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Das bedingungslose Grundeinkommen

Das bedingungslose Grundeinkommen

02.07.2020 um 14:31
kuno7
schrieb:
Zweitens sind vermutlich auch nich mehr alle Langzeitarbeitslosen Intellektuell und psychisch in der Lage eine Stelle auf dem freien Arbeitsmarkt vernünftig zu besetzen.
Gibt es da Lektüre, die deine Annahme stützt oder bist du Psychiater oder ähnliches und hier medizinisch relevant unterwegs?


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02.07.2020 um 17:16
capspauldin
schrieb:
Aber auch fehlende und mangelnde Kommunikation zwischen Bewerber und Vermittler.
Richtig und das muss definitiv verbessert werden. Nur so kann man etwas erreichen.


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02.07.2020 um 17:39
Bauli
schrieb:
Gibt es da Lektüre, die deine Annahme stützt
Weiß ich nich.
Bauli
schrieb:
bist du Psychiater oder ähnliches und hier medizinisch relevant unterwegs?
Nö, ich bin Elektriker und hab lediglich eine Vermutung geäußert, was man eigentlich meiner Aussage auch problemlos hätte entnehmen können.
Eigentlich. :)

kuno


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02.07.2020 um 19:16
sacredheart
schrieb:
Fehlende Frustrationstoleranz ist ja nicht gerade selten der Grund dafür, jemanden nach einer Probezeit nicht zu übernehmen. Ich halte das geradezu für eine verloren gehende Kernkompetenz.
Was haben sinnlose Kurse mit fehlender Frustrationstoleranz zu tun?


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02.07.2020 um 19:21
abahatschi
schrieb:
Richtig - Mitmachen ist Voraussetzung. Ich werde als Steuerzahler auch nicht gefragt ob ich Steuern zahlen will....
Dennoch hast du als Steuerzahler aber doch ein Interesse daran, dass Steuern sinnvoll eingesetzt werden, richtig? Zumindest mir geht es so und vielen anderen auch.


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03.07.2020 um 13:11
@Ray.

Wer entscheidet denn bitte, as sinnlos und was sinnvoll ist? Wenn eine Maßnahme einem Teilnehmer, an den ohnehin denkbar geringe Anforderungen gestellt werden, sinnlos erscheint, heisst das noch lange nicht, dass die Maßnahme generell sinnlos ist.

Und wer schon damit überfordert ist, sich bei einer Maßnahme einzubringen, die ihm selbst gerade nur mäßig beglückend erscheint, wird wohl auch im real life leicht in Schwierigkeiten geraten, weil die meisten Dinge, die man bei einer bezahlten Arbeit tut, auch nicht im ersten Ansatz beglückend sind oder den Klimawandel sofort beenden.


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03.07.2020 um 14:07
@sacredheart
Wie gesagt wenn sie sinnvoll wäre ist es überhaupt kein Problem. Deswegen noch einmal die Frage welchen Sinn siehst du darin? Frustrationstoleranz ist vielleicht die falsche Antwort, dann wäre es wohl sinnvoller den Arbeitslosen zu einem Antiagressionstraining zu schicken.


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03.07.2020 um 14:24
@Ray.

Wer sich der aktiven Teilnahme an einer solchen Veranstaltung aus geistiger Kurzsichtigkeit heraus widersetzt, muss deswegen ja noch lange kein Aggressionsproblem haben. Das ist nicht das Gleiche.

Wenn ich aber schon in einer Zeit mit sehr guter Beschäftigung langzeitarbeitslos wäre und eine solche Maßnahme mitmachen müsste, würde ich mich fragen: Hat mein Status vielleicht etwas mit mir zu tun? Man kann es sich natürlich auch leicht machen und wie nicht selten sind immer die anderen doof. Und alles ist so ungerecht. Und ich bon solchen Maßnahemn ja derart geistig überlegen, dass es geradezu beleidigend ist, daran teilzunehmen. Warum merkt nur keiner, wie hochbegabt ich bin?


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03.07.2020 um 14:38
@sacredheart
Richtig das könnte sein oder aber die Maßnahme würde fehlerhaft auf das Auge gedrückt. Kommt ja durchaus auch bei Bewerbungsadressen vor die man bekommt.


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03.07.2020 um 14:46
@Ray.
Ray.
schrieb:
Kommt ja durchaus auch bei Bewerbungsadressen vor die man bekommt.
Das ist absolut möglich. Dem kann man ja ganz simpel vorbeugen, in dem man sich bei Arbeitgebern selbständig bewirbt, die dem eigenen Profil entsprechen. Wer könnte mich schon besser kennen und einschätzen als ich selbst. Nur die Menschen, die von solchen Petitessen schon überfordert sind, sind ja auch auf die manchmal hilflosen Vorschläge vom Amt angewiesen.

