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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie
kaleidoskoph
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

07.06.2010 um 23:18
@FrankD
Wie ich schrieb, setzen einige Naturheilärzte auch hömeophatische Mittel ein, und vor allem auch bei Kindern mit grossem Erfolg

Und das ohne Nebenwirkungen, was will Mensch mehr ;)


Schlussendlich wird es immer pro und kontra zu diesem Thema geben, es wird nach Studien verlangt, nach Beweisen usw

ich sag immer: es wird mehr an Nebenwirkungen von Medikamenten gestorben, als an hömeophatischen Mitteln ..



da gibt es doch dieses schöne Zitat von Voltaire

Das Geheimnis der Medizin besteht darin, den Patienten abzulenken, während die Natur sich selber hilft.

trifft sicher auf alle Therapien mehr oder weniger oft zu ;)


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

07.06.2010 um 23:20
@kaleidoskoph
Ich glaub du verwechselst wieder Homöopathie und Heilkräuter
Weißdorn wird immer bei niedrigen Blutdruck verabreicht, genau wie Mistel, wobei man bei Mistel schon sehr vorsichtig sein muss.

http://www.phytodoc.de/heilpflanze/weissdorn/wirkung/

Weisdorn hab ich selber ausprobiert, aber da mein Bluthochdruck organisch ist, kam mir das Herz fast aus den Ohren nachdem ich das ne weile genommen habe, es machte alles nur noch schlimmer. Irgendwie soll Weisdorn gegen Bluthochdruck wie gegen niedrigen helfen, bei mir hat er den nur Hochgeschraubt.


Die beiden anderen Pflanzen sind hoch giftig und sollten garnicht als Heilkräuter bezeichnet werden. Ich weis das geistert durch viele Webseiten und kann eigentlich sehr gefährlich sein, denn man bedenke die Aussage oben: Naturheilkräuter haben keine Nebenwirkungen". Wenn das jemand glaubt und kaut Rauwolfia wird er merken, warum das auch Wahnsinnskraut heißt.


Was mir aber per Email geschickt wurde ist schon besser Knoblauch senkt zwar nicht den Blutdruck, aber hilft bei Durchblutungsstörungen.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

07.06.2010 um 23:22
kaleidoskoph schrieb:ich sag immer: es wird mehr an Nebenwirkungen von Medikamenten gestorben, als an hömeophatischen Mitteln .
Das hatten wir doch schon an hömeophatischen Mittelchen kann man nicht sterben, da stirbt man nur an unterlassener Hilfeleistung.


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kaleidoskoph
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

07.06.2010 um 23:26
@Spöckenkieke
Spöckenkieke schrieb:Ich glaub du verwechselst wieder Homöopathie und Heilkräuter
Nein, ich hatte Dir mit den Kräuterangaben jediglich auf Deine Frage geantwortet, ob es Heilkräuter gibt :)
Spöckenkieke schrieb:Das hatten wir doch schon an hömeophatischen Mittelchen kann man nicht sterben, da stirbt man nur an unterlassener Hilfeleistung.
Deshalb schrieb ich ja dazu, dass eine ärztliche Begleitung immer Voraussetzung ist
vor allem bei Bluthochdruck zb. was ja gefährlich werden kann ;)


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kaleidoskoph
ehemaliges Mitglied

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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

07.06.2010 um 23:29
Spöckenkieke schrieb:Die beiden anderen Pflanzen sind hoch giftig und sollten garnicht als Heilkräuter bezeichnet
giftig wirkt immer nur die Dosis, deshalb nie Selbstversuche starten mit solchen Pflanzen, ohne genau Dosierungsangaben zu kennen

Fingerhut ist z.b auch hochgiftig und doch Bestandteil einiger Medikamente


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

07.06.2010 um 23:35
@kaleidoskoph
@Spöckenkieke
kaleidoskoph schrieb:giftig wirkt immer nur die Dosis, deshalb nie Selbstversuche starten mit solchen Pflanzen, ohne genau Dosierungsangaben zu kennen

Giftige Niedrigpotenzen (Urtinktur bis D3)
Manche homöopathische Mittel werden aus giftigen Ausgangssubstanzen hergestellt, beispielsweise der tödlich giftige Eisenhut (Aconitum) oder das giftige Arsen (Arsenicum).

