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Islam und Drogen

319 Beiträge, Schlüsselwörter: Islam
zaman
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Islam und Drogen

29.10.2009 um 21:00
'Islam und Drogen' <-- wie doof isn das? xD

Christen nehmen doch auch Drogen..

Es hat nicht mit dem Glaube zu tun ;)


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orlando
ehemaliges Mitglied

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Islam und Drogen

29.10.2009 um 21:46
@zaman
Da stimme ich dir zu ;)


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Islam und Drogen

30.10.2009 um 03:54
terrorrane schrieb am 26.09.2009:Das soll jetzt nicht rassistisch sein, aber viele von euch haben schon was mit Haschisch und Türken oder Wasserpfeifen und Arabern oder Cannabis mit Türken gehört...
Die meisten Menschen in Deutschland sehen sich als Christen und es ist trotzdem üblich das man sich an x Gebote aus der Bibel nicht hält.
Nicht viel anders in muslimischen Ländern.

Wie erwähnt ist es im Islam nicht erlaubt berauschendes zu sich zu nehmen


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BunterPilz
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Islam und Drogen

31.10.2009 um 22:02
ich bin noch nicht so weit im Koran aber ich hab bis jetzt gelesen das die Regel lautet "Finger weg von Drogen".


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Islam und Drogen

10.11.2009 um 00:43
Der Islam verbietet Drogen , weil sie dem Körper schaden !

Rauchen, Drogenkonum ect. ist zudem Geld verschwendung. Und das ist im Islam auch nicht erlaubt.

Gebt doch mal lieber Armen Menschen ein wenig Geld für Essen , anstatt euch die Birne wegzuhauen mit Drogen ect.


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felixkrull
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Islam und Drogen

10.11.2009 um 01:44
Lightstorm schrieb am 30.10.2009:Wie erwähnt ist es im Islam nicht erlaubt berauschendes zu sich zu nehmen
Das stimmt. Aber verboten ist es auch nicht.


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Islam und Drogen

10.11.2009 um 01:47
@felixkrull

Natürlich ist es verboten, es ist für den Muslim nicht erlaubt berauschendes zu sich zu nehmen. Was verstehst du daran nicht als Verbot?


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felixkrull
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Islam und Drogen

10.11.2009 um 01:51
@Lightstorm


Ich verstehe einen Ratschlag (zu einem bestimmten Zweck) nicht als Verbot. Ich kann im Qur´an kein Verbot lesen.
Nur einen Ratschlag, der noch nichteinmal so eindeutig ist, weil er sich eben auf einen bestimmten Zweck bezieht: erfolgreich zu sein.
Im Gegenteil! Ich finde im Qur´an sogar Anweisungen, wie man mit dem Drogenkonsum umzugehen hat.
Wenn der Umgang verboten ist, warum dann eine Gebrauchsanweisung?


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felixkrull
ehemaliges Mitglied

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Islam und Drogen

10.11.2009 um 01:54
Nun hab ich mich, ob der späten Stunde (mal wieder) sehr verkürzt ausgedrückt.
Aber egal.
Man kann ja fragen, wenn was unklar ist ;)


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felixkrull
ehemaliges Mitglied

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Islam und Drogen

10.11.2009 um 04:01
Ich werde das, was ich meine, anhand der entspr. Ayat des Qur´an einmal verdeutlichen:



2:219 Sie befragen dich über Berauschendes und Glücksspiel. Sprich: "In beiden liegt Übel und Nutzen für die Menschen. Doch ihr Übel ist größer als ihr Nutzen."

Das also hätte jeder Muslim sagen sollen. Nicht: ist verboten.

4:43 O die ihr glaubt, nahet nicht dem Kontaktgebet, wenn ihr berauscht seid, bis ihr versteht, was ihr sprecht...

Nochmal also: wozu eine Gebrauchsanweisung für etwas Verbotenes?
Hier wird selbstverständlich und wertungsfrei davon ausgegangen, das es Gläubige gibt, die Berauschendes zu sich nehmen.
(Ohne Zusammenhang zu anderen "Gräueln"- s. nächsten Absatz)
Kein Verbot.

