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Das bedingungslose Grundeinkommen

Das bedingungslose Grundeinkommen

30.06.2020 um 07:07
bgeoweh
schrieb:
Genau wegen irgendwelcher Unemployables mit solchen Suppenkasper-Allüren gibt es diese Kurse doch.
Und du bist der Meinung solche Menschen ändert man mit solchen Kursen?


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30.06.2020 um 07:55
McMurdo
schrieb:
Und du bist der Meinung solche Menschen ändert man mit solchen Kursen?
Nein, da würde zum "Reset" vielleicht nur die Streichung aller Maßnahmen helfen...auch wenn es vielleicht hart klingt.


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30.06.2020 um 08:17
off-peak
schrieb:
Der wurde einfach immer nur als Aushilfe eingestellt und war zwischendurch arbeitslos. Einfach, weil das von den jeweiligen Arbeitsgebern sehr wohl genau so geplant war. Nicht, weil er zu doof wäre, einen zusammen hängenden Sat
Nunja eine berufliche Umorientierung wäre da sinnvoller. Aber da muss das Impuls aus einem selber kommen.


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30.06.2020 um 13:21
McMurdo
schrieb:
Es ist doch eher so, jedem dem nichts sinnvolles zu so Kursen einfällt, warum die durchgeführt werden, bestätigt ja meine Meinung das sie sinnlos sind. Denn wenn kein Sinn nachweisbar ist, dann ist es nachweisbar sinnlos. :)
Es mag ja sinnlose Kurse geben. Aber es lohnt sicher auch mal ein zweiter Blick.

Ich habe mal eine Führungskräftschulung mitgemacht, die von meinem Arbeitgeber für uns alle sehr teuer bezahlt wurde. In einem Rollenspiel, dass wir dort gemacht haben, mussten wir aus recht einfachen Materialien Segelfluzeugmodelle bauen.

Wenn man den Kurs darauf reduziert, wäre er dumm gewesen. In Wahrheit ging es dabei um andere Dinge, die durch die Modalitäten des Baus implementiert waren, wie Teamarbeit, Hinterfragen von uneindeutigen Anleitungen u.ä.

Jeder, der sich ernsthaft darauf eingelassen hat, hat da etwas mitnehmen können. Aber auch unter Führungskräften gab es die, die das nur doof fanden und auf das Vordergründige reduzierten. Schließlich arbeiten wir nicht bei einem Modellbauhersteller. Komischerweise waren das gerade die, die es mit Teamarbeit und konstruktiv ohnehin nicht so haben.

'Kaufladen spielen' kann durchaus eine gute Simulation sein, wenn sie clever durchgeführt wird und die Teilnehmer sich drauf einlassen. Man kann es natürlich auch doof finden und sich wundern, dass auch die eigene Situation nach Jahren noch dieselbe ist.

Vielleicht geht es ja gerade um das 'Lass Dich doch mal drauf ein'. Ist ja nicht so, dass das bei einem Job keine Rolle spielt.


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01.07.2020 um 08:46
sacredheart
schrieb:
Ich habe mal eine Führungskräftschulung mitgemacht, die von meinem Arbeitgeber für uns alle sehr teuer bezahlt wurde.
Andererseits wird ein Kurs ja auch nich automatisch "wertvoll", nur weil er freiwillig teuer bezahlt wurde. :)

kuno


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01.07.2020 um 13:03
kuno7
schrieb:
Andererseits wird ein Kurs ja auch nich automatisch "wertvoll", nur weil er freiwillig teuer bezahlt wurde. :)
Das stellt sich immer erst im Nachhinein heraus. Wenn das Unternehmen bessere Umsätze macht, dann misst sich dieses Prädikat wertvoll immer an den Mehrwert.

Wenn ein gute/s/r Unternehme(n)r sieht, es klappt was nicht, versucht er einen neuen Weg und wählt die Referenten, die schon nachweislich Erfolge verbuchen konnte.

