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Londoner Krawalle

2.089 Beiträge, Schlüsselwörter: England, Jugendliche, London, Krawalle, Plünderungen, Birmingham

Londoner Krawalle

15.08.2011 um 01:36
@Airwave
Naja...irgendwann können wir froh darüber sein, wenn das Abitur überhaupt noch eine realistische Zugangsvoraussetzung für eine qualifizierte Berufsausbildung (sprich Hochschule usw.) darstellt. In den meisten Ausbildungsberufen ist Abitur oder Fachabitur ohnehin schon eine absolute Zugangsvoraussetzung...Die Frage muss doch lauten: Wo soll das alles noch hinführen?!


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Paka
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Londoner Krawalle

15.08.2011 um 02:35
Wo das alles hinführt? Es wird immer schlimmer werden, weniger Arbeit, weniger Lohn, mehr Arme und noch mehr Reiche. Kapitalismus eben.
Schwächelt dieser, machen viele Staaten den gleichen Fehler. Sparen zuerst bei den Armen. Und dann wundert man sich noch über Krawalle.

Der Kapitalismus muss reformiert werden oder ganz weg. Oder wir schlittern geradewegs in neue faschistische Regierungsformen und letztendlich in einen neuen Weltkrieg.


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Londoner Krawalle

15.08.2011 um 02:40
Naja es sind nicht unbedingt Arme und gesellschaftlich Ausgestoßene die in England revoltieren...


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Londoner Krawalle

15.08.2011 um 06:00
Airwave schrieb:Kommt es mir nur so vor oder wird gefühlt das Schulsystem zur Gesamtschule zusammengeschmolzen, damit das Niveau dann gleichmässig abgesenkt werden kann, bis alle das Abitur schaffen und alle Arzt und Physiker sein können?
Darauf ist inzwischen zumindest bei uns hier oben das Schulsystem ausgelegt, ja,
Meine Neffen bringen Zeugnisse nach Hause mit denen kein Mensch etwas anfangen kann.
Bis zur 8. Klasse nämlich- gibt es keine Zensuren mehr.
In den Zeugnissen ist vom Lehrer angekreuzt ob der Schüler an einem Fach teilgenommen hat, das wars.
Das war natürlich schon immer der Traum der Schüler- wo sie aber stehen weiß kein Mensch.
Sinn soll sein die Leistungsschwächeren mit durchzuziehen.
Die Leistungsstärkeren die sich langweilen fallen natürlich ab.
Den Lehrern kann man keine schuld geben, die sind selbst verzweifelt haben ja kein Druckmittel mehr.
Hausaufgaben zu machen wird eher als überflüssig angesehen, bestraft werden in Form von schlechteren Noten kann man ja nicht.
Um doch Druck ausüben zu können bestrafen die Lehrer jetzt rigoros indem sie nach- und vorsitzen lassen.
Was wiederum teilweise zu familiären Problemen führt, denn wie es heute üblich ist sind viele Mütter alleinerziehend und berufstätig, und auf feste Abläufe angewiesen, wann die Kinder aber nach Hause kommen weiß oft kein Mensch.


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Airwave
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Londoner Krawalle

15.08.2011 um 07:36
@wulfen
wulfen schrieb:Bis zur 8. Klasse nämlich- gibt es keine Zensuren mehr.
wooooooo? - Die ersten zwei Jahre ist das ja noch ok, aber 8te Klasse?
wulfen schrieb:Sinn soll sein die Leistungsschwächeren mit durchzuziehen.
Die Leistungsstärkeren die sich langweilen fallen natürlich ab.
Soll ich sagen worauf das hinausläuft - ein Bild sagt mehr als tausend Worte:
t2AThsa schulklasse
Klassengrößen > 50 Schüler wegen Lehrermangel aufgrund leerer Kassen.
Fehlt nur noch Frontalunterricht, Schiefertafeln die ausgeteilt werden und
Schuluniformen damit sich auch keiner durch dei Kleidung ausgegrenzt fühlt.
Wahrscheinlich verstehen dann einige, was sie angerichtet haben.


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Londoner Krawalle

15.08.2011 um 07:42
wooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooot?
Ja, Leidtragende sind auch die Omas :-)
Früher gabs für jede 1 oder 2 entsprechend ein paar Taler...
Heute gucken die verwirrt und geben pauschal 5 Euro, wo das Kind gut oder schlecht ist weiß ja niemand.
Hauptsache teilgenommen.


