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Werden Verschwörungstheoretiker immer dümmer?

2.652 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Youtube, Verschwörungstheorien, Psiram ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Werden Verschwörungstheoretiker immer dümmer?

15.03.2021 um 16:29
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Und ich stimme Dir nicht zu, dass Dein Rat als Pfleger als unfachmännisch erkannt wird.
Gehört zu meinem Job zu erkennen wie das was ich sage verstanden wird. Bei entsprechender Dame hatte ich da keinerlei Zweifel. Auch habe ich meine Meinung nicht als Expertise dargestellt oder verkauft, da ging es mehr um die Sorgen die wegfallen durch die Impfung, sowohl sich anzustecken, als auch andere anzustecken. Dass das die Besuche vom Enkel unbeschwerter machen würde usw.
War halt ein freundliches Gespräch über den Sinn und die Gefahren der Impfung, keine fachliche Beratung (die ich bei dem Thema eh nicht leisten könnte) - die müsste ich planen und dokumentieren, die würde auch nicht spontan zwischen Tür und Angel stattfinden.
Ich habe halt Stellung bezogen, auch wenn mein Wissen begrenzt ist, aus meiner Sicht ein völlig normaler Vorgang.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Die Kleiderwahl ist es in der Regel nicht, medizinische Fragen sind es in der Regel.
Die Dame hätte mir auch einfach sagen können, dass sie eine Beratung durch ihren Hausarzt wünscht, ich hätte das organisiert. Wollte sie aber nicht. Nochmal, zum wiederholten mal, da ging es um meine persönliche Meinung als Vertrauensperson. Das ist ein Graubereich und natürlich fordert das eine besondere Umsicht.
Nicht umsonst sag ich dass das für mich nicht ganz einfach war, obwohl ich vom Sinn und Nutzen der Impfungen überzeugt bin.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Dann begeht er einen schweren Fehler.
Nein. Die Zeit vom Arzt und insbesondere vom Impfarzt beim Einsatz ist begrenzt. Der muss sich schon darauf verlassen können, dass wir (und ggf. Hausärzte) ihn über alles wissenswerte informieren, wenn die Patenten das nicht selbst können.
Sonst dauert jede Impfung Stunden.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Auch Ja/Nein-Fragen sind nicht zwingend einfach. Nur weil es eine sehr begrenzte Wahl an Möglichkeiten gibt, bedeutet es nicht, dass die Entscheidung, welche Möglichkeit die bessere ist, einfach wäre.
Da geht es immer noch nicht um die absolute Wahrheit oder was objektiv und wissenschaftlich fundiert besser wäre. Sondern um meine Meinung, die mehr ist als bloßes Rumraten aber noch lange keine ärztliche Impfempfehlung ist.
Es gibt da viel mehr Grautöne als "größtmöglicher Wahrheitsanspruch" und "grundloser subjektiver Glauben". Die allermeisten Meinungsäußerung befinden sich irgendwo dazwischen.


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15.03.2021 um 17:07
@paxito
@kleinundgrün
Warum sollte ein Pfleger hier einer Person nicht seine persönliche Meinung sagen dürfen. Soweit ich das verstehe hat er sich ja nicht als der Experte schlechthin dargestellt. Mir ist schon oft aufgefallen, dass manchmal ein Gespräch mit den Pflegekräften mehr bringt als mit dem Mediziner. Viele Mediziner sind zu einseitig gebildet und haben dann von Pflege usw. nicht viel Ahnung. Außerdem meinen manche Mediziner auch sie müssen es möglichst kompliziert erklären um ihre Kompetenz zu beweisen - jedenfalls kommt mir das so vor.

Wenn ich dann eine Pflegekraft frage die ja grundsätzlich auch einiges an Erfahrung hat - dann ist das doch völlig ok - vielleicht will ich ja genau die Meinung dieser Person hören. Wenn diese dann so eine Pro und Contra Antwort gibt - super da kann ich darüber nachdenken das mit meinen Erkenntnissen abgleichen und komme weiter.

Und unter Umständen sind einige Ärzte so pro Impfung, dass sie nicht auf Bedenken der Patienten eingehen und diese dann so im Rundumschlag als nicht realistisch einstufen. Da ist dann dem Patient nicht viel geholfen.


