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Islam - Eine friedliche Religion?

8.936 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Gott, Religion, Islam ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Islam - Eine friedliche Religion?

10.08.2026 um 12:24
@martenot

Dennoch finde ich den Vergleich absurd. Wenn ich mich als Mitglied irgendeiner Minderheit nach außen zu erkennen gebe, werde ich in den USA in aller Regel nicht getötet, erst recht nicht staatlicherseits dafür hingerichtet. Ich würde mal tippen, man hat bei einer Reise durch den Mittelwesten dann eine Chance zu überleben von 99,99999% und körperlich nicht attackiert zu werden von zumindest 96%.

Den White Legion Suprematist Gunfighter Saloon, wo die Stirn gerne mal direkt über der Augenbraue aufhört mit der Südstaatenflagge kann man ja einfach mal bei der Planung der Reiseverpflegung galant umgehen.

In Teheran wären die Chancen wohl kaum mehr als 5%.


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Islam - Eine friedliche Religion?

10.08.2026 um 12:26
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Dennoch finde ich den Vergleich absurd.
Wenn ich das lese, dann ist unsere Diskussion hier für mich beendet. Wenn jemand gleich wieder die Argumente und Äußerungen eines anderen Users für "absurd" erklärt, dann bedeutet das für mich "Ich nehme den User nicht ernst".

Warum müssen gleich wieder große argumentative Geschütze aufgefahren werden? Kann man sich nicht mal mit einem simplen "Ich sehe das anders, weil...." begnügen? Muss es gleich "absurd" sein? Muss man immer gleich das große Geschepper auspacken?

(Ich weiß nicht, das war doch früher nicht so? Ich erinnere mich noch an Zeiten, da konnte man irgendwie anders miteinander diskutieren, selbst bei unterschiedlichen Meinungen....)

Also, zur Erklärung: mich ärgert das und ich fühle mich nicht ernst genommen. Und dann ist für mich persönlich die Grundlage für eine konstruktive Diskussion nicht mehr gegeben.


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Islam - Eine friedliche Religion?

10.08.2026 um 12:43
@martenot

Das wollt eich wirklich nicht sorry.

Aus meiner Sicht ist die Gefährdung für vulnerable Gruppen in den USA, auch in Hinterwäldlerkaffs jedoch in keiner Weise vergleichbar mit Ländern, wo deren Hinrichtung religiös begründeter Gesetzestext ist.

Und ntürlich ist auch nicht jeder Hillbilly gleich ein Hater. Das sind auch Stereotype, die wir von manchen Leuten haben. Gesetzestexte sind aber auf keinen Fall Stereotype.


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Islam - Eine friedliche Religion?

12.09.2026 um 17:02
Lustig sind Konvertiten wie "Pierre Vogel". Sie besitzen zwar die Hardware (Das Aussehen) aber eben nicht die Software (Die Stammeswurzel). Wenn er die Stammeswurzel nicht einmal erkennt (und ich erkenne sie auch nur wegen Freundschaft), frage ich mich... wieso konvertiert man in so einem Falle? Das sollte man ihm unbedingt irgendwer mal begreifbar machen, was es damit auf sich hat.


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Islam - Eine friedliche Religion?

12.09.2026 um 21:17
@ockham
Was verstehst du unter Stammeswurzel? Das er europäisch aussieht, aber nicht die dazugehörige mehrheitliche Religion dieser Region vertritt?


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Islam - Eine friedliche Religion?

12.09.2026 um 21:40
@KwithoutPath
Dies ist ein längeres Thema, dieses ich mir durch Freundschaft und Lesen angeeignet habe, deswegen antworte ich nur auf deine Frage. Ich sehe zwei Faktoren, diese die Psyche des Menschen prägt, soziales Umfeld und Umwelt. In einer Welt ohne Staat oder Polizei (also in der Wüste) bot nur der Stamm Schutz via Blutrache (nicht weil die Menschen Böse waren, sondern weil das Überleben in der Wüste nur so möglich war) und nunja… so Familie geht eben in die Psyche über, deswegen nenne ich dass „Stammeswurzel“. Der Islam (die Religion) ersetzt dieses Prinzip ‚Blut und Abstammung‘ durch universelle Gesetze Gottes und der Gemeinschaft. Wenn du so willst, ist die Religion Islam ein Deeskalationsprogramm und jetzt denk mal nach wenn ich sage, dass Herr Vogel zwar die Hardware besitzt (das Aussehen) aber eben nicht die Software (die Stammeswurzel).

und wenn wir schon beim Thema sind, durch wahre Freundschaft ist Deeskalation auch möglich, aber eben durch "wahre" Freundschaft.


