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Erfüllte biblische Prophezeiungen

3.725 Beiträge, Schlüsselwörter: Bibel, Prophezeiungen, Erfüllte Prophezeiungen, Bibelprophezeiungen

Erfüllte biblische Prophezeiungen

21.02.2019 um 08:57
Outis schrieb:wird Deine Frage beantwortet
wo wird beschrieben, dass Jesus entstellt war?
so entstellt war sein Aussehen, mehr als das irgendeines Mannes
https://www.bibleserver.com/text/ELB/Jesaja52,14
Outis schrieb:er erlitt die Schmerzen, die wir hätten ertragen müssen.
Der Schmerz ist von der Welt nicht verschwunden. Und für die Ungläubigen gibt es den ewigen Feuersee.
Von welchem Schmerz hat er uns befreit?
Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, um die Stämme Jakobs aufzurichten und die Bewahrten Israels zurückzubringen.
https://www.bibleserver.com/text/ELB/Jesaja49,6

Hat Jesus die Stämme Jakobs aufgerichtet? Hat Gott Zion wieder hergestellt?


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21.02.2019 um 09:29
Labor-Ratte schrieb:Nunja. Die Verfasser des Neuen Testaments kannten natürlich die prophetischen Schriften. Auch das Buch Jesaja. Daran haben sie sich orientiert, als sie ihre Evangelien schrieben. Die Parallelen sind Absicht, damit der Leser denkt, dass sich diese Prophezeiungen in Jesus erfüllt hätten.
Du unterstellst den NT-Schreibern also, dass sie gelogen haben bis sich die Balken biegen?

Das waren gottesfürchtige Leute, die wussten, was Gott von Lügen hält...


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21.02.2019 um 09:36
Optimist schrieb:Du unterstellst den NT-Schreibern also, dass sie gelogen haben bis sich die Balken biegen?

Das waren gottesfürchtige Leute, die wussten, was Gott von Lügen hält...
Was ist mit den AT-Schreibern, die ja zusätzlich noch den Blutsäufer des AT im Rücken hatten.
Wie konnten da Ungereimtheiten aufkommen, sich Fehler oder Lügen einschleichen?


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21.02.2019 um 09:38
Zyklotrop schrieb:Was ist mit den AT-Schreibern, ...Wie konnten da Ungereimtheiten aufkommen, sich Fehler oder Lügen einschleichen?
Das AT und den Kontext von allem kenne ich zu wenig, kann mir darüber kein Urteil erlauben.

Mir gehts jetzt hauptsächlich erst mal nur um das NT bzw. um das von @Labor-Ratte


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21.02.2019 um 09:50
Optimist schrieb:Das AT und den Kontext von allem kenne ich zu wenig, kann mir darüber kein Urteil erlauben.
Aha. Du teilst also einfach das "Heilige Buch" in einen genehmen und einen weniger genehmen Teil.
Ist aber auch egal, darüber haben wir ja schon gesprochen, dein Vorgehen ist bekannt.
Optimist schrieb:Mir gehts jetzt hauptsächlich erst mal nur um das NT bzw. um das von @Labor-Ratte
Bist du denn bereit auch mal ein Buch zu lesen, dass sich mit dem NT kritisch auseinander setzt?
Oder läufts generell nach dem Schema


la-la-la


Falls es nicht so sein sollte, dann lies doch mal "Der Jesuswahn" von Kubitza. Der Mann ist promovierter Theologe und hat sich mit dem Thema auseinander gesetzt.


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21.02.2019 um 09:54
Zyklotrop schrieb:Bist du denn bereit auch mal ein Buch zu lesen, dass sich mit dem NT kritisch auseinander setzt?
ich habe schon einige NT-kritische Texte gelesen (auch von Theologen - von denen glauben halt auch nicht alle, dass die Bibel von Gott inspiriert ist...)

