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Was geschah mit Flug MH370?

57.432 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, China, Flugzeug ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Was geschah mit Flug MH370?

Was geschah mit Flug MH370?

16.12.2025 um 20:03
Zitat von AhmoseAhmose schrieb:Ja, na klar. Nördlich des 30. Breitengrades haben wir mehr Wind. Ein kleines Stück weiter südwestlich und auch südöstlich haben wir mehr Wind.
Es gibt auch weiter nördlich vom Broken Ridge, also auch vom 30. Breitengrad an zahlreiche Zonen, wo die Windgeschwindigkeit unter 30, auch unter 25 km/h war. Und nördlich von Learmonth kann man sogar eher mit 11 bis 15 km/h rechnen. Auch dort kann MH370 sein. Deine Behauptung, das gäbe es nicht, kann sich höchstens auf das schon mehrfach durchsuchte Gebiet südlich des Broken Ridge beziehen, wo MH370 offenbar gar nicht liegt, weil es durch die Suche ausgeschlossen werden konnte.
Zitat von AhmoseAhmose schrieb:Du verlegst den von dir vermuteten Absturzort einfach in Gebiete die am besten zu deiner Theorie passen. Aber dem muss hier ja keiner folgen. Ich tue es jedenfalls nicht.
Nehmen wir an, du willst ein Flugzeug notwassern. Würdest du dann zu einem Gebiet fliegen, wo du schweren Wellengang hast, oder zu einem Gebiet, wo du leichten oder mäßigen Wellengang hast? Wäre es nicht sogar besser, ein bestimmtes Gebiet in der Nähe des Zieles zu wählen, wo man die besten Bedingungen hat?

Oder fällt das in die gleiche Kategorie wie die Frage: würdest du lieber in einem Flugzeug sitzen, das über dem Wasser unkontrolliert abstürzt, oder in einem Flugzeug, dass mit ausgefahrenen flaps notgewassert wird - oder macht das "keine Unterschiede"? - also in Bezug auf Verletzungen eines Piloten.

Und dass du überhaupt nichts dazu sagen willst, wie du dich über die Windgeschwindigkeiten und Wellenhöhen der einzelnen Fälle von Notwasserungen von jet airliners informiert hast und was du als Quelle benutzt hast, verstehe ich dann so, dass du dir das gar nicht angeschaut hast - also auch nicht den einen Fall, wo du ganz konkrete Angaben gemacht hast. Alles klar.


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Was geschah mit Flug MH370?

17.12.2025 um 12:48
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Es gibt auch weiter nördlich vom Broken Ridge, also auch vom 30. Breitengrad an zahlreiche Zonen, wo die Windgeschwindigkeit unter 30, auch unter 25 km/h war. Und nördlich von Learmonth kann man sogar eher mit 11 bis 15 km/h rechnen. Auch dort kann MH370 sein. Deine Behauptung, das gäbe es nicht, kann sich höchstens auf das schon mehrfach durchsuchte Gebiet südlich des Broken Ridge beziehen, wo MH370 offenbar gar nicht liegt, weil es durch die Suche ausgeschlossen werden konnte.
Die letzte Suche von OI fand nicht dort statt. Im Suchgebiet vom Feb. 2025 gab es Wellenhöhen von grundsätzlich über zwei Meter. Teilweise bis drei Meter. Der Wind war aber nicht außergewöhnlich stark.

mh370oi001Original anzeigen (0,6 MB)
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Nehmen wir an, du willst ein Flugzeug notwassern. Würdest du dann zu einem Gebiet fliegen, wo du schweren Wellengang hast, oder zu einem Gebiet, wo du leichten oder mäßigen Wellengang hast? Wäre es nicht sogar besser, ein bestimmtes Gebiet in der Nähe des Zieles zu wählen, wo man die besten Bedingungen hat?
Wenn ich ein Flugzeug notwassern muss, weil es die einzige noch verbliebene Option ist mein Leben zu retten oder überhaupt noch etwas zu bewirken, dann würde ich es auch im Ozean versuchen. Wenn ich notwassern will, dann würde ich mir erstmal einen Flugzeugtyp aussuchen mit dem das auch so halbwegs geht. Also auf keinen Fall ein Flugzeug nehmen das die Triebwerke unter den Flügeln verbaut hat. Zudem würde ich mir eine Umgebung mit möglichst niedrigen oder am besten gar keinen Wellen aussuchen. Da scheidet der Ozean aus, weil man hier Wellen von zwei Metern oder auch deutlich mehr zu erwarten hat. Na ja, und ich würde es am Tag bei guter Sicht tun und nicht in der Nacht. Gegen die Sonne würde ich auch nicht fliegen. Die Liste warum MH370 meiner Meinung nach nicht zum Notwassern taugt ließe sich noch fortsetzen: Maschine zu groß und zu schwer, im Landeanflug zu schnell, schlechte Sicht zum Boden, kein Bodenfolgeradar, usw, usf.