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Islam - Eine friedliche Religion?

13.09.2026 um 11:13
@ockham
Hört sich etwas abstrakt an. Das Rasiermesser deines Namensvetters würde einfach erklären, dass er mit vielen muslimischen Menschen zutun hatte und er in diesem Glauben scheinbar etwas fand, was ihm die Familie so nicht geben konnte. Blut ist nicht immer dicker als Wasser. Es kommt auf die Temperatur an.


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Islam - Eine friedliche Religion?

13.09.2026 um 13:59
Zitat von KwithoutPathKwithoutPath schrieb:Das Rasiermesser deines Namensvetters würde einfach erklären, dass er mit vielen muslimischen Menschen zutun hatte und er in diesem Glauben scheinbar etwas fand, was ihm die Familie so nicht geben konnte.
Wahre Freundschaft, erweitert eigentlich den eigenen Horizont und ich hatte auch schon mit muslimischen Menschen zu tun, sogar bei einer Person mit wahrer Freundschaft, aber ich wäre nie auf den Gedanken zu kommen, zu konvertieren. Denn was will man bei meiner Psyche Bitteschön deeskalieren?! Da gibt's nix zum deeskalieren. Ich vermute mal, er ist von der deutschen Bürokratie und dem System ebenfalls enttäuscht. Also zwei Gründe zum konvertieren, wahre Freundschaft und Enttäuschung vom System und trotzdem sollte auch Herr Vogel verstehen, dass die Psyche vom sozialem Umfeld und von der Umwelt geprägt wird und eben durch wahre Freundschaft erweitert wird :)


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Islam - Eine friedliche Religion?

13.09.2026 um 14:22
@ockham
Psyche eskaliert wenn Vermutungen als das unumstößliche Tatsächliche angesehen werden. Im Grunde bleiben es schlichte Vermutungen, warum und weshalb genau ein Mensch konvertiert. Als Außenstehender, sofern du nicht zu dessen engem Umfeld gehörst, würde ich mir da nicht all zu große Gedanken machen. Wozu auch, es bleiben ja ungelegte Eier...


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Islam - Eine friedliche Religion?

13.09.2026 um 17:17
@KwithoutPath
Mir gehts doch auch nur um Aufklärung durch Beziehung und nicht um Aufklärung als reinen bürokratischen Verwaltungsakt und wenn sich jemand hinstellt und predigt, ohne jegliche Ambivalenzkompetenz, dann kommt da auch nichts gutes bei rum, denn bei dem Mensch mit Stammeswurzel provoziert man dadurch den reaktiven Rückfall in archaische Kollektivismen. Wenn du wissen willst, was ich damit meine, arbeite ich dies gerne noch detailreicher aus.

Denn die Wurzel schlummert unter der Oberfläche.

Es braucht solche wegweisenden Projekte wie das „House of One“ in Berlin, oder so ähnliche Projekte.


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Islam - Eine friedliche Religion?

