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Pilze

2.559 Beiträge, Schlüsselwörter: Wald, Pilze

Pilze

08.10.2018 um 05:56
Macfo schrieb:Wo und wie habt ihr das gelernt?
Ich denke das erlernen besteht aus mehreren "Bausteinen".
Ganz wichtig ist Pilze mit allen Sinnen warzunehmen. Geruch ist wichtig, Konsistenz, Farben usw.
Deshalb ist es am sinnvollsten an geführten Pilzwanderungen teilzunehmen. Bestenfalls führt das
ein Pilzsachverständiger nach DgfM durch. Hierbei lernt man am meisten.
Vielleicht kannst Du Dich erkundigen wer das wann und wo in Deiner Nähe durchführt.
Nachfragen kann man zB. beim Naturschutzbund oder auch bei der Gemeinde. Auch Volkshochschulen bieten manchmal Kurse an.
Über die Internetseite der Dgfm (www.dgfm.de) kannst Du auch nach dem Dir nächsten PSV suchen.

Theorie ist das andere. Bücher können Helfen, ersetzen aber nicht das Direkt vor Ort sein.
Ich kenne kein Buch in dem nur essbare Pilze abgebildet sind. Das wäre meiner Meinung nach auch nicht besonders sinnvoll.
Wichtig ist es nämlich auch die Giftigen Pilze zu kennen.
Empfehlen kann ich Dir da den Großen BLV Pilzführer von Ewald Gerhardt. Nicht zu teuer aber Gut Bebildert.
Ganz nützlich sind natürlich auch Internetforen. Als das beste deutschsprachige davon finde ich hierbei www.pilzforum.eu,
in dem sich auch einige Sachverständige tummeln.
Von Facebookgruppen rate ich Dir ab. Hier wird viel zu oft viel zu schnell falsch bestimmt.

Grundsätzlich als Einstieg eignen sich die Röhrlinge, also die mit Schwamm unten.
Bei diesen Arten gibt es in Deutschland keine tödlich giftigen. Der oft genannte Satanspilz zB. ist nicht tödlich, er erzeugt "lediglich" heftige Magenprobleme. Deshalb ist es wichig auch die Giftigen zu kennen. Er ist im übrigen sehr selten, und mir in 12 Jahren gerade 3-4 mal selbst begegnet. Viel öfter trifft man auf Maronen, Steinpilze, Rotkappen usw. Diese Arten kann man relativ schnell erlernen.

Darauf aufbauend kann man sich zB. mit den Täublingen beschäftigen. Weiß man wie Täublinge aussehen (Stiel bricht wie Kreide, Kein Ring am Stiel, Keine Knolle), kann man einen Geschmackstest machen. Ist er bitter oder scharf: Nix für die Pfanne. Schmeckt er mild ist er essbar.
Alle milden Täublinge sind essbar. Jede einzelne Art bestimmen zu können ist dabei nicht ausschlaggebend und übrigens auch gar nicht einfach.

Alle Leistlinge sind essbar. Hier gehört der Pfifferling zB. dazu. Er hat keine Lamellen sondern Leisten. Diese sind mit dem Hut fest verbunden und lassen sich nicht wie Lamellen ablösen.

So kannst Du Dir Schritt für Schritt die einzelnen Arten beibringen. Alle durcheinander kennenlernen zu wollen halte ich nicht für sinnvoll.
Das kann verwirrend werden.

Dass Du den Wiesenchamignon vom Knolli unterscheiden kannst ist schon mal sehr Gut.
Weißt Du denn auch das nicht alle Champignons essbar sind? Kennst Du den Unterschied zum Karbolchampignon der Giftig ist?

Das allerwichtigste ist wohl, nur Pilze zum Verzehr sammeln bei denen man sich 100% sicher ist.
99% reichen da nicht aus.

Ich hoffe ich konnte Dir etwas Helfen. Bei Fragen gerne auch per PN.

