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Ausgestorbene, bedrohte, neu-entdeckte Tiere & Kurioses in & aus der Tierwelt

1.813 Beiträge, Schlüsselwörter: Kryptozoologie, Ausgestorben, RAR, Landtiere

Ausgestorbene, bedrohte, neu-entdeckte Tiere & Kurioses in & aus der Tierwelt

08.10.2016 um 14:00
@Repto

Ich habe einmal von einem sogenannten: Königs-Panda gehört, aber dass diese in Vietnam schon lange ausgestorben seien!


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Ausgestorbene, bedrohte, neu-entdeckte Tiere & Kurioses in & aus der Tierwelt

08.10.2016 um 22:52
@whiteIfrit

Ich hatte auch gedacht, dass es sich bei den Qinling Pandas um ne seltene Mutation oder gar Inzucht (?) handelt. Vielleicht haben sie ein dominantes Gen für schwarzes und ein rezessives für braunes Haar, so dass sie das rezessive von m und w bräuchten?

Es gibt übrigens ne ganz neue Studie, welche die Interferenz (oder Ankunft?) des Homo Sapiens in Südamerika nach vorne schiebt.
The Arrival of Homo sapiens into the Southern Cone at 14,000 Years Ago
Gustavo G. Politis, María A. Gutiérrez, Daniel J. Rafuse , Adriana Blasi
Published: September 28, 2016
http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0162870

Kurzer Bericht hier:

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-20671-2016-09-29.html
Clovis-Jäger waren nicht die Ersten in Südamerika
Am Fundort "Arroyo Seco 2" gruben die Archäologen Artefakte und Knochen aus – darunter Steinwerkzeuge und Überreste einer Vielzahl von Tieren wie dem Riesenfaultier Megatherium amercianum oder dem Urzeitpferd Equus neogeus. Nicht nur die Steinwerkzeuge deuten darauf hin, dass hier einst Menschen im Spiel waren. Auch die konzentrierte Ansammlung von Knochen an bestimmten Stellen sowie Schnitt- und Ritzspuren an einigen Skelettfragmenten sind ein starkes Indiz: Die Tiere wurden einst von Menschenhand geschlachtet und verspeist.

Ankunft schon vor den Clovis
Das Besondere: Mithilfe von Radiokarbon-Analysen datierten die Wissenschaftler das Alter dieser Relikte auf 13.068 bis 14.064 Jahre. Die Clovis-Jäger sollen den südlichen Kegel Südamerikas jedoch erst später erreicht haben. "Unsere Daten legen nahe, dass sich der Homo sapiens den Kontinent bereits vor der Ausbreitung der Clovis-Kultur erschlossen hat", schreiben Politis und seine Kollegen. Demnach handelt es sich bei den Funden um Hinterlassenschaften einer Vor-Clovis-Kultur.
Hm, guck dir mal das Bild hier an, die hippidiforms mit den grasenden Pferden im Hintergrund:

Wikipedia: Amerhippus

Aber die gabs ja nur in Südamerika.


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tuctuctuc
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19.10.2016 um 20:47
Affen stellen Faustkeile her.

http://m.spiegel.de/wissenschaft/natur/a-1117025.html

Sogar mit Video. Im Spiegelbericht steht das die Affen die Faustkeile nicht als Werkzeug benutzen. Im originalen englischen Artikel steht aber doch was vom Gebrauch als Werkzeug. Jetzt wird vermutet das vielleicht gefundene Faustkeile money made sind.


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Ausgestorbene, bedrohte, neu-entdeckte Tiere & Kurioses in & aus der Tierwelt

19.10.2016 um 23:07
Ja, ich weiß echt nicht, was ich davon halten soll.
Kapuzineraffen stellen Faustkeile her
Das tun sie nicht. Dieser Unsinn geht auf den Spiegel zurück, nicht auf den Nature-Artikel. Dort ist von "stone flakes" und "cores" die Rede, also von Steinabschlägen und Kernen. Das ist in der Steinzeitkultur eine Innovation; ein vorbereiteter Stein wird zum Kern mehrerer Klingen durch einzelne gezielte Schläge. Man schlägt von oben auf die Seitenkante, und ein länglicher Stift bricht ab, länglich, leidlich breit und ziemlich flach. Man dreht den Stein etwas, schlägt wieder zu, und wieder geht ein Stift ab. Bereits durch dieses Abschlagen besitzen die Abschläge scharfe Kanten.

