Llort79 schrieb:Die einzig Kommunistisch angehauchte Wahlalternative wäre z.Zt "die Linke".
Leider nicht, denn auch dieser Verein hat schon seinen Idealismus verraten, war aber mal der Sache recht nahe, die einzige der man das noch anrechnen kann ist Sahra Wagenknecht und sie gehört für mich da zu den sympathischsten Vertretern. Sie und Herr Gysi haben tatsächlich noch den Funken Idealismus.
https://www.youtube.com/watch?v=zelsEr9uHAU
Llort79 schrieb:Das der Kommunistische Grungedanke nicht komplett verkehrt ist räume ich dir gern ein,jedoch zeigt die Geschichte sowie die Gegenwart das dieses System nicht funktioniert.
Ich sag es mal so, wenn man den Kommunismus als ein Ding, eine Sache oder eine Ziellinie betrachtet, dann ja, ist dieser nicht realisierbar mit initiativlosen Menschen die lieber alles vorgegeben haben wollen. Der Kommunismus ist ein Lebensweg, ein Prozess den man über Etappen erreichen kann. In der Vergangenheit wurde der Fehler gemacht und man ist von einem Extrem (Feudalismus) in ein anderes gesprungen (Staatssozialismus), ohne einen Demokratisierungsprozess gehabt zu haben, ohne die Zwischenstufen des Kapitalismus, der sozialen Marktwirtschaft und des Sozialismus. Man kann die kommunistische Lebensweise nur dann leben wenn man die nötigen Entwicklungen und Lernprozesse durchlebt hat. Momentan befinden wir uns in einer Zeit in der solche grundsätzlichen Fragen essentiell für eine positivere Zukunft sind, denn sonst rutschen wir schnell wieder in solch einen Mist:
Llort79 schrieb:Unter Wunschdenken und optimalen Vorraussetzungen wäre vermutlich sogar der Nationalsozialismus ne Prima Sache...
Was den absoluten Rückschritt darstellt! Das nationalistische Denken generell ist völlig antiquiert und gehört auf einen historischen Müllhaufen an Fehlentwicklungen. Zu diesen Müllhaufen zähle ich auch alle Theokratien und religiös, politischen Modelle. Der Konservativismus ist die größte Entwicklungsbremse der Menschheit die einen in bestimmten Paradigmen gefangen hält und denkt es sei "bewährt", dabei entspricht das gänzlich einer natürlichen Entwicklung der Dinge, die Evolution des Menschen ist alles andere als eine abgeschlossene Sache, so auch nicht seine gesellschaftlichen Systeme. Also sollte man auch den Kapitalismus so betrachten, als das was es ist, eine Etappe, nicht mehr und nicht weniger, eine Etappe die an ihre natürlichen Grenzen stößt!
Der Nationalismus hält den Menschen in territorialen Denkweisen gefangen in denen er automatisch andere ausgrenzt die Teil der vielfältigen Natur des Menschen sind. Ginge man nach den Nationalisten, hätte der Mensch nie eine Völkerwanderung erlebt und würde in Afrika noch immer auf Bäumen rumklettern.
Llort79 schrieb:Darum ist mein Verhältnis zum Kommunismus eher grenzwertig.
Du hältst also einen frei denkenden, solidarischen Menschen für grenzwertig dem sein Privateigentum nicht wichtig ist und NICHTS auf diesem kleinen Planeten für sein Eigentum hält? Also ich besitze NICHTS außer mich selbst, meine Gefühle und Gedanken, so auch meine sozialen Verbindungen zu anderen Mitmenschen mit denen ich mich gern austausche. Das was andere unter dem Kommunismus verstehen wie du auch, ist kein Kommunismus, das sind Staatssozialisten die elitär gehandelt haben.
https://www.youtube.com/watch?v=qZx_urunWCMSchau es dir mal an, vielleicht wirst du verstehen das der Kommunismus nichts anderes ist als gelebter, natürlicher, vielfältiger Humanismus. Sei dir bewusst das unsere momentane Gesellschaft auf Überschuss produziert der nicht gerecht verteilt wird oder gar auf den MÜLL geschmissen wird, Kommunismus wäre durch eine effiziente Netztechnologie inzwischen absolut realistisch, weil man einfach untersuchen könnte wo Mängel und Überschüsse bestehen, die Börse des Kapitalismus müsste einfach in ein effizientes Verteilersystem des Kommunismus umgewandelt werden ohne einige wenige eigennützige Profiteuere. Geld gibt es im Überfluss und Schulden sind nur ein Tool zur Angst. Man könnte sagen das modernen Zins und Schuldsystem ist nichts anderes als eine moderne Version des Ablasshandels.
Also kurz, wir befinden uns gerade in einer idealen Zeit für den Wandel, weil wir uns im Endstadium des Kapitalismus befinden, er stirbt nur sehr zögerlich und wenn man nicht rechtzeitig handelt werden nur wieder die Extremisten an Macht bekommen was für starke Spannungen und Konflikte sorgen kann, was sich ja schon an der Peripherie Europas zeigt.
Warhead schrieb:Subcomandante Marcos,Herr der Spiegel
Ich find diese Metapher sogar sehr treffend! Aus diesem Grund war es ihm auch nicht wichtig sich zu profilieren, er ist einfach der Rahmen der den Spiegel umfasst in den man blickt, mit dem Unterschied das er Initiative übernommen hat
:)
Warhead schrieb:Es ist nicht nötig, die Welt zu erobern.
Es genügt, sie neu zu schaffen.
Heute. Durch uns.
So sollte man das auch verstehen und das erkennen die konservativen eben nicht oder sie reden es schon vor dem Versuch schlecht, was der Bauer nit kennt dat frisst er eben nicht, die typische Haltung konservativer Säcke die jeder Weiterentwicklung der Menschheit einen Strich durch die Rechnung machen.