Oft hat sich dann aber anhand von Gegenargumenten anderer Autoren (u.a. auch hier in den Foren) herausgestellt, wieviel von diesen angeprangerten Widersprüchen und Fehler gar keine sind.
Also glaube ich diesen Kritiken grundsätzlich schon mal nicht alles.

Man kann alles so hinbiegen wie es seiner eigenen Weltanschauung entspricht (da nehme ich niemanden aus, auch mich nicht) - alles kann subjektiv eingefärbt werden.


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Outis
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21.02.2019 um 11:54
Optimist schrieb:Labor-Ratte schrieb:
Nunja. Die Verfasser des Neuen Testaments kannten natürlich die prophetischen Schriften. Auch das Buch Jesaja. Daran haben sie sich orientiert, als sie ihre Evangelien schrieben. Die Parallelen sind Absicht, damit der Leser denkt, dass sich diese Prophezeiungen in Jesus erfüllt hätten.

Du unterstellst den NT-Schreibern also, dass sie gelogen haben bis sich die Balken biegen?

Das waren gottesfürchtige Leute, die wussten, was Gott von Lügen hält...
@Labor-Ratte

Ich möchte das wo @Optimist Dir heute morgen geantwortet hat sehr gerne unterschreiben!

Hier mal ein vielleicht gutes Beispiel dazu:

Schlusswort zum gesamten Buch
24 Dieser Jünger ist es, der alles bezeugt, was in diesem Buch steht. Er selbst hat es niedergeschrieben, und wir wissen, dass er die Wahrheit sagt. 25 Es gibt noch vieles andere, was Jesus getan hat. Wenn alles einzeln aufgeschrieben würde – ich denke, die ganze Welt könnte die Bücher nicht fassen, die dann geschrieben werden müssten.

Quelle: https://www.bibleserver.com/text/GNB/Johannes21

Viele Grüsse,
Outis


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21.02.2019 um 12:08
Optimist schrieb:angeprangerten Widersprüchen und Fehler gar keine sind.
Beispiel: das Johannesevangelium, das jüngste von den 4

Bei den Synoptikern: Todestag Jesu ist der erste volle Festtag des Festes (15. Nisan)
Johannesevangelium: Jesu Todestag ist der Rüsttag des siebentägigen Pessachfestes (der 14. Nisan).

Das ist kein Fehler, sondern Absicht, damit Jesus zum Lamm Gottes (Paschalamm) werden kann.

Mit dem Wort Paschalamm verweist Paulus auf den Kreuzestod Jesu (1Kor 5,7).

Die Johannes-Apokalypse benutzt den Begriff Lamm um den himmlischen Christus als ein geschlachtetes Lamm darzustellen.

Im 1. Petrusbrief wird Christus als ein makelloses Opferlamm dargestellt. Er hat mit seinem Blut die Menschen von ihrer alten Existenz erlöst (1Petr 1,18-19).

Und damit diese Theologie funktioniert, wurde der Todestag im Johannesevangelium um einen Tag vorverlegt.
Die Theologie hat sich geändert, und mit ihr die Texte ...

@Optimist
wie nennt man so etwas? schafft das Vertrauen in die Texte?


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21.02.2019 um 12:50
Optimist schrieb:angeprangerten Widersprüchen und Fehler gar keine sind.
Kybela schrieb:Beispiel:
das Johannesevangelium, das jüngste von den 4
Bei den Synoptikern: Todestag Jesu ist der erste volle Festtag des Festes (15. Nisan)Johannesevangelium: Jesu Todestag ist der Rüsttag des siebentägigen Pessachfestes (der 14. Nisan).
Dieser Widerspruch bezüglich dieser scheinbaren Abweichungen wurde in einem anderen Thread mal aufgeklärt (leider vergessen, wo und wie die Argumentation war).
Deshalb ist das dann für mich noch fraglich :) :
Das ist kein Fehler, sondern Absicht, damit Jesus zum Lamm Gottes (Paschalamm) werden kann


