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Wo hat sich Gott versteckt?

3.146 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Gott ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Wo hat sich Gott versteckt?

14.05.2015 um 10:06
@Libertin

Wie war das doch noch:
Eines schon mal vorweg: Dies hier wird, aus zeitlichen Gründen, mein letzter Post dazu sein.
Von Seite 38, inzwischen sind wir auf Seite 42 :)

Ganz genau!
Es gibt nämlich gar keine Zufälle!
Es gibt nur Zusammenhänge, die wir nicht kennen und nicht erklären können.

Deswegen ist das Leben auch nicht zufällig entstanden, sondern aus einem bestimmten Grund. Nur den kennen wir nicht. Dann sollte man das auch besser so vermitteln und nicht immer vom Zufall sprechen.
Zitat von LibertinLibertin schrieb:Doch wir können und sollten auch vom status quo ausgehen sonst dürften im Grunde gar keine konkreten Aussagen über die Welt machen. Es ist ja nicht so das wir keinerlei Zusammenhänge oder Ursprünge kennen, wir kennen nur (noch) nicht alle.
Was können wir?
Die Zufälle erklären? Na dann mal zu :)

Kannst du nicht? Nun, dann darfst du jetzt stattdessen Schweigeexerzitien machen, getreu deinen eigenen Worten, weil wir ja sonst keine konkreten Aussagen über die Welt machen dürften :)

Ein Gottgläubiger bringt im übrigen nicht dann erst Gott ins Spiel, wenn er nicht mehr weiter weiß, sondern generell.
Zitat von LibertinLibertin schrieb:Doch genau das tut er in dem Gott überall da rein packt wo wir (noch) nicht weiter forschen können sprich er wird in der Regel stehts zum Ursprung alles Seins erklärt.
Es ist genau umgekehrt, die Atheisten packen ihn einfach überall wo sie ihn nicht sehen wollen, wieder raus :)

Die einzigen, die ständig nach naturwissenschaftlichen Gottesbeweisen fragen sind die naturwissenschaftlichen Laien, wenn ich das mal so sagen darf. Denn ein echter Naturwissenschaftler, egal ob er nun selbst an eine Gottheit glaubt oder nicht, würde sagen: Dafür sind wir nicht zuständig, das ist gar nicht unsere Aufgabe.
Zitat von LibertinLibertin schrieb:Ziemlich wahghalsige Behauptungen für jemanden der sich auf diesem Gebiet dazu nur in einfachen Ansätzen beschäftigt hat.
Musst es mir ja nicht glauben. Aber dann frag lieber mal einen echten Naturwissenschaftler. Was steht dem im Wege? Von einfachen Ansätzen schrieb ich nichts, ich bin nur kein Fachidiot :)
Zitat von LibertinLibertin schrieb: Und natürlich liegst du damit völlig falsch.
Natürlich, bei Dir liege ich immer falsch, ausser ich plappere Dir alles nach :)
Zitat von LibertinLibertin schrieb: Es gibt inzwischen nicht wenige Naturwissenschaftler die die Gotteshypothese zu einem Gegenstand ihrer Fachdisziplin machen wollen und sie nicht bloß wie bisher den Theologen und Philosophen überlassen wollen.
Das kann man machen, wenn man davon ausgeht, dass Gott die Natur selbst ist. Ansonsten lässt sich Naturwissenschaft mit Geisteswissenschaft wohl kaum unter einen Hut bringen. Das müssen dann wohl Panteisten oder Panentheisten sein :)
Zitat von LibertinLibertin schrieb: Aber deiner Meinung nach sind das dann ja scheinbar keine "echten" Naturwissenschaftler mehr.
Sind es auch nicht, denn Gott ist Geist. Ein Geist lässt sich mit den Naturwissenschaften nunmal schlecht erklären. Oder hat ein Naturwissenschaftler die Psyche eines Menschen schonmal sezieren können?