Es ist auch eine Entscheidung, schlechte Mitarbeiter zu entfernen, sollten diese sich nicht kooperativ zeigen. Auch dazu holt man sich eine zweite Meinung ein. Es muss nicht unbedingt ein Unternehmensberater sein, der von aussen entscheidet.


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01.07.2020 um 23:24
Bauli
schrieb:
Das stellt sich immer erst im Nachhinein heraus. Wenn das Unternehmen bessere Umsätze macht, dann misst sich dieses Prädikat wertvoll immer an den Mehrwert.
Nur dürften die Zusammenhänge für Erfolg oder Misserfolg in einem Unternehmen meist viel zu komplex sein, um es auf eine einzelne Maßnahme wie zB. einen Kurs zurückführen zu können.

kuno


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01.07.2020 um 23:47
@kuno7

Hast Du da Erfahrung? Du weisst schon, dass Personalentwicklung/ Bewertung auf mehrere Säulen fusst?


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01.07.2020 um 23:53
Bauli
schrieb:
Hast Du da Erfahrung?
Ich übe seit mehr als 30 Jahren einen Beruf aus, von daher ja, ich habe Erfahrungen über Zusammenhänge von Erfolg und Misserfolg in manchen Unternehmen. :)
Bauli
schrieb:
Du weisst schon, dass Personalentwicklung/ Bewertung auf mehrere Säulen fusst?
Von Personalentwicklung verstehe ich nichts, aber was hat das mit dem von mir gesagten zutun?

kuno


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02.07.2020 um 05:41
sacredheart
schrieb:
Vielleicht geht es ja gerade um das 'Lass Dich doch mal drauf ein'. Ist ja nicht so, dass das bei einem Job keine Rolle spielt.
Das wäre ja noch ok, die Wahrheit ist aber doch, wer sich beim Jobcenter nicht drauf einlässt wird sanktioniert. Ist also mit einer freiwilligen Maßnahme gar nicht vergleichbar. :)
kuno7
schrieb:
Nur dürften die Zusammenhänge für Erfolg oder Misserfolg in einem Unternehmen meist viel zu komplex sein, um es auf eine einzelne Maßnahme wie zB. einen Kurs zurückführen zu können.
Ich halte davon eh nichts, das sind Kurse in denen sich die Dozenten für ein paar Kalendersprüche fürstlich bezahlen lasse. Ist wie mit diesen Egotrainings: Hey wenn du meinen Kurs besuchst zeig ich dir wie man erfolgreich und selbstbewusst wird. Und dann werden da 2 Stunden irgendwelche Lebensweisheiten zitiert die man alle schon mal auf irgendwelchen Tischkalendern gelesen hat.


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02.07.2020 um 07:41
McMurdo
schrieb:
Das wäre ja noch ok, die Wahrheit ist aber doch, wer sich beim Jobcenter nicht drauf einlässt wird sanktioniert.
Richtig - Mitmachen ist Voraussetzung. Ich werde als Steuerzahler auch nicht gefragt ob ich Steuern zahlen will....und bei Steuerhinterziehung steht auch Knast als Sanktion zur Verfügung.


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02.07.2020 um 11:02
@McMurdo

Ich wüsste auch erst mal kaum einen guten Grund, sich nicht auf eine von der Allgemeinheit finanzierte Maßnahme einzulassen, die mittelbar dazu führen kann, nicht mehr von der Allgemeinheit finanziert werden zu müssen.

Solange keine Dinge jenseits der Menschenwürde verlangt werden, gibt es auch einen guten Grund, eine Verweigerung zu sanktionieren.

Als Teilnehmer darf man ja auch nicht ganz aus dem Auge verlieren, dass die Steuerzahler, die auch mein Leben mitfinanzieren auch nicht das Privileg haben, bei der Arbeit ausschließlich die Dinge durchzuführen, die im ersten Ansatz sinngebend oder persönlich beglückend sind.