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15.03.2021 um 17:16
Zitat von suscatsuscat schrieb:Warum sollte ein Pfleger hier einer Person nicht seine persönliche Meinung sagen dürfen.
Er darf. Aber ich halte es nicht unbedingt für klug.
Zitat von suscatsuscat schrieb:Mir ist schon oft aufgefallen, dass manchmal ein Gespräch mit den Pflegekräften mehr bringt als mit dem Mediziner.
Das kann man so oder so sehen. Bei meiner Oma hat ein Pfleger von einer Krebstherapie abgeraten und ganzheitliche homöopathische Behandlungen empfohlen.
Nicht aus Bosheit, sondern weil er es in seinem Kenntnisstand nicht besser wusste. Und diesem "Rat" hat sie enormes Gewicht zugemessen.
Besser wäre es gewesen: "Ich habe keine Ahnung, bitte holen Sie sich den Rat beim Arzt".
Nur eine Anekdote - aber ein Beispiel, das die Problematik illustriert.

Eine Impfung ist nicht das selbe - aber auch hier erhält der Pfleger einen Vertrauensbonus, dem er - mangels Kenntnis von Wechselwirkungen - nicht gerecht werden kann.
Ich will auch gar nicht die Arbeit der Pfleger schmälern, ganz im Gegenteil. Aber sie sind nun mal nur in einem medizinischen Teilbereich Experten und in anderen nicht.
Zitat von suscatsuscat schrieb:Und unter Umständen sind einige Ärzte so pro Impfung, dass sie nicht auf Bedenken der Patienten eingehen und diese dann so im Rundumschlag als nicht realistisch einstufen. Da ist dann dem Patient nicht viel geholfen.
Das halte ich für völligen Unfug.


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15.03.2021 um 17:28
@kleinundgrün
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Das halte ich für völligen Unfug.
Dann hast du aber immer Glück gehabt. Ich habe da schon ganz andere Dinge erlebt. z.B. Ärzte die nachimpfen wollen obwohl der Impfschutz noch gegeben ist und zwar noch ca. 3 - 5 Jahre. Auf Nachfrage musste er das dann auch ziemlich kleinlaut zugeben.

Ärzte die Arzneimittel verschrieben, die man auf garkeinen Fall gleichzeitig einnehmen darf. Dann auch ganz oft verschreiben von Medikamenten die völlig zu hoch gegriffen waren für die Erkrankung. Und was mir immer wieder auffällt - die meisten Mediziner machen nicht aufmerksam auf Hilfen die nicht direkt ein Arzneimittel sind. Es gibt durchaus auch Ernährungsweisen, Pflanzliche Produkte usw. die eine Wirkung haben und ergänzend angewandt die Krankheit deutlich verkürzen können.

Kinderarzt - auf meine Frage zur Anwendung von Tee - kannst auch gleich heißes Wasser nehmen - Pflanzen haben keine Wirkung.
Ups -was ist dann mit Digitalis oder Faulbaumrinde - auch völlig wirkungslos- was erzählt der da.


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15.03.2021 um 17:36
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Bei meiner Oma hat ein Pfleger von einer Krebstherapie abgeraten und ganzheitliche homöopathische Behandlungen empfohlen. Nicht aus Bosheit, sondern weil er es in seinem Kenntnisstand nicht besser wusste. Und diesem "Rat" hat sie enormes Gewicht zugemessen.
Ich bin selbst ein "Fan" der Homöopathie, aber eine derartige Aussage überschreitet nicht nur unsere Kompetenzen als Pfleger, sie missbraucht auch das professionelle Verhältnis zum Pflegenden. Wenn das tatsächlich so geschehen sein sollte wäre das aus meiner Sicht ein Grund die Berufsbezeichnung zu entziehen.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Besser wäre es gewesen: "Ich habe keine Ahnung, bitte holen Sie sich den Rat beim Arzt".
Das wäre besser, aber nur weil das andere so katastrophal ist. Einer krebskranken Frau mit ihren Sorgen und Ängsten mit so einem Satz abzuspeisen wäre aus meiner Sicht ein Kündigungsgrund, zumindest wäre mal ein ernstes Gespräch mit der PDL fällig. "Ich habe keine Ahnung" ist keine Option.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Eine Impfung ist nicht das selbe - aber auch hier erhält der Pfleger einen Vertrauensbonus, dem er - mangels Kenntnis von Wechselwirkungen - nicht gerecht werden kann.
Müssen wir doch auch nicht. Wir sind weder Ärzte, noch Psychologen, noch Physiotherapeuten, noch Ernährungsberater, noch Bestatter - trotzdem müssen wir da überall ne gewisse Grundahnung haben und auf Fragen adäquat reagieren können.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Ich will auch gar nicht die Arbeit der Pfleger schmälern, ganz im Gegenteil. Aber sie sind nun mal nur in einem medizinischen Teilbereich Experten und in anderen nicht.
In welchem medizinischen Teilbereich sind wir denn Experten? Experten sind wir in Sachen Pflege und das ist kein Teilbereich der Medizin.