Vor Entdeckung der radioaktiven Strahlen gab es auch keinen Grund, der darauf hindeutete, dass diese existieren. Das gab die damalige Faktenlage einfach nicht her. Aus solchen Gründen daraus zu schließen: Es kann so etwas gar nicht geben, ist für meine Begriffe eher kurzsichtig.
Zitat von LibertinLibertin schrieb:Schon wieder so ein hinkender Vergleich genauso wie mit der dunklen Materie.
Keineswegs! Es geht ja nicht um die Radioaktivität oder die dunkle Materie dabei, sondern um DEINE Haltung zu den Dingen. Du bist so jemand, der alles abstreitet, was wissenschaftlich nicht bewiesen ist. Wird es dann doch bewiesen, sagst Du: Dann glaub ich es auch. Aber vorher gibt es solche Dinge nicht. Und Du wärest einer der ersten gewesen die damals gesagt hätten: Radioaktive Strahlen? So ein Humbug, wo ist der Beweis? Gibt es nicht, Basta :)
Zitat von LibertinLibertin schrieb:Der Unterschied zwischen Gott und radioaktiver Strahlung ist dass das eine messbar ist und das andere eben nicht von daher ein völlig unbrauchbares Beispiel oder willst du behaupten das Gott empirisch erfassbar ist?
Es ging gar nicht um die radioaktiven Strahlen, sondern um DEINE Haltung zu Dingen, die es gibt, die man aber nicht nachweisen kann/konnte. Allerdings wenn du von Naturwissenschaftlern sprichst, die sich der Gotteshypothese widmen und zum Gegenstand ihrer Fachdisziplin machen, müsste Gott ja in dem Sinne schon empirisch erfassbar sein, sonst wäre das nämlich Unsinn. Im Sinne des Pantheismus wäre das vielleicht noch drin :)
Zitat von LibertinLibertin schrieb:Vielleicht entedecken wir auch irgendwann eine Parallelwelt in der es unsichtbare Vampire gibt. Ihre Existenz auszuschließen wäre deiner Logik zufolge daher genauso kurzsichtig wie im Fall Gottes.
Ja natürlich, du machst es mal wieder Lächerlich. Du wärest auch einer der ersten gewesen, die sich über die Behauptung, es gäbe radioaktive Strahlen, lächerlich gemacht hätten!

Du verwechselst hier aber den Glauben an einen Gott an sich mit der Institution Kirche. Das sind für mich nämlich zwei Paar Schuhe. Und wogegen ich mich wehre, ist diese ständige Vermischung! Gott ist nicht die Kirche und die Kirche ist nicht Gott! Halte das doch bitte mal auseinander, Danke.
Zitat von LibertinLibertin schrieb:Ich habe an keiner Stelle den Glauben an Gott mit der Institution Kirche pauschal vermischt
Doch hast du!
Zitat von LibertinLibertin schrieb:Fakt ist aber das die Kirche als Institution den Glauben an Gott vertritt und daher beides gemeinsam auch immer eine Rolle spielt denn ohne den Glauben gäbe es auch keine Kirche.
Nicht nur die Kirche. Und im übrigen gibt es mehrere Kirchen. Und was ist mit den anderen Religionen? Und wenn du schon von "beides gemeinsam spiele immer eine Rolle" sprichst, vermischst du es sehr wohl!

Aber der blinde Zufallsglaube, den die echten Wissenschaftler auch nicht hegen, sondern nur die wissenschaftlichen Laien, der fußt auch nicht wirklich auf nachweisbaren Fakten!
Zitat von LibertinLibertin schrieb:Deine Gedankengänge sind alles andere als nachvollziehbar.
Ich denke, ich drücke mich hier schon klar und deutlich aus. Wenn du das nicht nachvollziehen kannst, muss es an Dir liegen, da kann ich nix für :)
Zitat von LibertinLibertin schrieb: Ein echter Wissenschaftler würde deiner Meinung nach auch nie von Zufällen sprechen oder wie soll man das nun wieder verstehen? Wer hier der Laie ist ist ja schon mal ganz offensichtlich. ;)
Ja so soll man das verstehen. Du bist also Naturwissenschaftler und kein Laie? In welcher Fachdisziplin hast du denn promoviert und deine Dissertation verfasst, wenn ich mal fragen darf? :)
Zitat von LibertinLibertin schrieb:Die Annahme dass wir das Produkt zufälliger Umstände sind beruht im Gegensatz zum Glauben an Gott auf einer erfassbaren Grundlage die auf etwas handfestes aufbaut (generiertes Wissen aus streng standartisierten Methoden) und deren Sachverhalt einen aufmerksamen Beobachter nunmal genau diese Schlüße ziehen lässt (metaphysische und andere philosophische/theologische Gedankengänge müssen auf diesem Gebiet halt mal außen vor bleiben) alles darüber hinaus wäre dann nur noch seine ganz persönliche Meinung die genauso gut oder schlecht sein kann wie die eines jeden x-beliebigen anderen und daher in keinsterweise, was du ja schon die ganze Zeit verzweifelt versuchst, auf einer Stufe mit dem Gottglauben zu stellen ist.
Hilfe, schon wieder so ein unendlicher Schlangensatz. Sag mal, hast du deine wissenschaftliche Arbeit auch in dem Stil verfasst? :)