Sowas machen die Kapuzineraffen, keine Faustkeile.
Kapuzineraffen sind als sogenannte Neuweltaffen nur sehr entfernt mit den Hominini verwandt.
und
Proffitt und seine Kollegen fordern nun, dass diese Funde noch einmal überprüft werden - vor allem in Gegenden, in denen sich nach bisherigen Annahmen die Lebensräume von Hominini und Kapuzineraffen überschnitten.
Tja, die Abschlagtechnik setzte im Mittelpaläolithikum ein, vor vielleicht grob 200.000 Jahren. Zu der Zeit lebte aber noch kein Hominine in der Neuen Welt, wo die Kapuzineraffen vorkommen. Ist also schwachsinnig zu fordern, man müsse Regionen neu prüfen, in denen beide Spezies gemeinsam lebten. Wenn, dann müßte man sich fragen, ob die Kapuzinerpraxis womöglich auch von afrikanischen Primaten angewandt wurde.

Vom Nature-Artikel ist nur der Abstract einzusehen, daher weiß ich nicht, ob dieser Schwachsinn auf Profitt & co. zurückgeht oder auf den Spiegelschreiber.
Sharp-edged stone flakes, struck from larger cores, are the primary evidence for the earliest stone technology.
"Scharfkantige Steinabschläge, die aus größeren Kernen stammen, sind der erste Beweis für die früheste Steintechnologie."

Hier isses dann der Unsinn aus der Feder der Nature-Artikelschreiber. Abschläge aus dem Oldowan, der ältesten Werkzeugkultur, müssen nicht scharfkantig sein. Jene Abschläge, die als Werkzeuge aus Kernen geschlagen werden, haben dagegen weniger als 10% des Alters des frühen Oldowans. Das würde ich nicht "earliest" nennen.
Die Affen stellen zwar Werkzeug her, benutzen es aber nicht wirklich. "Sie wurden nicht dabei beobachtet, wie sie mit den scharfen Kanten schneiden oder kratzen", konstatieren die Forscher in der Studie.

Stattdessen zertrümmern sie die Steine, um Mineralien oder Flechten aus ihnen zu lecken.
Mit anderen Worten, die Affen stellen <-u>überhaupt kein Werkzeug her, sondern Abfall. Es sieht nur aus wie menschliche Artefakte, die tatsächlich Werkzeuge sind - weil als solches hergestellt und eingesetzt.
Proffitt und seine Kollegen fordern nun, dass diese Funde noch einmal überprüft werden - vor allem in Gegenden, in denen sich nach bisherigen Annahmen die Lebensräume von Hominini und Kapuzineraffen überschnitten.
Am Ende nochmal hierzu. In der Tat kann jedes bisher für ein "flake tool" und jeder "core" nochmals gegengeprüft werden, ob es sich um ein echtes Artefakt handelt oder nicht. Diese Forderung freilich ist nicht neu. Die Steinwerkzeuge des frühen Oldowan sind selbst für das Fachauge nicht leicht von natürlich geborstenen Steinen zu unterscheiden, und selbst der Faustkeil mit seiner markanten Gestalt, Erfolgsmodell und Dauerbrenner der Altsteinzeit, selbst er kann gelegentlich so aussehen, daß ihn selbst Hobbysammler übersehen. Na und was die Abschläge betrifft, so entstehen die schon durch einen einzelnen Schlag. Es wäre geradezu unnatürlich, wenn es nicht auch rein natürlich entstandene Exemplare gäbe.