Meiner Ansicht nach sind sämtliche Bedingungen zum Notwassern an dieser Stelle, mit diesem Flugzeugtyp und zu dieser Tages- bzw. Nachtzeit denkbar schlecht. Ich kann nicht erkennen wie man da sein eigenes Überleben einplanen oder auch nur eine erfolgreiche Notwasserung annehmen kann. Das kann mit sehr viel Glück dennoch geschehen. Aber planbar ist das nicht.
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Und dass du überhaupt nichts dazu sagen willst...
Ach, Quatsch. Wellenhöhen von zwei bis vier Metern sind für einen Ozean auch bei geringerer Windgeschwindigkeit relativ normal. Auch heute haben wir da wieder über zwei bis drei Meter Wellenhöhe bei 7 bis 10 kt Wind. Das Problem ist hier, das du diese einfachen Dinge aus unerfindlichen Gründen einfach nicht akzeptieren willst und die Diskussion ewig in die Länge ziehst.


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Was geschah mit Flug MH370?

17.12.2025 um 22:47
Zitat von AhmoseAhmose schrieb:Die letzte Suche von OI fand nicht dort statt. Im Suchgebiet vom Feb. 2025 gab es Wellenhöhen von grundsätzlich über zwei Meter. Teilweise bis drei Meter. Der Wind war aber nicht außergewöhnlich stark.
Lustigerweise war das Suchgebiet nach einem Szenario festgelgt worden, das ein kontrolliertes ditichting beinhaltet:
Concerning the end of the flight, two slightly different possible scenarios have been
elaborated. Both include a gliding phase with a final controlled ditching producing little
debris.
Quelle: https://www.mh370-caption.net/wp-content/uploads/3-known-trajectory-and-recalculated-trajectory.pdf - S. 4

Das Gebiet war ja das von caption identifizierte. Darüber können wir jetzt nicht mehr sagen, als dass MH370 dort nicht ist/war. Es war auch ziemlich weit südlich, deutlich südlicher als das Broken Ridge.

Du würdest es also auch so sehen, dass Piloten, die notwassern wollen ein Gebiet wählen werden, wo die Bedingungen für eine Notwasserung möglichst günstig sind (der Flugzeugtyp war natürlich fix, ich sage ja nicht, MH370 wurde deshalb entführt, weil die Entführer unbedingt eine 777 notwassern wollten, sondern aus geopolititschen Gründen, und da kommt man mit der Entführung eines Wasserflugzeuges, wie du es beschreibst, nicht weit).

Dies schließt ein Gebiet südlich des Broken Ridge also schon mal aus. Denn dort sind die Bedingungen viel schlechter. Wie man an dem oben verlinkten Tool sehen kann, hat man im Bereich des Broken Ridge (in dem deutlich "flacheren" Teil) bei Beaufort 3 bis 4 vielleicht 1-1,5 m Wellenhöhe.

Unter den Passagierjets ist jedenfalls die 777 zum Notwassern ganz gut geeignet. Was besseres gibt es eigentlich nicht oder was soll das sein? Es sagt auch niemand, dass gegen die Sonne oder ohne Tageslicht gewassert wurde - im Gegenteil. Der Broken-Ridge-Bereich war im Tageslicht.

Wir haben jetzt mehrere Vergleichsfälle, wo ein Passagierjet ebenfalls auf offenem Meer kontrolliert notgewassert wurde. Das waren deinen Anganben zufolge also zwei bis vier Meter (habe ich jetzt nicht überprüft, da du keine Quellen genannt hast).

Also waren die Bedingungen bei früheren kontrollierten Notwasserungen schlechter, teils deutlich (ohne flaps...). Trotzdem haben die Piloten ohne bekannte ernsthafte Verletzungen immer überlebt. Die Prognose ist für Passagiere im hinteren Sitzbereich natürlich deutlich schlechter. Aber das ist hier nicht die Frage.

