@BishamonHallo!
Bishamon schrieb:Ab Dan 11,40 widersprechen einige Angaben dem, was historisch bekannt ist: Es gab keine Schlacht des Antiochos mit Ptolemäern und er starb in Persien, nicht Judäa.
Bishamon schrieb:Da lag Daniel also falsch.
Offensichtlich aber nur nach deren Interpretation!
Daniel 11:40 spielt sich gemäss prophetischer Aussage nicht zur Zeit des Antiochos ab, sondern in sehr ferner Zukunft, da von der
"Zeit des Endes" die Rede ist.
Diesbezüglich gilt zudem zu berücksichtigen, dass der beschriebene Konflikt zwischen dem Nord- bzw. Südkönig ein drittes Element enthält was für die richtige Deutung massgeblich ist!
Der Kontext des gesamten Bibelbuches Daniel beschreibt in seinen prophetischen Elementen die Auswirkung der in der Prophetie beschriebenen Nationen auf Gottes erwähltes Volk.
Dieses "erwählte Volk" blieb nicht bei der Nation Israel, sondern wechselte im 1. Jahrhundert über zur wahren Christenversammlung bis diese ab dem 2. Jahrhundert dem Abfall anheim fiel.
Die in Daniel erwähnte " Endzeit" bezieht sich dann gemäss prophetischer Aussagen der gesamten Bibel zu diesem Thema auf Ereignisse, die sich Anfang des 20. Jahrhunderts abspielten!
Zu dieser Zeit wurde die gesalbte Christenversammlung wiedererweckt und im Sinne Gottes aktiv.
Bishamon schrieb:Belšazar war entgegen Dan 5,1 f. und 7,1 nicht Nebukadnezars, sondern Nabonids Sohn.
Richtig, allerdings gibt es weder im hebräischen noch im aramäischen Wortschatz eine getrennte Bezeichnung für Grossvater oder Enkelsohn und somit ist die bibl. Bezeichnung korrekt!
Bishamon schrieb:Dareios I., der Nabonid 539 v. Chr. besiegte, regierte entgegen Dan 9,1 nicht Medien, sondern Persien
Richtig! Allerdings regierte Cyrus nach der Einnahme Babylons dort nicht sofort. Warum sollte er dazu nicht für diese Zeit einen medischen Vasallenkönig eingesetzt haben?
Bishamon schrieb:Die zwischen dritter und erster Person wechselnde Erzählperspektive, die Sprachwechsel und griechischen Zusätze weisen auf einen längeren Entstehungsprozess des Buchs hin.
Bei den "griechischen Zusätzen" handelt es sich um nichts weiter als um die Namen von drei Musikinstrumenten.
Es ist aus der Geschichte bekannt, dass die -griechische Kultur- schon lange vor der Zeit, als Griechenland Weltmacht wurde, auf die Umgebung Einfluss nahm!
Zu behaupten, dass die griechischen Namen von drei Musikinstrumenten beweise, dass das Bibelbuch Daniel viel später geschrieben wurde, ist daher unsinnig! Denn wenn dem so wäre, müsste es dann nicht noch mehr griechische Wörter enthalten?
Bishamon schrieb:Nach Dan 1,19 war er dem König schon bekannt, nach 2,25 musste er ihm erst vorgestellt werden.
Daniel war dem König als "weiser Mann" bekannt, aber offensichtlich wollte der König zunächst eine Antwort zu seinem prophetischen Traum von seinen weisen heimischen Beratern. Als diese ihm nicht helfen konnten, ordnete er in seinem Zorn die Exekution aller Weisen Babylons an.
Daraufhin trat der jüdische Daniel, dessen Leben nun ebenfalls in Gefahr war, vor den König und erklärte ihm, er wolle ihm in dieser Sache helfen.
Das ist überhaupt kein Widerspruch!
Bishamon schrieb:Nach Dan 1,21 und 6,29 lebte er unter dem Perserkönig Kyros II., der das neubabylonische Reich besiegte; nach Dan 7 sah er diese Ablösung als zukünftig voraus
Daniel lebte unter dem babylonischen Weltreich und erlebte im geschichtlichen Teil den Machtwechsel zum Medo- Persischen Weltreich!
Das wird erwähnt!
Gemäss Daniel 7 erhielt Daniel die Vision sich ablösender Weltmächte ab der babylonischen Weltmacht, zur Zeit des 1. Regierungsjahres des babylonischen Königs Belsazar.
Von diesem Zeitpunkt an gerechnet war diese Ablösung natürlich noch zukünftig!
Die Vision in Daniel 7 beinhaltet aber nicht nur das Medo- Persische Weltreich, sondern geht noch viel weiter, ja Jahrtausende in die Zukunft!
Somit ist das obige Argument haltlos!
Bishamon schrieb:Und wie gesagt: niemand weiß, wann das Buch geschrieben worden ist. Das ist nur eine Behauptung, dass das Buch alt ist.
Das ist nichts weiter als eine leere Behauptung der Bibelkritik, denn der Inhalt des Buches verdeutlicht mehrmals genau, wann es geschrieben wurde und das konnte bis heute nicht beweiskräftig widerlegt werden.
Zudem enthält Daniel viele prophetische bemerkenswerte Einzelheiten bis in unsere Tage.
Die Behauptung, dass die Prophezeiungen Daniels im Nachhinein eingefügt wurden, nur weil man göttliche Prophetie leugnen will, wird deshalb erst Recht völlig haltlos!
Gruss, Tommy