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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

20.168 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 09:25
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Und auf den eingenommenen Zinsen zahlt die Bank Steuern.
Jo, die Bank zahlt Steuern, nicht der Milliardär. Der zahlt nur ein paar sehr niedrige Zinsen, was ihn viel günstiger kommt als iwelche Steuern auf Einkünfte.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Das stimmt nicht - der NV kann auch Aktien kaufen und als Garantie einsetzen.
Höh, Theorie und Praxis. Soll ich mal mit ein paar tausend Euro Aktien zu einer Bank gehen und um einen Kredit verhandeln. Wieviel Zinsen werde ich zahlen müßen? Bestimmt erheblich mehr als ein vermögender Unternehmer auf seine Trillionen zahlen wird als Privatbankkunde (-> unter 2%), und um den sich alle Banken reißen. Ein System der Ungleichheit. Zudem werden meine Einkünfte (Gehalt) trotzdem versteuert.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Eben, nicht illegal.
Trotzdem bleibst ein Steuerflüchtling.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Laffer schlägt hier voll zu.
Der schlägt daneben. Schau' Dir morgen den Zweiteiler an, dann lernst Du, dass Laffer einiges bei seiner Serviettenkurve nicht beachtet hat 🥸
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:zur Steuergerechtigkeit gehört auch was man damit macht, wer Steuern erhebt, verpflichtet sich an sich auch dem sinnvollen Einsatz.
ob der Staat Steuergelder gut einsetzt, ist eine anderer Frage als die, ob die oberen 1% überhaupt einen fairen Anteil beitragen. Beides sollte man einfordern. Das eine ersetzt nicht das andere.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 09:33
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Jo, die Bank zahlt Steuern, nicht der Milliardär. Der zahlt nur ein paar sehr niedrige Zinsen, was ihn viel günstiger kommt als iwelche Steuern auf Einkünfte.
Sag ma...wo kommt das Geld der Bank für die Steuern??
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Soll ich mal mit ein paar tausend Euro Aktien zu einer Bank gehen und um einen Kredit verhandeln. Wieviel Zinsen werde ich zahlen müßen? Bestimmt erheblich mehr als ein vermögender Unternehmer auf seine Trillionen zahlen wird als Privatbankkunde (-> unter 2%), und um den sich alle Banken reißen. Ein System der Ungleichheit.
Ich versteh die Beschwerde nicht - Du sagtest es geht nicht, aber es geht.
Konditionen sind immer individuell und nicht dem Staat sondern den Banken anzulasten.
Übrigens, aus meiner Erfahrung: je besser Du verdienst, je mehr Vermögen, zahlst auch mehr Zinsen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Zudem werden meine Einkünfte (Gehalt) trotzdem versteuert.
Seine Einkünfte auch! Impliziere nicht dass es nicht so ist. Das haben wir mehrfach besprochen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Trotzdem bleibst ein Steuerflüchtling.
Wir können gerne ausdiskutieren ob das eine gute oder schlechte Bezeichnung ist.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:ob der Staat Steuergelder gut einsetzt, ist eine anderer Frage als die, ob die oberen 1% überhaupt einen fairen Anteil beitragen. Beides sollte man einfordern.
Macht aber der Verein der Selbstgerechten nicht, thats the point.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 10:14
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Sag ma...wo kommt das Geld der Bank für die Steuern??
Die Bank zahlt Unternehmenssteuer auf ihren Gewinn (Zinsertrag minus Kosten). Das ist nach meinem Verständnis ein viel kleinerer Betrag als die Kapitalertragssteuer, die ein Herr Milliardär bei einem echten Aktienverkauf auf seinen Kursgewinn zahlen müsste. Das ist für den Staat resp. die Gesellschaft ein schlechteres "Geschäft".
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Übrigens, aus meiner Erfahrung: je besser Du verdienst, je mehr Vermögen, zahlst auch mehr Zinsen.
Dass grössere, besser besicherte Kredite günstigere Konditionen bekommen, ist bekannt. Das ist doch der Sinn von Private Banking oder nicht? Deine "aus Erfahrung, mehr Vermögen = mehr Zinsen'" widerspricht dem total. Mir nicht nachvollziehbar.

Und es geht nicht darum, den Banken Konditionen vorzugeben. Es geht darum, dass der Staat diese Lücke schliessen könnte, z.B. indem Kredite gegen sehr grosses unverkauftes Vermögen ab einer bestimmten Grössenordnung steuerlich wie ein Verkauf behandelt werden. Das ist keine Bankenfrage, das ist eine Gesetzesfrage. So verstehe ich zumindest die Kritik vom "Netzwerk Steuergerechtigkeit".
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Seine Einkünfte auch! Impliziere nicht dass es nicht so ist. Das haben wir mehrfach besprochen.
Welche Einkünfte genau? Ein Kredit gegen unverkaufte Aktien ist kein Einkommen, das ist eine Schuld - das scheint doch gerade der Trick bei der Strategie zu sein.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Macht aber der Verein der Selbstgerechten nicht, thats the point.
Null point ... nix als Gebashe. Die kritisieren die Ausgabenpolitik lediglich anders, was Egoisten offenbar nervt.
Das Netzwerk fordert nicht pauschal weniger Staatsausgaben, sondern eine Umsteuerung der Ausgaben hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Nachhaltigkeit
https://www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 11:01
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Sie haben keinen steuerpflichtigen Verkauf (oder wie das eben genau heißt), weil sie sich stattdessen Geld leihen. Diese Möglichkeit hat ein Normalverdiener nicht. Das ist eine Lücke, weil sie nur bei dieser Aktienvermögensgeschichte funktioniert.
Du willst also Steuern darauf erheben, wenn der Aktionär (oder wer auch immer) Geld vom Kreditgeber erhält? Dann gibt es zwei Möglichkeiten:

Entweder macht er die Forderung des Geldgebers als steuermindernd geltend, weil er ja nicht nur Geld bekommt, sondern auch eine Verpflichtung, das Geld wieder zurückzuzahlen, was einen negativen Wert in derselben Höhe darstellt.

Oder er bekommt die Steuern wieder zurück, wenn er den Kredit zurückzahlt. Sind ja schliesslich negative Einnahmen.

Das bleibt ein Nullsummenspiel.


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