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15.03.2021 um 17:41
Zitat von paxitopaxito schrieb:"Ich habe keine Ahnung" ist keine Option.
Sehe ich anders.
Warum diesen Teil des Gespräches nicht in die Hand eines kompetenten Arztes legen?
Dafür sollte doch jeder Patient Verständnis haben.


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15.03.2021 um 17:44
Zitat von ZyklotropZyklotrop schrieb:Sehe ich anders.
Warum diesen Teil des Gespräches nicht in die Hand eines kompetenten Arztes legen?
Dafür sollte doch jeder Patient Verständnis haben.
Kann man doch anbieten. "Ich kann Ihnen ein Gespräch mit einem Arzt organisieren, dort könnten sie Fragen wegen der Therapie besprechen."
Hab ich kein Problem mit, allerdings sollte das dann im besten Fall gleich vorbereitet werden.


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15.03.2021 um 17:45
Zitat von suscatsuscat schrieb:ch habe da schon ganz andere Dinge erlebt. z.B. Ärzte die nachimpfen wollen obwohl der Impfschutz noch gegeben ist und zwar noch ca. 3 - 5 Jahre. Auf Nachfrage musste er das dann auch ziemlich kleinlaut zugeben.
Nie habe ich behauptet, dass Ärzte oder andere Experten fehlerfrei wären. Ich finde nur dieses blinde "pro Impfung"-Argument unpassend.
Oftmals sind es auch fehlende Impfpässe, die eine Rolle spielen können. Aber klar, auch Fehler.
Zitat von suscatsuscat schrieb:Kinderarzt - auf meine Frage zur Anwendung von Tee - kannst auch gleich heißes Wasser nehmen - Pflanzen haben keine Wirkung.
Ups -was ist dann mit Digitalis oder Faulbaumrinde - auch völlig wirkungslos- was erzählt der da.
Kommt auf den Zusammenhang an. Was für ein Tee gemeint war.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ich bin selbst ein "Fan" der Homöopathie, aber eine derartige Aussage überschreitet nicht nur unsere Kompetenzen als Pfleger, sie missbraucht auch das professionelle Verhältnis zum Pflegenden. Wenn das tatsächlich so geschehen sein sollte wäre das aus meiner Sicht ein Grund die Berufsbezeichnung zu entziehen.
Das sollte nur die Problematik verdeutlichen. Das Vertrauen des Gepflegten in die (scheinbare) Expertise eines im "medizinischen Bereich Tätigen".
Auch der Pfleger hat subjektiv sicher nach bestem Gewissen gehandelt - er hat aber objektiv seine Kompetenzen weit überschritten und eine Meinung klang wie ein medizinischer Rat.
Das wollte ich beispielhaft ausdrücken.

Natürlich gibt es Grenzfälle - aber die sind gar nicht so eindeutig bestimmbar. Im Zweifel glaubt man ja als Ratgebender, Recht zu haben. Das Problem ist die Fehleinschätzung der Kompetenz.
Zitat von paxitopaxito schrieb:"Ich habe keine Ahnung" ist keine Option.
Aber doch. Nicht so plakativ. Warum nicht: "Ich kenne mich in so einem Gebiet nicht genügend aus, da ist der Rat des Onkologen unbedingt erforderlich. Ich kann Ihnen nur das raten".
Zitat von paxitopaxito schrieb:In welchem medizinischen Teilbereich sind wir denn Experten? Experten sind wir in Sachen Pflege und das ist kein Teilbereich der Medizin.
Gut, das hätte ich mal dem medizinischen Bereich hinzugeordnet. Aber formal hast Du sicher recht.


