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Systemkrise 2008/2009

Systemkrise 2008/2009

21.09.2010 um 22:45
@eckhart

um es nochmal zu erklären, was ich an den von Dir zitierten Aussagen für Schwachsinn halte (weil es ja wohl nicht einleuchtend ist)
eckhart schrieb:die Skizze eines Regiogeldes, das durch Energie, im konkreten Beispiel durch den Brennwert eines Kubikmeters Holz (äquivalent zu 2100 kWh) abgesichert ist.
1.) gibt es waldreiche Gebiete ausserhalb der Regional-Währungszone, die den Euro besitzen. Zur Absicherung der Stabilität gegenüber dem Euro wird also Holz, was woanders auch vorkommt als Brennwert angeboten, welches in dieser Zone weit kostengünstiger "abgebaut" werden könnte, als das es erst aus "Eurer" Region "importiert" werden müsste........

2.) Ist Holz zwar ein nachwachsender Rohstoff, aber begrenzt durch den schnellen Abbau im Vergleich mit dem Nachwachsen......-> was macht ihr, wenn dieses Mittel zur Sicherung der Stabilität Eurer Regio-Werbung abgeholzt ist?

3.) Es gibt andere, wesentlich kostengünstigere Energiegewinnungsmethoden, daher werden Regionen der Euro-Zone auch drauf verzichten können

4.) Zur langfristigen Sicherung der Stabilität muss immer ein gewisser Vorrat dieses Stabilisierungsmittels vorgehalten werden (oder warum glaubst Du hat jeder Staat dieser Welt GOLDreserven?)

5.) Ihr wollt doch den Wertverlust des Euros Eurer Währung gegenüber durch Holz ausgleichen....DAS besagt dieser Vorschlag.....also kann man nicht sagen: Andere Waldgebiete in der Euro-Zone sind egal.........sie sind in dem Fall gar nicht auf Euer Stabilitäts-Produkt angewiesen, also ist es nichts wert!

soll ich noch weiter machen, oder wird der Unsinn, dieser Denkensweise langsam deutlicher?

-------

Weiterhin klingt das
eckhart schrieb:dass im Falle der Krise die ideelle Deckung der Währung, also das Vertrauen der Mitglieder in die Stabilität und Funktionstüchtigkeit des Netzwerkes, noch viel wichtiger sei als eine materielle Deckung der Regionalwährung.
wie von der Merkel abgelesen! Das Du das auch nicht bemerkt hast......au man au man


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21.09.2010 um 22:45
CurtisNewton schrieb:Ging es nicht um die Stabilitätssicherung der Regio-Währung gegenüber dem Euro?


Und in der Euro-Zone gibts genug waldreiche Gebiete......
Und in der Euro-Zone gibts genug waldreiche Gebiete......in denen der Chiemgauer niemals gelten wird und die somit keine Wirkung auf den Chiemgauer haben.

Weil die Stabilitätssicherung des Chiemgauers nur im Crashfall des Euro in Kraft treten soll und somit im Chrashfall der Chiemgauer ohne Euro weiterexistieren soll.
Und somit auch ohne die Wälder der "Wald-Multis".

Gute Nacht für heute !


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Systemkrise 2008/2009

21.09.2010 um 22:47
@eckhart


siehe posting oben, welches noch folgte


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21.09.2010 um 23:53
@eckhart


und um es ganz ganz simpel auszudrücken


1.) Im Punkte Rohstoff, den jeder benötigt:

ersetze HOLZ durch ÖL

2.) Im Punkte der Stabilisierung der Regio-Währung gegenüber anderen Währung

ersetze HOLZ durch GOLD

und Du bist im selben System.......

Von wegen "alternatives Denken"......


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Systemkrise 2008/2009

22.09.2010 um 10:31
@CurtisNewton

1. ist es nicht mein Chiemgauer. Ich bin nicht der Entwickler des Modells. Leider

2. lebe ich von dieser Region rund 350km Luftlinie enfernt. Und habe die konservativen Bayern eher immer belächelt, sie haben mich eines besseren belehrt.

3. war ich noch nie dort, habe aber im Bayrischen Fernsehen über die Jahre viele ausführliche Bericht darüber gesehen.

4. kenne ich dadurch die wirtschaftlichen Vorteile des Chiemgauers für die Region.
(Geld wird in der Region gehalten und wandert weniger ab, die Bindung der Bürger an ihre regionalen Produkte wird auf natürliche Art gestärkt, es entwickelt sich ein neues Verabtwortungsbewusstsein und Gemeinschaftsgefühl).