Ich habe selber mal vor ein paar Jahren einen Feuersteinabschlag gefunden, einen Mikrolithen. Am Strand bei Laboe. Ob es ein natürlicher oder ein künstlicher war, weiß ich nicht. Seine Ränder waren nicht retuschiert, nicht nachbearbeitet, um die Klingenschneide scharf zu machen. Könnte dennoch ein Abschlag-Rohling gewesen sein. Ich werd es wohl nicht rausfinden, denn der Abschlag war nicht in situ. Er befand sich nicht inmitten weiterer Werkzeuge, auch nicht zwischen weiteren Abschlägen, da war kein Kern, und es waren auch keine Splitterreste da. Aus solchen Beifunden erschließt sich, ob dolch ein einzelner Abschlag-Rohling ein Artefakt ist oder ein Naturspiel.

Eigentlich wäre das "nicht in situ" ein gutes Kriterium, spräche dafür, daß jemand den Abschlag von seinem Entstehungsort weg mitgenommen hat. Daß es also ein Artefakt ist. Aber der Strand einer Flußmündung, da landet auch natürlich verbrachtes Material.

Auf sowas muß ohnehin schon geachtet werden. Und mit der Möglichkeit (neuwelt-)äffischer Produktion ändert sich da nicht viel. Während es für einen Mittelpaläolithiker kein Problem ist, gezielt diverse brauchbare Abschläge aus dem Kern zu schlagen, sollten die Abschläge der Kapuziner wie Kraut und Rüben aussehen. Eben gelegentlich auch mal ganz passabel, aber eben nur gelegentlich.

Na und wenn es stimmt, daß die Kapuziner Steine aufschlagen, um an Mineraleinschlüsse und Flechten zu kommen, dann sind die Steine, die sie zerschlagen, eher nicht solche, welche Menschen verwenden, um daraus Werkzeuge zu schlagen. Kapuziner bevorzugen Steine mit Brüchen bzw. solche mit Einschlüssen, Werkzeugmacher dagegen meiden diese.


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tuctuctuc
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20.10.2016 um 18:07
@perttivalkonen
Hab auch noch mal nachgelesen. Faustkeile waren ja in Mittel, Südamerika nicht so der Hit weil die Besiedlung da sehr spät begann. Ich halte den Artikel jetzt für etwas sehr seltsam. Aber das Video ist schön. Laut Wiki soll es Projekte geben bei denen Kapuziner Affen als Hilfe für behinderte Menschen dressiert werden. Vielleicht versuchen die Affen im Haushalt auch überall Ecken abzuschlagen :-)


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23.10.2016 um 14:32
Der Artikel im Spiegel ist dann auch arg übertrieben! Dort steht, dass Kapuziner-Affen gezielt auf die Steine einklopfen, nach einem bestimmten Muster, ähnlich wie dies bei Faust-Keilen getan wurde, im Video sieht man, dass es hauptsächlich um die Nahrung geht, die in den Steinen zu finden ist also Flechten, dabei entstehen noch nicht einmal abgesplitterte scharfe Splitter dieser Steine und wenn dies der Fall wäre, würde es die Affen nicht im Geringsten interessieren! Und die Steine werden höchstens ein bisschen abgewetzt von dem ewigen Klopfen auf Fels, was ja auch logisch ist. Von Faustkeilen kann keine Rede sein!


Hier möchte ich einmal etwas vorstellen, was in meinen Augen unglaublich ist, und auch unfassbar schön! Nämlich die Idee im Film Avatar mit den Bäumen der Ahnen wo Avatare ihre Ahnen hören können und sich mit Seelen von Verstorbenen in Kontakt treten können, ist von etwas abgeschaut, was echt existiert! Und zwar sind dies die Glühwürmchen-Höhlen in Neuseeland. Von der Art: Arachnocampa Luminosa. Diese Glühwürmer bewohnen bestimmte Pilzarten und haben eine biolumineszierender Wirkstoff in sich und haben an der Decke von einer Höhle eine Art Fäden gesponnen, durch das Licht, das die Würmchen abstrahlen werden Insekten angelockt, welche von den Würmern dann gefressen werden! Aus den Würmern schlüpfen später einmal eine Mückenart, wie die ausgewachsenen Tiere es aber schaffen, nicht in die Fallen ihres eigenen Nachwuchses zu gehen, ist mir allerdings ein Rätsel?
"Ich hätte nie gedacht, dass es ein natürliches Vorbild der Ahnenbäume aus Avatar gibt!" ;)