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21.02.2019 um 12:52
Outis schrieb:Schlusswort zum gesamten Buch
24 Dieser Jünger ist es, der alles bezeugt, was in diesem Buch steht. Er selbst hat es niedergeschrieben, und wir wissen, dass er die Wahrheit sagt. 25 Es gibt noch vieles andere, was Jesus getan hat. Wenn alles einzeln aufgeschrieben würde – ich denke, die ganze Welt könnte die Bücher nicht fassen, die dann geschrieben werden müssten.
Da schreibt also irgendein Dritter, von dem man überhaupt nichts weiss, etwas unter ein Buch
Und du nimmst es gleich für bare Münze.
Grosses Kino.
Der Nachsatz unter einem wohl geflickschusterten Buch klingt eher unglaubwürdig
Unbestritten gilt der Abschnitt 7,53–8,11 EU mit der Ehebrecherin als nicht ursprünglich zum Evangelium gehörig, weil er von den Handschriften vor dem 5. Jahrhundert (u. a. {\displaystyle {\mathfrak {P}}} {\mathfrak {P}}66, {\displaystyle {\mathfrak {P}}} {\mathfrak {P}}75) nicht bezeugt ist und auch sprachlich aus dem Rahmen fällt. Daneben wird überwiegend das Kapitel 21 als Nachtrag zum bereits bestehenden Evangelientext (Joh 1–20) identifiziert, weil in 20,30–31 EU bereits ein ausgesprochener Buchschluss vorliegt und sich der Verfasser von Kapitel 21 deutlich vom Verfasser dieses Schlusswortes abhebt (21,24 EU)
Wikipedia: Evangelium_nach_Johannes
Dieser Erzähler ist es, der alles bezeugt, was in diesem Buch steht. Er selbst hat es niedergeschrieben, und wir wissen, dass er die Wahrheit sagt. Es gibt noch viele andere Geschichten, die passiert sind. Wenn alles einzeln aufgeschrieben würde – ich denke, die ganze Welt könnte die Bücher nicht fassen, die dann geschrieben werden müssten.
Dieser Satz unter Grimms Märchen und schon würdest du an sprechende Ziegen glauben?
Wenn nicht, wo liegt der Unterschied?

Wenn, so wie du wohl unbedingt glauben möchtest, das Johannesevangelium wahr ist, wie ist es dann mit abweichenden Stellen bei den Synoptikern?
Sind die dann falsch?


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21.02.2019 um 13:21
Optimist schrieb:Dieser Widerspruch bezüglich dieser scheinbaren Abweichungen wurde in einem anderen Thread mal aufgeklärt
es gibt Hypothesen dazu:
https://bibelbund.de/2016/07/der-termin-der-kreuzigung-ein-exegetisches-problem/

Von einer "Aufklärung" sind wir weit entfernt, sonst würde es nicht soviele Hypothesen geben.

Und selbst wenn man sich etwas aus den Fingern saugt:

Warum kommt das Konzept Opferlamm so spät (erst in den jüngeren Texten)?
Woher die Änderung in der Theologie? Und warum passt die Änderung des Todestages so wunderbar dazu?
Zyklotrop schrieb:geflickschusterten Buch
auch die Perikope "Jesus und die Ehebrecherin" passt zu einer geänderten Theologie.
dass diese Passage an ihrem kanonischen Platz in einigen wenigen griechischen Manuskripten in Alexandria vom 4. Jahrhundert an bekannt war.
@Optimist
warum so spät? was würde sich bei der Argumentation ("du sollst nicht richten", Ehebruch, Steinigung, "wer ohne Sünde ist ...") ändern, wenn diese Geschichte fehlen würde?
Zyklotrop schrieb:wie ist es dann mit abweichenden Stellen bei den Synoptikern?
Jesus verzichtet bei Johannes ausdrücklich auf eine Bitte um Verschonung vor dem Leiden (12,27 EU, 18,11 EU).
Bei den Synoptikern bittet Jesus Gott, den Kelch an ihm vorübergehen zu lassen (Mk 14,36 EU)

Bei Johannes steht die Tempelaustreibung programmatisch am Anfang, im zweiten Kapitel seines Evangeliums. (2,13–22 EU).
Laut den Synoptikern geschieht die Tempelaustreibung gegen Ende des Wirkens Jesu (Mk 11,15–18 EU) als Anstoß für seine Gegner und Ursache für seine Beseitigung.


