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Es gibt Außerirdisches Leben

217 Beiträge, Schlüsselwörter: Außerirdische
Hoffmann
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Es gibt Außerirdisches Leben

22.06.2013 um 20:48
@smokingun
smokingun schrieb:genau das ist mit der Panspermie geschehen.
Lies Dir doch bitte mal folgenden Wikipedia-Artikel durch:

Wikipedia: Hypothese

Darin heißt es:
Anders als im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet „Theorie” in der Wissenschaft also im Unterschied zur Hypothese eine Aussage oder eine voneinander abhängige Gruppe von Aussagen, die durch empirische Erfahrungen bestätigt wurden (z. B. Relativitätstheorie, Gravitationstheorie, Evolutionstheorie).
Es gibt aber keine empirischen Erfahrungen, die die Panspermie-Hypothese bestätigen, sondern allenfalls Vermutungen, wie solche, die Du gepostet hattest. Die Experimente, auf denen die Vermutungen basieren, umfassen ein Zeitfenster, das nicht einmal annähernd dem Zeitrahmen nahekommt, das für Panspermie angesetzt wird. Und was die "metergroßen Gesteinsbrocken" betrifft, in denen angeblich (wie vermutet wird, aber was nicht verifiziert ist!) Mikroben "eventuell überdauern könnten" - die ziehen einige Fragen nach sich, die ich bereits gestellt hatte.
smokingun schrieb:die panspermie Theorie ist auch erst jetzt akzeptiert weil sie in den letzten 2 Jahren so ausgearbeitet wurde und jegliche Erforschung sie weiter stärkte.
Hast Du da irgendeine Quelle, wo ich die auf den aktuellen Stand ausgerbeitete Version mal lesen könnte, die jetzt angeblich akzeptiert wird? Das würde mich wirklich interessieren. Auch für aktuelle Forschungsergebnisse wäre ich Dir sehr dankbar.
smokingun schrieb:im übrigen ist wenn schon der wert des fermi paradoxon ... nicht gerade sehr hoch gegeben
Das kommt darauf an, wie man es anwendet. Zumindest ist es ein guter Einwand gegenüber der Annahme, es würde in der Galaxis sehr viele Zivilisationen geben, der schwer zu entkräften ist, wie man hier nachlesen kann.


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Luminarah
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Es gibt Außerirdisches Leben

23.06.2013 um 12:46
Hoffmann schrieb:leider daneben, weil eine Vielzahl von menschlichen Zivilisationen am Ende doch zu einer Expansion durch Kolonisation
Nein ,überhaupt nicht daneben . Dies zeigt ,dass auch bei einer Rasse ,die nachweislich eher zur Kolonisation neigt , es auch eine gegenteilige Verhaltensweise gibt.Insofern ist es nicht möglich , auf eine koloniales Verhalten fremder Rassen zu schliessen ,deren Mentalität wir gar nicht kennen
Hoffmann schrieb:Darum überzeugt es mich nicht.
Mich überzeugt es sehr wohl . Ich hatte ja schon angeführt ,das mit einer gewissen technischen auch eine ethische Entwicklung einhergehen dürfte. Heutzutage wäre es für eine Nation nicht mehr ohne Weiteres möglich ,so zu handeln ,wie es die imperialen Mächte des neunzehnten Jahrhunderts taten. Was wissen wir dann von ethischer Entwicklung von Rassen ,die interstellare Raumfahrt beherrschen.
Weiterhin wurde als Argument angeführt,das derartige Rassen ,die sich krebsartig ausbreiten einfach irgendwann ausgelöscht werden,wenn sie ihren Meister gefunden haben.
Hoffmann schrieb:Auch hierzu hatte ich Gründe genannt, warum Kolonisation stattfindet, nachdem ein Planetensystem erschlossen und vernutzt wurde.
Halte ich nicht für zwingend ,deine Gründe .
Hoffmann schrieb:Die gibt es schon, aber sie ist leider nicht überzeugend genug.
Nein ,die sind für D i c h nicht überzeugend . Was allerdings nicht heisst ,dass die vom Tisch sind
Hoffmann schrieb:Fermi nicht, da das postulierte "kritische Verhältnis" jederzeit durchbrochen werden kann, so dass die großen "leeren" Regionen dann doch
Mit dem oben bereits angeführten Überlegungen ist das alles andere als sicher.
Hoffmann schrieb:einmal nachlesen, warum es bei einer Vielzahl von Zivilisationen für irgend eine davon notwendig und attraktiv sein kann, sich expansiv auszubreiten, sobald die Möglichkeit dazu gegeben ist
Noch einmal überlegen ,dass diese Zivilation dann auch ausgelöscht werden kann.