Der Rumpf muss ja mind. einmal auseinandergebrochen sein und außerdem wurden beide Flügel beschädigt, besonders der linke (aber nicht so, dass die Teile mit einem unkontrollierten Absturz erklärbar wären). Also muss es natürlich gewissen Wellengang gegeben haben. Im Endeffekt ist nur wichtig, dass die Menschen im Cockpit (das deutlich besser geschützt ist) überleben und sich retten können.
Zitat von AhmoseAhmose schrieb:Ach, Quatsch.
Ich hatte dich im Kontext um Quellen für die Wellenhöhen und Windgeschwindigkeiten bei den früheren Fällen von kontrollierten Notwasserungen gefragt, da du behauptet hattest, dir das angeschaut zu haben: Beitrag von Ahmose (Seite 2.883)
Da kam ja nichts mehr.

Und der Rest ging von dir aus. Ich hatte bestimmt nicht um deine Desinformation gebeten.

Du wirst verstehen, dass ich der peer-reviewten Literatur und den Unfalluntersuchungen der Experten mehr vertraue, als jemanden, der noch nichtmal auf wiederholte Nachfrage eine Quelle für vorausgehende (Falsch-)behauptungen nennen kann.


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18.12.2025 um 10:26
Weiteres historisches ditching eines Passagierjets (Tupolev, Tu-124 in einem Fluß): https://www.aerotelegraph.com/geschichte/das-wunder-von-der-neva/3d4wx4k, Wikipedia: Aeroflot Flight 366
Das Flugzeug blieb intakt, alle 52 Insassen konnten gerettet werden.
Ob die flaps noch funktionierten, geht daraus nicht hervor. Da das ditching aber nach dem Treibstoffende erfolgte, wohl eher nicht.

Ähnlicher Vorfall, keine Verletzten: https://www.baaa-acro.com/crash/crash-tupolev-tu-134-ikchinskoye-reservoir

Hier ein Ditching weit draußen im Atlantik, das Flugzeug konnte nicht lokalisiert werden, man geht aber davon aus, dass das ditching erfolgreich war:
The weather at the time of the disappearance was described as good and the seas were calm, and it was thought that the plane had the ability to withstand a landing at sea and float for several hours.[4]
Quelle: Wikipedia: 1990 Faucett Perú Boeing 727 disappearance

Auch bei dem Trans-Air-Frachtflug - dem einzigen, bei dem ein Pilot bei einem ditching ernsthaft verletzt wurde - konnte der betroffene Pilot bereits nach 2 Tagen aus dem Krankenhaus entlassen werden: https://data.ntsb.gov/Docket?ProjectID=103407 - Dokument Nr. 18, S. 3 (sein Copilot noch am gleichen Tag).

Die Diagnose war "aspiration with respiratory failure" (ebd.) - sieht für mich danach aus, als sei diese erst beim Schwimmen im Salzwasser aufgetreten und insofern keine unmittelbare Folge des Ditchings.

(Eine Taucherausrüstung könnte hier von Vorteil sein).


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Was geschah mit Flug MH370?

18.12.2025 um 10:40
Nachtrag: Aus den Unfallberichtdokumenten zu der TransAir-Bauchlandung geht hervor, dass die Flaps NICHT in Lande- bzw. Notwasserungkonsfiguration waren, denn die die Kommunikation der Piloten darüber wurde vom Cockpit Voice Recorder aufgezeichnet: https://data.ntsb.gov/Docket?ProjectID=103407 - Dokument Nr. 52, S. 93ff.

Die Piloten gingen demnach bis zum Ende davon aus, dass sie wieder an Höhe gewinnen könnten und haben daher kein bewusstes ditching mit ausgefahrenen flaps durchgeführt, wie man dies bei MH370 annehmen muss. Das ist also ein sehr großer Unterschied, was Verletzungen angeht (die aber offenbar gar nicht primär bei dem ditching selbst auftraten).


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19.12.2025 um 00:54
Leicht vorbeigrätschend in die aktuelle Diskussion - ich hab grad nochmal nen Blick in den Wikipedia-Eintrag zu Sullys US-Airways-Flug 1549 geworfen. Ok, das war ein Airbus, keine Boeing, aber die Maschine hatte Ausfall beider Triebwerke, mir ist aus dem Eintrag nicht ersichtlich, ob die Flaps trotzdem noch funktionierten oder wie Sully die Maschine ohne Flaps landen konnte.