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21.02.2019 um 13:42
Kybela schrieb:Warum kommt das Konzept Opferlamm so spät (erst in den jüngeren Texten)?Woher die Änderung in der Theologie? Und warum passt die Änderung des Todestages so wunderbar dazu?
Kybela schrieb:Jesus verzichtet bei Johannes ausdrücklich auf eine Bitte um Verschonung vor dem Leiden (12,27 EU, 18,11 EU). Bei den Synoptikern bittet Jesus Gott, den Kelch an ihm vorübergehen zu lassen (Mk 14,36 EU) Bei Johannes steht die Tempelaustreibung programmatisch am Anfang, im zweiten Kapitel seines Evangeliums. (2,13–22 EU). Laut den Synoptikern geschieht die Tempelaustreibung gegen Ende des Wirkens Jesu (Mk 11,15–18 EU) als Anstoß für seine Gegner und Ursache für seine Beseitigung.
Ich sehe das so: Alle Evangelienschreiber hatten ihren eigenen und bestimmten Fokus.
So wie bei einem Unfallgeschehen, wenn du da mehrere Zeugen anhörst, wird es jeder aus seinem subjektiven Blickwinkel schildern.
Deswegen müssen die Berichte - auch wenn sie voneinander bissel abweichen - nicht falsch sein.

Wenn man ein großes Objekt betrachtet, kommt es auch darauf an, von welcher Seite her und je nachdem wird die Beschreibung anders ausfallen. Aber es ist immer das gleiche Objekt.


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21.02.2019 um 13:47
@Optimist
Methode: Alles ist richtig, wenn es in der Bibel (für dich wohl nur im NT) steht?
Auch die unterschiedlichen Stammbäume?
Alles richtig, man muss nur fest genug dran glauben?


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21.02.2019 um 13:48
Zyklotrop schrieb:Auch die unterschiedlichen Stammbäume?
dazu wurde auch in anderen Threads schon geschrieben, wie sich die scheinbaren Unstimmigkeiten auflösen lassen :)


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21.02.2019 um 13:59
Optimist schrieb:dazu wurde auch in anderen Threads schon geschrieben, wie sich die scheinbaren Unstimmigkeiten auflösen lassen :)
Lächerlich.
Da wurde nichts aufgelöst, da wurde, z. B. durch Tommy irgendeine, durch nichts ausserhalb des Königreichssaals belegte Lehrmeinung, der Zeugen Jehovas eingestellt und ein paar Schäfchen fühlten sich weiteren Nachdenkens enthoben.
Am besten immer der Wahrheit die Ehre geben.
Sollte bei Christen (wahren Christen) eigentlich selbstverständlich sein.
Aber schnitzt sich halt jeder wie er es braucht.^^


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21.02.2019 um 14:04
Zyklotrop schrieb:Aber schnitzt sich halt jeder wie er es braucht.^^
alle schnitzen sich alles zurecht - je nach ihrem Weltbild.
Atheisten nehme ich da nicht aus ;)


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21.02.2019 um 14:13
Optimist schrieb:alle schnitzen sich alles zurecht - je nach ihrem Weltbild.
Atheisten nehme ich da nicht aus ;)
Ich bin kein Atheist, aber egal.
Ich stelle Fragen, ich schnitze nicht.
Leider habe ich bei vielen Christen feststellen müssen, die denken häufig nicht...Spoilerweiter darüber nach, sobald etwas in ihren religiösen Kram passt, ganz gleich aus welcher Ecke es kommt.