5. beobachtete ich bei den Banken der Region ein verantwortungsbewussteres Umdenken.

6. zeigen die dort lebenden Menschen ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Solidarität
(das ist dort kein Widerspruch)

7. tun die Menschen dort etwas, statt die Hände in den Schoß zu legen und zu sagen: 'Man kann ja sowieso nichts machen' oder 'Schwachsinn'.

8. ist der Chiemgauer ein Versuch. Er entstand, um den in Punkt 4 genannten Zielen näher zu kommen.

9. hat der Chiemgauer auch dazu geführt, dass besonders achtsam mit den Ressourcen umgegangen wird. ( Einem versehentliches Abholzen der Wälder wirkt aiso auch gerade der Chiemgauer entgegen. Dort wird also lieber ein Baum zuviel gepflant statt einer abgeholzt.)

10. Trotzdem hat der Chiemgauer bis jetzt noch keinerlei Schutzfunktion vor einem Währungsverfall. Darüber wird jetzt nachgedacht. Besser als zu sagen 'Schwachsinn'

11.Der Chiemgauer ist nach wie vor auf Gedeih und Verderb dem Euro ausgeliefert - weil eben im Notfall Euro, Dollar, Öl und Gold nicht alternativ regional ersetzbar sind.

12. Noch nicht! Im Denkprozess kann sich auch eine andere Lösung als Holz herauskristalisieren.
Sicher werden es aber keine Bergkristalle o.ä. sein.

13. Trotz 8 Jahren Bewährung im Alltag und allgemeiner Beliebtheit steht der Chiemgauer noch ganz am Anfang.

14. wollen diese Menschen gar keine Insel der Stabilisierung im instabilen Euro - Raum.
Das geht gar nicht! Und hierin hast Du uneingeschränkt Recht in Deinem wie immer "gerechten" Urteil, @CurtisNewton.

15. Das jetzige Weiterdenken der dortigen Menschen dient jetzt einzig und allein dem immer wahrscheinlicher werdenden Fall ,
plötzlich über Nacht völlig ohne Währung dazustehen.
Und deshalb diskutieren sie ergebnisoffen.

16 finde ich die Alternative, gar nichts zu tun oder statt dessen auf den Schwächsten der Gesellschaft herumzuhacken oder mit 'Unfug' oder 'Schwachsinn' zu argumentieren, als die denkbar schlechteste.

17. ist auch 'Weiter machen wie bisher' keine Alternative. Diese Verhaltensweise führt geradezu in den Abgrund.

18. Deshalb habe ich Hochachtung vor den Chiemgauern mit ihrem Chiemgauer.

19. Von ihren Erfahrungen können wir lernen.
Auch und gerade, wie es nicht geht.
Zu wissen, wie es nicht geht, ist wichtiger, als zu wissen, wie es geht.
Eines Tages könnten ihre Erfahrungen für uns wichtig sein, wenn es dann nicht zu spät ist.

20. Darum muss man das ergebnisoffen diskutieren und deshalb muss man experimentieren.

Danke, liebe Chiemgauer !

Und zum "Herumhacken auf den Schwächsten":
Über 16 Jahre habe ich gearbeitet bis zum Umfallen und dabei als Alleinverdiener einer vierköpfigen Familie nicht viel mehr Lohn heim gebracht als eine Hartz4-Familie mit Miete und allem drum und dran bekommen hat. Schließlich hatte ich für die Arbeit ja auch noch nichtabsetzbare Ausgaben.

Das war mir auch die ganze Zeit bewusst.
Niemals wäre es mir im Traum eingefallen, zu fordern, dass die Hartz4-Familie weniger bekommt, damit ich mehr bekomme.

Ich habe trotzdem alles gegeben, obwohl ich die über 20 Jahre davor auch nicht faul war, habe ich doch in diesen 16 Jahren so viel gemacht, dass es mir nicht möglich war, Arbeit mit heim zu nehmen, weil eben der Tag nur 24 Stunden hat. Mittagspausen habe ich am fahrend am Lenkrad erledigt und die heimlich gearbeiteten Sonn- und Feiertage mag ich nicht zählen.
Vielleicht habe ich im Unterbewusstsein gedacht, mir würde es irgendwann mal jemand danken.
Mein rationales Bewusstsein behielt recht: Es ist nicht so ! Es ist nie so !

