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Gegen Stuttgart21-Gegner!

170 Beiträge, Schlüsselwörter: Demonstration, Bahnhof, Schreien, Aktivist, Dagegen, Demonstrant, Stuttgart21, Dafür

Gegen Stuttgart21-Gegner!

14.12.2010 um 21:22
mitras schrieb:Das hätte durchaus etwas, wenn da eine Bauruine stehen bliebe
Prora ist weit weg.
So hätte Süddeutschland auch was.


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greenkeeper
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Gegen Stuttgart21-Gegner!

14.12.2010 um 21:23
Die Bahn wird in Stuttgart bestimmt keine Bauruine zurücklassen, davon is auszugehen. Wenn das Geld vom Staat knapp wird verlängert sich eben die Bauzeit. So können aus geplanten 10 - 15 Jahren schnell auch mal 30 werden. Wayne.

Gruß greenkeeper


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Gegen Stuttgart21-Gegner!

14.12.2010 um 23:02
greenkeeper schrieb:Wayne.
genau, so könnte einer der bahnsteige aussehen ;)

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emanon
ehemaliges Mitglied

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Gegen Stuttgart21-Gegner!

15.12.2010 um 08:43
Es scheinen hier, auch beim Erklärbär @eckhart keine genaue Vorstellung vom Ablauf eines Planfeststellungsverfahren zu geben.
Da ich momentan in eines involviert bin (Renaturierung eines an das Grundstück grenzenden Baches) will mal etwas dazu sagen.

1.) Planerstellung durch den Vorhabenträger
2.) Einreichen des Planes bei der zuständigen Anhörungsbehörde (§ 73 Abs. 1 VwVfG)
3.) Anhörungsverfahren (§ 73 Abs. 2 VwVfG)
Einholen von Stellungnahmen betroffener Behörden
4.) Öffentliche Auslegung (§ 73 Abs. 3 VwVfG)
Hier wurden dann die Anwohner ins Boot geholt. Jeder einzelne Anrainer wurde separat
angeschrieben. Die Pläne lagen für jeden einsehbar im Rathaus aus und jeder konnte seine
Bedenken schriftlich äussern. Völlig undenkbar für mich, dass ein Projekt der Grössenordnung
wie Stuttgart 21 völlig an allen Beteiligten und Betroffenen vorbei gegangen ist.

5.) Erörterung (§ 73 Abs. 6 VwVfG)
Der Erörterungstermin muss rechtzeitig bekannt gegeben werden. An der Erörterung sollen
alle beteiligten Behörden, die Anrainer,und alle die schriftliche Bedenken geäussert haben
teilnehmen. Bei uns waren auch die Bauträger, also die Ausführenden mit von der Partie
und standen Rede und Antwort.
6.) Weiterleitung der Anhörungsergebnisse (§ 73 Abs. 9 VwVfG)
Die Anhörungsbehörde gibt eine Stellungnahme zum Anhörungsergebnis ab und leitet sie an
die Planfeststellungsbehörde weiter.
7.) Planfeststellungsbeschluss (§ 74 VwVfG)

Gegen den Beschluss oder gegen Verfahrungsfehler kann vor dem Oberverwaltungsgericht geklagt werden. Wie bei fast allen Transaktionen so sind auch hier natürlich Fristen zu beachten.
Wenn ich bedenke wieviele Naturschutzverbände und Parteien hier bei der mich betrefffenden, relativ überschaubare Massnahme von Anfang an im Boot waren und an den Besprechungen teilgenommen haben, ist es mir ein Rätsel, wie Stuttgart 21 an so vielen Menschen, Parteien und Institutionen Jahrzehnte vorbei gehen konnte.
1994 wurden die ersten Pläne vorgestellt. Warum regt sich der erste nennemswerte Widerstand erst 25 Jahre später?
Vielleicht kann ja der Erklärbär dazu mal etwas Substantielles beitragen.


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Gegen Stuttgart21-Gegner!