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15.03.2021 um 18:06
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Aber doch. Nicht so plakativ. Warum nicht: "Ich kenne mich in so einem Gebiet nicht genügend aus, da ist der Rat des Onkologen unbedingt erforderlich. Ich kann Ihnen nur das raten".
Gegen den zweiten Teil hab ich nichts, der erste Teil ist einfach Müll. Einen Patienten interessiert es nicht ob du etwas weißt oder nicht weißt, deine eigene Unwissenheit hat im professionellen Verhältnis nichts zu suchen. Streich alles vor "da ist der Rat..." dann ist das völlig okay.
Die Aufgabe eines Pflegers besteht zum großen Teil darin Sicherheit zu vermitteln, Vertrauen aufzubauen, das kannst du im schlimmsten Fall mit so einer Äußerung dauerhaft kaputt machen. Mal ganz überspitzt, wenn du von zwei Rettungssanitätern behandelt wirst, weil du ohnmächtig wurdest willst du dann sowas hören:
"Was hat der denn?"
"Weiß nicht. Schon komisch."
"Der guckt so ängstlich."
"Jo, hab keinen Plan was wir jetzt machen sollen."
Da fängst du an dir Sorgen zu machen. Sowas darfste als Pfleger denken, aber nicht dem Patienten aufbürden. Immer Kompetenz ausstrahlen, auch wenn dir der Ar... auf Grundeis geht.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Das Problem ist die Fehleinschätzung der Kompetenz.
Darum geht es doch, von Anfang an. Du musst auch wenn du deine Kompetenzen kennst immer wieder Stellung beziehen, Meinungen äußern, Handeln auch jenseits deiner Grenzen. Da kommste nicht drum rum.
In der Pflege ist das offenkundig, gilt aber genauso im Alltag.
Und das macht einen nicht zum VTler sondern das hält einen handlungsfähig. Und nicht nur das, nur so erweiterst du am Ende auch deine Handlungskompetenz, lernst dazu.


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15.03.2021 um 18:19
Zitat von paxitopaxito schrieb:Und das macht einen nicht zum VTler sondern das hält einen handlungsfähig
Ich denke das würde auch niemand behaupten.
Du müsstest erfahren genug sein, dass selbst wenn du nur Medikamente weitergibst schon mit einem Bein im Gefängnis stehen kannst
Und genau darum geht es. Du solltest dich davor schützen, damit man dir nichts vorwerfen kann.
Gerade in der Pflege ist das ungeheuer wichtig.
D.h. Bevor du jemandem einen medizinischen Rat gibst, denk lieber nochmals 2 x nach. ;-)

Und warum bist du Fan von Homöopathie ?


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15.03.2021 um 19:26
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:DAs Problem aktuell ist eher, dass es ein Flut von Warnungen gibt. Warnungen sind omnipräsent und wir laufen Gefahr, in einen permanenten Panikmodus zu verfallen.
Aber da liegt es auch an uns, das nicht nur intuitiv zu betrachten.
Genau, man kann in einen Dauerpanikmodus verfallen. Die Medien betreiben Infotainment und wollen einen in was reinziehen, was gut
für die Medien ist (man wird zum Dauerkunden), aber nicht unbedingt gut für einen selbst ist.
Und die Verschwörungsmedien betreiben klassisches Schock-Infotainment.


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15.03.2021 um 20:21
Zitat von parabolparabol schrieb:Die Medien betreiben Infotainment und wollen einen in was reinziehe
Wollen die Medien das? Oder müssen sie das nicht viel eher, im Sinne einer kapitalistischen Profitmaximierung? Darüber denke ich schon länger nach, über die Rolle der Medien und ob deren Handeln nicht am Ende zweck- und damit systembestimmt ist. Gerade der sozialen Medien. Der Filme "Das Dilemma mit den sozialen Medien" von Netflix (ja, ausgerechnet Netflix, mir ist die Ironie bewusst...) hat mich da sehr nachdenklich gemacht.