Solche Mittel sind aufgrund ihrer Giftigkeit bis einschliesslich D3 verschreibungspflichtig.

Wenn man über solche Mittel verfügt, sollte man sie streng nach Anweisung des Arztes anwenden.

Andernfalls kann man schwere Vergiftung davontragen, denn auch wenn es sich um homöopathische Mittel handelt, können in Potenzen bis einschliesslich D3 genügend Giftstoffe wirksam sein, um Schäden zu verursachen.

Das gilt jedoch nur für Mittel aus giftigen Ausgangssubstanzen.

Bie ungiftigen Ausgangssubstanzen braucht man keine Angst vor Urtinkturen und niedrigen Potenzen haben. Diese wirken jedoch eher im allopathischen Sinne als im homöpathischen. Es handelt sich also je nach Ausgangssubstanz um Pflanzenheilkunde oder chemische Medikamente.


Gefahr durch Unterlassung
Vor allem die klassische Homöopathie lehnt schulmedizinische Behandlung ab.

Diese Ablehnung resultiert zum grossen Teil aus der Ablehnung Hahnemanns der damaligen ärztlichen Methoden.

Zur Zeit Hahnemanns wurden Kranke nämlich durch Aderlässe, Abführmittel und hochgiftige Mittel zusätzlich zu ihrer Krankheit noch mehr geschwächt. Viele Patienten fanden nicht durch ihre Krankheit, sondern durch die drastischen Behandlungsmethoden den Tod.

Diese alten Behandlungsmethoden hat Hahenemann zu Recht abgelehnt.

Auch heutzutage gibt es schulmedizinische Behandlungen, die dem Kranken eher schaden als nützen.

Aber es gibt vor allem im Bereich der Akutmedizin sehr viel mehr schulmedizinische Behandlungen, die Leben retten können, beispielsweise bei Unfällen, Herzinfarkten, Schlaganfällen oder hochakuten bakteriellen Infektionen.

Der erfahrene und weltoffene Homöopath weiss, wann es Zeit ist, einen Kranken in notärztliche Hände zu übergeben.

Es gibt aber auch manche Homöopathen, die zwar die homöopathischen Arzneimittelbilder sehr gut kennen, die aber die Schulmedizin vehement ablehnen und auch bei medizinischen Notfällen eine schulmedizinische Behandlung ablehnen. Daher können solche Homöopathen manchmal auch nicht zwischen homöopathischen Symptomen und lebensbedrohlichen Erkrankungen unterscheiden, weil ihnen das schulmedizinische Wissen fehlt oder absichtlich abhanden gekommen ist.

In solchen Fällen kann es zu ernsthaften Gesundheitsschädigungen bis hin zum Tod kommen, wenn man nicht oder zu spät medizinische Hilfe in Anspruch nimmt.

Hier ist auch der gesunde Menschenverstand der Patienten gefragt, dass sie sich im Ernstfall auch gegen den Rat eines Homöopathen an einen kompetenten Arzt wenden.
Missverstandene Erstverschlimmerung
Die Erstverschlimmerung, die aus Sicht der Homöopathie ein gutes Zeichen dafür ist, dass das richtige Mittel gefunden wurde, kann vor allem in akuten Krankheitssituationen keine echte Erstverschlimmerung, sondern eine ernsthafte Verschlimmerung des Krankheitsgeschehens sein.

Beispielsweise wenn eine Lungenentzündung zunächst mit leichter Atemnot einhergeht, die nach einer homöopathischen Behandlung zu schwerer Atemnot wird, dann kann das bedeuten, dass die Schwere der Lungenentzündung zunimmt.

Wenn man in einem solchen Fall zu lange abwartet und sich über die Erstverschlimmerung "freut", kann das im Extremfall den Tod des Patienten zur Folge haben.

Merke: Eine Erstverschlimmerung sollte nur wenige Stunden andauern und keine lebensbedrohlichen Formen annehmen.

Im Zweifelsfall gilt: Arzt zu Hilfe rufen!
lg
MokO


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

07.06.2010 um 23:47
Angryman schrieb:Merke: Eine Erstverschlimmerung sollte nur wenige Stunden andauern und keine lebensbedrohlichen Formen annehmen.
DerText wurde vollständig übernommen. Wenn ihr so wollt, von einem seriösen Homöopathen. ;-)

MoKO

Quelle: http://homoeopathie-liste.de/risiken/index.htm


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

07.06.2010 um 23:55
@all
Anders ausgedrückt: Wenns nicht klappt(Placebowirkung), an den Schulmediziner abschieben.