5:90 O ihr, die ihr glaubt! Berauschendes, Glücksspiel, Heilige Steine und Heiligenschreine sind ein Gräuel, das Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid;

Ein ganzes Konglomerat an Dingen, von denen wir lassen sollen, damit "wir es einfacher haben." Nicht, weil sie ihm missgefallen- das tun sie! Sie sind ein Gräuel (ob aber nur, wenn alle gemeinsam oder zum. mehr als eines auftritt oder schon jedes für sich steht da nicht.)- sondern allein, damit WIR "erfolgreich" sein können.
Also ein Ratschlag (bei dem nicht klar ist: bezieht er sich auf die Zusammenstellung oder auf jedes Einzelne davon*).
Kein Verbot.

5:91 Satan will durch das Berauschende und das Glücksspiel nur Feindschaft und Hass zwischen euch auslösen, um euch vom Gedenken an Gott und vom Gebet abzuhalten. Doch werdet ihr euch abhalten lassen?

Das kann man sogar als Aufforderung verstehen. Also Drogen und Glücksspiel (wieder: ob diese "Verurteilung" auch je einzeln gilt, steht da nicht!) als Test für des Gläubigen Standfestigkeit?
Dieses: Doch werdet ihr euch abhalten lassen? bezieht sich grammatikalisch eindeutig auf das Abhalten vom Gedenken an Gott und vom Gebet - es bedeutet also: Wenn ihr Drogen nehmt und Glücksspiel treibt vergesst ihr mich dann?
Nach seiner persönlichen Antwort auf diese Frage könnte man nun sagen soll ein jeder entscheiden, was besser für ihn ist (s. nächste Ayat.), aber grundsätzlich:
KEIN VERBOT!

5:93 Die Gläubigen, die gute Werke vollbringen, brauchen sich keine Sorgen zu machen wegen des Konsumierten, solange sie Gott fürchten, auf dem Glauben bestehen und gute Werke tun, wahrhaftig bei der Frömmigkeit bleiben und auf dem Glauben beharren und weiter bei der Frömmigkeit bleiben und gute Werke vollbringen, denn Gott liebt die Rechtschaffenen, die gute Taten verrichten.

Das ist kein Verbot. Das ist eine Rechtfertigung**. Und zwar wieder an einer Stelle, an der das Berauschende allein genannt wird, also ohne den Zusammenhang zu Glücksspiel usw..

16:67 Und von den Früchten der Dattelpalmen und den Trauben erhält ihr sowohl berauschenden Trank als auch gute Nahrung. Wahrlich, darin ist ein Zeichen für Leute, die vom Verstand Gebrauch machen.

Hier wird ausgesagt, das es Dinge gibt, die sowohl "berauschend", als auch "nahrhaft" sind und das in diesem Umstand ein Zeichen zu finden sei für besonders kluge Menschen ("besonders", weil es noch nie viele Menschen gab, die den Verstand, den sie besitzen auch zu benutzen vermochten :D ).
Über Drogen "an sich" wird hier garnichts gesagt. Es wird wieder nichts über die "moralische Qualität" des Berauschenden für sich genommen gesagt, hier, wo es doch noch einmal gesondert behandelt wird.
Also wieder kein Verbot.
Seltsam? Aber so steht es geschrieben...



* Darauf schließe ich aus der konklusiven Singulierung am Ende der Aufzählung : SIE sind EIN Gräuel. Wäre bereits jedes für sich gemeint, dann hätte da syntaktisch richtiger stehen müssen: sie sind Gräuel.
Das ist aber im Zuge der Gesamtschau für das Problem zu vernachlässigen. Denn selbst, wenn das Berauschende per se ein Gräuel wäre, dann gäbe es da immer noch die "rechtfertigenden" Ayat, die damit in entspr., also "verbietenden" Einklang zu bringen wären - es aber ohne Rabulistik nicht sind.