15.12.2010 um 12:33
@emanon
Der Erklärbär hat, während er den Schlichtungsgesprächen von Anfang an folgte, den Eindruck gewonnen, dass "seit 1994" als "die ersten Pläne vogestellt" (Zitat @emanon) bis heute
der Öffentlichkeit erst nach und nach bekannt wurde, dass die tatsächlichen Baukosten sehr viel höher werden, als die ursprünglich geplanten.
Völlig berechtigt ist dagegen Deine Frage, wieviele politischen Entscheidungsträger, Behörden und Parteien hier bei der anfangs relativ überschaubare Massnahme von Anfang an im Boot waren und an den Besprechungen teilgenommen haben, ist es mir ein Rätsel, wie Stuttgart 21 an so vielen Menschen, Parteien und Institutionen Jahrzehnte vorbei gehen konnte.
Da bin ich voll bei Dir!
Wieso aber schreibst Du: "mich betrefffenden relativ überschaubaren" ?
Berührt Dich etwa nur ein Teilaspekt ?

Also ich fühle mich vom Gesamtvorhaben betroffen, obwohl ich noch nie in Stuttgart war und vielleicht nie hinkommen werde.
Stuttgart ist überall.

Zurück zum Thema.
Also:
Die vielen politischen Entscheidungsträger, Behörden und Parteien die gemeinsam mit dem Vorhabenträger intensiv zusammenarbeiteten müssen doch innerhalb dieser 25 Jahre gemerkt haben, dass sich nach und nach herausstellt, dass dieses Vorhaben immer teurer werden wird.
Die Erkenntnis ist ja nicht plötzlich vom Himmel gefallen.

Hat man über diese Erkenntnisse (dass das sich das Vorhaben vermutlich erheblich verteuert) innerhalb dieser 25 Jahre irgendwann die Öffentlichkeit informiert ?
Nein ?
Macht nichts, das geht ja die Öffentlichkeit laut Gesetz nichts an.
Auch das Planfesstellungsverfahren ist nichts für die breite Öffentlichkeit, sondern für:
emanon schrieb:4.) Öffentliche Auslegung (§ 73 Abs. 3 VwVfG)
Hier wurden dann die Anwohner ins Boot geholt. Jeder einzelne Anrainer wurde separat
angeschrieben. Die Pläne lagen für jeden einsehbar im Rathaus aus und jeder konnte seine
Bedenken schriftlich äussern. Völlig undenkbar für mich, dass ein Projekt der Grössenordnung
wie Stuttgart 21 völlig an allen Beteiligten und Betroffenen vorbei gegangen ist.
Das Projekt ist ja an der Öffentlichkeit nicht vorbeigegangen, es war ja für jeden einsehbar.
War auch die Kostensteigerung - war auch die Gegenüberstellung Aufwand-Nutzen und die Entwicklung dieser Wirtschaftlichkeitsberechnungen im Verlauf der Planung und Bauvorbereitung einsehbar ?
Nein ?
Macht nichts
Wird ja vom Gesetz nicht gefordert.

Die Bevölkerung war also über 25 Jahre bestens informiert.
Darüber, dass das Vorhaben erheblich teurer werden würde, brauchten der Vorhabenträger, politische Entscheidungsträger, Behörden und Politiker die Öffentlichkeit im Laufe der 25 Jahre nicht informieren.
Das wird ja auch nicht gesetzlich gefordert.
Laut Gesetz muss die Öffentlichkeit auch nicht informiert werden, ob innerhalb dieser 25 Jahre Änderungen und neue Erkenntnisse bezüglich des Nutzens des Vorhabens ergeben.
Egal, welche Probleme sich auftun.
Ob nun bei der schwierig herzustellende Barrierefreiheit des Tunnelbahnhofes gegenüber der automatisch gegebenen Barrierefreiheit des Kopfbahnhofes.
Der aus Wirtschaftlichkeitsgründen im Tunnelbahnhof notwendigen Beschränkung der Zahl der Gleise auf eine Mindestzahl gegenüber der Problemlosigkeit des Kopfbahnhofes in diesem speziellen Punkt.
Dem Problem der Umsteigezeiten, der Fahrpläne, des Zugbetriebes und des Störungsmanagementes, die im vorhandenen Kopfbahnhof viel leichter zu handhaben sind.
Oder den Brandschutzproblemen eines Tunnelbahnhofes, die bei einem Kopfbahnhof gar nicht zur Debatte stehen.
Ich könnte die Liste noch lange erweitern.