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15.03.2021 um 20:47
Zitat von Tron42Tron42 schrieb:Ich denke das würde auch niemand behaupten.
Die ganze Diskussion zwischen mir und @kleinundgrün begann ja mal mit einem Satz von Nemon:
Zitat von NemonNemon schrieb am 12.03.2021:Der normale Mensch hat unter Umständen nicht das dringende Bedürfnis nach der „ultimativen Wahrheit“, sondern kann mit ungeklärten komplexen Situationen umgehen.
Wobei das im Zusammenhang mit Nemons damaligen Post so klang, als würde man "ungeklärte komplexe Situationen" dann eben einfach so stehen lassen. Das stimmt aber eben nicht, wir sind andauernd gezwungen in ungeklärten Situationen uns eine Meinung zu bilden, einen Standpunkt zu beziehen, Entscheidungen zu treffen und zu handeln.
Ein solches Verhalten wurde aber in die Nähe der VTler gerückt, nach dem Motto, deren Kauderwelsch sei darauf zurückzuführen, dass sie sich ohne solides Fundament eine Meinung bilden würden.
Noch mehr, diese Haltung sei falsch:
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb am 12.03.2021:Doch, das ist falsch. Es erschwert die Wahrheitsfindung und die Lebensqualität erheblich.
Und dann kam die Bitte nach einem Beispiel, wo mir das Ereignis von einigen Wochen einfiel:
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb am 12.03.2021:Nenn mir mal ein Beispiel, bei dem eine unfundierte Meinung gegenüber einer fundierten notwendig ist.
Mir ging es nur darum zu zeigen, dass ein solches Verhalten völlig normal ist und nicht als Begründung für die Verschrobenheit der VTler taugt. Auch lügt man sich selbst in die Tasche, wenn man ernsthaft behauptet nur dann eine Meinung zu haben, zu Handeln usw. wenn man über ausreichend fundiertes Wissen verfügt. Das ist theoretisch hübsch, tatsächlich aber so gut wie nie der Fall.
Zitat von Tron42Tron42 schrieb:Du müsstest erfahren genug sein, dass selbst wenn du nur Medikamente weitergibst schon mit einem Bein im Gefängnis stehen kannst
Das ist ja fast noch ein besseres Beispiel. Ich stelle und verabreiche andauernd Medikamente, von denen ich in der Regel nur eine ungefähre Ahnung habe, wie sie wirken und welche Nebenwirkungen sie haben können. Wenn es sehr viele Medikamente sind kommen Wechselwirkungen hinzu, die nicht mal ein Pharmazeut durchschauen könnte. Trotzdem tun wir genau das, andauernd, übernehmen sogar die rechtliche Verantwortung für unser Handeln.
Zitat von Tron42Tron42 schrieb:D.h. Bevor du jemandem einen medizinischen Rat gibst, denk lieber nochmals 2 x nach
Mach ich. Auch wenn das Beispiel hier leichtfertig gebracht wurde, ging da schon einiges in meinem Kopf ab und meine Formulierungen waren sehr bewusst gewählt. Daraus einen "medizinischen Rat" zu konstruieren dürfte schwer fallen.
Zitat von Tron42Tron42 schrieb:Und warum bist du Fan von Homöopathie ?
Oh, das hab ich mal im Thread über Komplementärmedizin beschrieben hier der Link: Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin (Seite 974) (Beitrag von paxito)
Dort wurde ich dann aber schlussendlich derartig mit Beleidigungen bombardiert, dass ich mehr mit der Moderation und der Löschung dieser beschäftigt war, als mit einer sinnvollen Diskussion, drum werde ich in dem Thread da auch nichts weiter zu sagen.


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15.03.2021 um 21:04
Zitat von paxitopaxito schrieb:Das ist ja fast noch ein besseres Beispiel. Ich stelle und verabreiche andauernd Medikamente, von denen ich in der Regel nur eine ungefähre Ahnung habe, wie sie wirken und welche Nebenwirkungen sie haben können. Wenn es sehr viele Medikamente sind kommen Wechselwirkungen hinzu, die nicht mal ein Pharmazeut durchschauen könnte. Trotzdem tun wir genau das, andauernd, übernehmen sogar die rechtliche Verantwortung für unser Handeln.
Warum sollten gerade Pflegende keine rechtliche Verantwortung für ihr Handeln übernehmen ?
Hier in dem Beispiel übernehmen sie die Verantwortung dafür, die Medikamente richtig zu stellen nach Vorschrift des Arztes. Dass sie also die richtige Menge richtiger Medikamente in die richtige Dose reinlegen.


