hyetometer
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Item 22 (right vertical stabilizer panel): “The outer skin had slightly buckled and dented but the inner skin was fractured in several places…. The internal laminate seems to be squashed.”Wie lässt sich das diskutieren? Vielleicht gibt es dazu ja auch Ansätze in der Jeff Wise Diskussion, leider habe ich gerade keine Zeit, die Kommentare zu lesen.
Das Ausfahren des Fahrwerks ist ein typisches Mittel die Geschwindigkeit zu verringern. Der höhere Luftwiderstand bremst das Flugzeug ab. Im Fall einer Wasserlandung würde es bei funktionierender Hydraulik etc. Sinn machen, wenn man die Landegeschwindigkeit möglichst verringern will, bevor das Flugzeug auf dem Wasser aufsetzt. Man würde kurz vor dem Aufsetzen allerdings das Fahrwerk wieder einziehen wollen, damit die Schwimmfähigkeit des Flugzeugs nicht beeinträchtigt wird. Das zu koordinieren kann aber sehr schwierig sein, da man ja auch noch einen bestimmten Gleitwinkel einhalten will.akropolis schrieb:Vielleicht gibt es in Notsituationen auch noch andere Gründe, das Fahrwerk auszufahren bzw die Klappe zu öffnen - zB. um zu bremsen oder das Verhalten des Flugzeugs zu verändern? Kennt sich da jemand aus?
Das Thema ist weniger, warum die Fahrwerksklappe abreißt, sondern warum sie derart fragmentiert ist. Die Fahrwerkklappe selbst ist ja schon ein Bauteil was sich leicht aus der Hülle lösen lässt, selbst bei MH17 konnte man die Fahrwerksklappen weitgehend komplett auffinden. Die Maschine in diesem Fall muss meiner Meinung mit sehr hoher Geschwindigkeit aufgeprallt sein, ein zerlegen in der Luft eher unwahrscheinlich. Auch ein ausgefahrener Zustand halte ich für eher unwahrscheinlich.citybird schrieb:Bei Jeff Wise wird ja genau dieser Sachverhalt diskutiert und man überlegt, ob der Flugzeug bereits in der Luft auseinander gebrochen sein könnte.
Dass dabei allerdings die Fahrwerks-Klappe abreisst, ist für mich auch keine logische Schlussfolgerung - ein ausgefahrenes Fahrwerk ist durchaus mit dem Bruchmuster vereinbar, wenn nicht besser.
Die haben ehrlich anhand eines Flaps festgestellt, es war beim Bruch nicht ausgefahren? Also hat die Hydraulik nicht mehr funktioniert?Anaximander schrieb:Genau das hat aber die Untersuchung des ATSB widerlegt.
Oder welche Schlussfolgerung hat ein gefundenes Flap nun?Anaximander schrieb:Wenn die Hydraulik noch funktioniert (also kein Gleitflug vorausgeht), würde man zunächst die Flaps ausfahren. Genau das hat aber die Untersuchung des ATSB widerlegt.


Stimmt das ist mir eigentlich auch aufgefallen aber beim schreiben nicht daran gedacht, also kann es nur im Moment abgebrochen sein als das Fahrwerk ausgefahren wurde, nun ja falls es ausgefahren wurde... So gesehen jetzt noch unwahrscheinlicher, da bei einem ausfahren mit zu hoher Geschwindigkeit in der Luft (geht das überhaupt) es wohl auch eher komplett abbricht.allmyjo schrieb:Die "Nose Gear Forward Door" ist auch bei ausgefahrenem Fahrwerk geschlossen. Sie öffnet sich jeweils nur kurz für den Ein- bzw. Ausfahrvorgang. Nur die hintere Tür bleibt offen. Man kann das hier gut erkennen, auch wenn es nur ein Modell ist:
Ja definitiv die vordere.Anaximander schrieb:Allerdings sehe ich gerade, es handelt sich um die "Right Hand Nose Gear Forward Door", ist damit sicher die vordere gemeint (nach flüchtigem Blick, wohl ja...)?
Ich würde eher sagen, es ist vielleicht unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich...Anaximander schrieb:Das bedeutet, ein ausgedehnter Gleitflug (über das Suchgebiet hinaus, falls MH370 in diese Richtung geflogen wäre) mit anschließender versuchter Wasserung (mit ausgefahrenen Flaps etc.) ist nicht möglich.
Würde ich auch nicht so explizit feststellen. Wenn die letzten BFO's tatsächlich einen drastischen Sinkflug anzeigen, ist eher davon auszugehen, dass dieser von einer Person an den Kontrollen initiiert wurde. Unkontrolliert wird eine B777 unter fast keinen Umständen eine derartige Zunahme der Sinkrate erlauben - selbst im Secondary Mode, ohne Treibstoff, ohne Hydraulik und mit einer durch die RAT verursachten asymmetrischen Fluglage.Anaximander schrieb:Dass die bekannten Daten zu einem unkontrollierten Absturz passen, war schon vorher bekannt. Die neuen Funde bestätigen das so weit.