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27.10.2016 um 13:51
Das Gelege des Rotaugen-Laubfrosches (Agalychnis callidryas) hat eine ganz besondere Gabe, sind die Eier genügend weit entwickelt, also bis zu 2 Tage vor dem Schlüpfen, können sich die Embryonen in den Eiern selbst aus den Eiern sprengen, bei nahender Gefahr und fallen in das sich darunter befindende Wasser, ein Gelege wird immer über einen kleinen Tümpel abgelegt, und dauert ungefähr 6 Tage bis die jungen Qaulquappen schlüpfen! Karen Warkentin von der Universität Boston, konnte beobachten, dass die Embryonen sogar unterschiedlich auf unterschiedliche Feinde reagieren, bei Schlangen die ins Gelege beissen, versuchen alle Embryonen sich zu befreien, bei einem punktuellen Angriff einer Wespe, schlüpfen nur die Embryonen in der näheren Umgebung, bei einem Regenschauer oder einem Windstoss passiert überhaupt nichts! Dabei wird angenommen, dass daran erkannt wird, ob es sich um eine echte Bedrohung handelt oder nicht? Wie viele Vibrationen kommen und wie lange diese anhalten? Warketin war die Erste, die das vorzeitige Schlüpfen bei Lebensgefahr beobachtete! Seither haben andere Wissenschaftler über ähnliche Verhaltensweisen bei verschiedenen Amphibien sowie bei einer Spinnen- und einer Fischart berichtet!


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07.11.2016 um 12:47
Jetzt gerade habe ich das Buch: das unglaubliche Quiz der Tiere gelesen von Lothar Frenz, Franz Elstner mit Hilfe von: Antje Dorn, Rolf Hagedorn, Sven-Carsten-Lampe und Sven Fraas heraus gegeben wurde. Und 2009 beim Rowohlt-Verlag in Berlin heraus gekommen ist und muss sagen, dass dies eines der spannendsten und informativsten Tierbücher ist, die ich jemals gelesen habe. Dort stehen Informationen über Tiere die ich noch niemals zuvor jemals gehört habe!

Zbsp. konnte der Tierpshysiologe: Frank Wiens von der Universität Bayreuth, ein Federschwanz-Spitzhörnchen entdecken, das in Malaysia und Thailand beheimatet ist, das absolut trinkfest ist! Jede Nacht verbringt es 2h damit: Saft des vergorenen Blütennektars der Bertam-Palme zu lecken, der Saft besitzt ungefähr einen Anteil von 3,8% Alkohol. Bei einem Menschen würde dies einer Menge entsprechen, wie wenn eine Frau innerhalb von 12h, 12 Gläser Wein trinken würde. Das Tier besitzt eine federartige Ausbreitung am Schwanz und ist angeblich sogar mit den Primaten verwandt, da es nur etwa doppelt so gross wie eine Maus ist, müsste es eigentlich stock-betrunken sein, ist es aber nicht! Sondern es kann noch quietsch-fidel in den Bäumen herum turnen und ist dabei auch noch ziemlich flink, so, dass man es nicht mit blossen Händen einfangen könnte, nachdem es von dem Blütennektar getrunken hat. Die Bertam-Palme blüht das ganze Jahr über, von daher ist der energie-reiche Blütennektar jederzeit als Nahrung für das Federschwanz-Spitzhörnchen verfügbar.


Federschwanz-Spitzhoernchen
Sehr erstaunlich ist, dass diese Tiere eigentlich eher Mäusen gleichen, aber trotzdem
als Spitzhörnchen bezeichnet werden, sie sollen sogar eher näher mit Primaten verwandt sein als mit Mäusen!


