Wahrnehmungssache und vielleicht kam das auch ganz auf die Lehrer an, wie sie etwas rüber gebracht hatten.


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