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21.02.2019 um 14:48
Optimist schrieb:Deswegen müssen die Berichte - auch wenn sie voneinander bissel abweichen - nicht falsch sein.
Stell dir folgendes vor:
3 Zeugen sehen, wie eine junge Frau den Tatort verlässt.
20 Jahre später glaubt die Polizei, es könnte der Gärtner sein (weil er eine seltsame religiöse Einstellung hat) und rollte den Fall neu auf.
Zufälligerweise taucht ein 4. Zeuge auf, der behauptet, wie Mann mit einer Schubkarre und einem Rechen den Tatort verlässt.
Optimist schrieb:alle schnitzen sich alles zurecht - je nach ihrem Weltbild.
und ab irgendeinen Zeitpunkt (den du mir nicht verraten möchtest), wird die Kirche auf einmal katholisch und böse, und ihre Änderungen sind eine Irrlehre.
Und die Änderungen davor sind von Gott inspiriert.
Optimist schrieb:So wie bei einem Unfallgeschehen,
und statt den ersten 3 Zeugen zu glauben, glaubt man dem neuem und baut darauf die Anklage auf.
Optimist schrieb:wenn sie voneinander bissel abweichen
das Problem dabei ist, dass die neue Theologie darauf basiert (ganz zufällig natürlich).

Jesus will am Kreuz leiden: kein Problem, bauen wir ein
Jesus soll ein Opferlamm sein: kein Problem, ändern wir
Jesus soll wegen der Tempelaustreibung verhaftet werden: kein Problem, ändern wir
Jesus soll nicht mehr über seine Gottverlassenheit klagen: alles klar, ändern wir auf "es ist vollbracht"
Wir brauchen etwas mit "du sollst nicht richten": wir bauen eine Geschichte mit einer Ehebrecherin ein
Könnt ihr Lazarus einbauen? Klar "Auferweckung des Lazarus"

@Optimist
das alles kannt du mit "unterschiedlichem Fokus" begründen? Und zwar nur von einem der 4?


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21.02.2019 um 16:07
@Kybela

noch mal dazu:
Optimist schrieb:Dieser Widerspruch bezüglich dieser scheinbaren Abweichungen wurde in einem anderen Thread mal aufgeklärt
Kybela schrieb:es gibt Hypothesen dazu:https://bibelbund.de/2016/07/der-termin-der-kreuzigung-ein-exegetisches-problem/
Aus deinem Link:
1.3 Stellungnahme

Es ist beachtenswert, dass es in den ersten 150 Jahren nach dem Tod Jesu über den Termin seiner Kreuzigung keine Auseinandersetzungen gab. Dies kann darauf hindeuten, dass die ersten Generationen von Christen, die ja noch Verbindungen zur Apostel-, Evangelisten- und Apostelschülergeneration hatte, mit dem Kreuzigungstermin, wie er in den Evangelien überliefert ist, keine Probleme hatte. Vermutlich traten diese Probleme erst im Laufe der Zeit auf, als man sich zeitlich von den Aposteln und Evangelisten entfernte und ihre Schriften vielleicht nicht mehr richtig verstand.

Es kann nicht die Absicht der Evangelisten gewesen sein, eine theologische Tendenz auf Kosten der Wahrheit zu verfolgen

Die historisch-kritischen Positionen, die Synoptiker gegen Johannes oder Johannes gegen die Synoptiker auszuspielen, sind nicht korrekt, weil sie der jeweiligen „Partei“ vorwerfen, eine theologische Tendenz auf Kosten der Wahrheit zu verfolgen.

Dies kann jedoch nicht die Absicht der Evangelisten gewesen sein, denn alle vier Evangelisten wollten historische Tatsachen berichten, wenn auch jeweils auf ihre Weise. So ist z.B. Lukas peinlich darauf bedacht, die historischen Ereignisse genau aufzuschreiben und Johannes will in seinem Evangelium vor allem das berichten, was zum Glauben führt.
klingt für mich recht plausibel.