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Ausgestorbene, bedrohte, neu-entdeckte Tiere & Kurioses in & aus der Tierwelt

07.11.2016 um 15:33
Die Benutzung von natürlichen Heilmitteln bei Tieren und die Entdeckung der Zoo-Pharma-Kognosie


Nicht nur Menschen nutzen die Heilmedizin der Natur, sondern auch Tiere, in den 1970 Jahren konnte der amerikanische Affen-Forscher Richard Wrangham im tansanischen Gombe-Gebiet, wie krank wirkende Schimpansen, Blätter des Aspilia-Strauchs pflückten, zusammen-rollten und sichtlich im angewiedert im Mund hin und her schoben und dann hinunter schluckten. Genuss an einer Mahlzeit würde anders aussehen. Zirka 30 Blätter des Aspilia-Strauches schluckt ein Menschen-Affe hinunter. Inzwischen wurde heraus gefunden, dass die Aspilia-Pflanze einen sehr wirksamen Stoff beinhaltet, der gegen eine Vielzahl von krankheits-erregenden Bakterien abtötet, so wie gegen Parasiten wirkt, so wie sogar gegen einige Krebszellen. An den wieder ausgeschiedenen Aspilia-Blättern entdeckte man kleine Würmer die an den haarigen Fasern hängen geblieben sind, die Schimpansen hatten sich also mechanisch entwurmt, sie nutzten als diese Blätter gegen Würmern in den Eingeweiden und gegen allgemeinen Wurmbefall. Die Einheimischen in der Region benutzen Aspilia-Blätter gegen Magenbeschwerden und Wurmbefall.


Aspilia mossabiciensis
Diese Pflanze konnte ich unter: Aspilia Mossabiciensis entdecken, bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob dies exakt die richtige ist?
Hoffe es aber einmal!

Aber nicht nur Aspilia wird von den Schimpansen als Heilmittel benutzt, sondern auch noch eine ganze Reihe weiterer Pflanzen, so wie etwa wurde schon ein Schimpansen-Weibchen das unter Durchfall litt und ausgesprochen schlapp war, dabei beobachtet wie es Blätter der Vernonia-Pflanze frass, 24h später, was das Schimpansen-Weibchen wieder fit. In Uganda wurden Schimpansen dabei beobachtet, wie Schimpansen Blätter von (Rubia Cordifolia) frassen, was unter der einheimischen Bevölkerung dafür bekannt ist, dass es gegen Bauchschmerzen hilft.


rubia cordifolia
Rubia Cordifolia


Seit 2007 wurde die erste wissenschaftliche Beobachtung gemacht, in der von Tieren neue Heilmittel abgeschaut werden, die später auch für Menschen genutzt werden, dieses neue Gebiet der Wissenschaft nennt man auch die: "Zoo-Pharmakognosie", die Tierärztin: Sabrina Krief von Pariser Museé National d`Histoire Naturelle, hat Schimpansen dabei beobachtet, wie Schimpansen die Blätter des Mahagoni-Gewächses: "Trichilia Rubescens" fressen und davor oder danach sogar noch eine Hand voll Erde zu sich nehmen. Im Labor konnte festgestellt werden, dass Moleküle die man aus dieser Pflanze isoliert hatte, Malaria-Erreger abtöteten. Alleine schon dieser Fakt, war aufregend genug. Aber die Wissenschaflter wollten auch noch wissen, warum die Schimpansen zusätzlich noch eine Hand voll Erde zu sich nahmen? Also imitierten sie den Verdauungsprozess im Magen der Menschen-Affen nach und verglichen die Wirkung eines reinen Trichilia-Extraktes mit der Wirkung eines Gemisches von Erde und Trichilia. Verblüfft stellten sie fest, dass die Mischung aus Erde und Trichilia, die Malaria-Erreger viel effektiver bekämpfte als reines Trichilia-Extrakt! An der Oberfläche der Erdkrümel blieben die Moleküle von Trichilia in hohen Konzentrationen hängen und konnten deshalb die Malaria effektiv bekämpfen. Die Schimpansen hatten also ihre eigene Kräuter-Medizin sogar noch aufgerüstet und mit der Einnahme von einer Hand voll Erde, "bioaktiv" gemacht, eine mögliche Anwendungs-Methode auch bei Menschen.



