Remember Me - Lebe den Augenblick.

Irgendwie ist der Film über die Jahre an mir vorbeigegangen.
Ein sehr emotionales Drama über Verlust und Liebe mit hervorragender Besetzung und Botschaft.
Zwei junge Menschen, die beide geliebte Menschen verloren haben und vor allem mit ihren jeweiligen Vätern Konflikte austragen (der eine mehr als der andere), lernen sich lieben, finden in dem jeweils anderen halt und können auch voneinander lernen den Augenblick zu genießen und nicht zu warten, denn das Leben kann auch schnell wieder zu Ende gehen, egal wie unwahrscheinlich es ist, dass ein Ereignis auch eintreten kann.
Und es ist nicht nur der kulinarische Genuss des jeweiligen Augenblicks, sondern auch die Nähe, Leidenschaft und Liebe füreinander, die man nicht aufschieben sollte.
Besonders tragisch das Ende:
SpoilerWurde im Verlauf des Films noch von ihm darüber gescherzt, wie unwahrscheinlich manches lebensbeendende Ereignis sein kann, trennt die junge Liebe wieder am Ende ein solches unwahrscheinliches Ereignis, denn es ist der Morgen des 11.09.2001.
Die Hinterbliebenen, der eine Vater, lehrt dieses Ereignis aber auch eines, keine Zeit mehr zu verschwenden, sondern Zeit mit geliebten Menschen zu verbringen.
Zugleich nimmt es der Tochter des anderen Vaters die Angst, denn es spielt keine Rolle, da immer und überall etwas oder jemand das Leben beenden kann - egal wie unwahrscheinlich. Angst sollte nämlich nicht auch dazu führen, den Augenblick zu verschwenden, sondern zu leben.
So habe ich das Ende gedeutet, weil sie ja wieder U-Bahn gefahren ist.8/10