emanon schrieb am 18.08.2023:Der Islam ist, wie jede andere Religion auch, interpretierbar.
Nimmt man sich die Extremisten als Benchmark, welche Religion ist dann friedlich?
Ich wüsste keine. Also kann man unter der Voraussetzung jede Religion als nicht friedlich bezeichnen.
Der Islam hat also da kein Alleinstellungsmerkmal.
Auch der Islam ist also, je nach Auswahlkriterium, nicht friedlich.
Der Vergleich hinkt gewaltig. Natürlich gibt es in jeder Religion Extremisten, aber der entscheidende Unterschied liegt im Benchmark-Text
Wenn ein Christ Gewalt anwendet, muss er gegen die Lehre Jesu handeln ("Liebet eure Feinde"). Wenn ein IS-Terrorist Gewalt anwendet , kann er sich auf die direkten Befehle des Korans und das Vorbild Mohammeds berufen (Sure 47:4, Sure 4:24).
Das Alleinstellungsmerkmal des Islam ist nicht, dass es Extremisten gibt, sondern dass die Extremisten sich näher am Originaltext bewegen als die Liberalen. Wer die Bibel wörtlich nimmt, wird zum barmherzigen Samariter, wer den Koran wörtlich nimmt, landet beim Dschihad des 7. Jahrhunderts.
Man kann nicht die Fehltritte von Christen mit den expliziten Befehlen eines Buches gleichsetzen, das von sich behauptet, zeitloses Gotteswort zu sein.