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Airwave
ehemaliges Mitglied

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Londoner Krawalle

15.08.2011 um 07:45
@wulfen

Und man kanns nicht ändern,... würde man jetzt in die Politik gehen, kann man sich auch gleich zum erschießen lassen freiwillig melden, so wie es nach unten geht, ist man mit Sicherheit derjenige der es ausbaden muss.

Boah da bekommt man richtig Wut auf eine ganz bestimmte Generation.


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GnBP
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Londoner Krawalle

15.08.2011 um 08:46
Scheinbar gibt es hier welche die lesen ohne zu begreifen und dabei auch noch so dreist sind, anderen vorzuwerfen ihr Inhalt wuerde gleich zur Menge abnehmen. Dabei gibt man sich scheinbar groeßte Muehe zu antworten, ohne jeglichen Inhalt zu vermitteln, da man scheinbar nicht des lesens faehig ist. Es wurde naemlich schon erwaehnt, dass die Studiengebühren in England erst nach dem Studium gezahlt werden müssen (sofern die finanzielle Beduerftigkeit gegeben ist) und somit niemanden vom Studium abhalten koennen.

Auch hier gibt es viele Jugendlichen die sich in einer aehnlich ausweglosen Situation befinden. Ich arbeite seit Jahren mit „schwierigen“ Jugendlichen. In einer großen –und leider auch stetig steigenden Anzahl- faellt mir und meinen Kollegen auf, dass viele Jugendliche über keinerlei Motivation, Durchhaltewillen oder Frustrationstoleranz verfuegen. Zur Sicherung der Grundbeduerfnisse ist natuerlich der Staat da! Lernen, Wissen Ausbildung ist sowieso uncool. Bei geringsten Widerstaenden oder (angenommener) Benachteiligung reagieren diese haeufig mit absolut unangebrachtem Verhalten, nicht selten auch mit brutaler Gewalt. Das einzige was für diese Jugendlichen zaehlt ist das eigene –anstrengungsfreie- Wohlbefinden. Die Schuld am eigenen Versagen liegt immer bei Dritten. In dieser Denkstruktur ist es absolut klar, dass ich mir einen Flachbildfernseher einfach nehmen darf, einen aelteren Herrn der mich auf mein Fehlverhalten hinweist halb tot treten oder Polizisten die mich daran hindern mindesten beleidigen und bespucken darf. Wann wird man endlich erkennen, dass einfach immer weiter Geld in passive Leistungen zu stecken ,dieses Problem nicht loest? Hier hat der Staat einen Erziehungsauftrag!

Viele Museen in Großbritannien sind, im Gegensatz zu Deutschland, kostenlos. Kostenlos ist, wie vielfach bei uns auch, die Mitgliedschaft in Sportgruppen aller Art wenn man Hilfsempfaenger ist, ganz abgesehen von den unzaehligen Moeglichkeiten, in London einer freiwilligen Taetigkeit in so gut wie jedem Bereich nachzugehen und so einen besseren Sinngehalt vom Leben zu bekommen.

Der Ruf nach immer mehr Geld für die Unterschichten ist laecherlich, außer, man investiert dies in kleinere Schulen mit kleineren Klassen.

Es ist nicht wahr, dass sich in Großbritannien nur Kinder aus der Mittel- oder der Oberschicht ein Studium leisten koennen. Es gibt für die "sozial benachteiligten Schichten" die Moeglichkeit auf einen Erlass der Studiengebuehren, wenn das Einkommen der Eltern entsprechend niedrig ist. Zurueckzuzahlen ist es erst ab einem Einkommen von 15000 Pfund jaehrlich. Und auch dann natürlich nicht auf einmal.

http://www.studentcalculator.org.uk/wiki/article.asp?id=1005
http://www.bbc.co.uk/news/education-11483638

Und merkwuerdig auch dass mehr Studenten nach England gehen als nach Deutschland kommen, wo es doch so arg schlimm in England sein soll, jedenfalls fuer die Dauernoergler, die wohl immer ihr eigenes Versgaen wegnoergeln wollen aber dabei staendig zu weiteren Verlierern werden.
http://www.college-contact.com/wissen/studienfuehrer/englandgrossbritannien.htm