MoKO


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JPhys
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.06.2010 um 10:51
@Groschengrab
Groschengrab schrieb:So isset. Wobei man klar sagen muß, wenn der Patient eine bestimmte Behandlung vehement ablehnt und auch alle sonstigen Behandlungsmethoden der klassischen Schulmedizin,...
Dann beginnt der Arzt sich die Frage zu stellen was will der eigentlich bei mir...

Dann hat man darauf eine Antwort oder man hat sie nicht.
Und wenn man sie nicht hat kommt der Artzt vielleicht wirklich zum Schluss dass er seine Zeit ach sinnvoller verbringen kann.

Wie bei so vielen Dingen im Leben sollte man sich zuerst fragen was genau man eigentlich erreichen moechte...


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Groschengrab
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.06.2010 um 11:11
Hi,

@JPhys
JPhys schrieb:Dann beginnt der Arzt sich die Frage zu stellen was will der eigentlich bei mir...
Ja, so wird das sein. Weiterhin sollte sich der Patient darüber klar, nein, mehr als nur klar sein, dass üblicherweise ein Arzt eine ihm völlig fremde Therapie nicht "mal eben" an einem Patienten ausprobieren wird, insbesondere dann nicht, wenn sie seinem eigenen Weltbild bezw. seinen Erfahrungen völlig widerspricht.
JPhys schrieb:Wie bei so vielen Dingen im Leben sollte man sich zuerst fragen was genau man eigentlich erreichen moechte...
Eben. Schließlich verlange ich von einem Veganer ja auch nicht, er möge ein Rind schlachten, das Steak vorkosten uns es mir als leckere Mahlzeit servieren.

-gg


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kaleidoskoph
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.06.2010 um 22:19
@Angryman
Angryman schrieb:-----Eine Erstverschlimmerung sollte nur wenige Stunden andauern und keine lebensbedrohlichen Formen anneh
Diesen Satz aus Deinem link finde ich sehr wichtig !
Auch wissen viele garnichts über diese leichte Erstverschlimmerung der Symphtome, die entsteht, wenn ein eingenommenes höm. Mittel seine Wirkung zeigt. Ein Zeichen, dass das richtige eingesetzt wurde. Ich selbst habe dieses erlebt, war darüber aber informiert.

Deshalb auch schrieb ich, dass es immer sinnvoll ist, höm. Mittel unter ärztlicher Begleitung, oder zumindest mit vorheriger Beratung eines Apotherkers, einzunehmen.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.06.2010 um 22:53
@kaleidoskoph

Wichtiger ist in diesem Kontext diese Textzeile:

Erstverschlimmerung
Angryman schrieb:Beispielsweise wenn eine Lungenentzündung zunächst mit leichter Atemnot einhergeht, die nach einer homöopathischen Behandlung zu schwerer Atemnot wird, dann kann das bedeuten, dass die Schwere der Lungenentzündung zunimmt.

Wenn man in einem solchen Fall zu lange abwartet und sich über die Erstverschlimmerung "freut", kann das im Extremfall den Tod des Patienten zur Folge haben.
Gefolgt von dieser :
Angryman schrieb:Vor allem die klassische Homöopathie lehnt schulmedizinische Behandlung ab.
kaleidoskoph schrieb:Deshalb auch schrieb ich, dass es immer sinnvoll ist, höm. Mittel unter ärztlicher Begleitung, oder zumindest mit vorheriger Beratung eines Apotherkers, einzunehmen.
Ein Apotheker ist kein Artzt , ein Artzt der auf Homöopathie setzt , ist ein Scharlatan. Und ganz sicher kein Philanthrop .

MoKO


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kaleidoskoph
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.06.2010 um 22:57
@Angryman
Angryman schrieb:ein Artzt der auf Homöopathie setzt , ist ein Scharlatan.
Nun, dann dürften einige Naturheilärzte keine Zulassung haben ^^


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.06.2010 um 23:06
@kaleidoskoph

Homöopathie ist kein Naturheilverfahren !!!!!!

