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Glaubt ihr, dass es Außerirdische gibt?

14.796 Beiträge, Schlüsselwörter: Umfrage, Aliens, Außerirdische

Glaubt ihr, dass es Außerirdische gibt?

23.05.2020 um 00:17
Nemon schrieb am 19.05.2020:Mit der Einordnung unter Verwendung von "Kausalität" begibst du dich aber mitten aufs Glatteis.
Wie induzierst du das?

Erde (lebensfreundliche Bedingungen) => Leben
...
und weiter...? ... ... ...

===

Mit der Schwester der Kausalität, der Korrelation, entsteht in diesem Fall womöglich ausnahmsweise mal keine Verwechslungsgefahr. Aber der Bezug macht dennoch den Fall klarer, wenn wir mal die Korrelation bemühen. Weil es weit und breit kein Ereignis gibt, das korreliert. Keine Streuung, kein Korrelationskoeffiezient.

Und so gibt es auch kein weiteres Ereignis, das Rückschlüsse auf eine Kausalität von: Erde (lebensfreundliche Bedingungen) => Leben zulässt, die man induzieren könnte. Das wurde hier ja schon von einer anderen Seite her angegangen und beschrieben. Mit Wahrscheinlichkeit kommen wir auch nicht weiter.

Aus meiner Sicht, aber ich habe keine Ahnung von Statistik, ergibt sich aus dem einen Fall Erde keine zulässige Herleitung potenziell anderer Fälle im Universum. Nicht auf diesem Weg.

Wenn man jetzt hingeht und alle Ereignisse, die zwischen der Erde ohne Leben und unserem heutigen Status quo liegen einbezieht, ergibt sich eine nicht machbare Kalkulation mit unendlich vielen Faktoren, die Einfluss hatten. Wenn man die Erde ohne Leben bis zum Zeitpunkt "erstes Leben" betrachtet wird klar, dass wir auch ein Definitionsproblem haben und Hausaufgaben erledigen müssen, um überhaupt eine gültige, beantwortbare Fragestellung zu bekommen.

Ich gehe jetzt nicht hin und behaupte, es gibt keine statistischen Methoden, um sich dem Thema immerhin weiter anzunähern. Aber einfach mal raushauen "kosmische Kausalität" ist schon kühn, wenn sich dabei nicht klar ist, was man damit auf formaler Ebene lostritt.
Dann gehen wir mal wissenschaftlich an die Sache heran.

Also. Wir wissen es gibt das Universum. Die Warscheinlichkeit auf Leben beträgt 50%. Entweder es gibt Leben, oder eben nicht. Ganz simpel ausgedrückt. Jetzt wissen wir, es gibt Leben, denn wir Leben ja. Also beträgt die Warscheinlichkeit, dass es im Universum Leben gibt 100%. Der Beweis dieser Annahme sind immerhin Wir. Wir sind ja da. Wir sind im Universum: These untermauert. Schauen wir uns die Fakten an: Es gibt unzählige Sterne, Planeten und atomare Zusammensetzungen von Atmosphären. Die Annahme, dass die Atmosphäre der Erde leben ermöglicht ist gegeben. Denn wir existieren. Darauf basierend, dass die Atmosphäre eine entscheidende Rolle spielt, bedeutet das, dass bei einer unbestimmten Anzahl an Planeten auch Planeten dabei sein müssen, die über eine ähnliche, oder selbe Atmosphäre verfügen. Natürlich liegt es im Bereich des möglichen das dem nicht so ist, aber das ist ebenso ungewiss wie das Gegenteil. Die Chance beträgt also wieder 50%. Denn entweder es gibt diese anderen Planeten, oder eben nicht. Jetzt kommt die Entfernung der Planeten zur Sonne, die unter anderem die Bedingungen für diese Atmosphäre und die Lebensfähigkeit schafft. Bei unzähligen Planeten ist der Faktor dieser natürlich unbestimmt. Das bedeutet: Entweder es gibt sie, oder eben nicht. 50%. Jetzt sind wir so oft bei 50%, dass die entscheidende Antwort nach Leben außerhalb unseres Planeten bei 50% liegt. Entweder es gibt Leben oder nicht. Warscheinlichkeit berechnet sich aber nur, wenn man mehrere Faktoren kennt. Diese Faktoren kennen wir aber nicht, daher können wir weder sagen, die 50% sind richtig, oder die 50% sind falsch. Aber als Beweis des Lebens dient unsere Existenz. Daher wäre es vermessen zu glauben unsere Existenz wäre keine kosmische Kausalität.


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Glaubt ihr, dass es Außerirdische gibt?

23.05.2020 um 00:53
@Jörmungandr
Du gehst wissenschaftlich an eine Glaubensfrage heran?

Das ist vermessen! (;


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Glaubt ihr, dass es Außerirdische gibt?

23.05.2020 um 01:31
Jörmungandr schrieb:Die Warscheinlichkeit auf Leben beträgt 50%. Entweder es gibt Leben, oder eben nicht. Ganz simpel ausgedrückt.
Das ist ne simplifizierte Darstellung, nämlich die "Wahrscheinlichkeit für ein konkretes singuläres Event". Eben: Ent oder weder". Und in der Tat kann sowas eben nur "fifty-fifty" sein. Dies wirklich "50%" zu nennen, legt sich zwar wegen des "entweder 100% oder 0%" als "Mittelwert" nahe, ist aber falsch. Die Wahrscheinlichkeit ist eben nur 1 oder 0, niemals etwas dazwischen.