Erst einmal ist es eine Annahme, wie du selbst sagst!
Damit ist die Grundlage schonmal selbst nicht viel besser als das, was sie hervorbringt, nämlich eine Annahme :)

Wenn ich annehme, dass es einen Gott gibt, ist das noch nicht einmal ein Gegensatz, sondern auch nur eine entsprechende Grundlage, nur komme ich dabei zu anderen Schlüssen.

Was ist denn für dich etwas handfestes? Ist das bei der Quantenphysik auch noch der Fall? Ansonsten müsstest du an deinen eigenen Maßstäben schonmal scheitern :)

Ich stelle hier gar nichts auf eine Stufe. Ich halte nur dagegen, dass es trotzdem einen Gott geben kann. Die Stufen existieren nur in deinem Kopf :)
Zitat von LibertinLibertin schrieb:Das du naturwissenschaftliche Errungenschaften auf einer gewissen Weise auch anerkennst glaube ich dir sogar aber offensichtlich ist es gerade der Glaube an Gott der dich daran irgendwie zu hindern scheint ein nicht so verwässertes Abbild davon zu machen.
Mein Glaube an Gott hindert mich, ein nicht so verwässertes Abbild wovon zu machen? Von den naturwissenschaftlichen Errungenschaften? Weißt du, diese Errungenschaften haben gar nichts mit meinem Gottesbild zutun. :)

Wenn ein Robert Koch Mikroben entdeckt hat, dann hat er eben Mikroben entdeckt. Was hat das mit meinem Gottesbild zutun?


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Wo hat sich Gott versteckt?

14.05.2015 um 10:11
@Dawnclaude
Zitat von DawnclaudeDawnclaude schrieb:Na zumindest bleibt das ARgument bestehen, dass es vor dem Urknall ein Gott war der ihn erschaffen hat, und Gott sei Dank, lässt sich dieser Punkt nicht beweisen.
Zeit ist ja ein Begriff den wir verwenden um die Bewegung von Materie zu beschreiben. Deshalb ist die Frage nach dem vor dem Urknall vielleicht die falsche.

Aber auch hier kannst du das Wort Gott wieder mit allem ersetzten was du willst und es passt. Es wäre also möglich dass ein feinstoffliches Schinkenbrot alles erschaffen hat.
Aber erschaffen ist ebenfalls etwas was Zeit braucht, da dieser Gott ja dann Materie bewegt. So muss nun Gott ausserhalb der Zeit platziert werden, was aber wiederrum keinen Sinn ergibt. Ist zum verrückt werden.

Deshalb ziehe ich aber die Antwort der Wissenschaftler vor die sich damit beschäftigen. Sie wissen es nicht.
Es ist nicht möglich ganz zurückzublicken, denn da ist ein Wand aus Plasma :ask: durch die sie nicht „durchsehen“ können.


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Wo hat sich Gott versteckt?

14.05.2015 um 10:19
@dorette22

Wenn du behauptest, dass diese Hoffung auf einer Lüge aufgebaut ist, dann begründe und beweise es mal. Hier bist Du in der Beweispflicht :)

Was Gott für Dich persönlich ist, ist deine Sache. Aber auch Scheinmedikamente, bekannt unter der Bezeichnung Placebos können genauso Wirksam sein! :)