Interessant finde ich das hier:
Der Airbus A320 verfügt über einen Schalter zur Vorbereitung auf die Notwasserung, durch den alle Ventile im unteren Teil des Flugzeugrumpfs geschlossen werden können, um die Schwimmfähigkeit des Flugzeugs zu verbessern.[21] Dieser ditch mode war vor der Notwasserung nicht aktiviert worden, weil er erst am Ende des Notfallhandbuchs erwähnt wird.[22] Die Handlungsabläufe für ein Notwassern sind im Notfallhandbuch für Flughöhen um die 10.000 Fuß vorgesehen; die Besatzung von Flug 1549 hatte keine Zeit dazu, diese Checkliste abzuarbeiten und den Notwasserungs-Modus zu aktivieren.
Quelle: Wikipedia: US-Airways-Flug 1549

Anders als von Euch in den letzten Tagen dargestellt gibt es also Anweisungen, technische Vorrichtungen für Notfallwasserungen bei Passagierjets, zumindest beim Airbus A320 und bei US-Airways.

Auch steht im Artikel, allerdings ohne Quellenangaben:
In der Geschichte der Luftfahrt war dies erst die vierte Notwasserung eines Düsenflugzeugs ohne den Verlust von Menschenleben und erst die zweite eines Flugzeuges mit unter den Tragflächen angebrachten Strahltriebwerken (das erste war eine DC-8 mit kleineren Triebwerken, zudem gab es davon vier).



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Was geschah mit Flug MH370?

19.12.2025 um 00:59
Und jetzt das Reingrätschen - Ich folge Jeff Wise, ohne dass ich zwingend seinen Gedanken teile. Er schreibt heute über die derzeitige Suchkampagne von OI:
Sailing to the Search Area [SEp44 video] - 18.12.2025
Armada 86 05 has left port and is now 11 days out from the presumed crash site
It’s December 7, 2025, and Armada 86 05 has set sail from Benoa Port on the island of Bali, Indonesia. After spending a brief period conducting sea trials, it is now making a beeline for the area where it left off searching the seabed in March. If it maintains its current speed, it should arrive a day or two before the date previously given by the Malaysian government as the start of the new phase. In today’s episode, we discuss the capabilities as well as the limitation of the technology that Ocean Infinity will deploy once it arrives.

To recap: in the last episode, we talked about how the ship that everyone suspected was going to be tasked with looking for the plane, Armada 86 05, had been working on a project in the Philippines looking for historical shipwrecks.

It wrapped up that job on December 3, docked at the port of Legazpi in southern Luzon for refuelling and resupply. From there it headed south on December 6, threading its way through the islands en route to Bali, Indonesia, where it arrived December 14.

It spent less than 24 hours in port there, implying that it didn’t do a further full resupply but probably just took on a key member of the crew or perhaps some crucial pieces of equipment, and then headed out for sea.
Quelle: https://www.deepdivemh370.com/p/sailing-to-the-search-area-s2ep44-0fd


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19.12.2025 um 09:34
Zitat von adstrekeradstreker schrieb:Ok, das war ein Airbus, keine Boeing, aber die Maschine hatte Ausfall beider Triebwerke, mir ist aus dem Eintrag nicht ersichtlich, ob die Flaps trotzdem noch funktionierten oder wie Sully die Maschine ohne Flaps landen konnte.
Doch, die Hudson-River-Notwasserung erfolgte mit flaps. Der Airbus verfügt über ein Hilfstriebwerk (APU). Das hatte die Tu-124 wohl noch nicht.
Zitat von adstrekeradstreker schrieb:Auch steht im Artikel, allerdings ohne Quellenangaben:
Den dort erwähnten DC-8 Fall habe ich gefunden: Wikipedia: Japan Air Lines Flight 2 - nicht nur gab es keine Verletzten, sondern das Flugzeug konnte danach noch weiter genutzt werden!

Ich komplettiere nochmal die Liste (in chronologischer Reihenfolge):

1) Wikipedia: Transair Flight 810
2) Wikipedia: Lion Air Flight 904
3) Wikipedia: US Airways Flight 1549
4) https://aviation-safety.net/wikibase/322435 (vielleicht kein ditching im eigentlichen Sinne, aber Flugende im Wasser)
5) Wikipedia: Garuda Indonesia Flight 421
6) Wikipedia: Ethiopian Airlines Flight 961
7) Wikipedia: 1990 Faucett Perú Boeing 727 disappearance
8) Wikipedia: National Airlines Flight 193
9) Wikipedia: ALM Flight 980
10) https://www.baaa-acro.com/crash/crash-tupolev-tu-134-ikchinskoye-reservoir
11) Wikipedia: Japan Air Lines Flight 2
12) Wikipedia: Aeroflot Flight 366

Das sind alles Großraumpassagierjets (jet airliners). Es gibt zahlreiche weitere ditchings von Propellermaschinen, die i.d.R. glimpflich ausgingen. Die sind wegen der viel geringeren stall-Geschwindigkeit kaum vergleichbar.