Das Geschwurbel vom "sich im Praktikum beweisen", die Chancen der Zeitarbeit", "Übernahmechancen" "vorübergehend den Gürtel enger schnallen" "Zurückhaltung üben"
"Unabhängigkeit" und "Eigenverantwortung" sind zu mindestens drei viertel hohle Phrasen, die nur dazu dienen, Leute dauerhaft über den Tisch ziehen zu können.

Und Hartz4- Empfängern kommt das garantiert nicht zu Gute. Ganz im Gegenteil.

Hartz4-Empfänger sind keine minderbemittelte dumme Spezies.

Ich dachte, es kommt ein Aufschrei der Empörung, weil ich kürzlich in sarkastischer Weise in mehreren Threads in einem Satz schrieb: ... Menschen (oder) Hartz4-Empfänger ...)
Nein das scheint inzwischen hinnehmbar.

Ich habe die ganzen 16 Jahre gewusst,
dass ich nichts besseres bin als ein Hartz4-Empfänger.
Nur Zufälle, das Schicksal hat meinen Weg bestimmt.
Mir war es vergönnt, per Learning by doing mehrere Berufe gleichzeit auszuüben.
Anderen hat man dafür jede Chance einfach weggenommen.
Ich zahle jetzt dafür mit meiner Gesundheit.

Zufall ist es auch dass wir in der so genannten 1.Welt geboren sind.
Wir haben uns das System nicht ausgesucht, welches ausschließlich von künstlicher Verknappung, Krisen, Krieg und dem Wohlstandsgefälle lebt.
Die meisten von uns wissen, dass gemessen an der Armut in der Welt, es selbst den Ärmsten bei uns viel besser geht.
Daran sind aber nicht unsere Ärmsten schuld , und auch nicht die Facharbeiter oder normale Unternehmer.
Sondern die Mechanismen des Systems haben zwangsläufig dahin geführt.
Und die Mechanismen des Systems neigen permant dazu, Fehlentwicklungen selbst zu verstärken.
Verantwortungsloses Handeln wird belohnt, während Ethik und Moral unter die Räder geraten.

Das erfolgreiche Geschäftsmodell des Herstellens in Billiglohnländern und des Verkaufens in Hochlohnländern ist aus dem Gleichgewicht geraten.
Den Hochlohnländern brechen die Binnenmärkte weg.
Ein verhängnisvoller Kreislauf ist im Gange.
Einseitige Exportorientierung. (zunehmend auf dem Papier)
Produktionsauslagerung.
Waren Made in Germany bekommen Deutschland zunehmend nicht mal mehr zu Gesicht.
Der Export verschwindet aus Deutschland.
Gegenreaktion:
Unsere Löhne werden in Richtung der chinesischen gehen.
Anfangs langsam, dann immer schneller.

Aber wir schlaaaaafen oder schimpfen auf Hartz4-Empfänger statt uns drum zu kümmern, was wir mit unseren hohen Preisen machen.
Beispielsweise !


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Systemkrise 2008/2009

22.09.2010 um 10:57
@eckhart
der weg zur erkenntnis ist ein weg des "lernens", "begreifens" - hast du gut dargestellt übrigens

aus erfahrungen kann man zwar lernen, aber begreifen wie wichtig ein umdenken ist hat was mit verantwortlichkeit nicht nur für sich zu tun

bewusstwerden, dass weniger oft mehr ist, dass geld man nicht essen kann, dass kleine "kreisläufe" stabiler sind als große - dauert noch ein ganzes stück

wir beiden und einige andere sind weiter im kreativen denken und handeln wollen

es fällt uns leicht anderes zu denken und es auch umzusetzen - wir sehen darin keinen verlust, sondern ein gewinn für alle - und letzteres ist das entscheidende


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22.09.2010 um 12:09
@kiki1962
Große Kreisläufe können nur stabil sein, wenn die kleinen Kreisläufe, aus denen die großen Kreisläufe bestehen, stabil sind.
Das gilt unbegrenzt "nach unten".
Das gilt unbegrenzt "nach oben".

Wenn die großen auf die kleinen treten, bricht alles zusammen.