Zum anderen hatte ich mal gelesen und das könnte die Diskrepanz erklären, dass damals die Tage jeweils nicht am Morgen anfingen, sondern erst 18 Uhr.
2 Harmonisierungsversuche und deren Bewertung

Ich setze voraus, dass es sich beim Herrenmahl eindeutig um ein jüdisches Passamahl handelt und dass Jesus ganz bewusst das Passamahl mit seinen Jüngern aus heilsgeschichtlichen Gründen gefeiert hat. Er wollte damit auf seinen bald darauf folgenden Kreuzestod hinweisen und diesen mit dem Auszug aus Ägypten parallel setzen. Weiterhin setzte ich voraus, dass der Wochentag, an dem Jesus gekreuzigt wurde, ein Freitag war. Hierüber ist sich die Forschung weitgehend einig.

Aus diesen Prämissen ergibt sich, dass eine Lösung des Problems nur gefunden werden kann, wenn man die Synoptiker und Johannes zu harmonisieren versucht. Diesbezüglich sind in der Geschichte einige Versuche unternommen worden
...
Tatian nimmt – nach Geldenhuys – das bei Johannes geschilderte Mahl einen Tag vorweg, geht dann aber bei Joh 18,28 anscheinend davon aus, dass das eigentliche Passamahl schon vorüber war und nur noch der „Rest“ des Festes der ungesäuerten Brote folgte, das sich ja unmittelbar an das Passamahl anschloss. Dem kann man zustimmen, weil die Wendung fagein to pascha (das Passa essen) in Joh 18,28 tatsächlich so übersetzt werden kann.
...
Einen breiten Raum bei den Harmonisierungsversuchen nehmen die „Kalenderhypothesen“ ein. Diese gehen von der Annahme aus, während des Passafestes hätten zwei unterschiedliche Festkalender vorgelegen. Jesus und seine Jünger hätten das Passamahl nach einem der beiden Kalender gefeiert. Die Synoptiker hätten sich nun nach dem einen, Johannes hingegen nach dem anderen Kalender gerichtet. Auf diese Weise seien beide Parteien zwar zu verschiedenen Ergebnissen gekommen, wären beide jedoch trotzdem im Recht.
...
Hauptpunkt 3. Nach dem gleichen Modus sei vorgegangen worden, falls der 14. Nisan auf einen Freitag, also auf den Rüsttag zum Passa, gefallen sei. Der Grund dafür sei, dass in früherer Zeit die Schlachtung der Passalämmer nicht in den Nachmittagsstunden des 14. Nisan (wie es später der Fall war), sondern „zwischen den beiden Abenden“, d.h. zwischen Sonnenuntergang und völliger Dunkelheit, geschah (vgl. 1Mose 12,6 und 5Mose 16,6).
Zu dem Unterstrichenem passt dann wieder das:
dass damals die Tage jeweils nicht am Morgen anfingen, sondern erst 18 Uhr.
...
Somit wären auf der einen Seite die Synoptiker im Recht, die das Herrenmahl im Rahmen des Passamahles beschreiben, aber ebenfalls auch Johannes. Der Vers 18,28 in seinem Evangelium sei so zu verstehen, dass die Ankläger Jesu es mit dem sadduzäisch ausgerichteten Teil der Juden gehalten und demnach das Passamahl noch vor sich gehabt hätten.
-----------------------------
Kybela schrieb:Warum kommt das Konzept Opferlamm so spät (erst in den jüngeren Texten)?
Das hier könnte eine Erklärung sein:
Die fehlende Erwähnung des Lammes kann auch den gegenteiligen Grund haben:
Es wurde einfach vorausgesetzt
...
Mit dem nächsten Vers wolle Johannes etwas Neues erzählen. Dabei spreche er vom Passamahl lediglich als deipnon: .
"Er wusste, dass…die ersten drei Evangelien und auch die Paulusbriefe…einen vollständigen Bericht der Feier des Passamahls und der Einsetzung des Heiligen Abendmahls gegeben haben. Folglich wiederholt er nicht dieselben Fakten, sondern nennt einige ergänzende Vorkommnisse, die sich während des Mahles ereigneten, insofern sie ihn sehr beeindruckt hatten und in den anderen Evangelien nicht beschrieben worden waren.“41
...
----------------------------
Die Prämisse, die Geldenhuys macht, klingt zwar überzeugend, man kommt m.E. aber auch ohne sie aus. Die neutestamentlichen Belege dafür, dass pascha auch den gesamten Festkomplex bezeichnen kann, sind zutreffend und überzeugend. Ich möchte noch besonders auf Apg 12, 3f hinweisen.