7-10 und 12 hatten die Triebwerke NICHT unter dem Flügel.


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19.12.2025 um 10:55
Ich habe jetzt auch mal ChatGPT (wie es ja viele andere hier auch machen), daraufhin befragt, ob die Pilotensuizid-Theorie Sinn ergibt. Damit will ich auf keinen Fall sagen, dass ich ChatGPT für verlässlich halte - im Gegenteil versagt bei komplexeren Fällen die Analyse meist. Trotzdem stützen die Punkte genau das, was seit Jahren - nicht nur von mir - hier gegen diese Theorie eingewendet wird. Insbesondere wird auch begründet, warum der Fall Lubitz das genaue Gegenteil von MH370 ist und überhaupt nicht als Vergleichsfall taugt.
1. Typische Muster bei Suizid mit Massenmord
A) Amokläufe / Mass Shootings
Zentrales Merkmal: maximale Sichtbarkeit
Täter hinterlassen oft:
- Manifeste, Videos, Briefe
- klare ideologische, persönliche oder narzisstische Motive
- Ziel ist Aufmerksamkeit, Bedeutung, „Botschaft“
Auch wenn Motive wirr sind, ist die Öffentlichkeit Teil der Tat
➡️ Verschleierung ist hier untypisch

B) Terroristische Suizidtaten
Täteridentität und Motivation sollen bekannt werden
Organisationen beanspruchen die Tat explizit
Der Tod ist instrumentell, nicht anonym
➡️ Geheimhaltung widerspricht dem Zweck

C) Erweiterter Suizid im privaten Bereich
(z. B. Tötung der Familie, danach Suizid)
Motive: Verzweiflung, Kontrolle, „Erlösungsglaube“
Oft keine Öffentlichkeit angestrebt
Aber:
- Tat ist lokal
- Täter weiß, dass Identität zwangsläufig bekannt wird
➡️ Nicht vergleichbar mit einer globalen Entführung

2. Gibt es „verdeckte“ Massentötungen mit Täter-Suizid?
Es gibt vereinzelte Grenzfälle, aber sie unterscheiden sich entscheidend von MH370:
Beispielhafte Kategorien:
- Sabotageakte, bei denen der Täter stirbt (Industrie, Technik)
- Kapitänsunfälle in der Schifffahrt mit ungeklärter Schuldfrage
- Germanwings 9525 (Lubitz, 2015)

Germanwings ist wichtig:
- Täter wusste, dass seine Identität zwangsläufig geklärt wird
- Kein Versuch der Verschleierung
- Keine Umleitung, kein „Rätsel“
- Motivlage wurde öffentlich
➡️ Genau das Gegenteil von MH370

3. Das psychologische Kernproblem der MH370-Suizidthese
Die Hypothese, die du beschreibst, verlangt gleichzeitig:
- extremen Planungsaufwand (Entführung, Abschalten von Systemen, Navigation, Irreführung)
- Bereitschaft zum eigenen Tod
- kein Wunsch nach Anerkennung, Botschaft oder Klarheit
- bewusste Inkaufnahme jahrzehntelanger Ungewissheit für Angehörige
- vollständiges Verschwinden als Ziel

Das ist psychologisch hochgradig ungewöhnlich, weil:
Suizidale Täter handeln meist
- impulsiv oder
- mit starkem Mitteilungsdrang
Narzisstische oder ideologische Täter wollen erinnert werden
Reine Selbstvernichtung ohne Sinnstiftung ist selten
Massentötung + totale Anonymität ist nahezu unbekannt

➡️ In der Forschung gibt es kein etabliertes Täterprofil, das genau dieses Muster erklärt.

4. Historische Vergleichsfälle? Fast keine.
Es gibt keinen gut belegten Fall, in dem:
- ein einzelner Täter
- eine komplexe, internationale Tat
- mit vielen Opfern
primär zur völligen Auslöschung seiner Identität
begangen hätte.

Wo Täter anonym bleiben, ist das meist:
- unfreiwillig
- nachträglich
- oder Folge technischer Umstände

Nicht das primäre Tatmotiv.