Wem nicht - wie vergleichsweise in Deutschland - (immer noch) zig Optionen/Wege zur Ausbildung angeboten werden, kann zumindest kostenlose oder sehr kostenguenstige (weniger als eine Handy-Flatrate) Einstiege ueber Angebote wie Open University und viele andere Anbieter nutzen:

http://www.uopeople.org/groups/tuition-free-education
http://www8.open.ac.uk/europe/contact-us?kwcampaign=CE_EC_OU_Brand_DE_DE&keywordid=adgroup

Fuer die dafuer noetige Schulreife muss man allerdings schon selbst lernen und nicht wie Kriminelle das Leben fuehren. Man muss seinen Faularsch schon bewegen und weniger Party machen und kann fuer die schulischen Leistungsversagen und die eigene Faulheit- und Bloedheit nicht die Regierung verantwortlich machen.

Es ist einfach erschreckend, dass die Randale in London immer wieder als „logische Konsequenz“ des sozialen Ungleichgewichts erklaert werden. Damit bringt man den Taetern Verstaendnis entgegen und waelzt die Schuld an den Unruhen mal wieder auf die Gesellschaft ab.
Klar, auch Amoklaeufer sind ja die eigentlichen Opfer, weil sie vielleicht jahrelang gehaenselt wurden...
Aehnlich wie in Deutschland sollte man vom abgehaengten Prekariat mehr Eigenverantwortung erwarten und die Schuld nicht immer bei Vater Staat suchen, der keine Bildungschancen zulaesst und nicht fuer ausreichend Jobs sorgt. Der Grund fuer einen Schulabbruch kann haeufig eher durch Faulheit erklaert werden, als dadurch, dass den armen Kindern die Bildung verwehrt wird. Auch zum Drogenkonsum werden die wenigsten von den Politikern gezwungen und man sollte sich ueberlegen, ob man das Recht hat ohne eigene Anstrengung an der Kosumgesellschaft teilhaben zu koennen.

Noch nie ist die Unterschicht so gepampert worden wie heute. Wohnung, Nahrung, Kleidung, Telekommunikation, Hobbies, fuer alles kommt der Staat auf und zwar ein Leben lang. Das Ergebnis sind unzufriedene Menschen, denen Selbstbewußtsein, Selbstverantwortung und Eigeninitiative fehlt. Wieso sich an dieser Situation irgendwas aendern soll, wenn noch ein paar Stellen mehr fuer Sozialingenieure zur auskoemmlichen Verwaltung dieses Elends geschaffen werden, ist nicht mehr nachvollziehbar.
Was Not tut, ist, diese Leute auf Entzug zu setzen. Maximal fuenf Jahre Sozialhilfe im Leben fuer gesunde, arbeitsfaehige Menschen, teile sie dir gut ein. Du schaffst das!

Und der nun angestrebte Zero-Tolerance gegenueber Verbrechern kann ich mich nur anschließen und sie willkommen heißen. Es hat schon in New York sehr gut geklappt und im Inselreich wird man das auch hinbekommen. Auch wenn sich die Leute in Amerika verwundert die Augen gerieben haben dass die Menschen in England nichtmal ihr Hab und Gut verteidigen koennen wegen der strengen Waffengesetze. Von daher bleibt wohl nur die Gruendung von Buergerwehren gegen solche Elemente und ich wuerde mich da sofort ganz klar anschließen um mein Eigentum zu schuetzen, ganz egal ob in der Buergerwehr der EDL oder in den Buergerwehren der Inder, Tuerken oder Pakistani, die alle eine Buergerwehr in ihrem Viertel aufgestellt hatten.
Das ist das einzige wo der Staat wirklich versagt hat, bei dem Schutz der Buerger und ihrem Hab und Gut und das alles wegen zuviel Verstaendnis fuer Leute die wohl besser in den Kahn gehoehren.


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def
ehemaliges Mitglied

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Londoner Krawalle

15.08.2011 um 10:23
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,780217,00.html

Cameron kündigte umfassende politische Maßnahmen an: Die Regierung werde nicht nur mit schärferen Sicherheitsmaßnahmen reagieren. "Unser Kampf um Sicherheit muss von einem sozialen Kampf begleitet werden", heißt es in Camerons Rede weiter. Er werde dafür sorgen, dass das gestörte Zusammenleben in Großbritannien wieder in Ordnung komme. "Ich bin in die Politik gegangen, um eine größere, stärkere Gesellschaft zu schaffen."