Trichilia Rubescens
Schimpanse beim Einnehmen von Trichilia Rubescens


Aber nicht nur Menschen-Affen benutzen Kräuter-Medizin aus der Natur. Der Stoff des Chinarindenbaumes wurde dank den Indios aus dem alten Peru entdeckt, diese schauten das Verhalten den Pumas ab, die wenn sie krank waren oder Fieber hatten, frassen sie immer die Rinde eines bestimmten Baumes ab, ein für Fleischfresser, höchst ungewöhnliches Verhalten. Die Indios schauten es den Pumas ab und gewannen dadurch ein sehr effektives Fieber und Schmerz-Mittel für ihre eigene Kräuter-Apotheke hinzu! Erst im Jahre 1820 gewannen 2 Forscher aus der Rinde des Chinarindenbaumes den Wirkstoff: Chinin, das bald als Wirkstoff gegen Malaria, Kopfschmerzen und Fieber seinen Sieges-Zug durch die ganze Welt feierte. Andere Angehörige anderer südamerikanischer Eingeborener-Stämme, sahen wie Hirsche ihre Wunden an Gummi-Bäumen rieben und entdeckten so ein wirksames Desinfektions-Mittel gegen äussere Wunden!


Chinarinden-Baum
einer der China-Rindenbäume


Der amerikanische Botaniker Shawn Sigstedt hat Schwarz, Kodiak und Eisbären dabei beobachtet, wie sie Wurzeln der Pflanze: "Ligusticum", "eine karotten-ähnliche", doldenblütige Pflanze", aus dem Boden gruben. Sie zerkauten sie im Maul zu einer matschigen Pampe und verteilten sie danach auf ihre Tatzen, womit sie, sie auf ihr gesamtes Fell, unter Achselhöhlen und den Körper damit einrieben. Wo sie mit ihren Pfoten nicht hin kamen, rieben sie es an Baumstämme und scheuerten danach ihren Rücken oder ihre unerreichbaren Stellen an diesen Baumstämmen! Shawn Sigstedt vermutet, dass sie mit diesen Wurzeln, Parasiten und Ungeziefer auf ihrem Pelz vertreiben wollten oder sogar ihre eigenen Parasiten-Salben, herstellten aus diesen Wurzeln! Bei Apachen, Navaho, Pueblo und Zuni-Indianern ist diese Pflanze als Mittel gegen vielerlei Beschwerden bekannt, angefangen bei: Kopfschmerzen, Rheuma über Arthritis, Magenverstimmungen bis hin zu Blutergüssen und Haut-Erkrankungen!


Lingusticum
Hier eine Art der Gattung: Ligusticum, leider wird in diesem Bericht nicht genau beschrieben, welche Art von Ligusticum genau verwendet wird? Da aber von einer karotten-ähnlichen Pflanze gesprochen wird, gehe ich einmal davon aus, dass es am ehesten eine Pflanze ist, dessen Kraut, dem von Karotten gleicht?


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07.11.2016 um 19:09
Ich war bei der Arbeit über diesen Beitrag so stark konzentriert, dass ich gar nicht merkte, dass mir einige Fehler unterlaufen sind. Zbsp. Heisst Frank Elstner natürlich Frank zum Vornamen und nicht Franz! Und der Primate der Trichilia Rubescens kaut, könnte auch ein Gorilla sein und nicht unbedingt ein Schimpanse! Da er aber von Blättern verdeckt wird, kann man dies nicht so gut erkennen! Auch brauchte ich für diesen Beitrag weit über eine Stunde! Da es relativ aufwendig war all die Bilder zu uploaden und dann richtig zwischen den Text einzubetten!


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08.11.2016 um 09:04
whiteIfrit schrieb:Sehr erstaunlich ist, dass diese Tiere eigentlich eher Mäusen gleichen, aber trotzdem
als Spitzhörnchen bezeichnet werden, sie sollen sogar eher näher mit Primaten verwandt sein als mit Mäusen!
Da mich dies sehr erstaunt hat, dass diese Tiere mit Primaten verwandt sein sollen, musste ich natürlich mal auf die Suche nach Quellen gehen. Wiki gibt nichts dazu her, also weitergesucht. Dann stieß ich auf diesen Artikel:

http://www.wissenschaft.de/home/-/journal_content/56/12054/1006295/

Das Federschwanz-Spitzhörnchen ähnelt stark dem ausgestorbenen gemeinsamen Vorfahren des Menschen und anderer Primaten. Die Wissenschaftler vermuten, dass kleine Primaten schon seit Millionen von Jahren alkoholhaltige Flüssigkeiten zu sich genommen haben. Somit hat der Alkoholkonsum auch in der Abstammungslinie des Menschen möglicherweise eine lange Vorgeschichte.