Aber wenn du Gott als Lüge betrachtest, beweise erst mal, dass Gott eine Lüge ist!
Zitat von dorette22dorette22 schrieb:Dich zeichnet dieselbe Naivität im Denken aus, wie MickyM.
Meine Fresse, was seid ihr Atheisten mal wieder nett :)
Mit anderen Worten: Wer an einen Gott glaubt, ist naiv, ja? Und wer legt das fest? Der Atheist natürlich :)
Zitat von dorette22dorette22 schrieb: Wenn du mich in der Beweispflicht siehst, beweist dies lediglich, dass du dich schon wieder irrst. Irrtum Nummer eins: Deine Annahme, dass es einen Gott gibt. Irrtum Nummer zwei: Nicht ich muss die Nichtexistenz eines Gottes beweisen, sondern du müsstest erst mal den Beweis für die Gottesexistenz erbringen. So ist das nun mal in der Wissenschaft und im realen Leben. Wer eine These aufstellt, der muss sie auch beweisen und nicht umgekehrt
Es geht um DEINE eigene Behauptung, dass Gott eine Lüge ist, dann kannst du das nur sagen, wenn du auch weißt, dass es keinen Gott gibt! Und wer das weiß, der ist dann auch in der Beweis-Pflicht!

Du kannst das aber gar nicht wissen! Niemand kann das wissen!
Es ist nur eine Annahme, so wie meine, dass es einen Gott gibt. Sowas nennt man auch Glauben :)

Und glauben darf man, was man will, da muss man nix beweisen. Wer aber behauptet, es gibt keinen Gott, der behauptet, es zu wissen. Und dann bitte, darf er es auch beweisen. Nun, ich habe nicht behauptet, Gott ist eine Lüge, also muss ich da auch nichts beweisen.
Zitat von dorette22dorette22 schrieb:Du und deinesgleichen haben eben noch nicht erkannt, dass die Religion und der Gottglaube schon zu allen Zeiten dazu missbraucht wurde, die allzu leichtgläubige menschliche Schafherde zu gängeln und zu beherrschen.
Da irrst Du dich. Darüber bin ich mir durchaus bewusst. Nur ist der Missbrauch von Macht durch Institutionen wie der damaligen Kirche etwas völlig anderes. Das hat nichts damit zutun ob es nun einen Gott gibt oder nicht.
Zitat von dorette22dorette22 schrieb:Dich von dieser Tatsache zu überzeugen wird mir nicht gelingen, weil die Wirkung einer frühkindlichen Erziehung - man könnte dies auch als Gehirnwäsche bezeichnen - deine Wahrnehmung schon zu stark getrübt hat.
Ich könnte deinen Unglauben genauso als Gehirnwäsche betrachten, der deine Wahrnehmung für alles Göttliche schon sehr stark eingetrübt hat. So what? Sich gegenseitig immer schön alle möglichen Fieseleien an den Kopf zu werfen mag ja eine nette Freizeitbeschäftigung auf Allmy geworden sein, aber in der Sache selbst ist solches Sprücheklopfen leider nicht sonderlich dienlich.
Zitat von dorette22dorette22 schrieb:Dass der Glaube an einen Gott eine Lebenshilfe sein kann, bestreite ich gar nicht. Ich mag mich allerdings nur ungern selbst betrügen. Meine mentale Stärke möchte ich nicht aus einem höchst zweifelhaften Placebo beziehen. Ich habe es aus eigener selbst erarbeiteter mentaler Kraft geschafft, mein Leben auch ohne die Gotteslüge zu bestreiten. Das ist ehrlicher und ganz ohne Selbstbetrug.
Na wenn du deinen Mund schon so voll nimmst und den Glauben an einen Gott als Betrug bezeichnest, dann möchte ich doch ganz gerne mal einen Beweis für diese These von Dir! Wie war das nochmal:
Zitat von dorette22dorette22 schrieb:Wer eine These aufstellt, der muss sie auch beweisen und nicht umgekehrt



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Wo hat sich Gott versteckt?

14.05.2015 um 10:28
Zitat von Snowman_oneSnowman_one schrieb:Aber auch hier kannst du das Wort Gott wieder mit allem ersetzten was du willst und es passt. Es wäre also möglich dass ein feinstoffliches Schinkenbrot alles erschaffen hat.
Aber erschaffen ist ebenfalls etwas was Zeit braucht, da dieser Gott ja dann Materie bewegt. So muss nun Gott ausserhalb der Zeit platziert werden, was aber wiederrum keinen Sinn ergibt. Ist zum verrückt werden.
iCh glaube dieser Punkt lässt sich sogar recht einfach und anschaulich erklären.
Ich bin ja spieleentwickler und wenn wir eine Welt erschaffen, haben wir logischer weise zugriff auf die Zeit der Welt. Wir können uns in einen beliebigen Zeitpunkt irgendwo hin teleportieren, wenn wir Zugriff auf diese Zeit haben. Das ist die Zeit der Realität der erschaffenden Welt.
Aber, auch wen ich das als Schöpfer kann, hab ich trotzdem noch meine Zeit in einer anderen realität. Die zeit als Planer und Entwickler.