Als Ursachen der Krawalle macht Cameron in der Rede unter anderem Verantwortungslosigkeit, Egoismus, "Kinder ohne Väter" und "Schulen ohne Disziplin" aus. Dem Staat und seinen Behörden wirft er vor, "einige der schlimmsten Seiten der menschlichen Natur" über Jahrzehnte toleriert, mit Nachsicht behandelt und begünstigt zu haben. Die Schul-, Sozial-, Familien- und Drogenpolitik der Regierung werde überprüft werden.

....

Natürlich! Das ist die Lösung... hartes Durchgreifen und schärfere Sicherheitsvorkehrungen.. in einer Stadt, in der es mehr Überwachungskameras als Telefonzellen gibt...

Natürlich kein Wort darüber, warum Europa in die Armut gestürzt wird... Da stellt sich der Oberspacko hin und lässt das gleiche Geschwurbel ab wie immer... und der dumme Pöbel glaubt es ihm...

LG


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Tim12
ehemaliges Mitglied

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Londoner Krawalle

15.08.2011 um 12:36
@def
def schrieb:Natürlich kein Wort darüber, warum Europa in die Armut gestürzt wird...
Um genau diese Situation zu erzeugen Krawalle, ist eigentlich logisch, wenn man nur noch Reich und Arme Menschen produziert.
Und denn muss man das Geschwafel von ein reichen Snupsi oder Oberspacko
anhören, warum das so sein muss und warum die Sicherheit erhöht werden muss um die Armen zu drangsalieren und sie noch mehr zu erniedrigen zu können.


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Londoner Krawalle

15.08.2011 um 12:47
richie1st schrieb:dass jeder die gleichen chancen haben sollte
@richie1st

Ja. Das sind schöne und richtige Ideale.
Aber du musst dir auch mal konkret überlegen, was das heißt, dieses ,,gleiche Chancen haben sollen".
Heißt das wirklich einfach nur:,,Mehr Kohle für alle, dann läuft es"?

Wie willst du diese totale Chancengleichheit realisieren?

@GnBP hat es aus meiner Sicht sehr gut dargestellt, wo häufig Schwierigkeiten auftauchen.
Wir versuchen immer und immer in einer falschen Ideologie totalen Verständnisses, die Gründe für fehlerhaftes Verhalten nicht beim Täter zu sehen, sondern beim Opfer oder noch besser bei ,,der Gesellschaft".

Als 2006 ein Rentner von 2 jungen Männern fast tot geprügelt wurde (die Szene, wo einer mit Anlauf gegen den Kopf des am Boden liegenden Mannes tritt, dürfte bekannt sein) - was taten die Verständnisvollen der Gesellschaft?
Ich laß unter anderem Artikel darüber, dass das ,,Problem" wohl eher bei besserwisserischen, alten Menschen läge. Ich las Entschuldigungen darüber, dass diese armen Jungs ja von ihren Vätern immer auf den Hintern bekommen hätten. Und das sie ja eh keiner mochte und sie keine Chance hätten.

Und schnell war man wieder bei der Diskussion über Integrationsprobleme und warum Deutschland da zu wenig tut.
Anstatt diese Tat einfach als das zu sehen, was sie war: Ein Gewaltverbrechen, welches zu bestrafen ist.

Sicherlich ist es richtig, dass man sich die Gründe für Verbrechen anschauen und mit einbeziehen muss.

Das muss man auch bei den Randalierern und Plünderern in England.


Aber wir müssen endlich mal mit dieser Tour aufhören, die Schuld für diese Taten und Gewaltausbrüche immer nur bei der Gesellschaft zu sehen. Das entspricht einfach nicht der Tatsache.


Wie @GnBP geschrieben hat besteht einfach vielfach einerseits ein Streben nach anstrengungslosem Wohlstand und leichtem Weg für jeden.
Aber so etwas gibt es nicht.
Wer teure Sachen und einen guten Job haben will, wer das wirklich will, der MUSS auch was dafür tun. Der kann nicht nur sagen:,,Ach, ich schaffe ja eh nichts, also brauch ich es gar nicht erst zu versuchen" und sich dann im geeigneten Moment alles zusammen klauen.

Was vielleicht mal wieder nötig wäre in unseren Schulen und in unserer Gesellschaft, ist weniger Sozialpädagogik und mehr Motivation und Eigenverantwortung der Schüler.
Sie sollten lernen, dass ihnen nicht alles einfach zufällt. Und dass sie auch nicht einfordern können, dass sie auf leichtem Wege zu allem kommen.
Sie sollten wieder lernen, dass vor dem Vergnügen die Anstrengung und Arbeit kommt.