** Rechtfertigung meint nicht grdstzl. Erlaubnis- die erteilt Gott im Qur´an nicht.
Rechtfertigung beziehe ich allein auf die mMn nicht richtige bisherige Einschätzung des Problems in zum. großen Teilen der Ummah- also auf deutsch: Gerechtfertigt gegenüber der irrigen Annahme, es sei verboten. Nicht als grundsätzliches Tun.

Und das ist noch nicht Alles...


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buddel
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Islam und Drogen

10.11.2009 um 06:33
@felixkrull

ich denke,
das ist gut recherchiert
und bin auf die antworten islamischer user gespannt

buddel


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buddel
ehemaliges Mitglied

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Islam und Drogen

10.11.2009 um 06:36
also,
ich verstehe das so,
das sich ein muslim prinzipiell alles berauschende (ausser explizit genannten)
reinziehen kann,
solange er nicht seine religiösen pflichten vernachlässigt.

guter deal

buddel


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jamesbondla
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Islam und Drogen

10.11.2009 um 10:33
@felixkrull

Also ich sehe bei 5:90 ein Totalverbot von Berauschendes :

5:90 O ihr, die ihr glaubt! Berauschendes, Glücksspiel, Heilige Steine und Heiligenschreine sind ein Gräuel, das Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid;

Ich habe mal die sinnverwandten wörter von Gräuel in der Deutschen sprache gesucht

Verbrechen ,Ärger,Skandal,Furcht,Schrecken,Entsetzen,Grauen,Grausamkeit,Horror
Ekel,Abscheu,Ärgernis,Abneigung,Plage,Frevel,Widerwillen,Grausen,Graus,Untat,
Mißmut,Scheusal,Widerwille,Scheußlichkeit,Greueltat usw.

Die sinnverwandten wörter im Arabischen dürften nicht viel abweichen :)

Und jetzt nochmal zum Werk Satans die Berauschende Mittel ;)

Schwur Satans:
37:82. Er sprach: „Bei Deiner Erhabenheit, ich will sie alle in die Irre führen,

Allah sagt daraufin:
37:85. Ich werde die Hölle ganz gewiss füllen mit dir und allen, die dir folgen."

168. Oh ihr Menschen,esst von dem, was es auf Erden an Erlaubtem (und) Gutem gibt und folgt nicht den Fußstapfen Schaytaans,denn er ist euch ein deutlicher Feind.

Hier sagt Allah eindeutig das wir nicht Satan folgen sollen und wenn berauschendes ein Werk Satans ist, so ist es verboten davon zu essen oder zu trinken!!!


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Owais
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Islam und Drogen

10.11.2009 um 11:32
@felixkrull
felixkrull schrieb:5:90 O ihr, die ihr glaubt! Berauschendes, Glücksspiel, Heilige Steine und Heiligenschreine sind ein Gräuel, das Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid;
"So meidet sie"

Dieses Wort nennt sich "fedschtenibuhu" فَاجْتَنِبُوهُ was mehr oder weniger bedeutet übersetzt heißt "fern halten, außenherum gehen".

Dieser verwendete Ausdruck ist noch stärker als die häufig im Koran verwendete Form "Euch ist verboten". Das Wort "meiden" ist noch recht milde ausgedrückt.

Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass die Verses eine bestimmte Abfolge haben.
Das bedeutet sie sind nicht zeitgleich herabgesandt, sondern in einer festgelegten Reihenfolge. Bei den Versen in Bezug auf das Alkoholverbot verhält es sich natürlich genauso.

Die Reihenfolge der Offenbarungen in Bezug auf Alkohol/berauschendes:

1.

2:219 Sie befragen dich über Berauschendes und Glücksspiel. Sprich: "In beiden liegt Übel und Nutzen für die Menschen. Doch ihr Übel ist größer als ihr Nutzen."

2.


4:43 O die ihr glaubt, nahet nicht dem Kontaktgebet, wenn ihr berauscht seid, bis ihr versteht, was ihr sprecht...

3.