Wir fassen mal wie folgt zusammen. Es gibt derzeit keinerlei Möglichkeit definitiv die Anzahl von Zivilisationen anzuschätzen . Das Fermi Paradoxon scheint zwar für nur wenige raumfahrende Zivilisationen zu sprechen,bei genauerer Betrachtung gibt es allerdings auch eine Menge Überlegungen , die alternative Möglichkeiten aufzeigen ,so dass eine uneingeschränkte Gültigkeit dieser Überlegung nicht einfach postuliert werden kann,da es insbesondere sehr gut möglich ist ,dass nur Zivilisationen diese technische Stufe erreichen ,die gelernt haben ,im Einklang mit den Ressourcen ihrer "Raumblase" zu leben,anderes Leben zu achten und ihre Energieprobleme zu lösen . Rassen wie die unsere,die relativ grausam mit sich und dem Planeten umgehen ,werden aller Wahrscheinlichkeit weggemendelt im Laufe ihrer Entwicklung. (In diese Richtung könnten insbesondere auch mit aller Vorsicht die UFO Phänomene deuten ,eine Kolonisation des Sonnensystems fand nicht statt).

Aber auch andere Einwände wurden hierzu verlinkt und gepostet.Wie stichhaltig diese sind ,kann jeder der User entscheiden,der diesen Thread liest.

Niemand ,der an die uneingeschränkte Gültigkeit des Fermi Paradoxon glaubt ,oder an die Rare Earth Hypothese oder daran ,dass wir doch alleine im Universum sind ,muss hier überzeugt werden . Nur sollte man dies dann nicht alleingültige wissenschaftliche Theorie verkaufen.


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Luminarah
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23.06.2013 um 12:48
Hoffmann schrieb:der schwer zu entkräften ist, wie man hier nachlesen kann
Und täglich grüsst das Murmeltier ...


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Es gibt Außerirdisches Leben

23.06.2013 um 15:45
@Luminarah
@Hoffmann
@smokingun
@wolf359
@22FoX22
@Z.
@JurayMelis


Entschuldigt bitte die sehr späte Antwort. Ist normalerweise gar nicht meine Art.


Ich werde jetzt nicht auf jeden Beitrag einzeln eingehen, da sie inhaltlich ohnehin ein Thema haben.

Nach einem Ansatz von Geoffrey A. Landis kann die Kolonisation der Galaxis mittels der Perkolationstheorie als ein der Diffusion ähnlicher Vorgang untersucht werden. Landis geht dabei von zwei Prämissen aus:
1.Jede Zivilisation ist maximal in der Lage, direkte Nachbarsysteme in einem beschränkten Umkreis zu kolonisieren.
2.Jede Kolonie kann sich mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit P zu einer ebenfalls kolonisierenden oder aber mit der Wahrscheinlichkeit 1-P zu einer stagnierenden (bzw. nicht kolonisierenden) Zivilisation entwickeln.

Unter diesen Umständen würde die Galaxis nicht gleichmäßig bevölkert, vielmehr würden sich „Blasen“ herausbilden, die von stagnierenden Kolonien umgrenzt sind. Innerhalb dieser Blasen würde dann keine weitere Kolonisierung erfolgen. Umgekehrt könnte es dann auch Blasen mit einer hohen „Zivilisationsdichte“ geben. Das Verhältnis zwischen diesen Blasen wird dabei maßgeblich von der Wahrscheinlichkeit für erfolgreiche Kolonisierung sowie der Entwicklung zum kolonisierenden bzw. stagnierenden Zivilisationstyp beeinflusst.
Liegt P nun unterhalb eines Grenzwertes P < P_c, wird die Kolonisierung nach einer endlichen Anzahl Kolonien stoppen.
Liegt P oberhalb des Grenzwertes P > P_c, wird nahezu die gesamte Galaxis gefüllt, mit Ausnahme einiger kleiner Blasen.
Liegt P nahe am Grenzwert P = P_c, wird die Galaxis von einer fraktalen Struktur durchzogen, in der sowohl große bevölkerte als auch nicht bevölkerte Gebiete existieren. Wir würden dann in einem nicht bevölkerten Gebiet leben.
Wikipedia: Fermi-Paradoxon