Wir müssen unsere Anforderungen in den Schulen und in der Ausbildung nicht immer weiter runterschrauben, um es allen immer leichter zu machen, sondern wir müssen die Anforderungen und die Qualität der Bildungssysteme HOCHschrauben!
Die Schüler müssen kapieren:,,Ihr könnt mit dieser und jener Hilfe was aus euch machen! Ihr könnt lernen, ihr könnt anständige Jobs bekommen, Ideen entwickeln! Aber dafür müsst IHR etwas tun! Man wird euch keinen fertigen Job mit dickem Gehalt schenken!"


Aber was wird denn stattdessen gemacht? Stattdessen wird ständig drüber diskutiert, wie man noch mehr Hürden wegnehmen könne, wie man es den Schülern einfacher machen könne...
Das ist falsch. Wir brauchen höhere Qualität in der Schulbildung und auch höhere Anforderungen.


Dieses Plündern und Zerstören, was gerade in England abläuft, ist nichts weiter, als pures Verbrechen.


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Londoner Krawalle

15.08.2011 um 12:54
GnBP schrieb:Es ist einfach erschreckend, dass die Randale in London immer wieder als „logische Konsequenz“ des sozialen Ungleichgewichts erklaert werden. Damit bringt man den Taetern Verstaendnis entgegen und waelzt die Schuld an den Unruhen mal wieder auf die Gesellschaft ab.
Irrtum, damit zeigt man den Unruhestiftern, dass man sich mit ihnen auseinandersetzt,
dass man ihnen zugehört hat
und das man nach Auswegen sucht.
Statt zuzuhören, nachzudenken und zur Tat zu schreiten, schreitet die Regierung gleich zur Tat.

Welche Konsequenzen hat denn "soziales Ungleichgewicht" Deiner Meinung nach ?


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Paka
ehemaliges Mitglied

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Londoner Krawalle

15.08.2011 um 13:08
@Kc

Ach, und wenn die Gesellschaft nicht schuld hat, wer dann? Die Krawallmacher selbst? Oh ja, die waren anscheinend alle zu faul zum Lernen.

Genauso ist es eben kein Ideal, dass es jedem gut gehen soll, sondern gesunde Logik.

@def

Word.
Genau so ist es. Aber die Politiker, die Hörigen der Wirtschaft, machen immer weiter so. Lieber hart durchgreifen, als die Probleme an der Wurzel zu packen. Und dann sich über noch mehr Frust wundern.

@wulfen

Was ist so schlimm daran, die Leistungsschwachen mit durchzuziehen? Wenn man sie zurücklässt, passiert irgendwann das wie in London.


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Londoner Krawalle

15.08.2011 um 13:13
@Paka
Paka schrieb:Ach, und wenn die Gesellschaft nicht schuld hat, wer dann? Die Krawallmacher selbst? Oh ja, die waren anscheinend alle zu faul zum Lernen.
Jo.

Oder hat die irgendwer gezwungen, loszulaufen, alle Wertsachen zu klauen und den Rest zu zerstören?

Warum holen die sich nicht stattdessen Schulbücher? Oder was zur Fortbildung?
Um sich in die Lage zu versetzen, vielleicht mal ganz offen und legal iPad, Smartphone und Geschmeide kaufen zu können?


Aber nööö...

Das sind ja nur arme, missverstandene Jungchen, die einfach nur mal mitspielen wollen, weil man sie ja sonst nie lässt, ich versteh schon ^^


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Londoner Krawalle

15.08.2011 um 13:47
Kc schrieb:Wir müssen unsere Anforderungen in den Schulen und in der Ausbildung nicht immer weiter runterschrauben
wer verlangt denn das? Man sollte mMn viel mehr in die Schulen und Ausbildung investieren. Das fängt doch schon beim Vorschulalter an, die KiTa´s sind vollgestopft und da muss sich ein Erzieher um Gruppen von 10 Kindern und mehr kümmern. Ist klar dass da keine persönliche Bindung zu dem Kind aufgenommen werden kann und dementsprechend kaum Werte und Bildung vermittlelt werden können. Und da ist nun mal der Staat dafür verantwortlich, wenn schon zu Hause keine Bildung- bzw. Wertvermittlung stattfindet.
Die Klassenstärken an öffentlichen Schulen sind auch zu groß, als das Lehrkräfte sich auf starke bzw. schwache Individuen konzentrieren können, da fällt man schnell durchs Raster.