Eine Wahrscheinlichkeit, die mit einem Wert zwischen 1 und 0 angegeben werden kann, ist eine solche, die sich nicht auf Singuläres bezieht. Diese Wahrscheinlichkeitsangabe beschreibt, unter wie vielen Ereignissen dieser Event ein Mal zu erwarten ist. Also 1 / X.

Genau das aber läßt sich eben nicht mit einem "wir sind ja schließlich da" beantworten. Wenn Du bei der Durchmusterung von 10.000 Sternen auf 25 belebte Welten stößt, kannst Du die Lebenswahrscheinlichkeit mit 1/400 angeben, also eine belebte Welt alle 400 Sterne. Hast Du hingegen unter 10.000 durchmusterten Sternensystemen nur eine belebte Welt gefunden, kannst Du nicht hochextrapolieren, daß dies bei den nächsten 10.000 Sternensystemen erneut zu erwarten ist. Bei 25 auf 10.000 hingegen schon, auch wenn da die Möglichkeit besteht, daß Du nur einen besonders belebten oder einen besonders lebensarmen Raumsektor durchmustert hast. Als Extrapolation ist es in Ordnung; bei zufälliger Auswahl ist die Wahrscheinlichkeit, den Normalfall statt die Ausnahme zu beobachten, stets am größten. Spätere bessere Ergebnisse können das Ergebnis dann immer noch korrigieren, bis dahin ist der jetzt ermittelte Wert halt das beste, was wir haben.

Ohne wiederholt aufgetretenen Event gibt es keine Wahrscheinlichkeitsaussage.
Jörmungandr schrieb:Schauen wir uns die Fakten an: Es gibt unzählige Sterne, Planeten und atomare Zusammensetzungen von Atmosphären. Die Annahme, dass die Atmosphäre der Erde leben ermöglicht ist gegeben. Denn wir existieren. Darauf basierend, dass die Atmosphäre eine entscheidende Rolle spielt, bedeutet das, dass bei einer unbestimmten Anzahl an Planeten auch Planeten dabei sein müssen, die über eine ähnliche, oder selbe Atmosphäre verfügen. Natürlich liegt es im Bereich des möglichen das dem nicht so ist, aber das ist ebenso ungewiss wie das Gegenteil. Die Chance beträgt also wieder 50%.
Die Wahrscheinlichkeit einer für Lebensentstehung geeigneten Atmosphäre ist nicht mal eben 50%. Als erstes sollten wir dafür wissen, welche Atmosphären diese Eigenschaft besitzen, und als nächstes, wie oft eine solche auf Planeten anzutreffen ist. Haben wir dies herausgefunden, haben wir einen Faktor und dessen Wert für die Berechnung der Wahrscheinlichkeit von Lebensentstehung. Haben wir dies hingegen nicht herausgefunden, dann haben wir keine Fifty-Fifty-Wahrscheinlichkeit, sondern einfach nur eine Unbekannte in unserer Rechnung. Und genau das haben wir: Wir wissen nicht, ob es lebensentstehungsförderliche und lebensentstehungsverhindernde Atmosphären gibt, und ebenso kennen wir nicht die Auftretenswahrscheinlichkeit ersterer.

Würden wir es aber kennen, dann müßten wir erst noch die anderen Bedingungen für Lebensentstehung herausfinden. Sonst hätten wir nämlich für unsere Rechnung zwar einen bekannten Faktor, aber eine unbekannte Anzahl weiterer Faktoren, sämtlich Unbekannte in unserer Rechnung.

Naja, und wenn ich schon mal dabei bin. Stellen wir uns vor, wir kennen alle Faktoren und kennen von allen die Auftretenswahrscheinlichkeit. Sagenwirmal 35 Faktoren zu je im Durchschnitt 20% Auftretenswahrscheinlichkeit. Dann wären wir im beobachtbaren Universum die nicht zu erwartende Ausnahme. Und damit verdammt allein im Universum. Die ermittelte Auftretenswahrscheinlichkeit wäre 1 / 2,91 x 1024, aber im beobachteten Universum gibts nur vielleicht 1022 Sterne. OK, vielleicht sogar 7 x 1022. Zu wenig jedenfalls, als daß wir selbst ein zu erwartender Event wären.

Solang wir die Faktoren und deren Einzelwahrscheinlichkeit nicht kennen, ist jede Annahme so gut wie jede andere. Könnten 20 Bedingungen á 90% Eintreffenswahrscheinlichkeit sein, genauso gut aber auch 50 á 10%.

Solang wir's nicht wissen, ist alles Spekulatius.
Jörmungandr schrieb:Jetzt sind wir so oft bei 50%, dass die entscheidende Antwort nach Leben außerhalb unseres Planeten bei 50% liegt.
Nee Du. Wenn die nötige Atmo 50% Wahrscheinlichkeit besitzt, die nötige Distanz zum Zentralgestirn ebenso, und noch ein dritter Faktor dito, dann ist die Gesamtwahrscheinlichkeit nicht wiederum 50%, sondern nur noch 12,5%. Ganz einfach. Jeder zweite Planet hat die passende Atmosphäre, und jeder zweite Planet die passende Distanz, dann hat nur jeder vierte Planet sowohl die passende Atmo als auch die passende Entfernung. Bei mehreren Bedingungen mußt Du mal nehmen; sie heißen nicht aus Versehen "Faktoren".
Jörmungandr schrieb:Aber als Beweis des Lebens dient unsere Existenz. Daher wäre es vermessen zu glauben unsere Existenz wäre keine kosmische Kausalität.
Weia!


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