Wikipedia: Naturheilkunde

lg
MoKO


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kaleidoskoph
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.06.2010 um 23:10
@Angryman
Angryman schrieb:@kaleidoskoph

Homöopathie ist kein Naturheilverfahren !!!!!!
Das weiss ich und hab es schon einmal gesagt: es gibt Naturheilärzte, die auch die Hömeophatie einbeziehen


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

08.06.2010 um 23:20
@kaleidoskoph

Bist du Dir sicher das du diesem Thread gut aufgehoben bist. Meinst du über genügend Informationen zu Verfügen hier mitzudiskutieren?
kaleidoskoph schrieb:Das weiss ich und hab es schon einmal gesagt: es gibt Naturheilärzte, die auch die Hömeophatie einbeziehen
Ein gut gefülltes Portfolio (Leistungsangebot) eines Allgemeinarztes (interdisziplinär....auch Seemansgarn) ist noch lange keine Garant für eine qualifizierte Betreuung.

MoKO


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kaleidoskoph
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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

09.06.2010 um 12:17
Angryman schrieb:Ein gut gefülltes Portfolio (Leistungsangebot) eines Allgemeinarztes (interdisziplinär....auch Seemansgarn) ist noch lange keine Garant für eine qualifizierte Betreuung.

MoKO
Eine Garantie gibt es nie im Grunde, egal wie gut ein Mediziner ausgebildet ist,
es kommt auch darauf an, wie gut er sich jeweils auch weiterbildet .. interdisziplinär

Er kann auch nie 100Prozent auf die wunschmässige gute "Mitarbeit" seiner Patienten setzen, weiss nie genau, ob die Anweisungen und Verordnungen korrket eingehalten und beachtet werden.

Qualifizierte Betreuung hat auch immer etwas mit dem persönlichne Engement zu tun, inwieweit sich der Arzt über die individuelle Krankengeschichte informiert, über Lebens -Gewohnheiten, Essverhalten ect.

@Angryman


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

05.08.2010 um 15:37
* Forderung: Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die Homöopathie aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen wird.

* Begründung: Es gibt bisher keine nachgewiesene Wirkung von homöopathischen Medikamenten; es gibt keinen medizinischen Nutzen.

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=13042


Homöopathie ist unwirksam. Daran gibt es nichts zu deuteln. Statt Globuli oder homöopathische Tröpfchen zu schlucken, können Sie ebenso ein Glas Leitungswasser trinken, da ist dasselbe drin. Wahlweise tut es auch ein absolut kostenloses Glas Regenwasser, wenn man sich einbildet, die Wasserwerke würden das Leitungswasser vergiften (solche bescheuerten Behauptungen sind in Alternativkreisen gang und gäbe).

Darüberhinaus ist Homöopathie eine volksverdummende Ideologie, welche immer mehr Menschen davon abbringt, ihren Verstand zu benutzen. Sie verkehrt alles, was seit der Aufklärung hinzugelernt wurde, ins Gegenteil. Wer Homöopathie befürwortet, der sollte wieder zu Fuß gehen, der dürfte hier gar nicht mitschreiben können, denn er dürfte, wenn er konsequent ist, keinen PC benutzen, und der zieht am besten irgendwo auf eine einsame Insel fernab jeglicher Zivilisation, denn die Wissenschaft ist ja angeblich sowieso nur Unfug. Ich begreife nicht, wie jemand die Wissenschaft schätzen und zu Rate ziehen kann, wenn er sich einen neuen Fernseher oder ein neues Auto oder ein neues Telefon kauft, aber wenn es um seine Gesundheit geht, plötzlich auf hirnrissigen Schwachsinn vertraut, der jegliche naturwissenschaftliche Erkenntnis zu verleugnen versucht.

Womit wir schon beim nächsten Punkt wären. Der Gesundheit. Sowohl der geistigen als auch der körperlichen. Es gibt unzählige Leute, die ihren Kindern von klein auf beibringen, bei jedem Kinkerlitzchen Zuckerkügelchen zu schlucken und damit eine psychische Abhängigkeit von diesem Unfug erzeugen. Es gibt unzählige Leute, die wochen- oder monatelang nichts als homöopathischen Nonsens durchzaubern und erst dann zur echten Medizin wechseln, wenn die ihnen, weil sie die Erkrankung verschleppt haben, nur noch mit immensem Aufwand helfen kann. Oder gar nicht mehr, weil es zu spät ist. In der Medizin ist es bei vielen Krankheiten wichtig, frühzeitig zu behandeln, damit es gar nicht erst schlimm wird. So erzeugen diese Menschen einen Riesenberg an Folgekosten, der bei der Berechnung davon, wieviel Geld für Homöopathie ausgegeben wird, noch gar nicht erfasst wird.