Wenn wir das Beispiel nun auf unsere Realität ziehen: ein Schöpfer könnte Zugriff auf unsere Zeit haben, kann aber gleichzeitig eine eigene Zeit haben, die in seiner Realität statt findet.

Muss natürlich nicht die Lösung sein, wäre aber tatsächlich eine plausible Lösung, da man sie ja auch auf uns beliebig anwenden kann.


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Wo hat sich Gott versteckt?

14.05.2015 um 10:36
@Nicolaus
Zitat von NicolausNicolaus schrieb:denn Gott ist Geist. Ein Geist lässt sich mit den Naturwissenschaften nunmal schlecht erklären. Oder hat ein Naturwissenschaftler die Psyche eines Menschen schonmal sezieren können?
Wessen Geist ist er denn ? Naturwissenschaftlich sitzt der Glaube im Hinterkopf und ist an den individuellen Serotoninspiegel gekoppelt. Die richtige Mischung entscheidet darüber ob man weiß was real ist und was nicht. Also hat sich Gott im Hinterkopf von Gläubigen versteckt, bei Atheisten ist dort Wissen und Logik. Geht man jetzt her und definiert Gott als Wissen und Logik, dann hat sich der Glaube erledigt. Man muss nicht die Psyche sezieren um zu wissen wie sie im Einzelfall gestrickt ist, weil sie nicht einheitlich beschaffen ist, man kann sie nur im Einzelfall definieren. Glaube ist eine Geisteshaltung ohne fundierte naturwissenschaftliche Logik, solange das verstanden wird, ist gegen den Glauben jeglicher Art nichts einzuwenden. Wissen wird immer dann durch glauben ersetzt, wo nicht gewußt wird. Die Bibel als Grundlage für den Glauben ist unzureichend, weil sie lediglich ein Portrait ist, für die Denkweisen im Altertum und eine Skizze für gesellschaftliche Zusammenhänge und der daraus resultierende Versuch, ein einheitliches Weltbild zu etablieren, welches genau so der Nachwelt überliefert werden sollte. Wer die Bibel richtig liest, erkennt irgendwann worum es sich handelt, nämlich um ein Politikum, welches gesellschaftliche und materielle Regeln genau festlegt. Es geht um Macht, Geld, Sitte und Moral, was vom damals herrschenden Patriarchat mehr oder weniger angstbesetzt durch Strafen oder Belohnung im Jenseits etabliert wurde, das man dazu einen "Gott" und Teufel brauchte versteht sich von selbst. Diese bis heute fest verankerte Konzeption hat immer noch Macht und ist im festen Griff des Belohnungszentrums im Gehirn der Gläubigen. Von daher muss man nicht lange danach suchen, wo jeweils "Gott" sitzt oder welche jeweilige Macht den Einzelnen steuert.

http://www.heise.de/tp/artikel/32/32057/1.html


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Wo hat sich Gott versteckt?

14.05.2015 um 10:40
@Nicolaus
Zitat von NicolausNicolaus schrieb:Wer aber behauptet, es gibt keinen Gott, der behauptet, es zu wissen. Und dann bitte, darf er es auch beweisen.
Gott gibt es nicht. Das ist das was ich glaube. Glaube braucht laut dir keine Rechtfertigung. Wo ist also das Problem an @dorette22 ‘s Behauptung?

@Dawnclaude
Zitat von DawnclaudeDawnclaude schrieb:Wenn wir das Beispiel nun auf unsere Realität ziehen: ein Schöpfer könnte Zugriff auf unsere Zeit haben, kann aber gleichzeitig eine eigene Zeit haben, die in seiner Realität statt findet.
Okay dieses Beispiel ist nicht schlecht. :)
Leider steht auch dieser Gott dann nicht ausserhalb der Zeit da er ja in seiner eigenen existiert. Und wenn er in unserem Universum etwas erschafft braucht das wieder Zeit.