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22.09.2010 um 16:37
@eckhart
die "großen" haben sich verselbstständigt - das ergebnis erleben -


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JJrousseau
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Systemkrise 2008/2009

01.10.2010 um 12:57
eckhart schrieb am 21.09.2010:Viel zu viele in der Mittelschicht träumen den Wohlstandstraum, verharren im geistigen Tiefschlaf.
Das sehe ich als großes Problem.
Wer schon unten ist, für den ists nach ganz unten nicht mehr weit, der ist auch schon mal näher an den alt bewährten Überlebenstechniken dran.
@eckhart
Es gibt schon neue Überlebenstechniken unter den Armen siehe USA Ghettos.
Die MS-13
oder die Drogenmilieus in den Ghettos, die verdienen Geld mit den Drogengeschäften und ihren Gangsterleben.Da ist alles so extrem verzwickt, dass selbst die Polizei sich nicht traut dort Präsenz zu zeigen, vor allem in den Latino Ghettos...
Letztens eine Doku gesehen über Chicagos Kriminalität, wo die Polizei so derart machtlos ist, dass sogar das Militär eingegriffen hat und auf den Straßen patrouillierte!
Teilweise kann ich diese Kriminellen verstehen..


Die haben sich einfach gesagt, wenn wir kein Job kriegen können, wenn die Gesellschaft uns nur ausgrenzt und uns nicht will.Wenn die uns nicht ordentlich bezahlen ,
Schaffen wir ein eigenes Milieu, in dem wir überleben können.


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Systemkrise 2008/2009

01.10.2010 um 13:02
@JJrousseau
yo - richtig - und das entwickelt sich mehr und mehr - die gesellschaft in der gesellschaft

wie heißt es so schön parallel-gesellschaft

sie sind die ausgeschlossenen - und sie strukturieren sich selbst - an der gesetzgebung vorbei -

die gesellschaftskritische auseinandersetzung wird nicht vom volk, von "unten" heraus geführt, sondern von oben - fern jeder realität, fern jeder wahrnehmung

sehen wir doch jetzt auch mit frau von der leyen - und einigen anderen


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JJrousseau
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nurunalanur
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16.12.2010 um 10:45
@JJrousseau
JJrousseau schrieb:es dauert nicht mehr lange und die Elite wird uns sogar das letzte Hemd wegnehmen so wie in Ungarn
dem kann ich so zustimmen, aktuell wird ja nichts anderes gemacht als Banken mit Steuergelden zu retten, alles auf Kosten der Bürger, siehe z.b. Irland Rettung: Deutschland rettet NICHT Irland, sondern die eigegen Banken Zuhause, weil Irland diesen Banken noch Geld schuldet. Und wie rettet man die Deutschen Banken, eeehm ups sorrry ich mein Irland ? Mit Steuergeldern. Und wie erklärt man das ganze dem Bürger daheim ? Indem man Ihnen weis macht, es sei nur in Im Interrse der Bürger und was sehr gutes und nützliches für sie, sowie der einzig beste Weg.

Habe hier eine Interessante Analyse:

http://www.youtube.com/user/jberni2#p/a/49485F325E843EF1/1/viWK1oVVDOg

Der Vergleich mit der Titanic gefiehl mir am besten.


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JJrousseau
ehemaliges Mitglied

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Systemkrise 2008/2009

16.12.2010 um 13:50
http://www.vermoegensteuerjetzt.de/

unterzeichnet das.
Damit die Banksters auch mal lernen finanziell zu bluten


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nurunalanur
ehemaliges Mitglied

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Systemkrise 2008/2009

16.12.2010 um 17:21
@JJrousseau

Find ich zwar eine tolle Sache, aber leider wird das nichts bringen, genauso wie die anderen etlichen Forderungen, die nicht umgesetzt werden. Politiker arbeiten für Konzerne und Reiche, den Banken schenkt man Milliarden auf Kosten der Steuerzahler, während man beim kleinem Vergehen von kleinen Bürgern dass volle und gnadenlose Programm der Bestrafung durchzieht. Bei den großen Konzernen drückt und Firmen drückt man da schon eher paar mal das Auge zu.

Die Politiker erzählen dem Bürgern, die Schritte die man macht seien "Notwendig", "Gut" und stets "Beste" für die Bürger und das Land. So wird sich immer eine Breite Masse finden, die diese Politiker und Parteien immer wieder unermüdlich Fleißig wählen wird, sei es CDU, SPD, FDP oder mittlerweile die Grünen.

Und deshlab bin ich genauso wie der Typ aus dem VIdeo oben sagt: "Die Bürger, haben es nicht anders verdiehnt, weil sie es so wollen".