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15.03.2021 um 21:09
Ne du, unsere Verantwortung geht über "mache was Arzt sagt" hinaus. Wir übernehmen auch immer eine Durchführungsverantwortung, wenn es da zu schweren Nebenwirkungen, Wechselwirkungen usw. kommt ist nicht nur der Arzt schuld, sondern auch wir, die die Tabletten verabreicht haben. Der Arzt ist natürlich in einer deutlich größeren Verantwortung, fraglos. Zusätzlich ist es auch noch Aufgabe der Apotheker da einen Blick draufzuhaben, das nur mal zur Ergänzung.
Zitat von GerlindGerlind schrieb:Dass sie also die richtige Menge richtiger Medikamente in die richtige Dose reinlegen.
Dafür brauchst du keine 3 Jährige Ausbildung, die neben der Medikamentenlehre auch Rechtskunde umfasst. Dafür reicht ne Woche Einarbeitung.
Zitat von GerlindGerlind schrieb:Warum sollten gerade Pflegende keine rechtliche Verantwortung für ihr Handeln übernehmen ?
Habe ich doch überhaupt nicht in Frage gestellt, nur klar gemacht, dass wir auch eine Verantwortung übernehmen, wo unser Wissen reichlich begrenzt ist.


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15.03.2021 um 21:58
Zitat von paxitopaxito schrieb:Mach ich. Auch wenn das Beispiel hier leichtfertig gebracht wurde, ging da schon einiges in meinem Kopf ab und meine Formulierungen waren sehr bewusst gewählt. Daraus einen "medizinischen Rat" zu konstruieren dürfte schwer fallen.
Na dann.. Ist doch alles wunderbar.
Sicher dich ab und gut is.
Letzendlich bist du Erfüllungsgehilfe. Und wenn du dich an die Vorgaben hälst, dann musst du dir auch keine Sorgen machen

Und warum besprecht ihr das hier nun weiter ?
Denn ich finde da keinen Zusammenhang zu einer Verschwörungstheorie.
Gut vielleicht Impfstoff & Corona.
Aber auch hier gilt :
Sicher dich ab und gut is.
Letzendlich bist du Erfüllungsgehilfe. Und wenn du dich an die Vorgaben hälst, dann musst du dir auch keine Sorgen machen
Macht Veranstaltungen bei welchen die Ärtze täglich eure Betreuten erklären was damit verbunden ist.
Schafft euch Teams an .. Life-VIdeo-Übertragung.. und zwar solange bis sie es kapiert haben.
Unterstützen musst du eigentlich nur mit " Die haben Recht"..
Da muss man nur an sich arbeiten. Das Problem ist meist, dass man meint, diese Verantwortungen übernehmen zumüssen.
Und ich rate dir weiter Don`t do it ;-)
Also bisschen mehr Kreativität ! Dann wird das schon


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15.03.2021 um 23:44
Zitat von Tron42Tron42 schrieb:Letzendlich bist du Erfüllungsgehilfe.
Bitte nicht, ich bin weder Handlanger noch Erfüllungsgehilfe von irgendwem, erst Recht nicht von Ärzten. Das mag Anfang des 20. Jahrhunderts auf den Beruf des Pflegers (oder damals "Schließers") gepasst haben, mit einem modernen Verständnis von Pflege und dem heutigen Job hat das nicht mehr viel zu tun.
Zitat von Tron42Tron42 schrieb:Und warum besprecht ihr das hier nun weiter ?
Ich hab versucht das wieder aufs Kernthema zu führen.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Mir ging es nur darum zu zeigen, dass ein solches Verhalten völlig normal ist und nicht als Begründung für die Verschrobenheit der VTler taugt. Auch lügt man sich selbst in die Tasche, wenn man ernsthaft behauptet nur dann eine Meinung zu haben, zu Handeln usw. wenn man über ausreichend fundiertes Wissen verfügt. Das ist theoretisch hübsch, tatsächlich aber so gut wie nie der Fall.
Das ganze Beispiel sollte ja keine Diskussion über Pflege, Ärzte und Impfungen lostreten, sondern einfach ein für mich fast alltägliches Beispiel bringen, wo ich jenseits meiner Kompetenz eine Meinung äußern muss. Ich hätte genauso gut etwas aus dem Bereich der Kindererziehung wählen können, auch da bin ich kein Experte, muss aber trotzdem reagieren und kann nicht auf Experten verweisen oder mich erstmal jahrelang weiterbilden.
Und genauso wenig ist es verwerflich wenn jemand der Meinung ist, Corona gibt es nicht, weil er auf der Grundlage von dem was er so weiß und glaubt eben zu diesem Schluss kommt. Das macht ihn nicht mal zu nem VTler, er irrt sich einfach nur (und das muss legitim sein!).
Je mehr ich mich mit dem Begriff des Verschwörungstheoretikers beschäftige, desto mehr erscheint es mir ein völlig schwammiges Schimpfwort zu sein, mit dem man aus unterschiedlichsten Gründen unliebsame Meinungen diskreditiert, ohne dass man sich noch die Mühe einer Begründung machen müsste. Dabei eint Coronaleugner herzlich wenig mit UFO Gläubigen, Leuten die meinen die Mondlandung sein ein Fake oder JFK sei von der CIA ermordet worden.