5:90 O ihr, die ihr glaubt! Berauschendes, Glücksspiel, Heilige Steine und Heiligenschreine sind ein Gräuel, das Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid;


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Islam und Drogen

10.11.2009 um 11:58
Zunächst einmal sei gesagt, dass man die Ge- und Verbote im Koran als Empfehlungen und Ratschläge verstehen kann, da es ja an jedem Einzelnen liegt, ob er den Weg ins Glück oder ins Unglück beschreiten möchte.

Es gibt den einen oder anderen Intellektuellen unserer Zeit, der das auch so formuliert.

Zwar widerspricht das dem klassischen Verständnis des Gottesbefehls, der auch auf der Erde gesetzlich durchgesetzt werden muss (bsp. Hadd- Strafen = Kardinalstrafen, bsp. Einziehen der Zakat u. a.), aber man bewegt sich mit dieser Ansicht innerhalb von Koran und Sunna.

Ein verändertes Verständnis vom Befehl zur Empfehlung ist also zunächst nichts Verwerfliches.

Das heißt aber nicht, dass ich – nennen wir es – „deutliche Empfehlungen“ umdeuten kann.

Gemäß der Kommentarliteratur kam das Alkoholverbot schrittweise, was auch mit der Prophetenliteratur belegt wird und an den Offenbarungsanlässen- und Zeitpunkten festgemacht werden kann.
Alle Verse (außer der allgemeine, mehr über die Schöpferkraft Gottes sprechende Vers über die Weinreben) verurteilen den Genuss berauschender Getränke, wobei der letzte offenbarte Vers eine mehr als deutliche Empfehlung ausspricht.

Aber der Reihe nach. Die Reihenfolge ist hier entsprechend der Offenbarungschronologie geändert:

16:67 Und von den Früchten der Dattelpalmen und den Trauben erhält ihr sowohl berauschenden Trank als auch gute Nahrung. Wahrlich, darin ist ein Zeichen für Leute, die vom Verstand Gebrauch machen.

Richtig hier wird nichts über Drogen gesagt. Vielmehr ist das ein Vers der mittleren mekkanischen Offenbarungszeit über die Wunder der Schöpfung und Gottes Schöpferkraft.

Hier wird deutlich, dass Rauschmittel in der Natur vorhanden sind, aber keine Aussage darüber getroffen, ob sie empfehlenswert oder schädlich sind.

2:219 Sie befragen dich über Berauschendes und Glücksspiel. Sprich: "In beiden liegt Übel und Nutzen für die Menschen. Doch ihr Übel ist größer als ihr Nutzen."

1. Irdischer Nutzen, d. h. kurzfristiger Gewinn, vergängliche Freude. Worin liegt bitteschön der Nutzen im Glücksspiel außer im monetären Gewinn des Ausrichters und im kurzlebigen Erleben von Glücksgefühlen durch den Spieler?

Also: irdischer Nutzen, jenseitiger Schaden …

2. Rauschmittel können heilende Wirkung haben – aber nur in geringen, genau abgestimmten Dosen. Das trifft aber nicht auf das Glücksspiel zu, daher ist selbst diese Interpretation mit Vorsicht zu genießen.

4:43 O die ihr glaubt, nahet nicht dem Kontaktgebet, wenn ihr berauscht seid, bis ihr versteht, was ihr sprecht...

Historisch betrachtet waren zu diesem Zeitpunkt Rauschmittel (bzw. Rauschgetränke) noch nicht verboten. Gott zeigt den Menschen, dass der Rausch vom Gedenken an Gott abhält bzw. die Zunge/den Verstand dazu verleitet, falsche Dinge über Gott zu denken/sprechen … Wir beten 5 Pflichtgebete am Tag, an denen wir vollkommen „rauschfrei“ sein müssen. Was bedeutet das …?

5:90 O ihr, die ihr glaubt! Berauschendes, Glücksspiel, Heilige Steine und Heiligenschreine sind ein Gräuel, das Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid;

Gott nennt den in Vers 5. 91 genannten Schaden von Rauschmitteln und Glücksspiel, indem Er sie hier in einer Reihe mit dem Anbeten heiliger Steine und Heiligenverehrung aufführt. Dabei handelt es sich um Dinge, welche zum Schirk führen, also Dinge, welche man an der Allmacht Gottes teilhaben lässt. Gott verzeiht unter Umständen alle Sünden außer der Sünde des Schirk!!!