Ich hatte selbst im Leben einige Jahre mit einem Amt zu tun, nur halt nicht beim Thema Job. Da habe ich eigentlich immer die Erfahrung gemacht, wenn ich da mit durchdachten Konzepten ankomme, die ein Problem lösen können und mich einigermaßen sozialverträglich verhalte, sehe ich viel öfter jemanden nicken, als den Kopf schütteln. Zu gleichen Ämtern mussten aber auch andere, die ich kennenlernte. Die waren zum Teil entrüstet, dass 'die Schweine vom Amt' nix machen. Wer da mit der Erwartung hingeht: Das ist mein Problem und ihr löst das jetzt gefälligst und wenn's schnell geht, macht nix, dann klappt das auch nicht.


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03.07.2020 um 14:56
@sacredheart
Nun egal wie regelmäßig man sich bewirbt diese Jobs, auf die man sich bewerben muss, kommen trotzdem.

Dann hattest du mehr Glück als ich. Meine persönliche Erfahrung mit Ämtern und Beamten sind da leider nicht so gut. Man muss eben dran bleiben, damit überhaupt mal etwas voran geht.


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03.07.2020 um 15:36
Ray.
schrieb:
Man muss eben dran bleiben, damit überhaupt mal etwas voran geht.
@Ray.

Das kann ich so unterschreiben. Man muss lernen, mit der dort herrschenden Zeitlupe zu leben. Die kann man nicht ändern. Man kann nur mit freundlicher konstruktiver Beständigkeit darauf hinwirken, dass es sich in Zeitlupe wenigstens in die richtige Richtung bewegt.

Man muss aber auch den Sachbearbeiter verstehen. Der hat ja nicht nur etliche Bittsteller zu versorgen, die ganzen Pflanzen auf der Fensterbank topfen sich ja auch nicht von alleine um, dann muss man den Essensplan der Kantine im Blick behalten, die Brückentage planen und obendrauf kommt noch das Bundesliga Tippspiel. Und dann kommt auch noch der Bürger, der was will. Das kann ja nicht gutgehen.

Aber das ist nicht überall so. Wir mussten bei einer dänischen Behörde letztes Jahr einen durchaus komplexen Antrag stellen. Uns wurde mitgeteilt, welche Unterlagen wir als pdf einreichen müssen. Gesagt, getan. Eine Stunde später kam eine email, die den Eingang bestätigte und mitteilte, dass die Bearbeitung aufgrund des Umfangs einige Zeit dauern würde und zwar 3-4


Jahre (nein)

Monate (nein)

Wochen (nein)

Tage. Und am 3. Tag erhielten wir einen positiven Bescheid mit dem Hinweis, wo und wann und so weiter. Es könnte also auch anders gehen.


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03.07.2020 um 15:47
@sacredheart
Manchmal hilf tatsächlich auch mal eine wohl überlegte Beschwerde. So etwas kann Wunder wirken.

Die Beschreibung passt schon recht gut und leider hat man manchmal das Gefühl, daß man sich eben nicht so mit Elan an die Jobsvermittlung dran setzt wie ans Kaffee trinken. Dann kommen auch mal seltsame Kurse zustande.


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03.07.2020 um 15:49
@Ray.
Ray.
schrieb:
Manchmal hilf tatsächlich auch mal eine wohl überlegte Beschwerde.
In dem bereich, in dem ich Menschen beim Umgang mit einem Amt berate, rate ich immer dringend davon ab.

Dienstaufsichtsbeschwerden sind FFF: fristlos, formlos, fruchtlos.

Außer einer Anti Haltung kann man damit nichts bewirken. Verbrannte Erde ist einfach kein gutes Territorium. Ich versuche mich eher selbst an die Zuständigen zu wenden, um eine gewisse Empathie für mein Anliegen zu erreichen. Manchmal kann das klappen, aber nicht mehr nach einer Beschwerde.


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05.07.2020 um 09:40
sacredheart
schrieb:
Und ich bon solchen Maßnahemn ja derart geistig überlegen, dass es geradezu beleidigend ist, daran teilzunehmen. Warum merkt nur keiner, wie hochbegabt ich bin?
Na gut, aber was willst Du als z. Bsp. Akademiker über 50 Jahre in solcher Maßnahme? Ich denke, viele Maßnahmen bringen nur dem Anbieter der Maßnahmen einen Gewinn.
Wer einen akademischen Abschluss hat und solche Leute gibt es, besonders über 50 Jahre, dem bringt eine solche Maßnahme meist gar nichts.
Was soll z. Bsp. ein Dipl. Ing, mit langjähriger Berufsefahrung dort? Den Computerkurs könnte er locker selber geben...Wahrscheinlich kommen demnächst einige Dipl.Ing. wieder in eine Maßnahme.
Airbus plant ja eine große Entlassungswelle, weil die Flugzeugbestellungen stark rückläufig sind, dank Corona....Mit der Automobilindustrie läuft es auch nicht mehr gut.

Statt sinnlose Maßnahmen von unseren Steuergeldern zu finanzieren, die den Leuten keinen ordentlichen Job mehr einbringen, wäre es doch sinnvoller ein BGE zu finanzieren, meine Meinung.