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16.03.2021 um 08:04
Zitat von paxitopaxito schrieb:Einen Patienten interessiert es nicht ob du etwas weißt oder nicht weißt, deine eigene Unwissenheit hat im professionellen Verhältnis nichts zu suchen.
Genau das halte ich für eine dramatische Fehleinschätzung. Sozusagen den schlimmstmöglichen Fehler in diesem Kontext. Aber dazu hatte ich ja genug geschrieben, Deine Meinung ist eine andere.
Zitat von paxitopaxito schrieb:das kannst du im schlimmsten Fall mit so einer Äußerung dauerhaft kaputt machen
Dauerhaft macht man ein Vertrauensverhältnis kaputt, wenn man einen vermeidbar falschen Rat gibt. Also seine Kompetenz falsch einschätzt. Nicht wenn man zu einem Thema keine Meinung hat und dies plausibel formuliert.
Zitat von paxitopaxito schrieb:willst du dann sowas hören
Das ist eine völlig andere Situation. Das Beispiel passt so gar nicht zu dem Thema. In Deinem Beispiel geht es nicht darum, einen inhaltlich belastbaren Rat zu erteilen, sondern um Souveränität. Das hat nicht zwingend etwas miteinander zu tun.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Du musst auch wenn du deine Kompetenzen kennst immer wieder Stellung beziehen, Meinungen äußern, Handeln auch jenseits deiner Grenzen. Da kommste nicht drum rum.
Genau das ist völlig falsch. Aber gut, wir drehen uns im Kreis.
Zitat von parabolparabol schrieb:Die Medien betreiben Infotainment und wollen einen in was reinziehen, was gut
für die Medien ist
Es gibt schon so was wie guten Journalismus. Aber natürlich gibt es starke Anreize, das überproportional zu berichten, das besondere Aufmerksamkeit bedeutet.


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Werden Verschwörungstheoretiker immer dümmer?

16.03.2021 um 12:11
Zitat von paxitopaxito schrieb:deine eigene Unwissenheit hat im professionellen Verhältnis nichts zu suchen.
Und aus genau diesem Grunde sollte kein medizinischer Laie medizinische Ratschläge erteilen. Egal, wer oder wie viele oder wie intensiv sie darum bitten.

Wenn Du weißt, dass Du es nicht weißt, dann sag das einfach.
Wenn Du weißt, dass Du es nicht weißt, dann ist es sogar sträflich und durchaus auch strafbar, einen medizinischen Rat zu erteilen.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Da kommste nicht drum rum.
Faule Ausrede. Natürlich kommt man drum herum. Man muss nur die Chuzpe haben, zu seinen Fähigkeiten zu stehen, seine Kompetenzen zu kennen und auch offen vertreten zu können.
Im Übrigen ist das nicht nur eine Frage des Mutes, einzugestehen, eben nicht Alles zu wissen, sondern eine Frage der Verantwortung und Haftung. Gib Jemanden eigenmächtig ohne Befähigung und Berechtigung mal ein Medikament, das negative Folgen für die Person hat. Du wirst Dich schneller vor Gericht wieder finden, als Dir lieb ist.


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Werden Verschwörungstheoretiker immer dümmer?

16.03.2021 um 14:08
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Man muss nur die Chuzpe haben, zu seinen Fähigkeiten zu stehen, seine Kompetenzen zu kennen und auch offen vertreten zu können.
Ich finde es wichtiger, auch mal die Chuzpe zu haben, mit normalen Leuten zu versuchen, normal und unvoreingenommen zu reden. Das scheint mir in Deutschland ohnehin eine bedrohte Tugend zu sein.


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