GnBP schrieb:In einer großen –und leider auch stetig steigenden Anzahl- faellt mir und meinen Kollegen auf, dass viele Jugendliche über keinerlei Motivation, Durchhaltewillen oder Frustrationstoleranz verfuegen. Zur Sicherung der Grundbeduerfnisse ist natuerlich der Staat da! Lernen, Wissen Ausbildung ist sowieso uncool. Bei geringsten Widerstaenden oder (angenommener) Benachteiligung reagieren diese haeufig mit absolut unangebrachtem Verhalten, nicht selten auch mit brutaler Gewalt. Das einzige was für diese Jugendlichen zaehlt ist das eigene –anstrengungsfreie- Wohlbefinden
Du sprichst hier Wertevorstellungen und Erziehungsdefizite an. Wer ist denn für die Vermittlung dieser zuständig? Vordergründig natürlich die Eltern, aber gleich danach ist es unser verruchte Gesellschaft, die entwede die falschen Werte vermittelt oder garkeine.

Auf der einen Seite forderst du nach Erziehung durch den Staat.
GnBP schrieb:Wann wird man endlich erkennen, dass einfach immer weiter Geld in passive Leistungen zu stecken ,dieses Problem nicht loest? Hier hat der Staat einen Erziehungsauftrag!
und auf der anderen Seite, schreibst du
GnBP schrieb:Aehnlich wie in Deutschland sollte man vom abgehaengten Prekariat mehr Eigenverantwortung erwarten und die Schuld nicht immer bei Vater Staat suchen,
wer ist denn nun Schuld dass die Kids kein Bock mehr auf nix haben ?


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Londoner Krawalle

15.08.2011 um 13:54
Alle anderen nur nicht die betroffenen selbst.


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Londoner Krawalle

15.08.2011 um 14:19
Paka schrieb: Wenn man sie zurücklässt, passiert irgendwann das wie in London.
Warum das denn?
Jahrzehntelang sind wir nicht schlecht gefahren mit unserem Notensystem.
Klar gibts immer was zu verbessern- aber hier wurde verschlimmbessert.
Sind unsere Sonderschüler brandschatzend durch die Strassen gerannt?
Ich kann mich nicht erinnern.
Nur weil Kinder die schlecht lernen können in entsprechenden Förderklassen untergebracht werden, werden die Krawallbrüder wie in London?
Also wirklich...
Paka schrieb:Was ist so schlimm daran, die Leistungsschwachen mit durchzuziehen?
Weil es niemandem nützt.
Nicht den Stärkeren weil sie schwächer werden.
Nicht den Schwächeren weil auch deren Stärken und Schwächen weder erkannt noch gefördert werden können.
Gleichmacherei mag der Traum mancher Ideologen sein, ist aber kontraproduktiv.


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Londoner Krawalle

15.08.2011 um 14:21
NeoDeus schrieb:Wer ist denn für die Vermittlung dieser zuständig? Vordergründig natürlich die Eltern, aber gleich danach ist es unser verruchte Gesellschaft, die entwede die falschen Werte vermittelt oder garkeine.
PrekäreArbeitsverhältnisse bedingen sehr oft, dass lange Arbeitswege und mehrere der Prekären Arbeitsverhältisse auf einmal zum Leben gebraucht werden.
Was sollen nun Eltern tun?
Am besten gar keine Eltern werden!
Der beste Dienst, dem man dieser Gesellschaft erweisen kann,
ist, keine Kinder mehr in die Welt zu setzen.

Mangels Nachfrage braucht dann jede Menge Dreck nicht mehr produziert zu werden.
Dieser Dreck (Sale) kann dann keine Begehrlichkeiten mehr wecken,
weil dem Marketing die Opfer ausgehen.

Und schon wird es ruhig.


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Londoner Krawalle

15.08.2011 um 14:22
Paka schrieb:Was ist so schlimm daran, die Leistungsschwachen mit durchzuziehen? Wenn man sie zurücklässt, passiert irgendwann das wie in London.
Ich erinnere an ein gewisses sozialistisches System wo 4 Mann eine Doktorarbeit gemeinsam schrieben. Das dadurch Idioten mit durchgezogen werden die später echten Schaden anrichten können, versteht sich von selbst.


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