Aber ansonsten ein guter Denkansatz.


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Wo hat sich Gott versteckt?

14.05.2015 um 10:59
@Snowman_one
Zitat von Snowman_oneSnowman_one schrieb:Leider steht auch dieser Gott dann nicht ausserhalb der Zeit da er ja in seiner eigenen existiert. Und wenn er in unserem Universum etwas erschafft braucht das wieder Zeit.
Zeitlosigkeit oder Nichtzeit läßt keine Schöpfung zu, weil Entwicklung durch Bewegung in der Zeit stattfindet, also braucht Entwicklung und Evolution Zeit. Wenn Gott zeitlos wäre, dann könnte er nichts erschaffen. Da kommt man schnell zu dem Schluss, das Gott nicht ewig oder zeitlos ist, sondern bewegungsloser Stillstand. Das allerdings hat man schon bei den gnostischen Systemen erkannt, das um einen bewegungslosen Stillstand ein bewegter Beweger kreist, welchen die Gnostiker den Demirugen nannten, nur das dieser dann eben nicht Gott ist. Demnach wird dieser angebetet und nicht der ewige Stillstand, welcher Gott ist. Der Demiurg ist der Herr der Welt und der Materie, welcher angebetet wird und im Monotheismus Satan genannt und fälschlicherweise für den Allmächtigen gehalten wird, was er dann wohl demzufolge auch ist. Gott ist das Nichts und ist nicht. :)


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Wo hat sich Gott versteckt?

14.05.2015 um 11:05
Wo sich Gott versteckt hat?

Dort, wo der mit seinen Sinneswahrnehmungen auf die Außenwelt fixierte Mensch ihn am Wenigsten vermuten und suchen würde. ;)

Erst wenn ihm die Vergänglichkeit der Außenwelt bewusst geworden ist, wendet sich die Aufmerksamkeit des Menschen nach innen, und er entdeckt das Sandkorn, das den Reiz ausgelöst hat, was die Perle (jede Perle) hervorgebracht hat.

@dorette22

Wenn Gott "beweisbar" wäre, hätten wir längst einen auf Gottesbeweise ausgerichteten Nobelpreis, der jedes Jahr für den besten Gottesbeweis verliehen würde, nicht wahr?

Gott kann nicht objektiv nachgewiesen werden, er (das Lebensprinzip) ist nur subjektiv "erfahrbar"; der Mensch macht entweder diese GottesErfahrung, dann wird sie für ihn zu (s)einer subjektiven Gewissheit oder er macht sie nicht und spricht von seiner Perspektive aus anderen - generell - diese Erfahrung ab.

Wer ist es, der so "tickt"?

Es ist der im (und am) Materiellen haftende Egomind, der für alles Bewise fordert und nur das als wahr anerkennen kann, was nach wissenschaftlichen Maßstäben wägbar und verifizierbar ist. So existiert für den Verstand z. B. auch die Liebe nicht, ein wissenschaftlich unbewiesenes Phänomen, obwohl es z. B. gängige Erfahrung ist, dass ein Baby, das keine Liebe erfährt, entweder sehr früh stirbt, im Mittelalter gab es so ein "Experiment", oder lebenslang neurotisch bis psychotisch tiefgreifend gestört ist.


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Wo hat sich Gott versteckt?

14.05.2015 um 11:19
@callida
Zitat von callidacallida schrieb:Erst wenn ihm die Vergänglichkeit der Außenwelt bewusst geworden ist, wendet sich die Aufmerksamkeit des Menschen nach innen, und er entdeckt das Sandkorn, das den Reiz ausgelöst hat, was die Perle (jede Perle) hervorgebracht hat.
Ja, er entdeckt sich selbst, bestenfalls und die Evolution.:)


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Wo hat sich Gott versteckt?

14.05.2015 um 11:39
Es ist der im (und am) Materiellen haftende Egomind, der für alles Bewise fordert und nur das als wahr anerkennen kann, was nach wissenschaftlichen Maßstäben wägbar und verifizierbar ist. So existiert für den Verstand z. B. auch die Liebe nicht, ein wissenschaftlich nicht bewiesenes Phänomen, obwohl es gängige Erfahrung ist , dass ein Baby, das keine Liebe erfährt, entweder sehr früh stirbt, im Mittelalter gab es so ein "Experiment", oder lebenslang neurotisch bis psychotisch tiefgreifend gestört ist.
Ein sehr schönes und richtiges Argument. Kompliment! :)

Bin mal gspannt, was @dorette22 dazu sagt, bzw. Menschen die die Liebe nur als chemische Reaktion sehen. ^^


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Wo hat sich Gott versteckt?

