continuum schrieb:Wenn ich immer wüsste wer da alles mitschreibt resp. mitliest, dann hätte ich wohl das etwas leichter schreiben sollen, damit alle auf den baum klettern können. ;)
Pass besser auf, dass du da nicht runterfällst...
continuum schrieb:Du erklärst mir gerade sehr ausführlich, wie wichtig formale Diskursregeln sind, gehst aber gleichzeitig überhaupt nicht auf den konkreten Inhalt meines Beitrags ein, sondern etikettierst ihn pauschal als „zusammenhanglos“.
Genau das ist doch selbst ein Bruch der Regeln, auf die du dich berufst.
Meine Analogie war kein Selbstzweck und auch kein „Mitteilungsbedürfnis“, sondern ein Versuch, einen strukturellen Punkt zu verdeutlichen. Dass du diesen Bezug entweder nicht siehst oder nicht sehen willst, macht ihn nicht automatisch irrelevant.
Einfach nur abzuwinken und das Ganze als Zeitverschwendung abzutun, ist eben genau das Niveau, das du eigentlich kritisierst.
Nein. Ich hatte eine Diskussion mit einem anderen User. Du hast nicht verstanden, worauf ich hinauswollte, was deine Verweis auf den anderen Thread klar belegt. Du bist auch nicht wirklich auf meine Erklärungen eingegangen sondern hast mir mit einer völlig anderen Analogie geantwortet, von der du selbst sagst, dass es dir ja um was anderes geht. Du springst von der Meta- auf die Inhaltsebene und wieder zurück.
Ich erkenne durchaus, wo du da glaubst, einen Bezug herstellen zu können. Aus meiner Sicht gibt es den aber nicht, da du hier ständig die Ebenen verschiebst. Und ich sehe es auch nicht als meine Aufgabe an, deine Gedanken zu entwirren.
continuum schrieb:Im Moment wirkst du weniger so, als würdest du auf formale Klarheit achten, sondern eher so, als würdest du unpassende Beiträge einfach ausblenden, statt dich mit ihnen auseinanderzusetzen. :)
Ja, ich sehe deine Beiträge als unpassend an - im Sinne von nicht zur vorangegangenen Diskussion passend.
Sorry
@continuum, ich will dir echt nicht zu nahe treten aber ich muss das wohl ein bisschen klarer ausdrücken:
Wenn du nicht willens oder in der Lage bist, dich mit meinen Erklärungen auseinanderzusetzen, brauche ich auch nicht auf das eingehen, was du mir da erzählen willst.
continuum schrieb:Der Vorwurf, das sei „inhaltsleer“, trifft hier nicht wirklich. „Komplexe kausale Zusammenhänge“ ist kein beliebiger Platzhalter, sondern ein klar benannter Hinweis darauf, dass ich gerade kein deterministisches oder eindimensionales Modell meine, sondern ein mehrfactorielles Wirkungsgefüge.
Dass ein Begriff offen genug ist, um Differenzierung zuzulassen, macht ihn nicht bedeutungslos, im Gegenteil: Es ist oft notwendig, auf dieser Abstraktionsebene zu sprechen, bevor man ins Detail geht.
Doch, das ist in diesem Kontext ziemlich inhaltsleer. Und es wird kein bisschen besser, wenn du "komplexe kausale Zusammenhänge" durch "mehrfaktorielles Wirkungsgefüge" ersetzt. Das ist als wenn ich "Dings" mit "Schlumpf" austausche...
Und ein offener Begriff lässt keineswegs Differenzierung zu, er führt eher zu Beliebigkeit.
Gerade auf der Abstraktionsebene ist es wichtig, sich möglichst konkret auszudrücken. Also vorausgesetzt, dass du mit Abstraktion das Gleiche meinst wie der Rest der Menschheit. Abstraktion ist eigentlich die Ableitung von konkreten Beispielen auf allgemeingültige Gesetzmäßigkeiten.
Findet man beispielsweise in der Mathematik, der formalen Logik und den Naturwissenschaften. Da ist Präzision so wichtig, dass man sich sogar eine eigene, für jeden verbindliche Formalsprache ausgedacht hat.
continuum schrieb:Wenn dir das zu unbestimmt ist, wäre der naheliegende Schritt, nachzufragen, welche konkreten Faktoren oder Mechanismen ich darunter fasse, statt pauschal zu behaupten, man könne „alles und nichts“ hineinlesen. Das ist keine Kritik am Inhalt, sondern ein Ausweichen vor ihm.
Nein. Das ist nicht "mir" zu unbestimmt, das ist faktisch unbestimmt. Semantik ist kein Wunschkonzert.
Wenn du mich hier anquatschst um mir was mitzuteilen, ist es deine Aufgabe, das verständlich zu formulieren. Nicht meine, dir aus der Nase zu ziehen, wie du das vielleicht gemeint haben könntest.
continuum schrieb:Im Übrigen: Deine Argumentation setzt implizit voraus, dass nur vollständig ausdefinierte Begriffe diskussionswürdig sind. Das würde jede theoretische Annäherung im Keim ersticken,denn genau dafür nutzt man Modelle wie den von mir eingeführten „Code“-Begriff überhaupt.
Nein. Ich sage: Du kannst nur entweder über die Definition eines Begriffs diskutieren oder den Begriff in einer Diskussion verwenden. Nicht beides gleichzeitig. Dann kann dabei nichts Sinnvolles herauskommen und auch ganz sicher keine theoretische Annäherung.
continuum schrieb:In diesem Fall geht es erkennbar um unterschiedliche mögliche Pfade oder Mechanismen, die zur Entstehung von Leben führen können. Ob man diese nun „Entwicklungswege“ nennt oder einen ursprünglich aus einem anderen Fachbereich stammenden Begriff verwendet, ist aus meiner Sicht zweitrangig und entscheidend ist, ob das Konzept damit verständlich und treffend beschrieben wird.
Nur ging es in der Diskussion halt nie um unterschiedliche Pfade oder Mechanismen, die zur Entstehung führen können, sondern darum, was wir überhaupt unter Leben verstehen.
Könnte man auch Derailing nennen...
Weißt du, ich hab mich hier früher oft auf solche Diskussionen eingelassen und auch teilweise selbst versucht, sie auf diese Art zu führen.
Dabei habe ich zwei Dinge gelernt:
Erstens: Wer sich - wie du hier - einer Diktion bedient, die gleichermaßen möglichst gehoben wie auch maximal unbestimmt ist,
tut das normalerweise entweder um den Anschein hohen Intellektes oder philosophischer Tiefgründigkeit zu erwecken - oder weil er selbst nicht genau weiß, worum es eigentlich geht oder was er genau sagen möchte. Häufig auch beides.
Wer wirklich etwas Relevantes zu sagen hat und das seinem Gegenüber auch verständlich machen möchte, tut das normalerweise in möglichst präziser, klarer Sprache.
Zweitens: Solche Diskussionen führen im Allgemeinen zu nichts außer Kopfschmerzen.
Ich meine das echt nicht persönlich, aber ich habe da - in dieser Form - absolut keine Lust drauf.