Über all diese Probleme müssen Experten (zu denen zwangsläufig auch Experten der später möglicherweise sich im Vergabeverfahren sich herausstellenden bauausführenden Firmen gehören, Vorhabenträger, politische Entscheidungsträger, Behörden und Politiker
mindestens 25 Jahre diskutiert haben.

War die Öffentlickeit irgendwann in diesen 25 Jahren an den Diskussionen beteiligt ?
Wurde die Öffentlichkeit über die Diskussionen auf dem Lafenden gehalten ?
Nein?
Macht nichts !
Wird nirgends gefordert und ist nicht üblich.
Das ist nichts für die Öffentlichkeit !

@emanon , Danke dass Du mich (und andere) so ausführich über Planfeststellungsverfahren informierts.
Du scheinst mir ein gewissenhafter Mensch zu sein, der es auch mit der Angabe der dazugehörenden Gesetze genau nimmt.

Aber das ist bei mir vergebliche Liebesmüh.
Ich habe 16 Jahre lang zum Teil große (sich über zig Kilometer, und durch viele Kommunen erstreckende Infrastruktur-Bauvorhaben geplant, baubegleitet und abgeschlossen.
Planfeststellung ist kein Thema.

Die sträfliche Vernachlässigung und "Hinters-Licht-Führung" der Öffentlichkeit und damit der späteren Nutzer der Netze, die u.a. ich realisiert habe, das ist das ganz große Thema !

In der Planungsphase und Planfeststellungsphase hatte ich Einfluß auf den Trassenverlauf und musste die Wirtschaftlichkeitsberechnungen wiederholt immer wieder den neuen Gegebenheiten anpassen müssen und bei Überschreitung der Parameter gegebenenfalls die gesamte Planung verwerfen - alles kein Problem - alles in sich stimmig.

Etwas anderes war das Problem
was ich einbauen ließ, was ich vergraben ließ, war nicht zukunftsfähig, hat die Nutzer (und das sind wir alle - die Bevölkerung) nicht zufriedengestellt.

Mir stand nichts anderes zur Verfügung, als mir der Vorhabenträger zur Verfügung stellte, ich konnte fachgerecht planen und bauen, wie ich wollte.
Später wollte der Vorhabenträger sogar vorsätzlich Pfusch.
Auch Pfusch war mein Job.

Ich bin sicher, dass eine Information der Öffentlichkeit diesen Umtrieben ein Ende gesetzt hätte.
@emanon , in der Bevölkerung steckt mehr Sachverstand, als Du Dir träumen lässt !

Heute ist alles fertig und wird auf Verschleiß gefahren.

Bürgerinitiativen und Kommunale Initiativen bauen praktisch in Eigeninitiative jetzt Alles noch einmal.
Weil sie die Geduld verloren haben.

Ich hoffe, die 10 Minuten nicht umsonst investiert zu haben.


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Gegen Stuttgart21-Gegner!

15.12.2010 um 14:59
@eckhart
eckhart schrieb:Ob nun bei der schwierig herzustellende Barrierefreiheit des Tunnelbahnhofes gegenüber der automatisch gegebenen Barrierefreiheit des Kopfbahnhofes.
eckhart schrieb:Oder den Brandschutzproblemen eines Tunnelbahnhofes, die bei einem Kopfbahnhof gar nicht zur Debatte stehen.
Das sind wichtige Argumente.

Nun gibt es ja aber in Deutschland etliche Tunnelbahnhöfe. Wie wird denn das da gelöst, in einem handelsüblichen U-Bahnhof zum Beispiel? Sind die alle am Menschen vorbei geplant und hätten nie genehmigt werden dürfen? Als Rollifahrer hat man nämlich in den meisten Bahnhöfen keine Chance, wenn der Aufzug nicht funktioniert, was im Brandfall wiederum aus Sicherheitsgründen üblich ist.
eckhart schrieb:Auch Pfusch war mein Job.
Wir erfahren hier jetzt bestimmt nicht, um welche Projekte konkret es geht, oder?


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Gegen Stuttgart21-Gegner!