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05.07.2020 um 10:33
@Rotmilan

Ich kann überhaupt keinen Sinn darin entdecken, gerade Menschen nach 13 (respektive 12) Jahren Schule, 5-7 Jahren Hochschulstudium und x Jahren Berufserfahrung mit so einer Zahlung, die letztlich dazu dient zu sagen: 'Bleib zu Hause und halt die Klappe' ruhig zu stellen.

Und gerade in Zeiten, in denen ganz aktuell die künftigen Staatseinnahmen (aus denen ein BGE finaziert werden müsste) kaum vorher sehbar sind, die Staatsausgaben aber durch Corona Hilfen überall und eine sich langsam abzeichnende Riesenschenkung an andere EU Mitglieder explodieren, wäre ein BGE auch nicht sicher finanzierbar.

Stattdessen wäre von Staatsseite zu überlegen: Wie kann ein Arbeitsplatz für gut qualifizierte Menschen, die gerade nicht dem Anforderungspofil entsprechen, gefunden werden. Und auf Seite des Hochschulabsolventen, der langzeitarbeitslos ist, sollte die Überlegung mehr Raum einnehmen: Was kann ich tun? Was habe ich vielleicht suboptimal gemacht? Und wenn es ihm dann einfällt, dann wäre ich allerdings auch für sehr gezielte Hilfen. Allerdings würde ich vom langzeitarbeitslosen Hochschulabsolventen erwarten, auch mal mit sehr kleinen Brötchen anzufangen.

Ich kenne selbst einen sicher sehr gut qualifizierten Büromaschinentechniker, dessen Arbeitszeit mal Ende der 80er ein Ende fand. Auch 15 Jahre später war der nicht bereit, von seinen Vorstellungen an einen Arbeitsplatz abzurücken und fand bis zu seiner Berentung nie wieder eine Beschäftigung. Da suchten Firmen natürlich niemanden mehr, der sich mit BTX und elektronischen Schreibmaschinen bestens auskannte. Für einfache Arbeit fühlte er sich aber immer zu gut. Am Ende liegt der jetzt seit ca 1990 dem Staat auf der Tasche und war auch immer selbst todunglücklich.


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07.07.2020 um 16:50
Rotmilan
schrieb:
Na gut, aber was willst Du als z. Bsp. Akademiker über 50 Jahre in solcher Maßnahme? Ich denke, viele Maßnahmen bringen nur dem Anbieter der Maßnahmen einen Gewinn.Wer einen akademischen Abschluss hat und solche Leute gibt es, besonders über 50 Jahre, dem bringt eine solche Maßnahme meist gar nichts.Was soll z. Bsp. ein Dipl. Ing, mit langjähriger Berufsefahrung dort? Den Computerkurs könnte er locker selber geben...Wahrscheinlich kommen demnächst einige Dipl.Ing. wieder in eine Maßnahme.Airbus plant ja eine große Entlassungswelle, weil die Flugzeugbestellungen stark rückläufig sind, dank Corona....Mit der Automobilindustrie läuft es auch nicht mehr gut.Statt sinnlose Maßnahmen von unseren Steuergeldern zu finanzieren, die den Leuten keinen ordentlichen Job mehr einbringen, wäre es doch sinnvoller ein BGE zu finanzieren, meine Meinung.
Wenn diese Leute nicht auf ihrem Hintern sitzen bleiben, können sie überall eine neue Tätigkeit finden. Zum Beispiel als Lehrkräfte im Ausland, in Zusammenarbeit mit Entwicklungshilfeprojekten, die z. B. junge Afrikaner in Computertechnik einführt. Mit langjähriger Berufserfahrung als Diplomingenieur oder Flugzeugtechniker findet man in vielen Ländern eine Anstellung, Englisch als Weltsprache kann so ziemlich jeder, oder man arbeitet sowieso in einem Team, wo mindestens einer die Landessprache beherrscht. Wer sagt denn, daß diese Leute sich auf Deutschland beschränken müssen? Dem gut Gebildeten steht die ganze Welt offen.


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07.07.2020 um 19:43
T.Rick
schrieb:
Zum Beispiel als Lehrkräfte im Ausland, in Zusammenarbeit mit Entwicklungshilfeprojekten, die z. B. junge Afrikaner in Computertechnik einführt.
Im Ernst? Mit 50+ hast Du andere Interessen im Leben als Abenteuerurlaub in Afrika. Mit ziemlicher Sicherheit hast Du Familie, die hier entweder Jobs haben oder noch in der Ausbildung sind. Ein Haus, das abgezahlt werden muss. In dem Du dann auch leben möchtest.
Auswandern ist dann das letzte, das auf Deiner Noch-im-Leben-zu-tun Liste steht.
Ganz abgesehen mal vom Gesundheitsaspekt.
T.Rick
schrieb:
Dem gut Gebildeten steht die ganze Welt offen.
Mit Sicherheit nicht, denn die ganze Welt hat genug eigene Leute, die Jobs suchen.


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