Darunter gab es einen Link zum Originaltext: http://www.pnas.org/content/105/30/10426

The pentailed treeshrew is considered a living model for extinct mammals representing the stock from which all extinct and living treeshrews and primates radiated. Therefore, we hypothesize that moderate to high alcohol intake was present early on in the evolution of these closely related lineages

Jetzt tue ich mich mit der genauen Übersetzung des Artikels schwer. Alltagsenglisch geht ja noch, aber wenn es um Wissenschaft geht .... :( Ich lese da zumindest keine Verwandtschaft des Federschwanz-Spitzhörnchens (pentailed treeshrew) mit Primaten raus, kann mich aber auch täuschen.

@perttivalkonen magst du aushelfen? Oder @datrueffel , bzw. andere User die sich damit auskennen ... Danke schon mal im Voraus. :)


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datrueffel
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08.11.2016 um 11:26
whiteIfrit schrieb:Und der Primate der Trichilia Rubescens kaut, könnte auch ein Gorilla sein und nicht unbedingt ein Schimpanse! Da er aber von Blättern verdeckt wird, kann man dies nicht so gut erkennen!
Es ist ein Schimpanse.
Carietta schrieb:, dass diese Tiere mit Primaten verwandt sein sollen
Ich finde das sie optisch schon in Richtung Primaten gehen :D

741521a011 Federschwanz Spitzhoernchen.j
Federschwanz-Spitzhörnchen

Sie ähneln in einigen optischen Zügen gewissen Lemurenarten:

ML
Mauslemur

01 Madagaskar
Brauner Mausmaki

lemureng
Mittlerer Fettschwanzmaki

24143142734 3858dd3d8b
Südlicher Riesenmausmaki
Carietta schrieb:Ich lese da zumindest keine Verwandtschaft des Federschwanz-Spitzhörnchens (pentailed treeshrew) mit Primaten raus, kann mich aber auch täuschen.
Also im englischen Wiki-Artikel wird es zumindest erwähnt:
It is considered the closest relative of extant primates
Quelle: Wikipedia: Pen-tailed_treeshrew

Zumindest gehören Primaten und Spitzhörnchen der Klade der Euarchonta an. Also ist eine gewisse Verwandtschaft nicht abzustreiten.

Wikipedia: Euarchonta
Die Spitzhörnchen (Scandentia) sind eine Ordnung der Säugetiere (Mammalia) aus den Waldgebieten Südostasiens mit 20 bekannten Arten. Sie ähneln Hörnchen, wurden historisch auch als nahe Verwandte der Spitzmäuse betrachtet, stehen aber tatsächlich den Primaten nahe.
Wikipedia: Spitzhörnchen


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08.11.2016 um 11:39
@datrueffel Danke dir! Im ersten Moment hatte ich auch an ein Buschbaby (Galagos) gedacht. War mir aber nicht sicher, deshalb die Nachfrage. Wikipedia: Galagos

Galago senegalensis

Die Natur bietet halt oftmals seltsame Zusammenhänge und löst in mir immer wieder ein Staunen aus. Als Kind bekam ich von meinem Opa das Buch "Frei geboren" geschenkt. Es geht darin um die Löwin Elsa. Kennen bestimmt einige hier. Es kam darin auch ein Klippschliefer vor, der mit Elefanten und Seekühen verwandt ist. Kann man sich bei diesem kleinen pelzigen Tierchen eigentlich nicht vorstellen, ist aber so.

Wikipedia: Klippschliefer

Ihre ansonsten kaum erkennbare Verwandtschaft zu den Elefanten und Seekühen wird an den beiden ständig nachwachsenden Zähnen im Oberkiefer sichtbar.