15.12.2010 um 15:08
@belphega
belphega schrieb:Ich sags nochmal: Ich -wollte- nicht unbedingt in die Stadt fahren, sondern ich -musste-.
Bitte lies künftig aufmerksamer dass ich mich nicht in jedem Post wiederholen muss.
also ich kann deinem eingangsposting kein "MÜSSEN" entnehmen, du schreibst ja folgendes:
Als berufstätige Frau hab ich ausschließlich am Wochenende Zeit für Weihnachtseinkäufe und Co. Am vergangenen Samstag war ich erneut in Stuttgart und wollte die Königsstraße für meine Freunde und Familie unsicher machen.
das klingt
a) nicht nach "MÜSSEN" und
b) hat dich kein mensch gezwungen dein "königsstraße unsicher machen" per auto anzusteuern (was jeder einigermaßen klardenkende mensch aus dem stuttgarter umland schon unterjährig an samstagen grundsätzlich und unter der woche nach möglichkeit vermeidet).

den ratschlag vorm regierungsgebäude zu demonstrieren wirst du hoffentlich nicht ernst gemeint haben, oder? immerhin gibt's da 'ne bannmeile in der das grundsätzlich untersagt ist...

@AthleticBilbao
AthleticBilbao schrieb:Wurde nicht ewig gemauschelt und war doch nicht viel über das Projekt bekannt? Ich hörte 2007 zum ersten Mal davon und war da auch bereits dagegen, so wie viele andere, die ich kenne, auch.
dann bist du entweder noch recht jung oder hast die medien nicht verfolgt.
es gab ja schon anfang der 90er jede menge reich bebilderte zeitungsberichte, mitte der 90er die ersten demos dagegen usw. DAS nicht mitgekriegt zu haben zeugt nicht unbedingt von politischem interesse (oder eben wie gesagt von einer gewissen jugendlichkeit für die man dann natürlich verständnis haben muss).

@AthleticBilbao
AthleticBilbao schrieb:Mit den Bauarbeiten anfangen werden sie bestimmt, aber ob sie das ganze fertig stellen ist fraglich...
mit den bauarbeiten wurde doch längst begonnen!
der abriss des nordflügels war keineswegs die erste baumaßnahme, nur die erste die von den meisten leuten konkret als S21-maßnahme aufgefallen ist.
und genau genommen gehören auch flughafenausbau und die neue messe zum projekt S21.

@DerFremde
DerFremde schrieb:Tja da wäre es besser sie würden es bauen, anstatt das am Ende eine Baustelle zurück bleibt, die bereits Millionen verschlungen hat für nichts.
das ist letztendlich auch die argumentation heiner geißlers...

@eckhart
eckhart schrieb:Der Erklärbär hat, während er den Schlichtungsgesprächen von Anfang an folgte, den Eindruck gewonnen, dass "seit 1994" als "die ersten Pläne vogestellt" (Zitat @emanon) bis heute
der Öffentlichkeit erst nach und nach bekannt wurde, dass die tatsächlichen Baukosten sehr viel höher werden, als die ursprünglich geplanten.
genau DA liegt der hund begraben. man hat uns zugeschüttet mit ellenlangen, hübsch bebilderten zeitungsartikeln (durchaus auch auf der titelseite) und man hat uns wirklich tolle verbesserungen versprochen, aber die wahren kosten wurden von anfang an verschleiert, wir bekamen nur deutlich geschönte zahlen zu lesen und während die wahren kosten jahr für jahr explodierten wurden weiterhin die zahlen aus den ersten (geschönten) berechnungen zitiert...


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Gegen Stuttgart21-Gegner!

15.12.2010 um 15:22
Südlicht schrieb:Wir erfahren hier jetzt bestimmt nicht, um welche Projekte konkret es geht, oder?
Korrekt, es darf darüber nicht geredet werden, aber jeder hat es und sehr viele wissen Bescheid.
Südlicht schrieb:Nun gibt es ja aber in Deutschland etliche Tunnelbahnhöfe.
Das ist untertrieben !
Weltweit gibt es unzählige Tunnel-Bahnhöfe und -Haltepunkte.
Und jedes Mal, wenn etwas passiert, sei es ein Anschlag oder ein Unfall sind die Folgen schrecklich.
Nun lassen sich U-Bahnhöfe oder -Haltepunkte bei U-Bahnen nicht vermeiden.

Aber wo keine U-Bahn ist, muss man ja nicht unbedingt etra einen unterirdischen Bahnhof schaffen, ist meine Meinung.


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Gegen Stuttgart21-Gegner!

