mitH2CO3
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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle
um 10:20Hab' dazu nochmal recherchiert, weil ich meinte, ich hätte doch sowas iwann mal gelesen. Aber eine Zahl speziell für ein deutsches "Kredit-Modell" gibt's nicht. Was es gibt: laut DIW entgehen dem deutschen Staat rund 100 Milliarden Euro jährlich durch Steuervermeidung von Hochvermögenden. Aber das ist die Summe aus allen Tricks zusammen (Stiftungen, Wegzug, Kredite etc.) Die 100 Milliarden basieren aber immerhin auf Daten und Modellrechnungen, sind also ein seriöser Orientierungswert. Real dürfte es auch eher mehr als weniger sein, weil - wie bereits erwähnt - aggressive "Steueroptimierungen" naturgemäß schwer vollständig ermittelbar sind.mitH2CO3 schrieb:Gibt es solche Erkenntnisse für Deutschland/Europa? Dunno.
So nimmt der deutsche Staat jedes Jahr nur knapp ein Prozent der Wirtschaftsleistung, oder knapp 40 Milliarden Euro, an vermögensbezogenen Steuern ein. Im Vergleich: Die USA, Frankreich oder Großbritannien haben drei- bis viermal so hohe Steuereinnahmen auf Vermögen. Wenn Deutschland private Vermögen genauso stark besteuern würde wie diese drei Länder, dann hätte der Staat jedes Jahr 100 Milliarden Euro an zusätzlichen Einnahmen. Die fehlenden 17 Milliarden Euro Bundeshaushalt sind also ein Klacks im Vergleich dazu.https://www.diw.de/de/diw_01.c.889141.de/nachrichten/superreiche_koennten_leicht_die_haushaltsluecke_schliessen.html