Das Fermiparadoxon ist nur eine von vielen Theorien und enthält viele Fehler oder sagen wir besser Probleme. Die Theorie macht nichts besser als andere Theorien und wirft noch viel zu viele offene ungelöste, in sich nicht logische, Probleme auf.

Daher kann man das Fermi-Paradoxon keinstenfalls als Beweis für irgendwas ansehen, höchstens als Diskussionsgegenstand.


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Hoffmann
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Es gibt Außerirdisches Leben

23.06.2013 um 15:45
@Luminarah
Luminarah schrieb:Dies zeigt ,dass auch bei einer Rasse ,die nachweislich eher zur Kolonisation neigt , es auch eine gegenteilige Verhaltensweise gibt.
Den Terminus "Rasse" sollten wir doch besser vermeiden. Wir reden hier ja nicht von Pudeln und Dackeln oder Schäferhunden, sondern von einer biologischen Art, die eine Vielzahl von Kulturen im Verlauf ihrere Geschichte entwickelt hat.

Gegenteilige Verhaltensweisen hatte ich nicht ausgeschlossen - nur sind deren Träger dann lokal voneinander isoliert ansässig. Diejenigen, die auf Kolonisation setzen, breiten sich halt aus. Wenn es die einen nicht tun, dann tun es eben andere.

Mein Argument ist, dass es bei einer Vielzahl von Kulturen bzw. Spezies über kurz oder lang irgendwann eine geben wird, die expandiert. Über die Motive können wir hier endlos spekulieren, aber DASS das geschieht, ergibt sich aus rein statistischen Erwägungen heraus, weil diese Verhaltensweise a) möglich und b) ab einem bestimmten technologischen Entwicklungsstand auch durchführbar ist.

Die menschliche Kulturgeschichte hat das gezeigt und im Verlauf der biologischen Evolution ist es ebenfalls immer wieder zu adaptiver Radiation gekommen, wenn Nischen erschließbar wurden. Insofern ist Ausbreitung durch Invasion (die nicht notwendigerweise mit Aggression und kriegerischen Handlungen einhergehen muss) nichts absolut fremdartiges.
Luminarah schrieb:Heutzutage wäre es für eine Nation nicht mehr ohne Weiteres möglich ,so zu handeln ,wie es die imperialen Mächte des neunzehnten Jahrhunderts taten.
Was wohl daran liegt, dass es auf dieser engen Erde vergleichsweise einfach ist, die Normen, auf die man sich geeinigt hat, zur Not auch mit Waffengewalt durchzusetzen. In den Weiten der Galaxis wäre eine Siedlungswelle nur dann zu stoppen, wenn es so etwas wie eine "galaktische Föderation" gäbe, die zu konzertierten Aktionen in der Lage wäre. Aber das setzt wiederum voraus, dass die Galaxis bereits im Vorfeld besiedelt worden wäre. Der Verweis auf die moralische Reife greift - wenn überhaupt - nur lokal. Es besteht immer die Möglichkeit, sich über moralische Normen hinwegzusetzen. Mir fallen keine zwingenden Gründe ein, die das ausschließen sollten.
Luminarah schrieb:Weiterhin wurde als Argument angeführt,das derartige Rassen ,die sich krebsartig ausbreiten einfach irgendwann ausgelöscht werden,wenn sie ihren Meister gefunden haben.
Nur dass der "Meister" eben nicht überall sein kann - es sei denn, er ist selber bereits expansiv gewesen. Anderenfalls weichen die Siedler einfach in ungefährliche Bereiche aus. Auslöschung ist keineswegs eine zwingende Folge, nur weil lokal ein Konflikt ausgetragen wird. Daher ist das Argument wiederum nur lokal begrenzt gültig.
Luminarah schrieb:Halte ich nicht für zwingend ,deine Gründe .
Ist Deine Entscheidung. :)
Luminarah schrieb:Was allerdings nicht heisst ,dass die vom Tisch sind.
Für mich schon.
Luminarah schrieb:Mit dem oben bereits angeführten Überlegungen ist das alles andere als sicher.
Tja, und mit meinen oben angeführten Überlegungen ist das alles andere als unsicher.
Luminarah schrieb:Noch einmal überlegen ,dass diese Zivilation dann auch ausgelöscht werden kann.
Habe ich getan. Ich komme jedoch wiederum auf dieselben Schlussfolgerungen.
Luminarah schrieb:Und täglich grüsst das Murmeltier ...
Tja, dann - auf ein Neues ...


