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Glaubt ihr, dass es Außerirdische gibt?

22.858 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Umfrage, Aliens, Außerirdische ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Glaubt ihr, dass es Außerirdische gibt?

um 18:28
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Ich meine ja nur, das Begrifflichkeiten ggf einschränken können um es platt zu sagen.
Da hast du recht und das kann die Artikulation der eigenen Gedanken sicher auch erschweren. Aber gerade diese Einschränkungen sind halt wichtig um sich gegenseitig verstehen zu können.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:haha mal überflogen ist gut ;)
Ich habe tatsächlich nur kurz seine Kernthese gelesen.
The formula, based on established physics, indicates that when a group of atoms is driven by an external source of energy (like the sun or chemical fuel) and surrounded by a heat bath (like the ocean or atmosphere), it will often gradually restructure itself in order to dissipate increasingly more energy. This could mean that under certain conditions, matter inexorably acquires the key physical attribute associated with life.

“You start with a random clump of atoms, and if you shine light on it for long enough, it should not be so surprising that you get a plant,” England said.
Quelle: https://www.scientificamerican.com/article/a-new-physics-theory-of-life/
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:ja. Nur dies ist dann eine Andere Art "Leben"....so versteh ich es.
Nein, es ist eine alternative Erklärung, wie das uns bekannte Leben entstanden sein könnte.

Ich hab in dem Bereich wenig Ahnung, sollte also jemand Berufeneres Fehler finden, bitte ich ausdrücklich um Korrektur!
Aber nach meinem laienhaften Verständnis basiert das darauf, dass Leben aus thermodynamischer Sicht eine lokale Entropieabnahme darstellt.
Eigentlich strebt alles nach Entropie. Lebende Organismen nehmen sich aus dieser ungeordneten Umgebung Energie, nutzen die, um in sich selbst ein bisschen Ordnung zu schaffen und geben sie dann noch ungeordneter wieder nach außen ab. (Dissipation)

Du hast also überall ganz viel Unordnung und dazwischen kleine Bereiche (Leben), in denen jemand aufräumt. (Und den Müll dann einfach nach draußen wirft, wodurch es außenrum noch unordentlicher wird.)
England sagt nach meinem Verständnis nun sinngemäß, wenn der Haufen Kohlenstoffatome lange genug irgendwo chaotisch rumgelegen hat, wird er unter bestimmten Voraussetzungen irgendwann von selbst das Bedürfnis bekommen, sich in so eine kleine ordentliche Insel zu verwandeln. Und dann sukzessive immer effizienter darin werden, Energie aufzunehmen, zu nutzen und anschließend ungeordnet wieder abzugeben.

Ich kann absolut nicht beurteilen, inwieweit das plausibel sein könnte. Aber es beschreibt keine andere Art von Leben, sondern die uns bekannte.
Es ist nur eine andere Erklärung, wie unbelebte Materie zu Leben geworden sein könnte.


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Glaubt ihr, dass es Außerirdische gibt?

um 19:15
Zitat von raitoninguraitoningu schrieb:Eigentlich strebt alles nach Entropie.
Ja. England meint, dass Leben eine effizientere Methode darstellt, den Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts zu erreichen. Darum - so England - strebt Materie unter Energieeinfluss gewissermaßen von selbst den Zustand des Lebendigseins an, um dann um so schneller den Prozess der Entropiezunahme zu verwirklichen, der allen physikalischen Systemen inhärent ist.

Mich überzeugt dieser Ansatz nicht, da sich Leben nun mal nicht auf die physikalischen Grundlagen reduzieren lässt, auf denen es basiert. Darum lässt sich meiner Ansicht nach von der physikalischen Basis aus nicht auf das Zustandekommen lebender Systeme extrapolieren. Um lebende Systeme hervorgehen zu lassen, ist eine Mindestkomplexität vonnöten, die sich alles andere als wie von selbst einstellt, wenn man die Dinge vor sich hin laufen lässt, wie verschiedene Simulationsexperimente nahelegen.


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Glaubt ihr, dass es Außerirdische gibt?

um 20:35
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:England meint, dass Leben eine effizientere Methode darstellt, den Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts zu erreichen. Darum - so England - strebt Materie unter Energieeinfluss gewissermaßen von selbst den Zustand des Lebendigseins an, um dann um so schneller den Prozess der Entropiezunahme zu verwirklichen, der allen physikalischen Systemen inhärent ist.
Ah, ich glaube jetzt verstehe ich die Logik. Der Haufen Kohlenstoffatome entwickelt in dem Szenario also gar nicht aus unerfindlichen Gründen ein plötzliches Bedürfnis nach Ordnung, sondern sein "Ziel" ist eigentlich auch die Unordnung, die am Ende dabei rauskommt?
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Mich überzeugt dieser Ansatz nicht, da sich Leben nun mal nicht auf die physikalischen Grundlagen reduzieren lässt, auf denen es basiert. Darum lässt sich meiner Ansicht nach von der physikalischen Basis aus nicht auf das Zustandekommen lebender Systeme extrapolieren. Um lebende Systeme hervorgehen zu lassen, ist eine Mindestkomplexität vonnöten, die sich alles andere als wie von selbst einstellt, wenn man die Dinge vor sich hin laufen lässt, wie verschiedene Simulationsexperimente nahelegen.
Danke für die Einschätzung. :Y:
Für mich klang die Vorstellung, dass ein zufälliger Haufen Atome automatisch zu einer Pflanze werden soll, wenn man ihn nur lange genug in die Sonne legt, jetzt auch nicht wirklich überzeugend. Aber ich hab eben erheblich zu wenig Ahnung, um mir da ein seriöses Urteil erlauben zu können.


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Glaubt ihr, dass es Außerirdische gibt?

um 20:42
Zitat von raitoninguraitoningu schrieb:sondern sein "Ziel" ist eigentlich auch die Unordnung, die am Ende dabei rauskommt?
Ja, es geht darum, dass der Endzustand noch schneller erreicht wird als mit nur unbelebten Systemen. Leben beschleunigt den ohnehin stattfindenden Prozess nur.


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