15.12.2010 um 15:31
@eckhart
eckhart schrieb:Aber wo keine U-Bahn ist, muss man ja nicht unbedingt etra einen unterirdischen Bahnhof schaffen, ist meine Meinung.
da bist du offensichtlich nicht ganz informiert.
unterm aktuellen stuttgarter hauptbahnhof gibt's nämlich sowohl einen u-bahnhof als auch einen (dort unterirdischen) s-bahnhof.
für leute aus dem umland ist vor allem die s-bahn unverzichtbar - ich kenne niemand der in stuttgart arbeitet und mit dem auto reinfährt, die nehmen alle die s-bahn, schon weil man mit ihr deutlich schneller ist als mit dem auto (die erwähnten staus gibt's nämlich um stuttgart rum ständig, nicht nur zu S21-demo-zeiten). mit dem auto fährt man maximal zum P&R-parkplatz um dort in die s-bahn nach stuttgart rein zu steigen.
billiger ist's übrigens auch. nicht weil die s-bahn billig wäre (das ist sie leider nicht, auch wenn einen die jahreskarte sicherlich billiger kommt als ein auto, das man ja aber doch auch für andere gelegenheiten gebraucht), aber die parkgebühren in stuttgart sind gigantisch.
die u-bahn ist vor allem für die stuttgarter selbst unverzichtbar, sie ist nicht nur im kessel selbst ein vollwertiger ersatz für stadtbusse.


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Gegen Stuttgart21-Gegner!

15.12.2010 um 15:39
wobel schrieb:genau DA liegt der hund begraben. man hat uns zugeschüttet mit ellenlangen, hübsch bebilderten zeitungsartikeln (durchaus auch auf der titelseite) und man hat uns wirklich tolle verbesserungen versprochen, aber die wahren kosten wurden von anfang an verschleiert, wir bekamen nur deutlich geschönte zahlen zu lesen und während die wahren kosten jahr für jahr explodierten wurden weiterhin die zahlen aus den ersten (geschönten) berechnungen zitiert...
@emanon
Genau das meine ich !
Am Anfang waren die Zahlen vielleicht gar nicht so schlimm geschönt.
Und es sind bestimmt im Laufe der Planung und Bauvorbereitung viele Fakten dazugekommen, die man wirklich nicht wissen konnte.
Aber dass man 25 Jahre lang mit den Zahlen der ersten Berechnungen operiert, ist unglaublich und dafür wird mir niemand einen Grund nennen können, außer dem Grund, dass da etwas gnadenlos beschönigt werden sollte.
Und die Beschönigung reicht nicht, und deshalb wurde, wie in der Schlichtung zur Sprache kam, bereits an der Sicherheit gespart (dünnere Tunnelwände, eingleisige Abschnitte, geplante Haltezeiten von einer Minute usw.)

Ich habe den Eindruck, dass auch hier Experten zum Pfusch aufgefordert wurden und werden.

Gebaut wird natürlich werden !
Und zwar Stuttgart21 statt Stuttgart21+ !
Denn Stuttgart21 + ist tatsächlich nicht realisierbar.


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Gegen Stuttgart21-Gegner!

15.12.2010 um 15:47
@wobel
OK, Du hast recht, denn es wurde erwähnt.
Ich hatte es nur momentan vergessen.
Ich hatte mich sogar gefragt, wenn der U/S-Bahnhof quer zum Kopfbahnhof liegt, warum erweitert man den U/S-Bahnhof nicht einfach um 2 Gleise oder baut einen zusätzlichen dazu, statt den ganzen Bahnhof drehen zu wollen?
Mir ist auch klar, dass auch der Kopfbahnhof mit seinem Vorfeld irgendwann Unsummen an Instandhaltungskosten verschlingen wird, aber doch nicht auf einen Schlag.


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Gegen Stuttgart21-Gegner!

15.12.2010 um 15:58
@eckhart
eckhart schrieb:OK, Du hast recht, denn es wurde erwähnt.
eckhart - ich hab nicht recht weil das erwähnt wurde, sondern ich hab recht, weil das 'ne tatsache ist, die sich nicht leugnen lässt, ob erwähnt oder nicht. ich steh oft genug auf besagtem s-bahnhof von dem aus man mittels aufzug direkt zu den fernbahngleisen hochfahren kann...