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Hoffmann
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23.06.2013 um 15:56
@jero4802
jero4802 schrieb:Die Theorie macht nichts besser als andere Theorien und wirft noch viel zu viele offene ungelöste, in sich nicht logische, Probleme auf.
Welches Problem siehst Du als "in sich nicht logisch" an?
jero4802 schrieb:Daher kann man das Fermi-Paradoxon keinstenfalls als Beweis für irgendwas ansehen, ...
Es ist ein starker Hinweis darauf, dass es im Verlauf der Entwicklung der Galaxis entweder nur sehr wenige oder aber nur sehr kurzlebige Zivilisationen gegeben hat bzw. beides. Mehr nicht, aber auch nicht weniger.


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Es gibt Außerirdisches Leben

23.06.2013 um 16:15
@Hoffmann

In meinem letzten Post habe ich ein paar Stellen zitiert die direkt aus dem Wikiartikel vom Fermi-Paradoxon sind. Die Perkolationstheorie ist ebenso wie das Fermi Paradoxon eben nur eine Annahme. Beweisen lässt sich sowieso nichts. Das Fermi-Paradoxon lässt aber nicht darauf schließen, dass sie sehr wahrscheinlich ist, sondern sie ist in der Argumentation genauso gut und schlecht wie die anderen Theorien.

Wir müssen uns nur uns Menschen ansehen. Wenn wir eines Tages auf dem Mars landen und ihn sogar bevölkern, warum machen wir das dann? Trotzdem sehe ich keinen Grund warum wir deshalb die ganze Galaxie bevölkern sollten, wie auch?

Aber stellen wir uns nur vor, es wäre irgendwie möglich...
Die Menschheit würden solange auf Reisen sein, dass sich eine ganz neue Spezies daraus entwickelt, die wiederum ganz andere Ziele haben könnten.

Aber zum nächsten Problem:

Wenn irgendeine Zivilisation ihre Schiffe aussendet und eines davon Richtung Erde geschickt wird, wie wahrscheinlich ist es dann, das es überhaupt bei uns ankommt?
Es gibt zu viele wahrscheinliche Zwischenfälle. Und alleine hier liegt schon das Problem.
Auch Ausserirdische sind keine Supermans und viele der gestarteten Schiffe werden wohl nie ihr Ziel erreichen.
Woher weiß jetzt der Heimatplanet, dass das Schiff "gelandet" ist?

Du stellst dir das alles viel zu einfach vor.
Eine hochtechnologisierte Rasse schickt einfach mal Millionen von Raumschiffen aus um die Galaxie zu bevölkern. Aus einem erdähnlichen Planeten könnte man vielleicht wenns hochkommt, gerade mal 2 Raumschiffe bauen(Rohstoffe) die man dann losschicken könnte.
Man muss sich ja einmal die immense Größe und den immensen Rohstoffverbrauch eines solchen Unterfangens vorstellen.
Da die Kommunikation einer der grössten Schwierigkeiten darstellt, ist es auch sehr fraglich aufgrund der eigenen Entwicklung(Evolution) ob die neuen Siedler eines Planeten, plötzlich überhaupt noch Lust haben weiter zu siedeln, da sie dann eine eigene Rasse sind, die völlig autonom handelt und von keinen Befehlen von außen unterstellt ist.
Man wird kaum noch einer Regierung oder Befehlsgewalt eines Planeten der Lichtjahre entfernt ist unterstehen.