Aber das ist noch nicht das Schlimmste. Denn viele Menschen bekommen von ihrem Homöopathen eingeredet, die Homöopathie könne nur wirken, wenn sie auf echte Medizin ganz verzichten. (Denn genau so hat es Homöopathieerfinder Hahnemann "gelehrt"! Ich zitiere aus Hahnemanns Organon, § 52: "Es giebt nur zwei Haupt-Curarten: diejenige welche all ihr Thun nur auf genaue Beobachtung der Natur, auf sorgfältige Versuche und reine Erfahrung gründet, die (vor mir nie geflissentlich angewendete) homöopathische und eine zweite, welche dieses nicht thut, die (heteropathische, oder) allöopathische. Jede steht der andern gerade entgegen und nur wer beide nicht kennt, kann sich dem Wahne hingeben, daß sie sich je einander nähern könnten oder wohl gar sich vereinigen ließen, kann sich gar so lächerlich machen, nach Gefallen der Kranken, bald homöopathisch, bald allöopathisch in seinen Curen zu verfahren; dieß ist verbrecherischer Verrath an der göttlichen Homöopathie zu nennen! ")

Das führt dazu, dass ärztlich verordnete Medikamente jeglicher Art abgesetzt werden, mit oft katastrophalen Folgen, denn es werden auch die abgesetzt, die aufgrund schwerwiegender Erkrankungen unverzichtbar sind. Und viele Homöopathiegläubige halten die echte Medizin für generell gefährlich und ziehen sie überhaupt nicht zurate. Und zwar auch dann nicht, wenn es ihnen (oder ihren Kindern!) richtig dreckig geht. Schauen Sie sich mal in Foren zur Homöopathie um, da packt Sie das kalte Grausen, wenn SIe ein Mensch sind, der auch nur einen Funken Verstand und Mitgefühl besitzt. Da werden schwer kranke Babys und Kinder mit einer Globulisorte nach der anderen abgefüllt, während sie sich hochfiebernd vor Schmerzen winden und das über Tage, wochen und Monate hin.

Menschen sterben, weil sie glauben, schwere Krankheiten mit Homöopathie behandeln zu können (wobei sie oft noch nicht einmal erkennen, dass es sich um eine schwere Krankheit handelt!) Und dieser Wahn nimmt seit Jahren immer mehr zu, woran auch völlig unkritische Berichte in den Medien beteiligt sind.

Bei jeder Behandlung wirkt ein Placeboeffekt mit. Auch bei der ganz normalen evidenzbasierten medizinischen Behandlung. Nur wird dieser dort immer mehr überlagert von einem schädlichen Nocebo-Effekt, der darin besteht, dass den Menschen Angst vor angeblich gefährlicher Chemie gemacht wird. Wobei sie nicht begreifen, dass auch pflanzliche Wirkstoffe chemische Wirkstoffe sind und dass in der Homöopathie ebenfalls auch von nichtpflanzlichen Stoffen ausgegangen wird. Und in der echten Medizin werden ebenfalls pflanzliche und tierische Stoffe eingesetzt.
Man verzichtet allerdings darauf, vom Aussterben bedrohte Arten auszurotten sondern stellt die in ihnen wirksamen Substanzen nach Möglichkeit industriell her, um sie bezahlbar zu halten und letztlich auch um die Umwelt und die natürlichen Ressourcen zu schonen. Was meinen Sie, wieviel Natur noch vorhanden wäre, wenn man für all die für die 6,9 Milliarden Menschen auf der erde benötigten Medikamente allein aus der Natur pflücken würde! Außerdem sind die Wirkstoffe in Lebewesen, ob pflanzlich oder tierisch, in von Individuum zu Individuum und auch Jahreszeitlich und örtlich abhängig in völlig verschiedener Konzentration enthalten, so das sman nie wissen kann, wieviel in dem Exemplar, was man in Händen hält, dnen nun genau drin ist. Das führt zu Über- wie zu Unterdosierungen. Stellt man sie abe runter kontrollierten Bedingungen industriell her, so kann man absolut exakt und zuverlässig die genaue Dosis bestimmen. Diese Produkte sind also weitaus sicherer als auf der Wiese gepflückte Pflanzen oder aus dem Meer gefischte Tiere. Zumal diese immer auch weitere, meist unerwünschte Stoffe und auch Schadstoffe enthalten, die Nebenwirkungen erzeugen, die man vermeidet, wenn man den reinen Wirkstoff extrahiert, den man benötigt.