@eckhart
Ich hatte mich sogar gefragt, wenn der U-Bahnhof quer zum Kopfbahnhof liegt, warum erweitert man den U-Bahnhof nicht einfach um 2 Gleise oder baut einen zusätzlichen dazu, statt den ganzen Bahnhof drehen zu wollen?
können denn fernzüge auf u-bahn-gleisen fahren?
und was wäre dann mit der s-bahn, die ja parallel zu den fernbahnlinien in den hauptbahnhof einfährt?

wegen mir braucht's aber eh keinen neubau, sanierung ja, aber warum neubau? funktioniert doch alles glänzend? der stuttgarter bahnhof ist nach wie vor einer der störungsfreisten deutschlands überhaupt...
ja ok, wer mit dem fernzug kommt, muss in die s-bahn umsteigen wenn er zum flughafen will. also einmal mit dem aufzug runterfahren. echt schlimm.
aber wieviele sind das denn überhaupt?


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Gegen Stuttgart21-Gegner!

15.12.2010 um 16:33
wobel schrieb:eckhart - ich hab nicht recht weil das erwähnt wurde, sondern ich hab recht, weil das 'ne tatsache ist,
Tatsache, natürlich! Das zweifle ich nicht an.
sonst hätte ich ja gar nicht weitergedacht ...

Bahn und U-Bahn haben zwar die gleiche Spurweite, aber ich habe auch Zweifel und deswegen schrieb ich "erweitern" oder zusätzlich dazu bauen (und natürlich sanieren).

In Leipzig z.B. wurde jetzt unter dem Querbahnsteig des Kopfbahnhofes und noch unter den erst in den letzten jahren unter dem Qerbahnhof entstandenen Einkaufspassagen ein eingleisiger Tunnel mit einem einzigen Durchgangsgleis gebaut, welches in ca. 4km Entfernung einen ebenfalls im Stadtgebiet liegenden kleinen alten Kopfbahnhof zum Durchgangsbahnhof macht und ihn mit dem Hauptbahnhof verbindet.

Jedenfalls verdoppelten sich in Leipzig die Baukosten während des Baues auf fast eine Milliarde Euro und im Gegenzug verschwanden allmählich die Gründe, wozu dieser Tunnel überhaupt gebaut wurde.
Er sei nicht für Fernzüge nutzbar, heißt es.
Dagegen lese ich, dass jetzt eine S-Bahnlinie durch den Tunnel verlängert werden könne.
Das wäre dann bestimmt mal eine teure Verlängerung einer S-Bahn.
Aber schließlich kann man ja den Tunnel nicht leerstehen lassen. :D

Wer aus meinem Geschreibe nicht schlau wird, kann sich ja folgendes anschauen und suchen, wo in den ganzen Erfolgsmeldungen die Verdopplung der Baukosten erwähnt ist.
http://www.citytunnelleipzig.de/


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15.12.2010 um 17:38
wobel schrieb:dann bist du entweder noch recht jung oder hast die medien nicht verfolgt.
es gab ja schon anfang der 90er jede menge reich bebilderte zeitungsberichte, mitte der 90er die ersten demos dagegen usw. DAS nicht mitgekriegt zu haben zeugt nicht unbedingt von politischem interesse (oder eben wie gesagt von einer gewissen jugendlichkeit für die man dann natürlich verständnis haben muss).
Ich bin 23 ;)
Als ich anfing mich etwas für Politik zu interessieren war ich 12, also im Jahr 1999, aber das war eher auf Außenpolitik bezogen und auf Geschichtliches. Ich habe wie gesagt erst 2007 von Stuttgart 21 gehört, als ich dort selbst "gewohnt" habe. Davor hatte ich wenig Bezug zu Stuttgart. Auch wenn ich 2004 und 2005 in der Nähe "gewohnt" habe.
wobel schrieb:mit den bauarbeiten wurde doch längst begonnen!
Richtig. Ich hab mich falsch ausgedrückt. Ich wollte sagen, dass sie mit der Untertunnelung anfangen werden aber ich weiß nicht, ob das Ganze je fertig gestellt wird.
@wobel


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Gegen Stuttgart21-Gegner!