Das sind nur wenige Beispiele warum das Fermi-Paradoxon nicht logisch schlüssig ist, weil es einfach davon ausgeht, dass eine Besiedlung der gesamten Galaxies zwingend sein müsste, ohne die ganzen Probleme und Entwicklungen zu berücksichtigen.


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Luminarah
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23.06.2013 um 17:58
Hoffmann schrieb:Tja, und mit meinen oben angeführten Überlegungen ist das alles andere als unsicher.
Ich sehe es anders . Gründe habe ich genannt und auch ,was du jetzt wieder angefügrt hast ,überzeugt mich nicht . Sollen das die Leser des Threads für sich entscheiden

Hoffmann schrieb:Es ist ein starker Hinweis
Es ist für Dich ein starker Hinweis ,weil es in dein Weltbild passt ,nicht mehr und nicht weniger.


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Luminarah
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23.06.2013 um 18:01
jero4802 schrieb:Das Fermi-Paradoxon lässt aber nicht darauf schließen, dass sie sehr wahrscheinlich ist, sondern sie ist in der Argumentation genauso gut und schlecht wie die anderen
Das sehe ich genauso wie Du . Die Erfahrung lehrt alkerdings ,wenn sich Hoffmann festgebissen hat ,ist nichts mehr zu machen :-).
Hoffmann schrieb:wäre eine Siedlungswelle
Du kennst dich aber in den Weiten der Galaxis gut aus :). Das überzeugt total...


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Hoffmann
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23.06.2013 um 18:04
@jero4802
jero4802 schrieb:Trotzdem sehe ich keinen Grund warum wir deshalb die ganze Galaxie bevölkern sollten, wie auch?
Nur wegen des Mars allein natürlich nicht. Und zum derzeitigen Entwicklungsstand geht das ohnehin nicht. Aber wenn dazu übergegangen wird, Habitate zu bauen und nach und nach die Ressourcen des Sonnensystems dafür zu nutzen, können zum einen Erfahrungen gesammelt werden, wie Habitate über einen langen Zeitraum hinweg stabil erhalten werden und zum anderen, wie man autark - also ohne "Befehlszentrale Erde" - zurecht kommt. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, in Nachbarsysteme überzusiedeln, ohne auf den nötigen Komfort verzichten zu müssen.

