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Bündnis 90/Die Grünen

33.609 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Politik, Deutschland, Partei ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Bündnis 90/Die Grünen

28.01.2026 um 14:20
@Desperadoo
Das ist richtig. Ich wollte nur sagen, dass AUCH die Grünen MITverantwortlich waren, weil der Umstieg auf Erneuerbare Gas zwingend notwendig macht.


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Bündnis 90/Die Grünen

28.01.2026 um 15:52
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Die Grünen wußten, dass Gas (oder Atomkraft) als Zwischentechnologie zu den regenerativen Energiequellen benötigt wird und waren daher mitverantwortlich für die (Gas)abhängigkeit von Russland
Die Grünen haben an der Abhängigkeit zu Russland keine Aktion - im Gegenteil. Sie wollten NS2 endlich weghaben und nie in Betrieb gehen lassen.
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Dann auch noch die letzten AKWs in der damaligen Situation abzuschalten war ein Fehler, da hatte Habeck keine Eier, denn er wußte das.
!. Wir haben kein Stromproblem, weil wir Überkapazitäten haben. Wir nutzen zum Glück einfach das europäische Netz und versorgen uns mit dem günstigstem Strom.

2. AKW heizen außer der Atmosphäre gar nichts!
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Das ist richtig. Ich wollte nur sagen, dass AUCH die Grünen MITverantwortlich waren, weil der Umstieg auf Erneuerbare Gas zwingend notwendig macht.
Du wolltest nur faktenfreien Käse erzählen. Danke, haben wir zur Kenntnis genommen.


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Bündnis 90/Die Grünen

28.01.2026 um 16:31
@SvenLE
Faktenfreier Käse😎
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Die Grünen haben an der Abhängigkeit zu Russland keine Aktion - im Gegenteil. Sie wollten NS2 endlich weghaben und nie in Betrieb gehen lassen.
Stimmt und gegen LNG terminals waren sie auch :-). Da musste Habeck den Fehler aber schnell erkennen.


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Bündnis 90/Die Grünen

28.01.2026 um 18:04
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Stimmt und gegen LNG terminals waren sie auch
Sowas nennt man Realpolitik und letztendlich sind diese Terminals für Wasserstoff weiterhin nutzbar. Sonst hätte man die auch nicht gebaut.


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Bündnis 90/Die Grünen

28.01.2026 um 18:25
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Sowas nennt man Realpolitik und letztendlich sind diese Terminals für Wasserstoff weiterhin nutzbar. Sonst hätte man die auch nicht gebaut
Umso erstaunlicher dass sie ursprünglich gegen LNG terminals waren.


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Bündnis 90/Die Grünen

28.01.2026 um 18:33
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Umso erstaunlicher dass sie ursprünglich gegen LNG terminals waren.
Und das nennt sich "Anerkennung von Realitäten"!

Ich bin alles andere als ein Freund der Grünen, halte gerade deren Lokalpolitk bspw für ideologische Klientelpolitik. Eben nichts anderes als die anderen auch tun. Aber eines muß man ihnen lassen und das hätte ich auch nicht erwartet: Sie haben im Zuge und bzgl. des UA Krieges eine Lernkurve hingelegt die so mancher Partei guttung würde. Natürlich kann man das als "einknicken" oder sogar "Wendehalspolitik" bezeichnen. Ich gestehe ihnen aber zu das sie in diesem Fall ihre Ansichten mit der Realität abgeglichen und Einsicht erlangt haben.

Das reicht für mich nicht aus um sie zu wählen. Ich für mich erkenne das aber an!


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Bündnis 90/Die Grünen

28.01.2026 um 18:47
@Desperadoo

OK, aber für dieses lernen muss ich sie wirklich nicht loben. Dass Gas gebraucht wird wusste jeder, auch die Grünen. Von daher war das nix mit lernen, sondern lediglich das abdrücken von einer von Anfang an verlogenen Position.


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Bündnis 90/Die Grünen

28.01.2026 um 19:17
Zitat von DesperadooDesperadoo schrieb:Letztendlich war es die deutsche Politik in ihrer Gesamtheit!
Ja.
Es ist eine lange und komplexe Geschichte.
Es ist aber durchaus so, dass die Weichen für die vollständige Abhängigkeit gelegt wurden unter Schröder/Fischer.
Beide wurden nach ihrem Ausscheiden zu Gas Lobbyisten, Schröder bei Gazprom, Fischer bei Nabucco.
Mit Merkel gab es dann keine substanzielle Korrektur - und dann kam auch noch Sigmar Gabriel.

Nachlesen kann man das alles im ersten Kapitel des Buches Die Moskau-Connection

Die beste freie Darstellung dieser langen Geschichte gibt es - als long read - im linken Guardian.
‘We were all wrong’: how Germany got hooked on Russian energy
This article is more than 3 years old

Germany has been forced to admit it was a terrible mistake to become so dependent on Russian oil and gas. So why did it happen?
By Patrick Wintour
Quelle: https://www.theguardian.com/world/2022/jun/02/germany-dependence-russian-energy-gas-oil-nord-stream

Wo es auch geht um die Verzahnung von Energie und Ost-Politik - und deutschen Erzählungen (mein Leibthema). Am meisten dran hängt - an diesen Erzählungen - die SPD.
The SPD co-leader, Lars Klingbeil, has also insisted that Ostpolitik “was the basis for reunification and the end of the cold war. As a result, there has been a consensus in the federal republic for decades that conflicts can be defused through dialogue. We won’t let that be bad-mouthed.”

