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Bündnis 90/Die Grünen

33.505 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Politik, Deutschland, Partei ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Bündnis 90/Die Grünen

25.12.2025 um 20:13
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Und die behält man indem man Erzeuger durch Monopolisten zwingt unter Herstellungswert zu verkaufen ?
Jedenfalls verliert man sie durch immer mehr Vorgaben

Welches Monopol haben wir denn so am Start?

Und wie willst du das kontrollieren, denn auch Herstellungskosten variieren, je nach Stufe sogar extrem.


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Bündnis 90/Die Grünen

25.12.2025 um 20:15
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Auf welche Weise würde denn noch eine Preisvergleichs App da Abhilfe schaffen?
Was hat deine Frage mit meiner zu tun?
Bewusstes derailing, oder schlicht im post geirrt?
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Die würde ja erst mal für Steuergeld neu entwickelt werden. G
Mir war so, als habe der verlinkte Text besagt, dass es die schon gibt
Entsprechende Apps gibt es zwar bereits, sie sind für Supermärkte jedoch nicht verpflichtend.
Quelle: dein link
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Es nützt dem Erzeuger nichts, wenn er nach Lagerkosten noch mehr Vernichtungskosten hat.
Klar, weil, wenn sie mindestens zu Herstellungskosten verkaufen dürfen, dann kauft NIEMAND mehr etwas....
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Ah, hatte ich vergessen: Wenn die nichts verkaufen, werden die ja gar nicht insolvent, ich Dummerchen.
Ah, hatte ich vergessen, die Verteidiger der freien Marktwirtschaft halte andere für strohdoof, dass sie denen den# letzten Scheiß erzählen können....

O man.


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Bündnis 90/Die Grünen

25.12.2025 um 20:20
Entsprechende Apps gibt es zwar bereits, sie sind für Supermärkte jedoch nicht verpflichtend.
5000+. Bis 10000 Artikel pro Supermarkt einstellen?

Wer kontrolliert, eigentlich die Herstellerkosten bzw wie cool für alle Produzenten wenn sie die Herstellerosten von allen kennen


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25.12.2025 um 20:22
@Groucho

Die echten Herstelkungskosten eines einzelnen Kolrabi bspw (damitnauch von 1 Tonne Kolrabi) sind gar nicht Spitz auf Knopf ermittelbar.

Saatgut, Dünger, Maschineneinsatz, Lohnkosten für MA, Arbeitseinsatz des Unternehmers (wie soll der berechnet werden), Anteil der Agrarsubventionen pro Hof wie auf das einzelne Produkt anrechenbar, Flächennutzung, Lagerung etc. Da kommen noch endlose Faktoren hinzu, die alle sauber kalkuliert werden müssten um realistische Herstellungskosten mit dem VK an den Großhandel zu vergleichen.

Das interessiert den Landwirt 0. Den interessiert seine Gesamtbilanz, nicht die Einzelbilanz eines einzelnen Produktes, die er üblicherweise nie ermittelt.

Das Finanzamt fragt den auch nicht nach den Herstelkungskosten 'der roten Bio Kolrabi XX'. Das sind Angaben, die für Bilanzen einzeln irrelevant sind. Aber jetzt soll der Bauer die sauber auseinanderdividieren? Und wenn der nicht, wer dann?


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25.12.2025 um 20:34
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Mir war so, als habe der verlinkte Text besagt, dass es die schon gibt
@Groucho

Da steht, dass es schon apps gibt. Die Teilnahme daran ist jedoch nicht verpflichtend.

Sollte eine Regierung versuchen, Anbieter an der Teilnahme einer nicht staatlichen App von irgendwem zu verpflichten, würde das nicht klappen. Natürlich müsste das eine staatliche App sein.

Entscheidend ist doch, dass die blitzsaubere Kostenaufstellung für das ganz einzelne Produkt bisher nicht stattfindet und unfassbar arbeitsintensiv wäre. Wer soll das denn machen?

Ohne diese Zahl wäre ein Gesetz doch sinnlos.

Da kann doch nich drinstehen: Niemand kennt die Produktionskosten wirklich, aber die dürfen beim Verkauf nicht unterschritten werden.

Y darf nicht kleiner X sein, aber X bleibt unbekannt ist sinnlos.

Man kann ja auch nicht einfach Äpfel vergleichen.

Die hochwertige ertragsarme Bio Sorte hat nun mal andere Produktionskosten als der simpelste Apfel.

Und was ist mit ausländischen Produkten? Werden die Hersteller dann auch in Ägypten zu solchen Kostenaufstellungen für den deutschen Markt verpflichtet? Kontrollieren dann deutsche Beamte auch in Peru die Herstellungskosten der Blaubeeren?