13.09.2026 um 19:33
@ockham
Zitat von ockhamockham schrieb:Es braucht solche wegweisenden Projekte wie das „House of One“ in Berlin, oder so ähnliche Projekte.
Bei solchen Projekten bin ich zwiegespalten. Es scheint zusammenführen zu wollen, Toleranz zu schaffen, und für ein besseres miteinander zu stehen. Aber es bleiben die alten Gedankengebäude, ein Festhalten an ein vorgestelltes übernommenes Bild von der Welt, von Gott, vom inneren des Menschen, schlicht von Bildern, die sich in Wirklichkeit nicht in eine Form pressen lassen.
Zügeloses Denken welches den Wert über das Tatsächliche setzt und unweigerlich Konflikt erzeugt, kann mit Denken besänftigt werden, ja, aber wirklich gelöst ist es doch erst, wenn man das Erdachte, als Erdachtes sein lassen kann.
Aber das ist auch zu weit weg vom Thema.
Zitat von ockhamockham schrieb:Wenn du wissen willst, was ich damit meine, arbeite ich dies gerne noch detailreicher aus.
Klar gerne. Bisher kann ich es nur erahnen.


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Islam - Eine friedliche Religion?

13.09.2026 um 22:44
Zitat von KwithoutPathKwithoutPath schrieb:Bei solchen Projekten bin ich zwiegespalten. Es scheint zusammenführen zu wollen, Toleranz zu schaffen, und für ein besseres miteinander zu stehen. Aber es bleiben die alten Gedankengebäude, ein Festhalten an ein vorgestelltes übernommenes Bild von der Welt, von Gott, vom inneren des Menschen, schlicht von Bildern, die sich in Wirklichkeit nicht in eine Form pressen lassen.
Zügeloses Denken welches den Wert über das Tatsächliche setzt und unweigerlich Konflikt erzeugt, kann mit Denken besänftigt werden, ja, aber wirklich gelöst ist es doch erst, wenn man das Erdachte, als Erdachtes sein lassen kann.
Aber das ist auch zu weit weg vom Thema.
Weniger ist manchmal mehr, es kann schon reichen, ein Gesellschaftsspiel zu spielen, um einen "leisen Diskurs" zu erlernen, denn den hat so manch einer verlernt. So ein leiser Diskurs baut 'Mini-Inseln des Vertrauens' an der Basis auf - dort, wo Menschen sich ungezwungen auf Augenhöhe begegnen.
Zitat von KwithoutPathKwithoutPath schrieb:Klar gerne. Bisher kann ich es nur erahnen.
Dazu müsste ich dir jetzt einen Aufsatz verfassen :| um die Uhrzeit hab ich keine Lust mehr. Aber du kannst mich ja mit Fragen löchern, dass macht es einfacher.


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Islam - Eine friedliche Religion?

15.09.2026 um 01:52
Zitat von ockhamockham schrieb:Aber du kannst mich ja mit Fragen löchern, dass macht es einfacher.
Mir fallen wenig Fragen ein die nicht OT wären. Also bleiben wir am besten beim Islam. Du schreibst dass ein Prediger wie Pierre nicht die richtige Stammeswurzel dafür hätte, und deshalb die Gefahr bestünde in archaische Kollektivismen zu rutschen. Hättest du dafür ein Beispiel? Und warum bestünde diese Gefahr im Umkehrschluss nicht für jemanden der diese Stammeswurzel besitzt? Als letztes, woher hast du dieses Wording mit "Stammeswurzel"?


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Islam - Eine friedliche Religion?

15.09.2026 um 07:11
Zitat von KwithoutPathKwithoutPath schrieb:Mir fallen wenig Fragen ein die nicht OT wären. Also bleiben wir am besten beim Islam. Du schreibst dass ein Prediger wie Pierre nicht die richtige Stammeswurzel dafür hätte, und deshalb die Gefahr bestünde in archaische Kollektivismen zu rutschen. Hättest du dafür ein Beispiel? Und warum bestünde diese Gefahr im Umkehrschluss nicht für jemanden der diese Stammeswurzel besitzt? Als letztes, woher hast du dieses Wording mit "Stammeswurzel"?
Ich werde dies natürlich richtigstellen und ausführlicher behandeln, in einem längeren Text. Nur... diesen Text habe ich noch nicht verfasst, du wirst es mir also nachsehen, wenn ich mir die Zeit dafür nehmen werde. Da ich dieses Thema spannend finde, kannst du davon ausgehen, dass dies auch passieren wird :)


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Islam - Eine friedliche Religion?