Yet a number of historians and writers believe that this rosy picture of Ostpolitik is misleading. “The idea that Willy Brandt’s policy of detente towards Moscow led in a straight line to the fall of the iron curtain and German unity is at least an over-simplification,” says the historian Jan Behrends. German journalist Thomas Urban, author of a new book critiquing Ostpolitik, believes its role in the fall of the wall and German reunification has been exaggerated: “It was military buildup by Reagan and the flooding of the market with cheap oil that led to the collapse of the Soviet Union,” he told me. The Russian government budget had grown so dependent on energy for its revenue, he said, that when the price of oil plummeted in the mid-1980s, Russia’s lifeline to external capital dried up. “Gorbachev could no longer fund the overseas wars and the Soviet Republics,” he said. “But this argument was entirely missing in the German debate, especially on the left.”

Urban argued that Ostpolitik’s theory of change suffered from two basic misconceptions: the belief that political change in eastern Europe could only come from engaging with the elite in power, rather than from civilian movements, and second, that “security must be the key to everything”.

By the turn of the century, the advocates of change through trade were in their pomp. Chancellor Schröder, with growing confidence, promoted the idea of a strategic partnership with Russia ...
Quelle: ebenda

Da, durch die Insistenz auf Dialog mit der Zivilgesellschaft (darauf insistierten sie noch im Koa-Vertrag von 21) und dann durch den Einfluss von Milan Kundera (hab da hier anderswo zu gepostet) haben sich die Grünen sehr positiv hervorgetan.

Um mal den Bogen zum Thema und zur Aktualität zu schaffen, momentan sieht es so aus, als ob die Grünen Cem Özdemir torpedieren, wo sie nur können :ask:

Zuerst mit dem Homöopathie-Dings. Klar irgendwann mussten sie das mal klarstellen, aber mehrere Kommentare sagten, es sei ein offenes Geheimnis, Cem wäre das nach der BW Wahl lieber gewesen.

Und nun auch mit dem (irrsinnigen) Mercosur Abstimmungs Verhalten.
In der SZ kann Henrike Roßbach das Abstimmungsverhalten der Grünen kaum fassen: Was für eine Steilvorlage für die Antieuropäer. "Dass ausgerechnet die Grünen sich so verhalten haben, die sonst bei jeder Gelegenheit und mit gutem Grund vor den Gefahren wackelnder Brandmauern warnen, ist ein Witz, bei dem einem das Lachen im Halse stecken bleibt. Denn wenn die Kommissionspräsidentin das Mercosur-Abkommen nun vorläufig in Kraft setzt, wozu es keine vernünftige Alternative gibt, werden die Rechts-außen-Parteien das natürlich umgehend nutzen, um die EU und ihre Institutionen zu diskreditieren - als abgehobenen Machtapparat, der sich über das vom Volk gewählte Parlament hinwegsetzt."
Quelle: https://www.perlentaucher.de/9punkt/2026-01-23.html


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Bündnis 90/Die Grünen

28.01.2026 um 19:42
Zitat von FellatixFellatix schrieb:Und nun auch mit dem (irrsinnigen) Mercosur Abstimmungs Verhalten.
Na ja, die Klärung ist schon wichtig, da in dem Abkommen durchaus rechtliche Fallstricke sind. Vor allem in Bezug auf Gefährdungen durch gefährliche Substanzen.


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Bündnis 90/Die Grünen

28.01.2026 um 20:17
So wichtig, dass man bewusst mit den Rechten paktiert hat, etwas was man beim lieferkettengesetz der CDU nicht durchgehen lassen wollte. Grüne Doppelmoral, mal wieder.
.


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Bündnis 90/Die Grünen

28.01.2026 um 20:35
@aliM.

Im EU Parlament haben sie die Brandmauer nach rechts abgerissen. Wenn es wenigstens für eine gute Sache gewesen wäre - ok. Stattdessen hat man ein wichtiges und lange vorbereiteres Handelsabkommen hintertrieben zu unserem Nachteil und zum Nachteil unserer Handelspartner nach dem Motto:

Ihr könnt uns mal, wir uns auch.

Man gibt halt lieber irgendwelche Masken an fragwürdige Player im globalen Süden anstatt mit ihm Handel auf Augenhöhe zum gegenseitigen Nutzen zu treiben.

Meanwhile...

musste auch noch Frau Paul wegen ihres fragwürdigen Verhaltens nach dem Solingen Attentat zurücktreten.

Läuft nicht so rund bei den Grünen.