Und im Gegensatz zum Teinehmer einer Maßnahme tut dies der Arbeitnehmer 5 Tage die Woche das ganze Jahr über.

Wenn ich ein sinnarmes aber erforderliches Audit vorbereite, das inhaltlich völlig abstrus ist, kann ich auch nicht einfach in die Trotzphase eintreten.


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02.07.2020 um 11:49
@sacredheart
Ich habe den Eindruck die Diskussion geht in die Richtung...die Teilnehmer können das alles, wissen es besser und sind auch Top ausgebildet für verschiedene Tätigkeiten.
Bleibt bloß die Frage warum sie keinen Job haben.


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02.07.2020 um 12:03
@abahatschi

Wenn ich in der Situation wäre, an so einer Maßnahme teilzunehmen, ob sie mir nun gefällt oder nicht, würde ich das so gut ich kann tun, schon aus dem Grund, dass ja auch eine Rückmeldung erfolgt.

Und wenn ich dann mal den Wusch habe, eine Förderung zu bekommen, die mich wirklich weiterbringt, wird der Sachbearbeiter dem sicher eher nachkommen, wenn ich mich bei der letzten Maßnahme nicht wie ein 2jähriges Kind in der Trotzphase benommen hatte.

So ist es doch auch an jedem Arbeitsplatz. Wenn ich etwas für wirklch schlecht und veränderungswürdig halte, kann ich das vielleicht auch bei Vorgesetzten thematisieren. Das geht aber doch auch nur dann, wenn ich nicht jeden 2.Tag etwas zu meckern habe oder gar in der 1. Woche meiner Tätigkeit.

Wer in der Probezeit schon zeigt, dass Frustrationstoleranz ein persönliches Fremdwort ist, hat ja auch beste Aussichten, diese Probezeit nicht zu überstehen.

Da kann man doch erst recht erwarten, dass jeder sich mal ein paar Stunden zusammennehmen kann.

Leider wird auch in der Öffentlichkeit immer ein Bild von Arbeit vermittelt, als ob es da nur um lockere Präsentationen in chicen Glaspalästen ginge. Es wird ein Generation Y Bild von Arbeit vermittelt, das mit der realen Arbeitswelt mal nicht so viel zu tun hat.

Aus Granit macht man halt kein Konfetti und aus Mettwurst kein Marzipan.

Wenn ich beruflich mal in Jammerlaune bin (selten), dann denke ich auch mal an die Kassiererin beim Discounter, die viel weniger Privilegien hat als ich, hart arbeiten muss für viel weniger Geld und danach halte ich mich auch mal wieder zurück.


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02.07.2020 um 12:46
sacredheart
schrieb:
Als Teilnehmer darf man ja auch nicht ganz aus dem Auge verlieren, dass die Steuerzahler, die auch mein Leben mitfinanzieren auch nicht das Privileg haben, bei der Arbeit ausschließlich die Dinge durchzuführen, die im ersten Ansatz sinngebend oder persönlich beglückend sind.
Nun das große Problem wird sein, dass man nicht richtig und ausreichend selektiert welche Personen man in welchen Kurs eingeteilt. Teilt man Personen mit Interesse oder mit einer Ausbildung im Einzelhandel in diesen Kaufmannsladen ein ist das sinnvoll. Die könnten da sicherlich etwas mitnehmen. Ich persönlich würde den Vermittler einen Vogel zeigen. Was soll ich daraus für Vorteile entnehmen? Genauso wie ich keine Grundschulaufgaben lösen muss. Warum auch? Bis 5 zählen kann ich schon noch.
Ob 2 Kurse beim Bewerbungsschreiben sinnvoll wären, darüber lässt sich streiten. Vielleicht wenn es nicht um den selben Bildungsträger und die selben Personen gehandelt hätte.