Die gewonnenen Erfahrungen kommen den Siedlern nach erfolgter Überwechslung nun zugute, um binnen kurzer Zeit ihrerseits das vorgefundene System zu erschließen, weil keine längere Erprobungsphase nötig ist. Über die Motivation für diesen Schritt können wir natürlich nur mutmaßen. Falls es dazu kommt, dass wir diesen Schritt nicht tun, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass andere Zivilisationen diesen Schritt ebenfalls nicht tun werden bzw. getan haben. Das ist der Punkt, auf den das Fermi-Paradoxon abhebt: Wenn die Möglichkeit der Kolonisation der Galaxis besteht, dann ist es mit zunehmender Anzahl von Zivilisationen zunehmend wahrscheinlich, dass sie auch durchgeführt wird.
jero4802 schrieb:Die Menschheit würden solange auf Reisen sein, dass sich eine ganz neue Spezies daraus entwickelt, die wiederum ganz andere Ziele haben könnten.
Das ist punktuell nicht auszuschließen, aber damit sich eine neue Spezies entwickelt, müsste ein Selektionsdruck vorhanden sein, der fittere Genotypen aussortiert. Falls ein Interesse daran bestehen sollte, die Art Homo sapiens zu erhalten, um der Gefahr einer Degenerierung entgegenzuwirken, dann ließe sich das über gentechnische Maßnahmen erreichen.
jero4802 schrieb:Wenn irgendeine Zivilisation ihre Schiffe aussendet und eines davon Richtung Erde geschickt wird, wie wahrscheinlich ist es dann, das es überhaupt bei uns ankommt?
Das muss es gar nicht. Da jede Siedlergruppe autark handelt, bestehen keinerlei Verpflichtungen gegenüber den "Zurückgebliebenen".
jero4802 schrieb:Auch Ausserirdische sind keine Supermans und viele der gestarteten Schiffe werden wohl nie ihr Ziel erreichen.
Deshalb ist es wahrscheinlicher, dass man in Gruppen reist, um sich bei Havarien o.ä. gegenseitig zu helfen.
jero4802 schrieb:Eine hochtechnologisierte Rasse schickt einfach mal Millionen von Raumschiffen aus um die Galaxie zu bevölkern.
Das ist eher unwahrscheinlich. Ich denke, die Besiedlung ergibt sich sukzessive durch spontane Abwanderung aus erschlossenen Systemen, nicht aber auf zentrale Weisung eines galaktischen Oberbefehlshabers. Ich hatte bereits früher hier geschrieben, dass man sich von der Idee eines Imperiums verabschieden sollte. Das Ausschwärmen verläuft dezentral.
jero4802 schrieb:Man muss sich ja einmal die immense Größe und den immensen Rohstoffverbrauch eines solchen Unterfangens vorstellen.
Deswegen kann das zentral gesteuert auch gar nicht funktionieren. Abwanderungen erfolgen spätestens dann, nachdem ein System zum größten Teil erschlossen und vernutzt wurde. Dann kann man über einen Teil der in der Zwischenzeit akkumulierten Habitate verfügen.
jero4802 schrieb:Da die Kommunikation einer der grössten Schwierigkeiten darstellt, ist es auch sehr fraglich aufgrund der eigenen Entwicklung(Evolution) ob die neuen Siedler eines Planeten, plötzlich überhaupt noch Lust haben weiter zu siedeln, da sie dann eine eigene Rasse sind, die völlig autonom handelt und von keinen Befehlen von außen unterstellt ist.
Zum Begriff "Rasse" hatte ich schon einmal etwas angemerkt ... Und wenn die Siedler irgendwo angekommen sind, wiederholt sich das Szenario: Irgendwann ist das System erschlossen, so dass sich einige Gruppen absetzen, um Neuland zu erschließen. Wer keine Lust dazu hat, bleibt eben wo er ist. Ein Teil, der Lust auf Neuland hat, zieht weiter und erschließt weitere Systeme. Bei einer hinreichend großen Anzahl von Habitaten finden sich immer einige, die neue Horizonte erschließen wollen - auch wenn es nicht die Mehrheit ist. Befehle von außen sind da überhaupt nicht nötig.
jero4802 schrieb:Man wird kaum noch einer Regierung oder Befehlsgewalt eines Planeten der Lichtjahre entfernt ist unterstehen.
Richtig. Man wird es aller Voraussicht nach nicht nur "kaum" sein, sondern "gar nicht", weil bereits die erste Siedlungswelle auf Autarkie und damit zugleich Autonomie beruht.
jero4802 schrieb:... weil es einfach davon ausgeht, dass eine Besiedlung der gesamten Galaxies zwingend sein müsste, ohne die ganzen Probleme und Entwicklungen zu berücksichtigen.
Das stimmt nicht. Natürlich kann man nicht alle Hinderungsgründe vorab wissen. Aber das ist nicht der Punkt. Wir haben hier ja nur einige wenige davon benannt. Vielleicht findet man einige Hundert weitere, die als Einwand tauglich sind - wie auch immer. Das Grundproblem bleibt aber, dass bei vielen Zivilisationen alle Gründe immer hinreichend sein sollen. Und das ist eben äußerst unwahrscheinlich, denn irgendwann gehen den vielen Zivilisationen die Gründe aus ...


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Luminarah
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23.06.2013 um 18:05
Hoffmann schrieb:Für mich schon.
Schön für Dich . Damit ist die subjektive Betrachtungsweise ja schön herausgearbeitet. Leider fehlt die Allgemeingültigkeit ,auf die du so gerne abstellst. Fermis Überlegungen beweisen gar nichts ,da sie so gut oder schlecht sind ,wie andere Überlegungen auch und einfach zuviele Unbekannte enthalten.


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Luminarah
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23.06.2013 um 18:11
Hoffmann schrieb:Wenn die Möglichkeit der Kolonisation der Galaxis besteht, dann ist es mit zunehmender Anzahl von Zivilisationen zunehmend wahrscheinlich, dass sie auch durchgeführt wird.
Ist es das tatsächlich . Ich erkenne keinen Grund ,warum eine Kolonisationsphase nicht räumlich und örtlich beschränkt bleiben kann ,wenn sie überhaupt durchgeführt wird ,was schon sehr zweifelhaft ist. Nur weil sich das Klein Fritzchen aus seiner Erfahrung mit der Menscheitsgeschichte so vorstellt ,muss das noch längst nicht so ablaufen. Die Wiederhohlung dieser annahme macht sie nicht plausibler.