Liebe Grüße und einen Schönen Tag.


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Pilze

08.10.2018 um 16:35
Macfo schrieb:Ach, das gilt auch für alles mögliche andere, essbare in der freien Natur, auch hier möchte ich dringend mehr Wissen.
Tipp: Mach geführte Schulungen mit. Wird vielerorts angeboten, Kulturverein, VHS - oder mal bei den Forstbehörden nachfragen.


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Pilze

08.10.2018 um 16:39
@Funzl

Meine Worte. Danke dafür.
An erster Stelle steht das eigene Bemühen. Wer dazu nicht bereit ist sollte es lassen.

Eigentlich ganz einfach. :)

Liebe Grüße


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Pilze

08.10.2018 um 17:03
Echooo schrieb:Wer dazu nicht bereit ist sollte es lassen.

Eigentlich ganz einfach. :)
Stimmt. Im Vorfeld sollte man sich auch klar darüber sein das es mit " einmal mitmachen" kaum getan ist..."was man nicht übt - das man nicht kann."


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Pilze

08.10.2018 um 17:13
@Funzl
Dito.
Ich sauge Erfahrungen von Menschen die über 80 sind, auf wie ein Schwamm. Man kann davon nur lernen.

Ein paar Bilder von Heute möchte ich gerne zeigen.
Auch mit dem Hintergrund der relativ einfachen Kenntlichkeit :


DSC 1281.JPGOriginal anzeigen (7,0 MB)



DSC 1293.JPGOriginal anzeigen (6,4 MB)

Die Fungiwelt ist eine besondere Welt.
Das ist auch Gut so.

Liebe Grüße


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Pilze

08.10.2018 um 17:18
Wo kämen Wir denn hin wenn Wir Alles wüßten?


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Pilze

08.10.2018 um 17:24
@Echooo

Oha....ne krause Glucke.......jami!


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Pilze

08.10.2018 um 17:43
@Funzl
Mir war sie etwas zu gebräunt. Deshalb durfte sie bleiben.


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Pilze

08.10.2018 um 19:35
IMG-20181008-WA0001.jpeg
Solche tollen Teile sieht man relativ selten bei uns im hohen Norden.


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Pilze

08.10.2018 um 19:36
IMG-20181008-WA0003.jpeg

Und der große Bruder stand auch ein paar Meter weiter


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Pilze

08.10.2018 um 19:45
Ich frage mich gerade, wer der Große Bruder von wem ist?
Etwa :


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Pilze

08.10.2018 um 21:02
Die Pilzsaison ist dieses Jahr in meiner Gegend nicht so wirklich losgegangen. Im Gegensatz zum letzen Jahr. Ich hab noch nichts gefunden was mehr als eine viertel Mahlzeit hergegeben hätte.

Ne Krause Glucke hatten wir auch schonmal, bzw. ne Freundin^^ waren keine zehn Minuten im Wald, da hat sie geschrien "Jungs, wir können nachhause fahren!" waren bestimmt gute zwei Kilo :-)

Aber dieses Jahr? Nüscht!


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Pilze

09.10.2018 um 00:10
@Daveman
Wahrscheinlich stand eine Kiefer in der Nähe?


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Pilze

09.10.2018 um 00:41
@Echooo
Oha, auf sowas hab ich garnicht geachtet, bin da auch noch blutiger Anfänger. Ich erkenn nur Pfifferlinge, Butter- und Steinpilze, Champignons und den Parasol. Ohne meinen Kumpel würd ich im Wald wenig finden, er kennt viele Sorten mehr als ich :-)


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Pilze

09.10.2018 um 08:44
Echooo schrieb:Mir war sie etwas zu gebräunt. Deshalb durfte sie bleiben.
Ja, ein bisschen was hat sie schon abbekommen.....
Daveman schrieb: Ich erkenn nur Pfifferlinge, Butter- und Steinpilze, Champignons und den Parasol. Ohne meinen Kumpel würd ich im Wald wenig finden, er kennt viele Sorten mehr als ich :-)
Das ist schon mal ein Anfang.....und wenn dein Kumpel sich richtig gut auskennt eine sehr gute Basis mehr zu lernen.