5. Konsequenz für MH370...

Die konkrete Variante
„Suizid + Massenmord + maximale Verschleierung + kein Motiv“
ist historisch und psychologisch schwach belegt

Deshalb wird sie:

von manchen Ermittlern als möglich

von vielen Psychologen und Historikern aber als inkonsistent
bewertet
Quelle: ChatGPT

Ich würde aber noch einen Schritt weitergehen und sagen, dass überhaupt kein Vergleichsfall oder sonstiges historisches oder psychologisches Erklärungsmuster im Ansatz existiert. ChatGPT vermeidet solche absoluten Aussagen, aber auch auf Nachfrage würde nichts weiter mehr rauskommen. Es kann natürlich jeder gerne jederzeit mit einem solchen Vorschlag kommen.

Interessant ist aber die oben angesprochene Kategorie des Sabotageaktes. Dass der oder die Täter (wer immer es war) nicht überlebten, ist natürlich grundsätzlich möglich. Aber trotzdem muss zumindest der ursprüngliche Plan das Überleben gewesen sein. Und hier sind eben die neueren Erkenntnisse zu der Notwasserung ein offenkundiger Ansatzpunkt.

Die Frage an ChatGPT war:
Manche vermuten ja, einer der beiden Piloten, wahrscheinlich Zaharie Ahmad Shah, habe MH370 entführt, um Suizid mit Massenmord zu begehen, aber die Spuren seiner Tat durch die vorausgehende aufwändige Entführung zu verwischen, aber er hatte kein Motiv. Gibt es denn überhaupt historische Fälle von Suizid mit Massenmord bzw. Massenmord mit tödlichem Ausgang für den Täter (z.B. Amokläufe), die quasi im Geheimen abliefen, wo also die Öffentlichkeit über den Täter und sein Motiv im Unklaren gelassen werden sollte, oder dienen solche Fälle nicht vielmehr gerade dazu, die öffentliche Aufmerksamkeit auf den Täter zu lenken?


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19.12.2025 um 11:28
Dazu gibt es bisher wenig Erfahrungen, aber ich würde vermuten, mit den Formulierungen "manche vermuten" und "aber er hatte kein Motiv" hast du bereits die Leitplanken für das Ergebnis gesetzt.
Das prompt sollte für halbwegs neutrale analytische Einschätzungen sehr mit Bedacht gewählt sein.

Aus meiner Sicht demonstrierst du hier deine eigene, mehr oder weniger vorgefertigte Meinung zu diesem Fall.

Das soll noch nicht mal eine Kritik sein, man kann aus seiner Haut ja nicht 'raus, deshalb soll das nur als gutgemeinter Hinweis verstanden werden.


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Was geschah mit Flug MH370?

19.12.2025 um 11:49
@canisrex

Ich präsentiere hier keine Meinung, wie ich den Fall insgesamt einschätze (die lasse ich ganz raus), denn man kann in der Literatur nachlesen, wie Suizid-Mörder-Fälle kategorisiert und eingeschätzt werden - und ChatGPT lässt sich sicherlich nicht von Suggestivformulierung wie "nicht vielmehr gerade dazu" beeindrucken, sondern würde Gegenargumente - wenn es sie gibt - in jedem Fall anführen. Bestenfalls das Ganze etwas anders "verpacken". Es kann gerne jemand in seiner Version die Frage etwas anders formulieren (bitte aber dann auch posten) und prüfen, ob was ganz anderes rauskommt. Das ließe sich also leicht überprüfen. Die Frage müsste nur die Antithese Argument - Gegenargument beinhalten, sonst kann ChatGPT darauf ja nicht eingehen.
Zitat von canisrexcanisrex schrieb:Das soll noch nicht mal eine Kritik sein, man kann aus seiner Haut ja nicht 'raus, deshalb soll das nur als gutgemeinter Hinweis verstanden werden.
Das unterstellt mir allerdings schon, ich würde mich dem Fall nicht objektiv nähern, und das stimmt sicherlich nicht. Im Gegenteil sehe ich es bei anderen Diskutanten, dass sie keine Objektivität entgegenbringen, sich auf eine bestimmte vorgefasste Meinung einengen und deshalb wichtige Informationen unterschlagen. Oben ging es mir nur um die interne Plausibilität der Suizidthese - nicht um den Vergleich mit anderen Szenarien. "manche vermuten" ist richtig, denn es sind gewiss nicht "alle", und die Informationen dazu im www. Ebenso richtig ist "hatte kein Motiv.". Ich unterschlage hier also gerade nichts. Die wichtigsten Gegenargumente gegen die Suizidtheorie habe ich sogar außen vor gelassen.