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25.12.2025 um 20:35
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Klar, weil, wenn sie mindestens zu Herstellungskosten verkaufen dürfen, dann kauft NIEMAND mehr etwas....
Da könntest Du Recht haben, weil die niemand auf den Cent genau kennt.

Dazu müsste zB jeder Erntehelfer minutengenau festhalten, an welchem Produkt er gerade arbeitet, damit die Lohnkosten auch genau auf das Einzelprodukt anzurechnen sind.


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25.12.2025 um 20:38
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Da kann doch nich drinstehen: Niemand kennt die Produktionskosten wirklich
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Die echten Herstelkungskosten eines einzelnen Kolrabi bspw (damitnauch von 1 Tonne Kolrabi) sind gar nicht Spitz auf Knopf ermittelbar.
Das geht scheinbar relativ genau:

https://www.landwirtschaft.sachsen.de/bpsplanweb/planung/konventionell/verfahrenkurz/8534


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Bündnis 90/Die Grünen

25.12.2025 um 20:44
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Da könntest Du Recht haben, weil die niemand auf den Cent genau kennt
Komisch damals in der Uni im Fach KoLei (Kosten und Leistungsrechnung) konnten wir das....

Und wie machen die Hersteller das?
Würfeln die ihre Preise?
Wie kalkulieren die, wenn sie ihre Herstellungskosten nicht kennen?
Das große Orakel von Delphie befragen?
Wozu wird in BWL Kosten und Leistungsrechnung gelehrt, wenn das alles nur Unsinn ist?
Fragen über Fragen.... :D

Komm lass gut sein, verarschen kann ich mich alleine...


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25.12.2025 um 20:47
@Bluemeanie

Guter Link, danke.

Da entstehen allerdings Näherungswerte, die sicherlich zur Kalkulation taugen.

Darum würde es aber hier nicht gehen.

Hier würde es darum gehen, Zahlen zu bekommen, mit denen ein Markteingriff von Regierungsseite absolut gerichtsfest wasserdicht gemacht werden könnte.

Stell Dir mal ganz praktisch einen Obsthof vor. Niemand dokumentiert da minutengenau, welcher Erntehelfer wie lange was erntet. Das wird alles nur näherungsweise erfasst.

Man kann da allenfalls ungefähre Zahlen bekommen. Die genügen ja auch den bisherigen Anforderungen.

Wenn aber Lidl gegen einen staatlichen Eingriff in den Wettbewerb klagen würde, wäre das zu wenig.


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Bündnis 90/Die Grünen

25.12.2025 um 20:49
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Wie kalkulieren die, wenn sie ihre Herstellungskosten nicht kennen?
Die kennen ihre Herstellungskosten insgesamt sehr gut. Die kennen ihre Herstellungskosten im Bezug auf das einzelne Produkt aber nur näherungsweise.

Es gibt allerdings Produkte, bei denen das schon sehr leicht möglich wäre. ZB Champignons. Das ist derart standardisiert, dass das ginge.

Das gilt aber für andere Produkte nicht so einfach.


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25.12.2025 um 21:08
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Komisch damals in der Uni im Fach KoLei (Kosten und Leistungsrechnung) konnten wir das....
Für Agrarprodukte? Oder eher das klassische Beispiel, wie es den Lehrbüchern steht.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Wozu wird in BWL Kosten und Leistungsrechnung gelehrt, wenn das alles nur Unsinn ist?
Fragen über Fragen.... :D
In erster Linie für Industrie anwendbar.

Wie oben verlinkt langen wir im Agrarsektor bei der Bezugsgröße Hektar.

Ansonsten klarer Vorteil für Importware.

Ansonsten sagt unter Herstellungskosten verkaufen möchte nichts über den Einkauf/ Verkauf nrim Erzeuger aus. Denn letztendlich haben wir da extreme. Mischkalkulation


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26.12.2025 um 11:32
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Schon heute kann jeder Preise vergleichen, der will. Schon heute kann jeder Packungsgrößen vergleichen, der will.
Schon heute kann jeder Autofahrer die Preise vergleichen - wozu brauchen wir noch mal eine App? Können die nicht vergleichen?
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Wie will ich auch 1:1 vergleichen? Obst und Gemüse kauft man doch nach Ansehen, Riechen, Berühren.
Es gibt genügend Menschen, die auf günstige Lebensmittel angewiesen sind!
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Die Einkaufspreise sind noch leicht abfragbar, aber wer wird wohl die Herstellungskosten dokumentieren müssen?
Erstens macht das jeder Erzeuger und zweitens haben wir den größten regulierten Agrarmarkt der Welt. Die Hälfte aller Gelder der EU gehen zu wenigen Bauern. Da sollten wir sehr genau wissen, wo die Herstellkosten liegen.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Zum Glück, wo bleibt denn auch der Spaß, wenn man Verbraucher und Erzeuger nicht mehr übervorteilen darf mit seiner Marktmacht?
Du weisst doch, der mündige Verbraucher. Das ist in etwa so wie Technologieoffenheit oder hocheffizienter Verbrenner.