Homöopathie hat nichts, aber auch gar nichts mit Naturheilverfahren, mit Natürlichkeit oder mit Harmlosigkeit zu tun. Homöopathie ist auch nicht "ganzheitlich". Homöopathie schielt nur auf Symptome, die frei Schnauze rein nach Phantasie irgendwelchen Stoffen zugeordet werden, weil der Arzneimitteltester an dem Tag, an dem er es "testete" irgendetwas geträumt hat, ihm eine schwarze Katze über den Weg lief oder ihm ein Teller zerbrochen ist. Der reine Wahnsinn wie er im Buche steht. Und von diesen herbeiphantasiert zugeordneten Stoffen ist in den Verdünnungen sowieso nichts mehr drin. Dafür sind andere Stoffe drin, nämlich die, die in dem Wasser sowieso vorhanden sind. Und Moleküle des Spülmittels, mit dem die Fläschchen gesäubert wurden. Und der Vogelschiss von der Taube die über den Bach flog von dem das Quellwasser stammt und und und. Der müsste doch alles verfälschen nach der homöopathischen Lehre. Doch ich schweife ab, ich war bei der Ganzheitlichkeit. Die echte Medizin ist ganzheitlich. Sie versucht, der Ursache der Krankheiten auf den Grund zu gehen und diese, wenn möglich zu beseitigen. Wenn dies nicht möglich ist, dann versucht sie zu lindern und zwar aufgrund der Erkenntnisse dessen, welche ursache die Erkrankung hat. Und zwar tatsächlich hat. Nicht herbeiphantasiert wie bei der Homöopathie!

Selbstverständlich kann auch die echte Medizin sich irren. Aber in der echten Medizin herrscht eine Kultur des ständigen Hinterfragens. Jedes in Fachzeitschriften veröffentlichte Forschungsergebnis wird international von anderen Wissenschaftlern überprüft und so werden Unstimmigkeiten früher oder später erkannt, veröffentlicht und berücksichtigt. Es herrscht also ein stetiger Erkenntnisgewinn und Fortschritt in Theorie und Praxis. Anders bei der Homöopathie, die hält seit zweihundert Jahren unverändert an den Thesen und Praktiken fest, die schon Zeitgenossen Hahnemanns als unlogischen Blösinn erkannt und verworfen haben. Die Homöopathie lernt im Gegensatz zu der Medizin nichts hinzu und versucht nicht aus Fehlern zu lernen, sie versucht ja noch nicht einmal, ihre Fehler zu erkennen und zu dokumentieren! Sie suhlt sich immer nur weiter in derselben unkritischen Selbstgefälligkeit wie sie es schon seit zweihundert Jahren unverändert tut.

Ein Placeboeffekt wirkt immer und überall mit, dafür brauche ich keine aberwitzige Schütteltinktur mit Abrakadabra und Dreimalschwarzerkater. Auch in der echten Medizin bei jeder Behandlung egal wie sie aussieht. Diese Placebowirkung der echten Medizin gilt es zu stärken und nicht immer weiter zu untergraben indem man sie zu dämonisieren versucht.
Es gilt dafür zu sorgen, dass der Arzt für ein echtes Gespräch mit seinem Patienten Zeit hat und angemessen bezahlt wird und nicht dafür, dass er Zauberkügelchen aufgrund von Traumdeuterei aussucht.

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?topic=4853.msg92394#msg92394


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

05.08.2010 um 16:03
Kann ich jedem empfehlen :

Zum allgemeinen Impfen > http://www.impfkritik.de/
Inhalte > http://www.bionova.at/KTT3.htm

viel Spaß ^^


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Evidenzbasierte Medizin vs. Homöopathie

05.08.2010 um 16:13
@pitri
Kann man auch homöopathisch impfen oder bist du nur schwer offtopic?


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