Maronenröhlinge sind unverkennbar, habe allerdings im Vergleich zu den Vorjahren hier bei uns in den letzten drei Jahren kaum welche gefunden.

Elfenbeinröhlinge wenn ich finde decke ich ab, lasse ich stehen. Es gibt kaum noch welche.

Birkenpilze gab es hier auch letztes Jahr sehr viele, ebenso Edelreitzker...die sehr gut sind, und ebenfalls unverkennbar.


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Pilze

09.10.2018 um 12:56
So, eben aus meinem "Revier" zurück gekommen......der Waldboden ist knochentrocken, einen einzigen Fliegenpilz konnte ich ausmachen.....


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Pilze

12.10.2018 um 12:02
Wer kennt sich aus mit Täublingen?
Ich sammle wirklich viel und bin seit meiner Kindheit im Wald,
aber zu den Täublingen fehlt mir irgendwie der Bezug.
Wer hat da Erfahrung?


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Pilze

12.10.2018 um 17:31
@RetinaK
Was meinst Du genau? Bestimmung oder Geschmack oder


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Pilze

12.10.2018 um 18:07
@Echooo
In erster Linie um genaue Bestimmung und natürlich auch um Verzehrtauglichkeit.
Das Problem der richtigen Zuordnung sehe ich für mich hauptsächlich darin,
dass sich die Stiele bei den Täublingen fast alle gleichen, sind immer weiß, ohne
besondere Merkmale.


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Pilze

12.10.2018 um 19:09
@RetinaK
Die genaue Artbestimmung ist in dieser Gattung, die mehr als 700 Arten umfasst, nicht einfach.
Entscheidend ist erstmal die Art richtig zu erkennen. Und nicht immer haben die nur weiße Stiele.
Es gibt zB. auch rosa gefärbte Stiele, grauschwarz gefärbte Stiele ...
Ich habe mich auf ein paar Arten beschränkt, die auch innerhalb den Täublingen recht einfach zu erkennen sind.
Zb. Grüngefeldeter Täubling, Frauentäubling, Speisetäubling und ein paar andere.
Wie ich am 8.10 weiter oben schon geschrieben habe ist Grundlegend, die Art an sich richtig zu erkennen.
(Meist spröde Lamellen, Kein Ring am Stiel, Stiel bricht wie Kreide, Keine Knolle)
Für die weitergehende Bestimmung spielt der Standort eine große Rolle. Täublinge sind Mykhoriza Pilze.
Heißt: Bestimmte Arten sind an bestimmte Bäume gebunden.
Weiterhin ist der Geruch sehr wichtig: Die Palette ist hier sehr breit, von Heringsartig, Spermatisch, Obstartig, Muffig
und noch einigen mehr ist fast alles dabei.
Beachtenswert sind auch Verfärbung nach Verletzungen am Hut, oder/und wie gut lässt sich die Huthaut abziehen?
Ein Sporenabdruck unter einem Glas wird auch sehr Hilfreich sein.
Wenn man dies alles in seine Betrachtung einbezieht reicht es trotzdem oft nicht aus die exakte Art zu Bestimmen.
Eine weitere Möglichkeit ist das betropfen der Stiele mit verschiedenen Lösungen, Gujaklösung zB., um die
dann folgende Verfärbung zu beurteilen. Zum Guten Schluß mikroskopiert man. :)

Anfangs habe ich fast jeden Täubling probiert, inzwischen bin ich soweit das ich die Roten Arten meide.
Die sind viel zu oft sehr scharf.
Die nach Geschmacksprobe mild schmeckenden sind jedoch sehr schmackhaft. Der Frauentäubling zB.

Liebe Grüße


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