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26.12.2025 um 11:39
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Die Hälfte aller Gelder der EU gehen zu wenigen Bauern.
Von wann sind deine Zahlen? Aktuell macht der gesamte Anteil der Agrarausgaben am EU-Haushalt noch ca. 25% aus.


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26.12.2025 um 11:55
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Von wann sind deine Zahlen? Aktuell macht der gesamte Anteil der Agrarausgaben am EU-Haushalt noch ca. 25% aus.
Guter Punkt 😂 Ich habe noch mal nachgeschaut. Der Anteil ist kontinuierlich gesunken und hat sich über die Zeit gewandelt. Genaue Daten sind hier zu finden:

https://agriculture.ec.europa.eu/data-and-analysis/financing/cap-expenditure_de

Im Details sind es jetzt aber mehr als die 25% von Dir genannt:
Unter Berücksichtigung aller Subventionen betrug der Anteil der EU-Unterstützung an den landwirtschaftlichen Einkünften in der EU insgesamt 33 %.
Quelle: ebenda


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26.12.2025 um 12:04
wenn ich einkaufen fahre, kalkuliere ich Wegezeit und ggfs. Benzinkosten mit ein: ist der REWE, in 2km Entfernung mit sechs bis sieben Minuten erreichbar, etwas teuerer als Kaufland in 10km Entfernung mit 30-40 Minuten Fahrzeit, per Pedelec erreichbar, kaufe ich trotzdem beim REWE. auch wenn der Kasten Bier beim REWE einen Euro teurer ist. Dafür brauche ich keine App, die Stunde Differenz ist mit durchaus ein paar Euro wert.

Und wie soll das Verkaufsverbot geregelt werden? Ersetzt der Staat dann die Verluste der Bauern? Die sagen sich auch: lieber mit Verlust als in die hohle Hand gesch.. Müssen die dann ggfs. die Ernte vernichten? Oder kaufgt die EU das auf und verkauft es dann zu Billigstpreisen in (wieder) Afrika, wo die lokalen Bauern dann gearscht sind? Und das Beispiel mit den Werbekosten betreffend: trifft wohl bei Erzeugern nicht zu, kein Bauer leistet sich einen Außendienst der Großabnehmer abklappert.
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Es gibt genügend Menschen, die auf günstige Lebensmittel angewiesen sind!
Ja, die kaufen meistens beim Discounter und nicht bei Kaiser oder Bio-Laden.


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26.12.2025 um 12:55
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Im Details sind es jetzt aber mehr als die 25% von Dir genannt:
Das ist eine völlig andere Aussage: sie besagt, dass 33% der Einkünfte der Landwirte aus EU-Mitteln stammen, nicht dass 33% der Ausgaben der EU an Landwirte gehen. Das wird aus dem Kontext des Abschnitts auch noch klarer:
Beim Faktoreinkommen in der Landwirtschaft handelt es sich um durch Landwirtschaft generiertes Einkommen, das verwendet wird, um für geliehene oder gepachtete Produktionsfaktoren (Kapital, Löhne und Pachten für Grund und Boden) und eigene Produktionsfaktoren (eigene Arbeitskräfte, eigenes Kapital und eigener Grund und Boden) zu bezahlen.


Dieses Einkommenskonzept ist geeignet, um die Auswirkungen von Veränderungen bei der Höhe der öffentlichen Unterstützung (d. h. der Direktzahlungen) auf die Fähigkeit der Landwirtinnen und Landwirte zu bewerten, Kapital zurückzuzahlen, Löhne und Pachten zu begleichen und auch ihre eigenen Produktionsfaktoren zu berücksichtigen. Als Einkommensindikator ermöglicht das Konzept Vergleiche, da sich der Anteil der eigenen und der externen Produktionsfaktoren in den einzelnen EU-Ländern oft erheblich unterscheidet.