15.12.2010 um 18:44
@Fedaykin
Fedaykin schrieb:Haben die Gegner sich eigentich mal endgültig geeinigt wogegegen sie sind.
gegen Altbauabriss, Baumabholzung oder die Finanzierung?
Das sind die Sachargumente, die sie anbringen müssen, um von euresgleichen nicht als noch vaterlandslosere Gesellen und linksradikalere Berufsdemonstranten beschimpft zu werden als es ohnehin schon der Fall ist.

Jedenfalls ist ein Teil der Gegner des Projekts eher nicht wegen solchen Details, sondern wegen der Tragweite dieser Megaprojekte, der fortschreitenden Kommerzialisierung etc dagegen - sprich es ist eher eine gefühlte als in allen Einzelheiten begründbare Ablehnung.

Der Bürger hat ein Recht auf ein bisschen Subversivität, auf ein bisschen Rebellntum.

Aber das wird uns von vorne herein abgesprochen.

PS: Politische Parteien wie die Gründen und vlt auch die Linke nehmen natürlich auch aus machtpolitischen Gründen ihre Protesthaltung ein.


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emanon
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Gegen Stuttgart21-Gegner!

16.12.2010 um 08:39
@eckhart
Danke für die Antwort. Wer, wenn er nicht die letzten Jahre seines Lebens im Elfenbeinturm oder unter einem Stein im Märchenwald verbracht hat, glaubt denn ernsthaft der ersten Schätzung einer geplanten Baumassnahme einer solchen Grössenordnung?
Was sagt denn da die Erfahrung?
Wieviele Grossprojekte kannst du nennen, die zum ersten Schätzpreis oder günstiger über die Bühne gegangen sind?
Mir fällt da gerade keines ein.
Am 19. August 2007 muss die Landesregierung zum ersten Mal Fehler bei der Planung einräumen: Das Bauprojekt wird teurer als gedacht. Statt mit 2,8 Milliarden Euro kalkuliert man jetzt mit mehr als 3 Milliarden Euro.

Ein neues Gutachten bescheinigt eine Kostensteigerung. Im Juli 2008 legt das Münchner Beratungsbüro Vieregg-Rössler eine Studie vor, laut der die Gesamtkosten von Stuttgart 21 von 6,9 auf 8,7 Milliarden Euro steigen sollen.
aus dem Focus.
Warum erst jetzt massiver öffentlicher Widerstand?


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belphega
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Gegen Stuttgart21-Gegner!

16.12.2010 um 09:00
@AthleticBilbao
"Als ich angefangen habe mich für Politik zu interessieren war ich 12..."


Unsinn. Damit kannst du kein Fachwissen vorweisen.
Mit 12 bist du nämlich noch so weit, dass du nen Begriff wie "Faschismus" in der Wikipedia suchst und erstmal 3 Jahre brauchst um zu kapieren was dir der Artikel sagen will. Es gibt so viele Menschen die an Politik interessiert sind, die weitaus älter sind als du und die immer noch keinen blassen Schimmer haben.

Ich wurde mit 12 entjunfert.
Richtig Plan von Sex hatte ich aber erst mit 15.
Und hemmungslos war ich bestimmt erst mit 17-18.


Verstehst du was ich mein?


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belphega
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

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Gegen Stuttgart21-Gegner!

16.12.2010 um 09:02
DahamImIslam schrieb:Der Bürger hat ein Recht auf ein bisschen Subversivität, auf ein bisschen Rebellntum.
Alles gut und Recht.
Ist aber nicht mehr tragbar, wenn Notärzte aufgrund einer Demo nicht mehr ihr Ziel erreichen, Einsatzkräfte der Polizei nicht mehr von A nach B hopsen können weil alles voll ist und Schwangere das Krankenhaus nur noch mithilfe eines Rettungswagens erreichen, weil die Straße zu ist.


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Gegen Stuttgart21-Gegner!

16.12.2010 um 11:09
emanon schrieb:Warum erst jetzt massiver öffentlicher Widerstand?
Einfache Antwort:
Weil die Welt sich in den letzten 1-2 Jahren total geändert hat.
Und die Schnelligkeit dieser Änderung wird immer mehr zunehmen !

Das ist nichts weiter, als eine schon lang lang anhaltende und mir zB. bekannte exponentielle Entwicklung.

Also nichts Aufregendes.
Lehn Dich zurück ! @emanon :)


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emanon
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Gegen Stuttgart21-Gegner!

16.12.2010 um 11:10
@eckhart
Hab schon. :D


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