Sonntagsfrage Bundestagswahl:

Institut Allensbach Emnid Forsa Forsch?gr.
Wahlen GMS Infratest
dimap Bundes-
tagswahl

Veröffentl. 24.11.2010 12.12.2010 15.12.2010 03.12.2010 16.12.2010 10.12.2010 27.09.2009
CDU/CSU 32,0 % 35 % 34 % 34 % 33 % 33 % 33,8 %
SPD 27,5 % 25 % 24 % 27 % 27 % 27 % 23,0 %
GRÜNE 19,5 % 19 % 20 % 20 % 20 % 20 % 10,7 %
FDP 6,0 % 5 % 4 % 5 % 5 % 5 % 14,6 %
DIE LINKE 9,0 % 10 % 11 % 9 % 9 % 10 % 11,9 %
Sonstige 6,0 % 6 % 7 % 5 % 6 % 5 % 6,0 %

http://www.wahlrecht.de/umfragen/index.htm

wie du siehst, ändert sich an den Quoten nichts.

Aber ändern kann man nur was, wenn man aufhört die dafür Verantwortlichen Parteien und Politiker zu wählen. Eine Veränderung, kommt nicht mit einer lächerlichen Petition oder Demo Zustande.

Sondern mit Systemwechseln und das geht nur über Wählen.


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Dayron
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Dayron
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Systemkrise 2008/2009

21.12.2010 um 08:39
http://www.youtube.com/watch?v=YBPKAfkQchg&feature=related


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Kingston
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Systemkrise 2008/2009

23.01.2011 um 12:22
"Auf der Internetseite eines finnischen Dienstleisters für Schiffstransporte kann man neuerdings auf die Zukunft der Globalisierung wetten. Der Fünf-Milliarden-Euro-Konzern Wärtsilä, ein Logistikriese, der an jedem zweiten weltweiten Schiffstransport mitverdient, lässt hin und wieder Szenarien für die kommenden 20 Globalisierungsjahre ausarbeiten. Wird der Welthandel weiter wachsen und Wohlstand für alle schaffen? Oder beginnt ein Zeitalter, in dem die Chinesen die Weltwirtschaft nach ihren Interessen steuern?

Für die etwa 1000 Experten aus den Branchen Seefahrt, Handel und Finanzen, die seit September bei Wärtsilä ihre Stimme abgegeben haben, ist die Sache offenbar entschieden: Die Mehrheit macht sich über keine dieser beiden Möglichkeiten die größten Gedanken. 38 Prozent fürchten stattdessen am meisten ein drittes Szenario, das die Finnen „raue See“ nennen: „Ressourcen sind knapp und zur Machtquelle geworden“, heißt es in dieser düsteren Vision. „Kartelle und direkte Verträge zwischen Staaten haben den freien Markt ersetzt.“ Der Welthandel zwischen den Kontinenten ist zusammengeschrumpft. Es riecht nach Krieg.

Dass ein Zeitalter knapper Ressourcen begonnen hat und dass uns deshalb eine Menge Ärger bevorsteht – das leuchtet angesichts der Wirtschaftsnachrichten dieser Tage ein. Die Preise für Agrarrohstoffe, Metalle und Energieträger steigen seit Monaten. Der Preis für Rohöl legte, in Euro gerechnet, innerhalb von zwölf Monaten um 28 Prozent zu. Der frisch veröffentlichte Rohstoff-Preisindex des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), der Energieträger außen vor lässt, stieg 2010 um 41,3 Prozent. Die UN meldet „alarmierende“ Rekordpreise für die Grundnahrungsmittel Weizen und Zucker.
Pech mit den Preisen

Warum solch ausgeprägte Steigerungen – jetzt, wo die Weltkonjunktur erst langsam auf die Beine kommt? So viel Grund- und Rohstoffe können eigentlich doch nicht schon wieder nachgefragt werden? Die eine Antwort lautet: Wir hatten einfach Pech. Dürren in Russland und Kasachstan, trockene Sommer in den USA, Argentinien und Brasilien, überraschende Unwetter in etlichen Teilen der Welt und dann auch noch die Rückkehr längst vergessener Pflanzenkrankheiten wie Getreideschwarzrost – all das hat die Erntemengen empfindlich getroffen. Solche Ereignisse drücken auch die Erwartungen künftiger Ernteerträge, und die Wirkung geht über Nahrungsmittel hinaus: Wenn Pflanzen auf den Äckern vertrocknen, wird es weniger Biodiesel geben, und weil Biodiesel sonstigen Sprit ersetzt, steigt auch der Ölpreis.

