nairobi schrieb:Die Hunde können sich nicht leiden, ich weiß nicht, warum das so ist.
Ich kann auch nur vermuten, daher der Link:
Ein Beispiel: Der Mops, als eine der beliebtesten Hunderassen, ist objektiv betrachtet für Artgenossen ein einziges Mysterium. Er kommt daher mit seinen Glubschaugen, seiner in Falten gelegten Stirn, einem klassischen Passgang, Ringelschwänzchen und zumeist grunzend. Was für viele Menschen süß wirkt und keineswegs böse gemeint sein soll, ist für viele Hunde schlicht bedrohlich. Dieser Vierbeiner ist nämlich nicht klar lesbar und zeigt in seinem Ausdrucksverhalten aus Hundesicht eher paradox-aggressive Züge. Fein kommunizierende Hunde empfinden seinen Gesichtsausdruck oft als Drohung. Die herausquellenden Augen sind schließlich schnell mit einem bedrohlichen Fixieren zu verwechseln. Dazu die faltige Stirn, die den Blick finsterer macht und bei einer ernst gemeinten offensiven Drohung von Hunden gezeigt wird. Dazu kommt ein röchelndes Atmen, das in der Fachsprache auch BAS – Brachyzephales Atemnot-Syndrom genannt wird. Durch die gezielt gezüchtete Rundköpfigkeit der Hunde kommt es zu verengten Nasenlöchern und auch Nasenhöhlen, missgebildeten Gaumensegeln und Veränderungen am Kehlkopf. Abgesehen von den massiven gesundheitlichen Beeinträchtigungen deuten Artgenossen diese Atemnot oft als Knurren, kennen sie doch eine Lautäußerung in der Form nicht. Unterstützt durch einen tänzelnden Passgang (das linke und rechte Beinpaar bewegen sich jeweils gleichzeitig), lässt sich auch schnell auf einen Imponiertrab schließen, der wiederum manchmal provokativ gemeint ist. Die züchterisch erwünschte, eng eingerollte Rute sorgt auch gerne für Missverständnisse. Oft ist sie zu kurz oder liegt zu eng an, was für andere Hunde wiederum Ängstlichkeit ausdrückt – ist die Rute nicht sichtbar, muss sie schließlich eingezogen sein. Aber nicht nur der Mops trägt das Schicksal des undeutbaren Hundes. Zum Beispiel auch die französische Bulldogge gilt aufgrund ihres Phänotyps in den Augen vieler sensibler Hunde als „Canis non grata“.
https://www.martinruetter.com/ratgeber/magazin/kommunikationsmissverstaendnisse-unter-hunden
nairobi schrieb:Vielleicht hat es mit Testosteron zu tun...
Wüßte jetzt nicht, weshalb das Testosteron in dieser Situation eine Rolle spielen sollte. Da war doch keine läufige Hündin in der Nähe. Und auch dann muß das nicht von Relevanz sein, weil der Dominantere seine Souveränität schon ausdrückt
:)Vermute, dass da diese "Leseproblematik" seitens des Retrievers bestehen könnte, weil er sich aggro verhält. Und wenn's dunkel ist, riecht er Deinen Hund ja, und weiß gleich Bescheid, dass es sich um den Kollega
;) handelt, vor dem er unsicher o.Ä. ist, weil er ihn halt ggf. nicht lesen kann.
Na ja, das einfach mal so als Impuls.
Ansonsten in der Brut- und Nisttzeit und sonstigen Zeiten
:Y: alle an die Leine
:)