15.09.2026 um 15:45
@KwithoutPath


So, ich hab mir die Zeit genommen und geschrieben und um mich abzusichern, weil ich keine Falschaussagen tätigen wollte, habe ich den Text von KI korrigieren lassen, der Urheber dieses Textes ist und bleibe aber ich und... ich schenke ihn allen, die ihn haben möchten.

Fangen wir bei dem Wort Islam an. Was bedeutet dieses Wort ins Deutsche übersetzt? Die wörtliche Bedeutung dieses Begriffs meint „Sich-Unterwerfen“ oder „Hingabe“. Die geschichtliche Entstehung dieses Begriffs im 7. Jahrhundert auf der Arabischen Halbinsel besitzt jedoch keine rein theologische Relevanz, sie stellt vielmehr eine fundamentale soziopolitische Evolution dar: die absolute Ersetzung der unbarmherzigen Stammesloyalität durch die Unterwerfung unter ein universelles, göttliches Rechtssystem. Diesen Übergang vom biologischen „Blutsband“ zum rationalen und moralischen „Geist“ gilt es zu begründen.

In einer lebensfeindlichen Wüstenumgebung, die durch das Fehlen staatlicher Institutionen, geschriebener Gesetze oder einer zentralen Polizeigewalt gekennzeichnet war, fungierte der Stamm als einzige existenzsichernde Rechtsschutzversicherung des Individuums. Die biologische Abstammung – das „Haus der Väter“ – determinierte den Wert und den Schutz eines Menschen vollkommen. Ein Einzelner außerhalb des Stammesverbandes war bedingungslos vogelfrei.

Die Regeln des Zusammenlebens dieser Epoche basierten auf zwei sich ergänzenden Säulen:

• Asabiyya: Eine bedingungslose, blinde Gruppensolidarität, die den Schutz des eigenen Stammesmitglieds über jegliche objektive Gerechtigkeit stellte. Das historische Diktum der Zeit lautete wörtlich: „Hilf deinem Bruder, ob er Unterdrücker oder Unterdrückter ist“.

• Muruwa und Blutrache: Ein viriler Ehrenkodex, der Tapferkeit, extreme Gastfreundschaft und unerbittliche Vergeltung vorschrieb. Wenn ein Stammesmitglied getötet wurde, war das Kollektiv zur Blutrache verpflichtet, um das Gleichgewicht des Schreckens und somit die Abschreckungswirkung aufrechtzuerhalten.

Macht wurde in dieser Struktur durch verdiente Ehre und Konsens legitimiert. Der Stammeshäuptling (Sayyid oder Schaich) war kein absolutistischer Diktator, sondern ein „Moderator der Ehre“. Er musste seine Position täglich durch Tapferkeit im Kampf, überbordende Großzügigkeit und besonnene Schlichtungskompetenz im Kreis der Clan-Ältesten neu verdienen. Dieses System war hochgradig eine beziehungsorientierte Kultur, die zutiefst auf das Kollektiv angewiesen war.

Hier setzt die Transformation durch den Islam an: Das Gesetz über dem Blut.

Das Auftreten des Propheten Mohammed erschütterte diese meritokratische Ehrenordnung im Kern. Als Waise aufgewachsen – einer Position extremer Verwundbarkeit in einem rein patriarchalisch-biologischen System –, besaß Mohammed die Perspektive eines Außenseiters mit dem Wissen eines Insiders. Seine Botschaft bot den Schwachen, Namenlosen und Sklaven eine neue Heimat: den Stamm des Geistes.
Die „Unterwerfung“ (Islam) bedeutete die rituelle Entmachtung der alten Häuptlinge zugunsten eines transzendenten Gesetzes. Mohammed agierte in Medina als genialer Schiedsrichter und schuf mit der Gemeindeordnung von Medina ein historisches Meisterstück der Beziehungsarbeit. Er verbot die regellose Blutrache und ersetzte sie durch Deeskalationsstufen:

1 Das Gesetz der Gleichheit (Qisas): Die Rache wurde strikt auf den Einzeltäter im Verhältnis 1:1 begrenzt. Ein wahlloses Töten unschuldiger Stammesmitglieder wurde illegal.