14.05.2015 um 11:43
@Dawnclaude
Selbst wenn man an einen Urknall glaubt, braucht man dafür ja dann doch ein bisschen Energie, sonst gibts nicht mal ein kleines Puff. ;)
Daran zweifelt auch keiner, aber muss es denn dafür einen allmächtigen Schöpfer geben?


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Wo hat sich Gott versteckt?

14.05.2015 um 11:51
@Sauffenberg
Es gab weder diesen schwarzen Raum, noch die Zeit
Die Zeit ist doch "nur" eine menschliche "Erfindung" um besser zu verstehen. Meiner Meinung nach gibt es in der Form, in der du sie beschreibst, keine Zeit. Also ich meine, wenn die Zeit aufhören würde zu existieren, dann würden wir Menschen es garnicht bemerken. Verstehst du was ich meine?


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Wo hat sich Gott versteckt?

14.05.2015 um 12:02
@Snowman_one
Wichtig ist für mich halt das man Lücken nicht mit Gott füllt, also Gott in Sinne des Fadens hier nicht in Lücken versteckt.
Denn dies verhindert ja jedes weitere Nachforschen, da man ja dann die Antwort hat, nämlich Gott war es.
Sehe ich genauso. Nur weil man keine Erklärung für etwas hat, muss man es nicht direkt mit Gott "füllen".


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Wo hat sich Gott versteckt?

14.05.2015 um 12:06
@Snowman_one
Zitat von Snowman_oneSnowman_one schrieb:Gott gibt es nicht. Das ist das was ich glaube. Glaube braucht laut dir keine Rechtfertigung. Wo ist also das Problem an @dorette22 ‘s Behauptung?
Die Aussage "Gott gibt es nicht" ist ein Dogma.
"Gott könnte es geben" ist eine offene Aussage und Annahme.

Während echte Gott-Gläubige jedem Lebewesen einen "Guten Gott" zugestehen und damit die Welt öffnen/offen sehen, knallen alle Agnostiker und Atheisten die schwere Türe ins ewige Schloss. Batsch- ZU! Da geht nix mehr auf ... starre und sture Dogmen, die alles weitere im Keime ersticken.

@Dawnclaude
Zitat von DawnclaudeDawnclaude schrieb:ein Schöpfer könnte Zugriff auf unsere Zeit haben, kann aber gleichzeitig eine eigene Zeit haben, die in seiner Realität statt findet.
Das kann leicht sein ... :D


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Wo hat sich Gott versteckt?

14.05.2015 um 12:12
@Horstine
Zitat von HorstineHorstine schrieb:Nur weil man keine Erklärung für etwas hat, muss man es nicht direkt mit Gott "füllen".
Manchmal scheint es mir, dass Gott für alle menschlichen Unzulänglichkeiten herhalten muss. Wenn nicht Gott, dann halt der Teufel.


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Wo hat sich Gott versteckt?

14.05.2015 um 12:14
@Phantomeloi

Hi, Du hattest mir einem ähnlichen Thread, der geschlossen wurde, eine Frage gestellt, die ich dort nimmer beantworten konnte. Vielleicht passt das jetzt hierher?


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Wo hat sich Gott versteckt?

14.05.2015 um 12:15
@AnGSt
Jo, bin gespannt auf die Antwort :D


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Wo hat sich Gott versteckt?

14.05.2015 um 12:16
@Phantomeloi

Leider weiß ich nimmer genau was die Frage war. Ich glaube es ging um AKE?


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Wo hat sich Gott versteckt?

14.05.2015 um 12:17
@AnGSt
Hm, könnte sein, dass du mich verwechselst? Was ist AKE?


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Wo hat sich Gott versteckt?

14.05.2015 um 12:18
@Phantomeloi

Außerkörperliche Erfahrung. Wenn das nicht die Frage war/ist, was hast Du im Gedanken das es war?


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