Folgendes kann festgestellt werden:

Viele EU-Erzeuger sind in hohem Maße auf öffentliche Unterstützung angewiesen (z. B. Direktzahlungen, Fonds für die Entwicklung des ländlichen Raums). Direktzahlungen machten im Zeitraum 2018-2022 EU-weit durchschnittlich 23 % des Faktoreinkommens in der Landwirtschaft aus. Zwischen den EU-Ländern bestanden jedoch erhebliche Unterschiede, die von 20 % oder weniger in Zypern, Italien, Malta, den Niederlanden und Spanien bis zu 40 % in Estland, Lettland, Litauen und der Slowakei reichten. Unter Berücksichtigung aller Subventionen betrug der Anteil der EU-Unterstützung an den landwirtschaftlichen Einkünften in der EU insgesamt 33 %.
Quelle: https://agriculture.ec.europa.eu/data-and-analysis/financing/cap-expenditure_de#anteil-der-gap-ausgaben-an-den-gesamtausgaben-der-eu


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26.12.2025 um 13:04
Zitat von Cpt_voidCpt_void schrieb:Und wie soll das Verkaufsverbot geregelt werden? Ersetzt der Staat dann die Verluste der Bauern? Die sagen sich auch: lieber mit Verlust als in die hohle Hand gesch.. Müssen die dann ggfs. die Ernte vernichten? Oder kaufgt die EU das auf und verkauft es dann zu Billigstpreisen in (wieder) Afrika, wo die lokalen Bauern dann gearscht sind? Und das Beispiel mit den Werbekosten betreffend: trifft wohl bei Erzeugern nicht zu, kein Bauer leistet sich einen Außendienst der Großabnehmer abklappert.
Die interessantere Frage dabei ist, wie die Ermittlung der Herstellungskosten genau ablaufen soll: der Landwirt an sich erzeugt ja grundsätzlich mindestens verderbliche, in vielen Fällen auch hochverderbliche Waren, die relativ schnell (in der Größenordnung von Tagen bis Wochen) abgenommen und verbraucht oder verarbeitet werden müssen. Die Ermittlung echter Herstellungskosten im Sinne einer Vollkostenrechnung ist aber von Faktoren abhängig, die schon rein zeitlich gar nicht in dieser Frequenz ermittelt werden können: Gemeinkosten, Unternehmerlohn, Versicherungs- und sonstige Kosten, Energiekosten, Entlohnung für Arbeitskräfte und den Unternehmer selbst, Steuern usw. - für eine betriebswirtschaftliche Kalkulation reicht es selbstverständlich aus, hier Durchschnittswerte, Aufschlagssätze und branchenübliche Referenzwerte zu nehmen, wenn ich aber - strafbewehrt - auf den Cent genaue Preisgrenzen im Voraus festlegen will ist das ein richtig haariges Problem. Genau so wie die Frage, was denn passieren soll, wenn sich zum Abschluss des Geschäftsjahres herausstellt, dass die Vollkosten doch höher waren und ich damit irgendwann im Mai die Frühkartoffeln "illegal billig" verkauft habe. Und dann sind wir noch nicht bei "speziellen" Problemen wie Lagerware angekommen.


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26.12.2025 um 13:17
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:dass die Vollkosten doch höher waren
Genau hier setzt der eigentliche Zweck der Vollkostenrechnung an: Dieses Verfahren eignet sich nicht für Produkte, für die ein Marktpreis vorhanden ist! In diesen Fällen kann die Vollkostenrechnung zu Kontrollrechnungen herangezogen werden, nicht jedoch für die Preisbildung.
Quelle: https://www.bwl-lexikon.de/wiki/vollkostenrechnung/#wofuer-ist-die-vollkostenrechnung-geeignet


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26.12.2025 um 14:14
@Groucho

Der Sinn und Zweck des Vorstoßes soll sein, die Existenz von Landwirten zu sichern indem man verbietet, Produkte unter den Herstellungskosten zu verkaufen.

Was würdest du denn sagen, soll man für "Herstellungskosten" ansetzen, außer den Vollkosten, um dieses Ziel zu erreichen?

Tob dich aus, Buchstaben kosten kein Geld, du darfst gerne mehr als einen unkomnentierten Link beitragen.


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26.12.2025 um 14:56
nicht für Produkte, für die ein Marktpreis vorhanden ist! In diesen Fällen kann die Vollkostenrechnung zu Kontrollrechnungen herangezogen werden, nicht jedoch für die Preisbildung.
Quelle: https://www.bwl-lexikon.de/wiki/vollkostenrechnung/#wofuer-ist-die-vollkostenrechnung-geeignet

Oh Preisbildung ist ein großes Thema

Aber bitte den ganzen Satz dann zitieren
Ermittlung zu hoher Preise
Bei der Vollkostenrechnung kommt es vor, dass aufgrund der eigenen Kosten zu hohe Preise ermittelt werden. Damit wird das Produkt zu teuer und vom Kunden nicht mehr abgenommen. Genau hier setzt der eigentliche Zweck der Vollkostenrechnung an: Dieses Verfahren eignet sich nicht für Produkte, für die ein Marktpreis vorhanden ist! In diesen Fällen kann die Vollkostenrechnung zu Kontrollrechnungen herangezogen werden, nicht jedoch für die Preisbildung.