Für den gleichen Zeitraum wird in Apg 12,3-4 einmal der Begriff „die Tage der ungesäuerten Brote“ und einmal der Begriff „Passa“ verwendet

Dort wird für den gleichen Zeitraum einmal der Begriff „die Tage der ungesäuerten Brote“ (V.3) und einmal der Begriff „Passa“ (V.4) verwendet. Der Kontext lässt keine andere Erklärung zu.
...
1. Er nimmt sowohl die Synoptiker in ihrer Darstellung als auch Johannes mit dem ihm eigenen erzählerischen und theologischen Stil ernst.

2. Er nimmt ernst, dass Johannes die drei synoptischen Evangelien kannte und daraufhin sein Evangelium mit einer besonderen Akzentsetzung geschrieben hat.

3. Die sprachlichen und gedanklichen Schwierigkeiten, auf die man beim Lesen des Johannesevangeliums stoßen könnte, werden befriedigend geklärt.

4. Die Tatsache, dass der Lösungsvorschlag keiner aufwendigen externen Voraussetzungen, wie zweier unterschiedlicher Kalender, bedarf, sondern dass sich die Lösung eher im Sprachlichen ansiedelt, macht ihn sympathisch
...
Nach dem heutigen Stand der Forschung ist es durchaus möglich, das Problem des Kreuzigungstermins zwischen Johannes und den Synoptikern zu harmonisieren. Die Hypothese, die Geldenhuys vorgestellt hat, hat dies lückenlos bewiesen, selbst wenn nicht alle Einzelfragen restlos zu klären sind.
---------------------------------------------
Kybela schrieb:Von einer "Aufklärung" sind wir weit entfernt, sonst würde es nicht soviele Hypothesen geben.
es gibt jedoch gewisse Tendenzen.

Und das ist für mich plausibel :) :
Erich Sauer schrieb einmal:

„… wie oft ist doch schon geradezu in überraschendster Form nachgewiesen worden, dass solche ‚Widersprüche‘ sich bei genauer Kenntnis der Zeitlage, der Einzelumstände und auch der sprachlichen Ausdrucksweise des biblischen Berichterstatters ohne Künsteleien harmonisch auflösen! Darum hat der Glaube durchaus fest erprobten, vielfach unter Beweis gestellten, sicheren Grund zu froher Zuversichtlichkeit, dass auch da, wo wir heute vielleicht noch nicht restlos die volle Erklärung haben, sie dennoch schon jetzt irgendwie besteht: Entweder hat ein anderer sie anderswo schon heute, oder aber sie wird in kürzerer oder längerer Zeit von anderen oder möglicherweise auch von uns selbst noch gefunden werden. In jedem Fall wird sie in der Vollendung von uns allen klar geschaut werden.“52


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21.02.2019 um 16:43
@Optimist
zum Kalender:

Lukas: Vorbereitung des Paschamahles
Namentliche Nennung des Petrus und des Johannes, die das Mahl vorbereiten.
https://www.bibleserver.com/text/EU/Lukas22%2C7-13

Johannes: gewöhnliches Abendmahl
Muss ja so sein, sonst kann er nicht selbst zum Lamm werden.

@Optimist
welche Rolle spielt jetzt der Kalender, der Tagesbeginn oder ähnliches?
wenn Lukas explizit das gemeinsame Paschamahl erwähnt?


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