@kuno7
kuno7 schrieb:Weil allgemein gesellschaftlich anerkannt is, dass Sozialempfänger nich ihr Geld ausgeben, sondern das Anderer, während die Reichen ihr Geld selbst verdient haben.
Aber das war vermutlich schon immer so. In Gesellschaften, sie Sklaverei betrieben, gab es sicher auch reichlich Gründe dafür, warum es schon ok is, dass manche Sklaven sind und andere nich.
Man sollte sich allerdings darüber klar sein, dass das keine Naturgesetze sind und somit unabänderlich, sondern das man solche Konventionen auch ändern kann, wenn man will.
Stimmt, die Vorstellung, dass Sozialempfänger das Geld anderer ausgeben, während Reiche ihr eigenes Geld verdient haben, ist keine Naturgesetzlichkeit, sie ist 'ne Konvention.
Sie ist Teil einer Ideologie, die den Reichtum der Reichen als verdient und den Mangel der Armen als selbstverschuldet darstellt. Diese Konventionen kann man ändern, aber sie ändern sich nicht von selbst....sie ändern sich nur, wenn diejenigen, die unter ihnen leiden, anfangen, sie infrage zu stellen....
kuno7 schrieb:Das neue System sollte dann aber auch insgesamt besser sein als der reformierte Kapitalismus. Auch etwas, dass nich automatisch gegeben is.
In der Tat, ein neues System ist nicht automatisch besser, aber das jetzige ist so schlecht, dass es nicht schwer sein kann, es zu verbessern.... Die Frage ist ja nicht, ob ein anderes System perfekt ist, sondern, ob es weniger schlecht ist als das, was wir haben und das ist eine Frage des Wollens, nicht des Könnens....