Es gab zuletzt viele Beispiele für Pleiten, Pech und Pannen in der Rohstoffproduktion. Das fing mit der Ölbohrplattform Deepwater Horizon an, ging mit der Flutkatastrophe in Australien weiter, die etliche Koksminen lahmgelegt hat, was wiederum die Stahlproduktion in Mitleidenschaft zieht – und setzte sich am vergangenen Wochenende damit fort, dass eine wichtige Ölpipeline in Alaska wegen eines Lecks geschlossen werden musste.

Die Preisexplosion, sagen manche Ökonomen, ist bloß die gesunde Reaktion der Märkte auf diese vertrackte Situation: die Kombination eines verknappten Angebots mit einer wieder steigenden Nachfrage. Pech, aber auf lange Sicht nicht so schlimm. Höhere Preise schüfen ja zugleich Anreize, damit Ölförderer mehr Förderkapazitäten schafften, Kohle- und Metallproduzenten fleißiger nach neuen Minen suchten, Bauern mehr in die Bewässerung investierten.

Doch anderen Experten leuchtet die Geschichte von den sich selbst regulierenden Rohstoffmärkten zum Jahresbeginn 2011 weniger ein als je zuvor. „Es ist eine neue Weltordnung“, erklärte kürzlich Darin Newsom, ein viel zitierter Rohstoffkommentator bei dem Brancheninformationsdienst Telvent DTN. „Vor zehn Jahren hätte noch niemand vermutet, dass der Rohstoffsektor jemals etwas anderes sein könne als der kurzfristig orientierte, volatile, kasinoartige Organismus, der er damals war“, sagt Newsom. „Wer hätte gedacht, dass zehn Jahre später das Rohstoffthema die Finanzmedien dominieren würde und dass börsennotierte Rohstofffonds als die Anlageform der Zukunft gelten würden?“ Bloß hat dieses neu geschöpfte Vertrauen offenbar zur Folge, dass es noch wilder zugeht als früher.


Seit etwa 2005, 2006 haben fachfremde Anleger und Spekulanten, Banken und Brokerhäuser den Handel mit Rohstoffen übernommen. Das sind Leute, die nicht besonders viel Ahnung von der Natur dieser Märkte mitbringen, aber hohe Erwartungen. Wenn die Rohstoffmärkte richtig funktionieren, können sie Bauern gegen künftige Ernteausfälle versichern, Preise für Nahrungsmittellieferungen berechenbarer machen und sogar einen Beitrag zur Hungerbekämpfung leisten. Doch in den falschen Händen sorgen sie für das Gegenteil. Ob Öl, Weizen oder Gold: Die reinen Finanztransaktionen sind heute um ein Vielfaches höher als die zugrunde liegenden Rohstoffmengen."

Quelle: http://www.wiwo.de/finanzen/teurer-stoff-453941/

Die Konzerne sind sehr daran interessiert Machtmonopole aufzubauen...Durch die Destabilisierung eines Staates ist es am einfachsten die Monopolstellungen zu erweitern.
Jüngstes Beispiel Griechenland.
Oder sind die Rothschild-Methoden unbekannt. Zu Napoleons Zeit hatte dieser Rothschild mit gleichen Methoden ein Imperium aufgebaut


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Solomann
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Systemkrise 2008/2009

06.03.2011 um 13:24
Regierung denkt über SoFFin-Neuauflage nach
http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE72505P20110306

Es ist doch eine Frechheit, die Banken zahlen wieder Boni an ihre Leute und anscheinend haben sie doch mehr „Leichen“ im Keller als gedacht. Und so wird wieder Vater Staat mit Geld her halten müssen.


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Kingston
ehemaliges Mitglied

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Systemkrise 2008/2009

06.03.2011 um 14:52
Hier noch etwas interessantes über die weltweite Inflation

http://www.manager-magazin.de/politik/artikel/0,2828,749174,00.html


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Systemkrise 2008/2009

29.08.2018 um 11:43
Manche führende Politiker haben aus der Finanzkrise 2008/09 nichts gelernt.

Das Land Hessen verzockt fast 400 Millionen Euro auf dem Finanzmarkt.
Der Verlust könnte sogar auf eine Milliarde Euro ansteigen
https://www.welt.de/wirtschaft/article181299256/Zinsderivate-Hessen-verspekuliert-Hunderte-Millionen-Euro-an-Steuergelde...
https://www.focus.de/politik/deutschland/mit-riskanten-zinsderivaten-das-land-hessen-hat-am-finanzmarkt-mindestens-375-m...


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