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02.07.2020 um 12:55
Ray.
schrieb:
Nun das große Problem wird sein, dass man nicht richtig und ausreichend selektiert welche Personen man in welchen Kurs eingeteilt. Teilt man Personen mit Interesse oder mit einer Ausbildung im Einzelhandel in diesen Kaufmannsladen ein ist das sinnvoll. Die könnten da sicherlich etwas mitnehmen. Ich persönlich würde den Vermittler einen Vogel zeigen.
@Ray.

Hm, wenn man denn mal einen Arbeitsplatz hat, wird da auch nicht jeden Tag auf persönliche Interessen Rücksicht genommen.

Und wie von mir schon oben aufgeführt, kann man ggf auch aus fachfremden Simulationen etwas lernen, wenn sie eine andere Zielsetzung verfolgen, als nur das ganz Vordergründige. Das kann Teamwork sein, Umgang mit Kunden, Umgang mit Kollegen, Umgang mit uneindeutigen Arbeitsanweisungen, Umgang mit Zeitdruck. Das kann man nicht nur im Bezug auf den eigenen Beruf üben und simulieren.

Und wer im Arbeitsleben dazu neigt, bei Missfallen einen Vogel zu zeigen, wird evtl nach einigen Jahren dann selbst an solchen Kursen teilnehmen müssen. Insofern sehe ich die Aussage als unangemessen an.

Wer 5 Tage die Woche arbeitet, kann auch nicht jeden Tag ausdiskutieren, was ihn gerade besonders liegt. Warum soll das dann derjenige tun, der nur ein paar Tage oder Wochen im Jahr an einer Maßnahme teilnimmt?


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02.07.2020 um 12:58
sacredheart
schrieb:
Hm, wenn man denn mal einen Arbeitsplatz hat, wird da auch nicht jeden Tag auf persönliche Interessen Rücksicht genommen.
Und nur damit man dies mal sieht werden wahrscheinlich tausende Euros ausgegeben? Welche Zielsetzung sollte man da haben? Bei einigen Dingen sehe ich einfach nichts.


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02.07.2020 um 13:02
@Ray.

Wenn man dadurch verhindern kann, dass der Teilnehmer einer Maßnahme dann in der ersten Arbeitswoche einem Vorgesetzten den Vogel zeigt, weil ihm eine Aufgabe gerade nicht unmittelbar sinnvoll erscheint, kann das Geld doch schon gut investiert sein.

Fehlende Frustrationstoleranz ist ja nicht gerade selten der Grund dafür, jemanden nach einer Probezeit nicht zu übernehmen. Ich halte das geradezu für eine verloren gehende Kernkompetenz.


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02.07.2020 um 13:06
Wir dürfen nun eine Sache nicht vergessen.
Es gibt das SGB II und das SGB III.

Die top ausgebildete Fachkraft, wird doch zu 99% während ihrer SGB III Zeit vermittelt und findet eine neue Stelle.
Im SGB II muss man schon eine Zäsur starten, warum es bis dato nicht geklappt hat.
Natürlich sitzen in diversen Kursen nicht immer 100% passgenaue Teilnehmer, dies ist unter anderem ein Resultat aufgrund des Einkaufspolitik einer Behörde.

Aber auch fehlende und mangelnde Kommunikation zwischen Bewerber und Vermittler.


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02.07.2020 um 14:27
abahatschi
schrieb:
Bleibt bloß die Frage warum sie keinen Job haben.
Das dürfte mehrere Ursachen haben:
Erstens gibt es schon mal nich für jeden arbeitsfähigen Arbeitslosen auch eine freie Stelle.
Zweitens sind vermutlich auch nich mehr alle Langzeitarbeitslosen Intellektuell und psychisch in der Lage eine Stelle auf dem freien Arbeitsmarkt vernünftig zu besetzen.
Drittens gibt es sicher auch Einige, die schlicht gar nich wollen.

mfg
kuno


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