2 Das Blutgeld (Diya): Die materielle Entschädigung wurde als ethisch höherwertige, gottgefällige Alternative etabliert, was den Stämmen einen gesichtswahrenden Ausweg aus der Gewaltspirale bot.

3 Monopol der Justiz: Die Rechtsprechung wurde der Privatrache entzogen und einer übergeordneten, institutionalisierten Instanz übertragen.

Werfen wir den Blick auf die westliche Moderne, so stoßen wir auf ein komplementäres Problem: die „Verdrängung der Beziehungs-Ebene in der Politik“. Aus historischer Angst vor der emotionalen Verführung charismatischer Autokraten (das westliche Trauma des 20. Jahrhunderts) wurde ein hochgradig rationalisiertes, kaltes System der Technokratie errichtet. Moderne Politiker agieren oft als bloße Manager von Zahlen und Paragrafen. Sie verdrängen die fundamentale Wahrheit, dass Menschen im Guten wie im Schlechten in zutiefst emotionalen Beziehungen zueinander stehen.

Trifft dieses unterkühlte, technokratische System auf eine importierte, hochgradig emotionale Beziehungskultur (wie sie sich in patriarchalischen Großfamilienstrukturen in europäischen Großstädten zeigt), entsteht ein massives Vakuum. Clans schotten sich ab, da sie dem staatlichen Apparat misstrauen und ihre eigene, parallele Stammesloyalität über das Grundgesetz stellen. Die Politik reagiert oft hilflos mit Statistiken, während Populisten und extremistische Prediger (wie Pierre Vogel) das emotionale Vakuum besetzen. Sie bieten eine künstliche, aggressive „Schein-Stammeskultur“ (z. B. den Salafismus) an, die hilflosen Individuen eine radikale, schwarz-weiße Scheinsicherheit ohne jegliche Ambivalenzkompetenz liefert.

Der Psychologe Ahmad Mansour betont in seinem Werk Klartext zur Integration (2018), dass eine erfolgreiche Integration voraussetzt, dass eine Zivilgesellschaft ihre demokratischen Erwartungen und Regeln unmissverständlich formuliert. Er warnt vor falscher Toleranz gegenüber patriarchalen Großfamilienstrukturen, die im Kern vorislamische Stammesloyalitäten darstellen. Integration ist kein bloßes, naives Willkommenheißen, sondern eine langfristige, psychologische Begleitung von Individuen, um das Vertrauen in den Rechtsstaat als gemeinsamen, schützenden „Super-Stamm“ wachsen zu lassen.

Wenn moderne politische Systeme diesen beziehungsorientierten Charakter des Menschen verdrängen und Integration rein bürokratisch verwalten, provozieren sie den reaktiven Rückfall in archaische Kollektivismen.

Die Antwort auf die Krisen der Gegenwart liegt folglich nicht im „Wegschneiden“ von Identitäten, sondern in der Aufklärung durch Beziehung. Es gilt, Räume wie das Berliner House of One oder ganz profane, alltägliche Spieltische zu fördern, auf denen ein soziales Füreinander auf Augenhöhe und im Respekt vor gemeinsamen Regeln spielerisch geübt werden kann.


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Islam - Eine friedliche Religion?