Bei jedem Gläubigen, der davon überzeugt ist, dass Schirk die Wurzel allen Übels ist, müssen die Alarmglocken läuten, wenn Gott Rauschmittel und Glücksspiel im Zusammenhang mit Schirk-Mitteln nennt!

Die Reihung hat also einerseits warnenden Charakter.

Andererseits sind auch heilige Steine und Heilige eine Form der Berauschung, da sie dem Menschen ein Gefühl der spirituellen Erhebung geben.

Dieser Vers gehört zur Sure „der Tisch“, die sehr spät offenbart wurde und sehr viele Anweisungen für das Glaubensleben erhält – im ersten Abschnitt über verbotene und erlaubte Nahrung.

Selbst wenn man darin kein zu sanktionierendes
Verbot sieht, so ist es doch eine eindeutige Aussage. Welcher Gläubige will bitteschön die Dinge konsumieren/verehren, die Gott als einen Gräuel des Satans bezeichnet?

Natürlich ist jedes der genannten Dinge ein Gräuel für sich. Der Koran arbeitet häufig mit dieser Form der Aufzählung. Dabei werden mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

1. Jede genannte Aussage steht für sich
2. Es gibt ein verbindendes Element zwischen allen Aussagen, weshalb eine Reihung unter einem genannten oder nicht genannten Oberbegriff sinnvoll ist
3. Die Reihenfolge kann in der Bedeutung steigend oder fallend sein.

Wie sieht es in diesem Vers aus:

1. Jedes Gräuel steht für sich
2. Das verbindende Element ist der irdische Rausch bzw. das irdische Glücksgefühl, das abhängig macht und vom Gedenken an Gott abhält.
3. Zuerst werden die neu eingeführten Greuel genannt, dann die bereits bekannten, im Koran immer wieder angeprangerte Götzenverehrung.

Man kann den Vers vlt auf folgende Weise paraphrasieren:

"Berauschendes (Rauschgetränke) und Glücksspiel sind GENAUSO ein Gräuel wie heilige Steine und Heiligenverehrung, was euch ja bekannt ist."

Wie kann ich Gott dienen, wenn ich etwas tue, von dem ich weiß, dass es ihm missfällt, das Gott zusammen mit Schirk- Mitteln nennt und dessen Quelle der Satan ist?

5:91 Satan will durch das Berauschende und das Glücksspiel nur Feindschaft und Hass zwischen euch auslösen, um euch vom Gedenken an Gott und vom Gebet abzuhalten. Doch werdet ihr euch abhalten lassen?

Wörtlicher übersetzt steht: „hört ihr damit auf?“ Die Formulierung „Doch werdet ihr euch davon abhalten lassen“ ist meiner Meinung NICHT der Grammatik noch der Semantik entsprechend.

Gott betont hier, dass Rausch durch Rauschmittel, die man konsumiert und Glücksspiel (ebenfalls eine Form von Rauschmittel) Auslöser von Hass und Gewalt sind und von die reine Spiritualität beeinträchtigen.


5:93 Die Gläubigen, die gute Werke vollbringen, brauchen sich keine Sorgen zu machen wegen des Konsumierten, solange sie Gott fürchten, auf dem Glauben bestehen und gute Werke tun, wahrhaftig bei der Frömmigkeit bleiben und auf dem Glauben beharren und weiter bei der Frömmigkeit bleiben und gute Werke vollbringen, denn Gott liebt die Rechtschaffenen, die gute Taten verrichten.

Das ist keine Rechtfertigung! Vielmehr nimmt Gott den Menschen ihre Schuldgefühle, die vor ihrer Reue konsumiert haben.

Hier scheint das Wesen der Buße durch. Die aufrichtige Buße allein vor Gott befreit den Menschen von der Sünde, die sich hartnäckig in seiner Seele festgesetzt hat. Er bestätigt seine Läuterung, indem er sich in Zukunft davon fernhält und das spirituelle Immunsystem durch gute Taten stärkt.