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datrueffel
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08.11.2016 um 11:44
@Carietta

Nicht nur der Klippschliefer ist ein Verwandter des Elefanten ^^

ruesselhuendchen-DW-Wissenschaft-Cotonou


Das Graugesichtige Rüsselhündchen ist erstmals 2005 entdeckt wurden.
Im Englischen werden Rüsselhündchen als „Elephant-Shrews“ - Elefantenspitzmäuse – bezeichnet. Diesen Namen verdanken sie ihren langgezogenen Schnauzen. Erst später wurde bei molekularbiologischen Analysen nachgewiesen, dass sie tatsächlich mit den Dickhäutern verwandt sind – viel enger als beispielsweise mit den Spitzmäusen. Rüsselhündchen zählen zu den Rüsselspringern. Sie sehen Spitzmäusen ähnlich, sind aber größer.
Quelle: https://www.welt.de/wissenschaft/article1613951/Skurriler-Verwandter-des-Elefanten-entdeckt.html


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08.11.2016 um 11:49
@datrueffel Ui, das kannte ich noch nicht. Rüsselhündchen :lv: Schon irgendwie crazy, oder? So kleine pelzige Tierchen sind mit Elefanten verwandt. Am Ende sind wir Menschen mit ganz anderen Arten als den Affen verwandt. :D Wer weiß was noch so gefunden wird.


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Ausgestorbene, bedrohte, neu-entdeckte Tiere & Kurioses in & aus der Tierwelt

08.11.2016 um 15:47
Die Gruppe, die jene Hörnchen (Glires) und die die Primaten beinhaltende Gruppe als Schwestrgruppen zusammenfaßt, heißt "Euarchontoglires". Diese Beziehung der beiden Gruppen kenn ich schon seit den 70er Jahren, diemolekulargenetische Bestätigung und die Neugruppierung der Säugerklassifikation einschließlich der Gruppe der "Euarchontoglires" ist dagegen deutlich neueren Datums. Einige Wiki-Artikel sind dazu noch nicht auf den neuesten Stand gebracht, aber wer sich z.B. vom Primaten-Artikel ein wenig durch die Links zur Primatenverwandtschaft im System der Säuger klickt, stößt schnell darauf.
Wikipedia: Euarchontoglires


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08.11.2016 um 16:14
Upps, die Glires sind ja die Ratten- und Hasenartigen, mit denen die Euarchonta als nächstes verwandt sind; die Hörnchen gehören ja bereits zu den Euarchonten. Ich quäl mich grad elend langsam durchs Netz, Seiten bauen sich erst nach zig Versuchen halbwegs auf, daher konnt ichs nicht erst gegenprüfen. War nur meine Erinnerung...


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13.11.2016 um 19:58
@whiteIfrit

Schöne Beiträge, gern gelesen!

Der Irawadidelfin ist praktisch ausgestorben. Hier kann man sie noch mal sehen:



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13.11.2016 um 21:34
Ein sehr seltsames Kuriosum der Tierwelt ist, dass Straussenhähne ihre Hennen jeden Tag einmal treten müssen, damit die Eier befruchtet werden! Diese Info konnte ich heute bei einer Straussen-Farn auf einem Informations-Blatt entnehmen das draussen am Zaun angebracht war, wo wir heute daran vorbei spaziert sind!

@Dogmatix
Die hatten wir jetzt auch schon etwa 10mal hier und sie sind immer noch existent, da laufend aktuelle Bilder von ihnen im Internet und auf diversen Plattformen erscheinen, heisst also, es muss diese Tiere noch geben und sie können noch nicht ausgestorben sein!


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13.11.2016 um 22:02
@whiteIfrit
oke, wusste nicht, dass sie schon 10 mal hier waren. Natürlich gibts noch ganz wenige, aber ich las halt die nachricht heut, dass sie nun "functionally" ausgestorben sind. D. h. es sind schlicht nicht mehr genug potenzielle Paare vorhanden, um das Überleben der Gattung zu sichern.


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