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Bündnis 90/Die Grünen

28.01.2026 um 20:38
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Na ja, die Klärung ist schon wichtig, da in dem Abkommen durchaus rechtliche Fallstricke sind. Vor allem in Bezug auf Gefährdungen durch gefährliche Substanzen.
@SvenLE

Ein Abkommen, dass gut 10 Jahre in Vorbereitung ist und den Grünen fällt am Tag der Abstimmung auf, dass sie irgendwas daran blöd finden, ja ne is klar.

Gerade Handelsabkommen kann man ja folgenlos jahrelang hinauszögern wegen ideologischen Kleinigkeiten, weiss ja jeder...

Es gibt ja bald Wahlen, in die die Verdienste der Grünen angemessen einfließen könnten.


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Bündnis 90/Die Grünen

28.01.2026 um 22:31
Gibt es vielleicht eine Liste des Abstimmungsverhaltens in der Mercosur-Frage von jedem einzelnen Abgeordneten jeder Fraktion und aus jedem Land.

Mich würde nämlich interessieren, wie die Grünen aus anderen Ländern abgestimmt haben, und ob es auch Angehörige anderer Fraktionen gab, die für eine Überprüfung gestimmt haben, insbesondere von EKR, EVP, Renew und S&D.


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28.01.2026 um 22:59
@Quiron

Könnte das sein:

https://mepwatch.eu/10/vote.html?v=183884


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Bündnis 90/Die Grünen

29.01.2026 um 01:09
@Lanza
Danke, das hilft weiter.

Der Grafik entnehme ich also, dass neben 36 Abgeordneten der Grünen, die für ihren eigenen Antrag gestimmt haben, auch 44 der EVP, 35 der S&D und 24 von Renew dafür waren. Bei neun Stimmen, die den Ausschlag gaben (333 zu 324). Es gab also fraktionsübergreifend eine gewisse Sympathie für das Anliegen. Und da regt man sich über die acht deutschen Grünen auf, die da mitgestimmt haben und angeblich die Brandmauer eingerissen hätten. Es hätte auch ohne die gelangt.

Das ist mal wieder Heuchelei, dass sich die Balken biegen.


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Bündnis 90/Die Grünen

29.01.2026 um 01:18
@Quiron

Wenn diese 8 Grünen genau anders abgestimmt hätten (nicht zusammen mit der AfD) sähe das Ergebnis doch ganz anders aus?


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Bündnis 90/Die Grünen

29.01.2026 um 01:28
Zitat von LanzaLanza schrieb:Wenn diese 8 Grünen genau anders abgestimmt hätten (nicht zusammen mit der AfD) sähe das Ergebnis doch ganz anders aus?
Immerhin war es ihr eigener Antrag. Hätten die anderen Fraktionen nicht so abgestimmt, sähe das Ergebnis erst recht anders aus. Die Grünen hätten also gegen ihren eigenen Antrag stimmen sollen, weil die Gefahr, bestand, dass die AFD Abgeordneten ebenso abstimmen und die entscheidenden Stimmen bringen? Das ist absurd.

Es ist erst dann fragwürdig, wenn man bewusst auf diese Stimmen spekuliert hätte. Aber wie gesagt, Stimmen kamen von alle Fraktionen.


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Bündnis 90/Die Grünen

29.01.2026 um 01:39
@Quiron
Die Kritik aus den eigenen Reihen am Abstimmungsverhalten der Grünen im EU-Parlament zum Mercosur-Handelsabkommen wird immer lauter und schärfer. "Ohne Kompass" sei die Entscheidung, das Abkommen vom Europäischen Gerichtshof überprüfen zu lassen, schrieb der ehemalige Grünen-Umweltminister Jürgen Trittin bei X. Andere Grüne sollen sie hinter den Kulissen als "total bescheuert" bis "taktisch dumm" bezeichnet haben.
Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/mercosur-abkommen-gruene-100.html

Die Namen der Abweichler und deren Background müsste man sich mal genauer anschauen


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Bündnis 90/Die Grünen

29.01.2026 um 02:23
Zitat von LanzaLanza schrieb:Die Namen der Abweichler und deren Background müsste man sich mal genauer anschauen
Es geht somit garnicht nur allein um die Brandmauer, sondern darum, wie man "gemeinsame " Abstimmungen bewußt oder unbewußt berücksichtigt.
Das kann ja nur bei ähnlichen Anträgen passieren, auch wenn die Parteien unterschiedliche Ziele verfolgen.
Wie will man so etwas verhindern?
Warum haben die Grünen überhaupt so einen Antrag gestellt? - Bestimmt aus anderen Gründen als die AFD, aber politisch ist das eine Katastrofe.
Das wird bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein, auch nicht für die Grünen. Div. anstehende Wahlen lassen grüßen.


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Bündnis 90/Die Grünen

29.01.2026 um 02:28
Zitat von hiddenhidden schrieb:aber politisch ist das eine Katastrofe.
Das wird bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein, auch nicht für die Grünen. Div. anstehende Wahlen lassen grüßen
Genau. Letztendlich eine Heuchelei. Wie will man einem Abgeordneten das Gewissen ausreden?


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