Das befreit ihn aber nicht von der Gefahr, wieder in die Sünde zu fallen, aber stärkt seine Abwehrkräfte.


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Fabiano
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Islam und Drogen

10.11.2009 um 13:19
Eigentlich wollte ich mich nicht zu diesem Thema äussern, aber es ist ja doch eine recht interessante Diskussion hier :D

Dein Text @DahamImIslam ist ja ganz schön, aber wird in der islamischen Welt nicht doch das Wort Allahs als absolut gesehen und nicht nur als "weise Empfehlung" oder "guter Ratschlag"?

Alleine da wo die Scharia eingeführt ist, ist das was als göttliche Empfehlung angedacht sein soll, Gesetz und damit Zwang ! Und Zuwiderhandlungen werden strafrechtlich geahndet ! Und da hört es bei mir eben auf, von göttlichen Empfehlungen zu sprechen. Das ist Schönfärberei !

Solange es jedem Muslim selbst überlassen bleibt, sich an den Weisungen Allahs zu orientieren, ohne hierdurch Nachteile zu haben, wenn er sich nicht daran orientiert, wäre das ok. Aber so ist es ja nicht. Es sind definitv Glaubens-Pflichten ! Ein Muslim darf und kann nicht anders handeln - Oder er wird gar nicht als Muslim angesehen, oder als schlechter und sündiger Muslim...

Eine Bewährungsprobe in der echten Freiheit des Willens ist durch Pflichten und Zwänge aber gar nicht möglich.


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Islam und Drogen

10.11.2009 um 13:29
Wir befinden uns hier nicht in einem Staat, in dem wir gezwungenermaßen nach der Scharia entsprechend den Setzungen des jeweiligen Staates leben müssen oder, also gewissermaßen im Scharia- Schonraum oder?

Ich sprach nicht von der historisch gewachsenen, bei Sunniten und Schiiten dominierenden Auffassung des Schariarechts, sondern vom Wesen der Offenbarung des Korans.

Ist es BEfehl oder ist es EMpfehlung?

Auch im Deutschen sind die beiden Begriffe ja miteinander nah verwandt ...

Ob man mehr den BEfehlscharakter oder mehr den EMpfehlungscharakter betont, ist eine Frage der Perspektive bzw. der Didaktik - der Koran ist ja selbst ein didaktisches "Werk", denn Gott teilt sich in ihm den Menschen mit bzw. belehrt sie.

Wenn du mich persönlich fragst gibt es im Koran Befehle UND Empfehlungen, Verbote, Gebote UND Angebote.

Auch im Deutschen besteht da Sprachverwandtschaft.


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Fabiano
ehemaliges Mitglied

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Islam und Drogen

10.11.2009 um 13:36
Ich teile ja gerne deine Auffassung, in dem Sinne, die göttlichen Weisungen als Empfehlungen zu betrachten und es den Menschen selbst anheim zu stellen, sich danach auszurichten oder wenn sie wollen auch entgegen zu stellen.

Das gleiche Problem ist auch im Christentum vorhanden, wenn man die zehn Gebote nimmt. - Die einen betrachten sie als göttliche Ratschlüsse (es steht immer nur da: du sollst und nicht: du musst). Die wesentlich fanatischere Fraktion sieht darin aber wesentlich mehr als nur eine Empfehlung, weil es eine göttliche Anordnung ist, wie man sich verhalten soll, ist es quasi wie ein Gesetz. Und in ähnlicher Weise wird es zT. im Islam ja auch gehandhabt. Mehr wollte ich damit eigentlich nicht sagen.

@DahamImIslam


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Islam und Drogen

10.11.2009 um 13:53
Wahre Christen nehmen keine Drogen?
Weihrauch gilt auch als psychoaktive Droge.
Und ich kenne einige Christen, die da noch ganz andere Dinge beimischen. :)


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10.11.2009 um 14:53
Achja und dann war da noch der Priester der vom Messwein abhängig war...


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