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19.12.2025 um 23:43
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Doch, die Hudson-River-Notwasserung erfolgte mit flaps. Der Airbus verfügt über ein Hilfstriebwerk (APU).
Danke, verstehe.
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Den dort erwähnten DC-8 Fall habe ich gefunden:
Super, danke.
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Ich komplettiere nochmal die Liste
Auch super, danke

ChatGPT - nicht böse sein, aufgrund der Funktionsweise von solchen KI-LLM halte ich die Befragung dieses Problems für sinnlos. Ein LLM hat kein Fachwissen, ist vermutlich nicht mit den kompletten Fall.-Akten von MH370 gefüttert. Sondern so ein LLM berechnet nur die Wahrscheinlichkeit des nächsten Wortes. Völlig unabhängig von der Tatsachen-Entsprechung der daraus erzeugten Sätze. Das ist einfach nur komplette Halluzination, die darauf getrimmt ist, nur auf den ersten Blick plausibel zu klingen. KI ist eine einzige Lüge, mehr nicht. Ich lass jedenfalls die Finger davon.

BTW, welcome back in der Diskussion. Danke für all das Gedanken machen. Auch wenn ich nicht allem folgen mag, aber das ist ja kein Argument gegen ne Diskussion, im Gegenteil. Deine Arbeit hier ist immer ne Bereicherung.

Aktuell besonders interessant fand ich Deinen Hinwiese auf gute Ditsching-Konditionen viel weiter nördlich vom bisherigen Suchgebiet. In Verbindung mit Deinem Szenario des versteckten Schiffes zum Aufgabeln nach Wasserlandung. Der Hinwies, dass die Chinesen in dem Nordgebiet gesucht hatten, brachte imich auf eine möglicherweise absurde Idee. Dazu müsste man wissen, wann das/die Suchschiffe den Hafen verlassen hatten und wann im Suchgebiet ankamen:

Könnte es möglich sein, dass das chinesische Suchschiff die Entführer heimlich aufgegabelt hatte, und dann erst die Suchkampagne startete? - hat da wer Daten dazu?


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Was geschah mit Flug MH370?

20.12.2025 um 00:23
Das mit ChatGPT war etwas spontan, ich hatte bei der Fragestellung nicht vor, was zu posten. Es ging mir eher darum, ob man doch noch einen Vergleichsfall zu einem Suizid-Massenmord mit Vertuschung finden könnte. Fand es aber ganz interessant, was dabei rauskam. Es wurde offenbar ausgewertet, wie sich sonstige Suizid-Morde kategorisieren lassen.
Zitat von adstrekeradstreker schrieb:Könnte es möglich sein, dass das chinesische Suchschiff die Entführer heimlich aufgegabelt hatte, und dann erst die Suchkampagne startete? - hat da wer Daten dazu?
Die Haixun 01? Da diese Ausrüstung für die Suche nach dem Flugschreiber an Bord haben musste, müsste sie aus China angreist sein. Außerdem war sie erst knapp 10 Tage nach dem Absturz in ihrem Suchgebiet nördlich der Breite von Learmonth und blieb dann noch ein paar Wochen dort. Wenn Entführer von einem Schiff aufgegabelt wurden, müsste es diese möglichst schnell zurück nach China bringen.


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20.12.2025 um 00:35
@adstreker

Ich könnte mir eher vorstellen, dass die Haixun 01 ggf. Trümmer aufsammeln sollte oder einfach nur eine falsche Fährte legen. Auffällig finde ich auch, dass die Dong später in dem nördlichen Bereich des ATSB-Suchgebietes gesucht hat, nahe des Broken Ridge.


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20.12.2025 um 08:53
Zitat von adstrekeradstreker schrieb:ChatGPT - nicht böse sein, aufgrund der Funktionsweise von solchen KI-LLM halte ich die Befragung dieses Problems für sinnlos. Ein LLM hat kein Fachwissen, ist vermutlich nicht mit den kompletten Fall.-Akten von MH370 gefüttert.
Man muss ChatGPT bevor der Befragung natürlich zunächst mit Kontext füttern. Dazu muss man wissen, dass der aktuelle Wissensstand von ChatGPT (Grundwissen) von irgendwann Spätsommer 2024 stammt. Das mag bei MH370 nicht die größte Rolle spielen, aber in seinem Grundwissen ist dennoch nicht verankert, dass womöglich eine neue Suche ansteht. Wenn man ChatGPT sinnvoll für MH370 nutzen wollte, müsste man bei Beginn des Chats daher dann auch erstmal einen Befehl ausgeben, etwa in folgender Form: Update dein Wissen zu MH370 mit Stand vom 20.12.25.