Kein eindeutiger Zusammenhang zwischen Kosten und Kostenträger
Grundsätzlich ist dieses Problem bei allen Verrechnungssätzen im Vollkostenkalkulationsschema vorhanden: Die Aufschlüsselung der Kosten auf die Kostenträger ist schwierig, denn es gibt keinen direkten Zusammenhang. Vor allem zwischen den Herstellungskosten und Vertrieb/Verwaltung ist der fehlende Zusammenhang deutlich erkennbar.

Über- und Unterdeckung der Fixkosten
Die Zuschlagssätze der Gemeinkosten nehmen immer Bezug auf die abgesetzten Leistungseinheiten laut Istkostenrechnung. Handelt es sich um geringe Mengen, sind die verrechneten Fixkosten niedriger. Sind die Mengen größer, werden mehr Fixkosten verrechnet. Diese Proportionalisierung führt in der Regel zu Unter- und Überdeckungen, denn die verrechneten Fixkosten entsprechen kaum den tatsächlich angefallenen Fixkosten.

Nicht für Produktentscheidungen geeignet
Wurde mittels der Vollkostenrechnung ein Produkt identifiziert, mit dem Verluste erwirtschaftet werden, ist die Versuchung groß, dieses Produkt aus dem Sortiment zu entfernen. Im Zuge der Vollkostenrechnung wird sich das Betriebsergebnis allerdings eher verschlechtern statt verbessern, denn es entfallen nur die Erlöse und die variablen Kosten, während die Fixkosten bleiben und von den anderen Produkten aufgefangen werden müssen.

Nicht geeignet für Make-or-Buy-Entscheidungen
Unternehmen stehen gelegentlich vor der Entscheidung, ob sie ein Produkt selbst anfertigen oder von anderen Unternehmen beziehen sollen. Die Vollkostenrechnung stellt für solche Entscheidungen keine geeignete Basis dar: Fällt die Entscheidung zugunsten der Fremdfertigung, entstehen im eigenen Betrieb Leerkosten durch Unterbeschäftigung.

Auch für Verfahrensentscheidungen ist die Vollkostenrechnung nicht geeignet. Eine neue Maschine, die schneller arbeitet, verursacht möglicherweise höhere Fixkosten als die alte Maschine, die ersetzt werden soll. Dennoch ist die neue Maschine wirtschaftlicher, da sie mehr Leistung in kürzerer Zeit erbringt. Auf Basis der Vollkostenrechnung muss die Neuanschaffung aufgrund der höheren Fixkosten dennoch abgelehnt werden.

Übungsfragen

#1. Welche Aussage zur Vollkostenrechnung ist FALSCH?

Die Vollkostenrechnung ist Teil der Gewinn- und Verlustrechnung.

Die Vollkostenrechnung ist Teil der Kosten- und Leistungsrechnung.

Die Vollkostenrechnung ist das Pendant zur Teilkostenrechnung.
#2. Welches ist das Ziel der Vollkostenrechnung?

Die Vollkostenrechnung hat das Ziel, die Einzelkosten sinnvoll auf die Kostenträger zu verteilen.

Mithilfe der Vollkostenrechnung lassen sich Marktpreise für Produkte ermitteln, die in Einzelfertigung hergestellt wurden.

Die Vollkostenrechnung ist ein Hilfsmittel, um das Eigenkapital zu stärken.
#3. In welchen drei Schritten verläuft die klassische Vollkostenrechnung?

allgemeine, besondere, detaillierte Vollkostenrechnung

Gesamtkostenermittlung, Einzelkostenermittlung, Kostenverteilung

Kostenartenrechnung, Kostenstellenrechnung, Kostenträgerrechnung
#4. Die Vollkostenrechnung ist als Basis für Produktentscheidungen NICHT geeignet, weil…

sich in deren Zuge das Betriebsergebnis eher verschlechtern statt verbessern wird.

die Vollkostenrechnung sich auf die Gewinn- und Verlustrechnung und nicht auf das Produktprogramm bezieht.

Diese Aussage ist falsch. Die Vollkostenrechnung ist gerade für solche Entscheidungen das Mittel der Wahl.

Fertig
]

Quelle:https://www.bwl-lexikon.de/wiki/vollkostenrechnung/#google_vignette



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