15.09.2026 um 16:20
Zitat von ockhamockham schrieb:In einer lebensfeindlichen Wüstenumgebung, die durch das Fehlen staatlicher Institutionen, geschriebener Gesetze oder einer zentralen Polizeigewalt gekennzeichnet war, fungierte der Stamm als einzige existenzsichernde Rechtsschutzversicherung des Individuums.
das imponierende an dieser ganzen Geschichte ist, und ich glaube das IST in der Menschheitsgeschichte einmalig (!) was da passierte !
diesem umherziehenden Nomadenvolk gelang es, aus dem Stand (!) - über Nacht ! es aus der Wüste/Zelt in die Behausung/Stadt ! - eben durch diesen Propheten Mohammed - der diese Beduinen durch den Glauben vereinte ! und das ist enorm imponierend was da geschah, finde ich jedenfalls, ich weiß nicht ob andere Nomadenvölker das auch so geschafft haben, aber ich glaube nein
Zitat von ockhamockham schrieb:Muruwa und Blutrache: Ein viriler Ehrenkodex, der Tapferkeit, extreme Gastfreundschaft und unerbittliche Vergeltung vorschrieb. Wenn ein Stammesmitglied getötet wurde, war das Kollektiv zur Blutrache verpflichtet, um das Gleichgewicht des Schreckens und somit die Abschreckungswirkung aufrechtzuerhalten.
und das Gesetz der "Blutrache" hängt auch noch mit diesem Nomadentum unter schweren Wüstenbedingungen zusammen - ein Stamm ist nur so lebensfähig wie die Anzahl seiner Krieger - deshalb musste dann bei der anderen Gruppe auch einer weg - das Gleichgewicht sollte so wiederhergestellt werden
Zitat von ockhamockham schrieb:extreme Gastfreundschaft
ein ungeschriebenes Gesetz der Menschlichkeit, auch noch aus dieser alten Beduinenzeit, gelang es einem Verfolgten die Zelte eines anderen Stammes zu erreichen, erhielt diese Person Gastrecht und Schutz - und kein Beduine konnte diese erbetene Hilfe verweigern - trotz harter Lebensbedingungen, solche Menschlichkeit ! und diese Schutzpflicht galt bedingungslos


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Islam - Eine friedliche Religion?

15.09.2026 um 17:12
und der monotheistische Kerngedanke "eines" allmächtigen Gottes, wie im Judentum und Christentum, das hat ganz klar mit diesen harten Lebensbedingungen der Wüste zu tun - diese drei Weltreligionen - Judentum/Christentum/Islam - sind in der Wüste entstanden, also dieser Grundgedanke "eines allmächtigen Gottes", diese Idee entstammt den Gesetzen der Wüste, also den dort vorherrschenden (harten!) Lebensbedingungen (Gesetze der Wüste) die dort existieren - dort kann es nur einen Gott geben - da geht es um alles oder nix - Leben oder Tod - also Gesetze von totaler Allmacht = 1 Gott


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Islam - Eine friedliche Religion?

16.09.2026 um 11:53
@ockham
Danke für die Ausführung. Ja schwieriges Thema... Willkommenskultur schön und gut, aber das Schulsystem war/ist total überfordert mit der damaligen als auch heutigen Situation. Obwohl Schule wahrscheinlich das wichtigste Bindeglied sein könnte um zusammenzuführen. Naja mal schauen was die Zukunft bringt.
Zitat von ParcoursParcours schrieb:das imponierende
Veränderung und loslösen von alten destruktiven Mustern ist eine respektable Leistung. Schaut man aber nüchtern zur gleichen Zeit, im Vergleich nach Rom, Griechenland, wo es bereits Menschen gab, welche analytisch, logisch und methodisch den Menschen und seine Umwelt untersuchten, oder nach Asien wo der Mensch bereits Jahrhunderte zuvor begann das Wesen der Gedanken und das Sein selbst zu ergründen, so liegen da regelrecht Welten auseinander.


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Islam - Eine friedliche Religion?

16.09.2026 um 12:05
@KwithoutPath
Nomadenvölker verfügen über keine Schrift ! bauen und schreiben gehören zum Beispiel zusammen - ich habe mich hier nicht auf Römer o.ä. bezogen - sondern auf ein Nomadenvolk welches ad hoc aus derv Wüste/Zelt ! hinein in die Behausung (bauen) Stadt ist - un das halte ich für ungewöhnlich in solch kurzer Zeit wie das zustande gekommen sein soll - innerhalb 1 Generation


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16.09.2026 um 14:03
@KwithoutPath
Zitat von KwithoutPathKwithoutPath schrieb:Veränderung und loslösen von alten destruktiven Mustern ist eine respektable Leistung.
wieso hälst du das Nomadenleben von Beduinen für ein destruktives Muster ?


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