Von Haus aus weiß das aktuelle ChatGPT weder dass Trump US-Präsident ist, noch dass Merz Bundeskanzler ist, usw.
Das muss man immer dabei beachten.

Darüber hinaus muss man die Frage natürlich aber auch so stellen, dass ChatGPT das ganze nicht aus einer falschen Richtung betrachtet.
Ich sehe das ganze auch eher als Hilfsmittel, denn als Recherche-Ersatz.
Zudem muss man immer auf der Hut sein, dass ChatGPT nicht den Kontext verliert, was häufiger vorkommt, als man meint. Also, man muss das auch immer wieder hinterfragen.


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Was geschah mit Flug MH370?

20.12.2025 um 09:18
Habe ChatGPT meinen Beitrag jetzt nochmal zusammenfassen lassen:

Zur Einordnung: KI ersetzt weder Recherche noch Fachwissen.
Sie kann aber helfen, komplexe Argumentationsstränge zu ordnen und Denkfehler sichtbar zu machen – wenn man ihr sauber begrenzten Kontext vorgibt. Mehr nicht, aber auch nicht weniger.
Zitat von Zz-JonesZz-Jones schrieb:Update dein Wissen
.... und dazu meinte die KI, dass ich das besser so hätte schreiben sollen:
„…müsste man der KI zunächst die relevanten, aktuellen Fakten strukturiert zuführen, da sie keine eigenständige Aktualisierung vornimmt.“
Quelle: ChatGPT


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Was geschah mit Flug MH370?

20.12.2025 um 09:35
So, und aus diesem Kontext heraus habe ich die KI befragt, wie sie im Fall von MH370 denn sinnvoll eingesetzt werden könnte bzw. wo ihre Grenzen liegen:
Vielleicht hilft folgende Einordnung:

KI kann MH370 nicht „auflösen“ und auch keine neuen Fakten erzeugen. Sie findet keine Wrackteile, ersetzt keine Akten und trifft keine eigenen Entscheidungen.

Sinnvoll eingesetzt werden kann sie dort, wo es um Struktur geht: komplexe Hypothesen nebeneinanderlegen, Argumentationsketten prüfen, implizite Annahmen sichtbar machen oder Widersprüche und Denkfehler herausarbeiten – vorausgesetzt, man gibt ihr klar begrenzten, sauberen Kontext vor.

Die Grenze liegt dort, wo Fakten fehlen oder ersetzt werden sollen.
Die Stärke liegt dort, wo Ordnung, Vergleich und methodische Klarheit gefragt sind.

Kurz: kein Orakel, kein Recherche-Ersatz – aber ein brauchbares Werkzeug, wenn man weiß, wofür man es einsetzt.
Quelle: ChatGPT


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Was geschah mit Flug MH370?

26.12.2025 um 23:57
Die Spezialfirma Ocean Infinity werde ihre Operation im Indischen Ozean am 30. Dezember wieder aufnehmen, teilte das malaysische Verkehrsministerium mit.

Die Suche werde mit Unterbrechungen insgesamt 55 Tage durchgeführt und soll sich auf bestimmte Gebiete konzentrieren, in denen die Wahrscheinlichkeit, das Wrack zu finden, am höchsten ist. Die Regierung in Kuala Lumpur und Ocean Infnity hatten zuvor eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.
Quelle: https://www.welt.de/vermischtes/article692fdc3934f148f9c6046264/verschwundener-linienflieger-15-000-quadratkilometer-im-fokus-unternehmen-nimmt-suche-nach-flug-mh370-wieder-auf.html

Es ist also bald soweit. Die Amada 86 05 hatte zuletzt (vor 30 Stunden) eine Position vor Australien preis gegeben. Es wäre möglich, dass man sich künftig bedeckt hält und die Position nicht oder nur zeitverzögert meldet. Wir werden sehen und dürfen auf jeden Fall wieder hoffen.


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Was geschah mit Flug MH370?

27.12.2025 um 23:10
Live verfolgbar auf marinetraffic:
https://www.marinetraffic.com/de/ais/home/shipid:9754405/zoom:10

Und hier auch:
https://www.mh370-caption.net/index.php/armada-tracking/


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Was geschah mit Flug MH370?

29.12.2025 um 00:01
Ah, ja - besten Dank!
Der zweite Link scheint effizienter zu sein.

In jedem Falle wird es jetzt wieder spannend werden. Ein guter Einstieg in das neue Jahr!


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