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23.06.2013 um 18:12
@Luminarah
Luminarah schrieb:Es ist für Dich ein starker Hinweis ,weil es in dein Weltbild passt ,nicht mehr und nicht weniger.
Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass Du mir ein Weltbild unterschieben willst. In Bezug auf Außerirdische ist es mir egal, ob es davon viele oder wenige oder überhaupt keine gibt. Der TE wollte auch Gegenargumente hören, und die habe ich gegeben. Wenn ich damit einige liebgewordene Vorstellungen angekratzt haben sollte, die einige hier möglicherweise hegen, ist das nicht mein Problem. Insofern kann man sich auch wieder beruhigen ...


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23.06.2013 um 18:13
@Luminarah
Luminarah schrieb:Ich erkenne keinen Grund ,warum eine Kolonisationsphase nicht räumlich und örtlich beschränkt bleiben kann ...
Weil irgendwann andere nachziehen und das nachholen, was die einen nicht beendet haben.


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23.06.2013 um 18:16
Hoffmann schrieb:Weil irgendwann andere nachziehen und das nachholen, was die einen nicht beendet haben.
Ist das zwangsläufig so ?Gibt es da Beispiele?

Bei entsprechender Lösung des Energieproblemes und von Überbevölkerung gibt rs eigentlich überhaupt keine plausiblen Gründe zu Kolonisieren.


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Hoffmann
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23.06.2013 um 18:19
@Luminarah
Luminarah schrieb:Ist das zwangsläufig so ?Gibt es da Beispiele?
Ja. Um Dir jedoch Redundanzen zu ersparen, schlage ich vor, Du liest Dir meine Beiträge hier noch einmal in Ruhe und mit einer neutralen Einstellung durch.


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23.06.2013 um 18:20
Schon für und gäbe es ausser dem Ausweichen einer Überbevölkerungsproblematik und einer vergifteten Umwelt keine Gründe ,Ressourcen und Gelder in die Kolonisierung des Mars zu stecken.
Der einzige wirkliche Grund ,um ein Sternensystem zu verlassen ,wäre ,wenn die Heimatsonne erlischt.


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Luminarah
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23.06.2013 um 18:20
Hoffmann schrieb:Du liest Dir meine Beiträge hier noch einmal in Ruhe und mit einer neutralen Einstellung durch.
Das darf ich dir dann auch umgekehrt empfehlen.


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Luminarah
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23.06.2013 um 18:22
Sackniere schrieb am 04.06.2013:Ja
Welche gslaktische Zivilisation war das? Aus Star Wars?


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Hoffmann
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23.06.2013 um 20:42
@Luminarah
Schon für uns gäbe es ausser dem Ausweichen einer Überbevölkerungsproblematik und einer vergifteten Umwelt keine Gründe ,Ressourcen und Gelder in die Kolonisierung des Mars zu stecken.
Ach was ... dann lies Dir doch mal bitte durch, was Jesko von Puttkamer zum Thema Marsbesiedlung so geschrieben hat. Und dass Marskolonisierung die Überbevölkerungsproblematik auf der Erde nicht lösen kann, ist so ein alter Hut, dass ich darauf gar nicht erst eingehe. Für die Umweltproblematik gilt das gleichermaßen.
Luminarah schrieb:Der einzige wirkliche Grund ,um ein Sternensystem zu verlassen ,wäre ,wenn die Heimatsonne erlischt.
Legt wer fest? Du? Ich nicht. Das unterscheidet uns.
Luminarah schrieb:Das darf ich dir dann auch umgekehrt empfehlen.
Hatte ich bereits getan. War also nicht nötig. Trotzdem Danke!
Luminarah schrieb:Welche gslaktische Zivilisation war das? Aus Star Wars?
Versuche einfach mal, zu verstehen, was ich geschrieben hatte, ohne Dich selbst in die Pflicht zu nehmen, es unter allen Umständen abzulehnen. Das hilft für den Anfang schon weiter.


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